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  • Der Fall um die „Fake“-Songs – Update

    23. August 2018

    In einer Gerichtsanhörung haben Sony und die Nachlassverwaltung eingeräumt, nichts dafür zu können, wenn auf „Breaking News“, „Keep Your Head Up“ und „Monster“ ein Imitator singe.

    Sie könnten mit einem blauen Auge davon kommen – ein Fan hat sie wegen Irreführung verklagt. Update: Sony nimmt Stellung.

    Im Widerspruch zum Titel des „Hip Hop n More“ Artikels, hat der Anwalt von Sony/MJ Estate gegenüber „Variety“ in einem Statement reagiert:

    Sony Music Has Not Conceded That Vocals on Michael Jackson Album Are Fake

    Die Anhörung vom 21. August hatte nicht zum Ziel, herauszufinden, ob die Vocals auf den drei umstrittenen Songs von Michael Jackson sind oder nicht.  Es ging darum, ob die Angaben auf dem Album und in einem Werbevideo vom kalifornischen Anti-SLAPP Gesetz (Strategic Lawsuit Against Public Participation) hinsichtlich der Redefreiheit, geschützt sind oder nicht. Je nachdem könnten Sony und die Nachlassverwaltung aus der Verantwortung entlassen werden. (Selbst wenn die Songs von einem Imitator gesungen wären.)

    Der Autor des neusten Rolling Stone Artikels (Did Sony Admit to Releasing Fake Michael Jackson Songs?) merkt an, dass Sony und die Nachlassverwaltung ihre ursprünglichen Authentizitäts-Behauptungen mit weniger Enthusiasmus verteidigen als zuvor.

    NME berichtet:  Legal battle continues over whether posthumously released „Michael Jackson songs“ were really by the late star

    Weitere Infos auch im Interview mit Autor Damien Shields auf YouTube: Sony Court Case Discussion with Damien Shields

    —- die ursprüngliche Meldung: —-

    Die drei angeblichen Fake-Songs wurden im Jahr 2010 auf dem posthumen Album „Michael“ veröffentlicht. Bereits kurz vor Release teilte ein Sohn von Tito Jackson mit, dass ihr Onkel nicht auf allen Songs zu hören sei. Nur ein Teil der Fans glaubte dem 3T-Mitglied, das einst unter Michaels Label „MJJ Music“ die Songs „Why“ und „I Need You“ mit ihm sang.

    Fan Vera Serova war überzeugt, dass die Songs nicht von Michael gesungen sind und hat deshalb im Juni 2014 mutig eine Klage eingereicht – nachdem die Gerüchte von offizieller Seite dementiert wurden. (siehe z.B. diesen Artikel auf The Guardian: MJ estate fights back against album track ‚fake‘ allegations)

    Hier gibt es auf „Hip Hop n More“ Details zur Klage und dessen Verlauf vor Gericht bis zur jüngsten Verhandlung vor dem Berufungsgericht in Kalifornien am 21. August 2018:

    Sony Music Concedes in Court They Released Fake Michael Jackson Songs on Posthumous Album

    Zuletzt hatte Anwalt Zia Modabber argumentiert, dass Sony ein Album dennoch als „Michael Jackson Album“ verkaufen könne, wenn auch möglicherweise nicht alle Vocals von Michael Jackson seien.

    Am 21. August haben Sony und der MJ Estate nun eingeräumt, dass die Songs „Breaking News“, „Keep Your Head Up“ und „Monster“ tatsächlich von einem Nachahmer und nicht von Michael Jackson gesungen werden, ist auf hiphop-n-more.com zu lesen.

    Die Aussage soll ihren Einspruch gegen die Klage an sie stützen. Die Worte seien jedoch hypothetisch gemeint, berichten andere Fans. Die drei Richter im Fall haben nun innert 90 Tagen zu entscheiden, ob die Nachlassveraltung und Sony als Angeklagte entlassen werden oder nicht. Es wären dann nur noch die Co-Writer der Songs, James Porte und Eddie Cascio, die angeklagt bleiben.

    Zia Modabber, der Anwalt vom MJ Estate und Sony, hatte versucht, die alleinige Schuld auf James Porte und Eddie Cascio zu schieben, da diese, sofern die Songs Fake seien, „es versäumt haben, Sony oder dem Nachlass zu offenbaren, dass Michael die Lead-Vocals nicht geliefert hat.“

    Weitere Infos und Dokumente unter www.themjcast.com/casciocase/

    Quelle: jackson.ch, hiphop-n-more.com, The MJ Archive

    3 Kommentare zu “Der Fall um die „Fake“-Songs – Update

    1. Simon Knoflach

      Was sind das für Argumente, wenn sind alle Schuld, jetzt versuchen sie die schuld auf die cascio allein zu schieben und dann noch das Argument selbst wen auf diesen Spuren ein Nachahmer singt dürfen sie es als Michael Jackson Album verkaufen, also wenn das durchgeht ist es ein Witz. Die Nachlass vollstrecker solden sowieso zurücktreten da sie sich nicht kümmern ordendlich um die Weiterführung und am Leben zu erhalten

    2. Mjfan

      Hab es von Anfang an gesagt. Ich erinnere mich noch als viele meinten ich hätte ja keine Ahnung. Lustig

    3. Pingback: jackson.ch

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