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  • Akte Spezial: Auf der Suche nach der Wahrheit

    8. Januar 2020

    Im knapp zweistündigen Spezial auf Sat.1 hat eine deutsche Familie erstmals über ihre Freundschaft zum King of Pop berichtet. Und zu sehen waren weitere emotionale Szenen.

    In einem Statement blickt die Journalistin Nadja Pia Wagner auf die Entstehung zurück und erklärt ihre Haltung dem schwierigen Thema gegenüber.

    „Michael Jackson: Auf der Suche nach der Wahrheit“ erhielt von Sat. 1 keinen attraktiven Sendeplatz: Montag, 6. Januar 2020, 22.30 – 00.20 Uhr. Doch das gelungene Spezial von AKTE war nicht nur für Fans sehenswert.

    Erstmals seit der Ausstrahlung von „Leaving Neverland“, erhielten nun auch kritische Stimmen eine Chance, gehört zu werden. Dutzende Personen aus Michael Jacksons Umfeld hatten sich im vergangenen Jahr an die Öffentlichkeit gewandt – wurden aber grösstenteils schlicht ignoriert. Ebenso Journalisten, die sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befassen und nach wie vor kritisch sind. Wieso sich die meisten hüten, den angeblichen Opfern in LN gegenüber Misstrauen zu äussern, zeigt etwa die kritische Reaktion auf das AKTE-Spezial von Deutschlandfunk Kultur: „Dieser Bericht ist unanständig.“

    (Nachdem die Vorwürfe seit 1993 wiederholt in den Medien sind, scheinen manche unfähig, sich auch nur einen Moment vorzustellen, dass der Mann tatsächlich unschuldig sein könnte.)

     

    Mit Ron Zonen ist nur eine Person involviert, die von Michael Jacksons Pädophilie überzeugt ist. Der Staatsanwalt hatte an der Seite vom übereifrigen Thomas Sneddon versucht, Michael Jackson im Jahr 2005 hinter Gitter zu bringen. Thomas Mesereau seinerseits erinnert an das gute Kreuzverhör, das Zonen mit Wade Robson geführt hatte.

    Besonders emotional anzuhören sind die Interviews mit der Schleiter-Familie, die erstmals so viel von ihrer Freundschaft mit Michael Jackson preisgeben. So schildern sie, wie Michael Jackson nach einer Wasserballonschlacht in seinem Zimmer verschwand und den Song „Speechless“ komponierte. (Als das „Invincible“-Album erschien, hatte auch Michael in einem Interview davon beichtet.) Traurig stimmt, als Anton Schleiter erzählt, wie er einen Monat lang auf der Neverland-Ranch dabei half, das Hab und Gut von Michael Jackson in Kisten zu verpacken, da dieser nach dem Prozess und den erneuten Polizei-Durchsuchungen nicht mehr auf sein Anwesen zurückkehren wollte.

    Sehr emotional sind auch die Gespräche mit Brad Buxer, der von 1989 bis 2008 mit Michael Jackson musizierte und zu einem seiner engsten Freunde wurde, ebenso die Szenen mit Taj und Brandi Jackson.

    Etwas irritierend ist einzig, wieso das Buch von La Toya Jackson, „Starting Over“, nicht erwähnt wird, als sie den Fragen ausweicht, wieso sie ihren Bruder 1993 so schwer belastet hatte. (hier unser Review im alten Layout – La Toya nimmt darin ausführlich Stellung.) Auch die Fotos, die sie mit blutunterlaufenen Augen zeigen, nachdem sie angeblich von Jack Gordon verprügelt wurde, hätten die etwas gar zurückhaltend ausgefallenen Aussagen über ihren Ehemann unterstreichen können. (Siehe hier ein Interview mit LA Weekly von 2012.) Seltsam ist auch, wieso Dieter Wiesner den „Alarm“ in Jacksons Schlafzimmer verleugnet, mit dem sich MJ ein wenig wirkliche Privatsphäre bewahrte, da – wie Wiesner bestätigt – diverse Mitarbeiter Zugang hatten.

    „Michael Jackson: Auf der Suche nach der Wahrheit“ kann hier bei Joyn.de nachgeschaut werden.

    Leider ist der Stream in Österreich und in der Schweiz nicht verfügbar.

    Die Chefreporterin Nadja Pia Wagner von Sat.1, verfasste heute auf Facebook in der Gruppe „Stop all liars and frauds against MJ“ folgendes Statement:


    Liebe Chantal Obrist, lieber Matthias Frank, lieber Jochen Haug – am Montag ging eine lange Arbeitsphase zu Ende. Ups and Downs haben uns alle vier immer wieder auf Trapp gehalten. Skeptisch mir gegenüber als unabhängige und sorgfältig arbeitende Journalistin, die selbstverständlich neutral und unvoreingenommen in der Sache recherchiert und das gründlich. Auf der Ebene der Fürsprecher – Familie, Freunde und Fan Community – aber genauso auch auf der anderen Seite der Skeptiker und Ankläger.

    Emotionen bei Euch, wenn diese Journalistin, also ich, distanziert gegenüber der Haltung „MICHAEL is INNOCENT“ war – bis heute. Und der Aussage: ich werde nicht beweisen können, ob er schuldig ist oder nicht. Das habt ihr irgendwann akzeptiert. Ihr habt akzeptiert, dass ich a. kein Fan bin und b. meinen Job gewissenhaft mache.

    Ausgewogen zu berichten bedeutet aber eben auch, die andere Seite zu beleuchten. Am Anfang meiner Recherche-Reise hatte ich keine private Meinung dazu – kein Michael Konzert, kein Know-How zum Prozess und den anderen Anklagen, keine Doku gesehen – nur die Musik gehört. DAS war die Ausgangslage.

    Und dann waren da noch diese emotionalen Fans, die mir mir eintrichtern wollten – MICHAEL ist unschuldig. Wie oft habe ich betont: ich werde nicht beweisen (können), dass er es ist. Wir machen keine Gegendokumentation zu Leaving Neverland. Aber, ich möchte das nachholen, was Dan Reed verpasst hat. Die andere Seite sprechen zu lassen. Familie, Feunde und auch die Fans. Ohne dabei den gleichen Fehler zu machen wie der Produzent. Einseitigkeit. Mein Ziel: Ausgewogenheit, Ehrlichkeit, journalistsiche Sorgfalt, einwandfreie Recherche und neue Inhalte. Und – das war mir wichtig – Vertrauen und Fairness. Journalisten, die mit unlauteren Methoden, falschen Behauptungen und Vorausstezungen arbeiten sind keine Journalisten (Bashir Prinzip). Das sind Menschen, die das Bild der Medienschaffenden ins Negative ziehen. Aktuell geprägt durch die Relotius-Affäre. Ein Alptraum für die, die sorgfältig arbeiten. Zu dieser Sorgfaltspflicht zählte natürlich auch der Einbezug der Gegenseite, die Interviewanfrage an Reed, Safechuck, Robson, Bashir etc. Auch das war im ersten Moment für Euch schwer zu verstehen bzw zu akzeptieren. Es könnte ja auch dazu kommen, dass diese Männer überzeugen im direkten Interview. Absagen auf jeder Ebene.

    Auf dem Weg meiner intensiven Recherchen (wohl eine der zeit- und energiefressendsten überhaupt) durfte ich unglaublich interessante Menschen kennengelernen – wie die Schleiters aus Hamburg zum Beispiel, die mir gegenüber äusserst skeptisch waren bei unserer ersten Begegnung. Dass ich überhaupt eine Audienz bekam, habe ich Matthias zu verdanken, der immer einen sehr guten Draht zur Familie hatte. „Schön, dass Sie gekommen sind, wir hören uns das alles mal an und wollen auch was für Michael tun, aber vor die Kamera gehen wir ganz sicher nicht.“ Der erste Satz von Wolfgang Schleiter zur Begrüssung. Ich merkte sofort – der meint das ernst. Vier Stunden , 2 Kannen Filtercafe und mehrere Stücke Bienenstich später: „vielleicht machen wir ein kleines Interview im Wohnzimmer, aber wirklich nicht mehr, wir überlegen uns das. Aber geh mal lieber nicht davon aus.“ Von der ersten Minute an waren wir per du. Die Familie hatte Michael immer versprochen, dass sie seine und ihre Privatssphäre respektieren, nicht mit den Medien sprechen. Zu negativ waren seine Erfahrungen mit der Presse. Die größte Wunde hatte Martin Bashir mit „Living with Michael Jackson“ hinterlassen. Aber selbst wenn es nicht Michaels ausdrücklicher Wunsch gewesen wäre, hätten die Schleiters nichts in die Öffentlichkeit getragen. Das nenne ich respektvollen Umgang mit einer ganz besonderen und wertvollen Freundschaft. Die Summen, die der Familie über Jahre geboten wurden, sind hoch. Die gemeinsamen Erlebnisse könnten sich sicher gut verkaufen, aber niemals würden die Schleiters diesen Weg gehen. Ich durfte ein paar wenige Geschichten hören während unserer Treffen – selten habe ich so viel Respekt und Liebe in leuchtenden Augen gesehen, wie bei Anton, Franzi und Wolfgang. Ein weiterer Grund, weshalb ich nie an deren Glaubwürdigkeit gezweifelt habe, keine Sekunde. Selbstverständlich musste ich darüberhinaus Wahrheitsgehalt und Aussagen überprüfen, gründliche Recherche eben. Gerade im Jackson-Cosmos schwirren unzählige Menschen herum, die selbst noch nach seinem Tod Profit machen wollen mit einer Begegnung/ Freundschaft etc. – zu viele Wichtigtuer und geldgierige Menschen. Im Übrigen hat nur eine einzige Person Geld verlangt für die Mitwirkung in der Doku – Ron Zonen war es nicht.

    (Andere, sehr nahestehenden Personen/ Familien haben Bücher geschrieben, Musik auf seinen Namen produziert und verkauft und angeblich auf Ebay persönliche Sachen versteigert. Makaber in meinen Augen)

    Auf diese erste Begegnung folgten 2 weitere Vorgespräche mit der Familie. Nächtelang telefonierte ich mit Anton – wir redeten Stunden über seine Freundschaft zu Michael, über den möglichen Dreh, über die Konsequenzen danach. Viele Gedanken und Bedenken geteilt. Es fiel ihm und seiner Familie äusserst schwer diese Entscheidung zu treffen und letztlich den Weg zu gehen. Im Nachhinein sind alle glücklich mit der Entscheidung. Für die Doku ein hoher und unverzichtbarer Mehrwert.

    Brad Buxer und Michael Prince (deren Kontakte ich durch Chantals Verbindung zu Brad Sundberg bekam). Auch da musste ich quasi durch eine erste Prüfung in der Schweiz beim Seminar „In the studio with Michael Jackson“. Mein absoluter Erstkontakt mit der Community und Musik (zumindest bewusst). Damals Chantal höchst skeptisch mir gegenüber, das war anstrengend und kräftezehrend, aber ich habe es akzeptiert und auch verstanden. Nach unserem Dreh im Westlake Studio bekam ich eine sehr emotionale Mail von Brad Buxer, in der er sich noch mal bedankte für die tolle Zeit und mir eine Weiterarbeit zugesagte – jederzeit. Auch er und Michael Prince hatten Vertrauen geschöpft mit der Überzeugung – die scheint ehrlich und authentisch.

    Hätte sich auf dem Rechercheweg etwas anderes ergeben – zb, dass plötzlich Beweise aufgetaucht wären, die bestätigen , dass MJ schuldig ist – dann hätte ich sofort einlenken müssen. Authentitität, journalistische Sorgfalt und gründliche Recherche sind unabdingbar für seriösen Journalismus. Und natürlich die absolute Wahrheit!

    Die Wahrheit werde weder ich noch ein anderer jemals beweisen können, denn die wissen nur 3 – Michael und die beiden Ankläger. Zumindest bezogen auf Leaving Neverland.

    Diese Aussage wollten die Drei nicht hören, aber ich bin standhaft bei meiner Aussage geblieben – das hier wird keine Gegendoku zu Leaving Neverland,sodern eine objetive Arbeit unter dem Leitfaden der Ausgewogenheit. Als klar wurde, dass ich in LA auch Ron Zonen besuchen würde, war ich v.a. in Chantals Augen ein möglicher Martin Bashir. Also der, Journalist, der Jacksons Leben zerstört hat? Trotzdem ging die Suche nach der Wahrheit weiter.

    Bis es dann am Montag, 6.1.2020 um 22.30 Uhr endlich soweit war. Die Doku wurde ausgestrahlt, das Ende einer langen und kräftezehrenden Reise, die bei Null angefangen hat.

    Ich bin weder Michael Jackson Fan, noch wusste ich im Mai 2019 wer Dan Reed, James Safechuck, Wade Robson und Martin Bashir sind. Ich bin eine überwiegend investigativ arbeitende Journalistin, für die Ehrlichkeit und Sorgfalt das wichtigste Gut ihrer Arbeit ist. Die mit Leidenschaft und Herzblut in der Welt nach echten und spannenden Geschichten sucht, ihren Job als Herausforderung und Passion sieht.

    Eins noch: Für mich war Michael der irre Weltstar mit dem Mundschutz, der nach einer Überdosis Propofol gestorben ist. Konzerte habe ich nie besucht, seine Musik aber immer gerne gehört. Will you be there sicher schon 2000 Mal. Und jetzt sollte ich eine umfassende Doku mit Fakten und investigativem Ansatz machen. Wo fängt man da an? Im eigenen Archiv. Mit Dokus, Reportagen, Berichten und natürlich dem WWW. Aber – die beste und zuverlässigste Quelle: Jochen. Trotzdesen, dass er physisch nicht mit uns in LA war, war er gedanklich immer dabei, immer mit uns vernetzt und ist uns täglich zur Seite gestanden. Er ist daher genauso Teil der Doku, wie alle anderen auch Daher danke, Jochen, für Deinen unermüdlichen Einsatz, Dein Vertrauen und v.a. Deine Kontaktaufnahme mit mir. Es wäre wahrscheinlich nie zu diesem Projekt ohne Dich gekommen.

    Mittlerweile kenne ich die meistens MJ Dokus, Bücher über den Star und selbstrecherchierte Fakten. Das Leben um den Weltstar war explosiv und brisant – zu jeder Zeit – inklusive der oft einseitigen Berichterstattungen.

    Heute sehe ich Fans aus einem ganz anderen Blickwinkel als vorher. Auch, wenn ich diese innige Liebe zu einem Star nicht immer nachvollziehen kann, verstehe und respektiere ich die Magie um Michael Jackson, unabhängig von den Missbrauchsvorwürfen.

    Nadja Pia Wagner – die Journalistin, die gerne mal mit Martin Bashir Café trinken gehen würde!


    Wir hatten die Doku hier angekündigt.

    2 Kommentare zu “Akte Spezial: Auf der Suche nach der Wahrheit

    1. Dani

      Der Bericht von Deutschlandfunk Kultur gehört ja wieder mal in Gold gefasst! Einfach nur mehr unglaublich wie MeToo und diese Fake Opfer auf die Menschen wirken. Aber LN war anständig und ehrlich oder was? Wenn die wüssten mit welchen Leuten sie es zu tun haben… Die politische Korrektheit der meisten geht wirklich langsam zu weit. Aus La Toya und Dieter Wiesner werde ich wohl auch nicht mehr schlau werden. Ich bedanke mich bei Nadja Pia Wagner und allen anderen für ihre Ehrlichkeit und für ihre Arbeit an diesem Akte Special, ganz besonders bei der Schleiter Familie für ihre Entscheidung mit der Öffentlichkeit darüber zu sprechen, keine leichte Aufgabe und sehr emotional. Auch Brad Buxer war großartig. Immerhin lief es im Fernsehen, wenn auch zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

      Diese Journalistin ist wenigstens schockiert darüber wie manche sich verhalten. Ich nehme an sie meinte unter anderem die Cascios damit.
      Wer weiß was von ihnen noch alles kommen wird? Ich hoffe sie kommen nicht auf die gleiche Idee wenn sie irgendwann auf diese Art kein Geld mehr verdienen können.

      Ich kann einfach nicht verstehen warum LN ernst genommen wurde? MeToo geht hoffentlich bald vorbei, ich schätze diese Bewegung wird in den nächsten Jahren sehr kritisch betrachtet werden. LN war lächerlich dramatisch, richtig theatralisch, als hätte man einen Roman gelesen und nun wurde ein unerträglicher Film mit ziemlich schlechten Schauspielern darüber gedreht, die andauernd lachen, ihr Gesicht verziehen, krampfhaft weinen und sich an ein Drehbuch erinnern zu versuchen. Völlig emotionslos, als hätten sie ein bisschen Schauspielunterricht genommen. Vieles ist gelogen und verdreht, man kann dieses Machtwerk mittlerweile ganz gut einordnen. Allein schon ihre Mimik war nicht besonders glaubwürdig. Sie hätten mich jedenfalls nie überzeugt, dafür wusste ich einfach zu viel über Michael Jackson. Nach 26 Jahren dieser grauenhaften Geschichten schockt einen eigentlich nichts mehr. Ich meine, gerade die Fans müssten diese Lovestory und ihre Situation eigentlich verstehen können. Aber bei diesem Wahnsinn muss man eher Psychiater sein um es zu begreifen, also Finger weg für psychisch normale Menschen die solche Dinge nicht verstehen können. Mir kommt es so vor das viele Menschen die ihnen glauben selbst einiges an Traumata im Leben nicht verarbeitet haben. Ich wusste gar nicht das es so viele Millionen Experten zu diesem Thema gibt, nach dem Motto, mir ist selbst etwas schlimmes passiert und ich glaube jedem bedingungslos der so etwas sagt. Es wundert mich dass noch nicht behauptet wird durchschnittliche Menschen als Geschworene sind nicht geeignet so etwas zu beurteilen. Als Opfer von Kindesmissbrauch wird man aber nicht ausgewählt als Geschworener, weil man voreingenommen ist. Psychologen dürfen höchstens als Zeugen gehört werden. Bei Robson vermute ich eher die bipolare Störung als Krankheit nicht Missbrauch, und James kann sich nicht an ein Gebäude erinnern das so farbenfroh ist wie die Villa Kunterbunt aus Pippi Langstrumpf. Ich bin der Ansicht dieser Film hätte zumindest bei uns in Europa nie gezeigt werden dürfen, schon gar nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Er ist absoluter Psychoterror und sollte verboten werden, gerade für labile Menschen kann dieser Film sehr gefährlich werden. Er ist ekelhaft und ich bin in Zukunft neugierig wie die Menschheit ihn verarbeiten wird. Darum sind ja alle so bissig, sie können wohl doch nicht Werk vom Künstler trennen? Vieles im Fernsehen wird zensiert und sofort verboten, aber so etwas läuft gleich 4 Stunden zur Hauptssendezeit am Samstag, um möglichst viel Einschaltquoten zu generieren, was ihnen allerdings nicht gelungen ist. Bei uns fehlte wenigstens nichts, so wie in Großbritannien. Mich ärgert vor allem wie die Menschheit damit umgegangen ist, weil sie von Michael Jackson als Mensch einfach nichts hielten, ihn gehasst haben, oder keine Ahnung haben. Der gleiche Hass schlägt auch den Fans entgegen, weil sie es wagen diesen armen Kindern nicht zu glauben. Durch MeToo wirst du einfach gezwungen zu glauben, ich sage, glauben heißt nicht Wissen. Wir sind nicht die einzigen die ihnen nicht glauben und Beweise gibt es nicht, nur ein paar Kunstbücher, die von der Staatsanwaltschaft sehr künstlerisch vorgeführt wurden. Natürlich wird der Halo Effekt von Dan Reed in Zusammenhang gebracht mit den Fans, ein besseres Argument hatte er leider nicht drauf. Ich denke es war eher Beschützerinstinkt. Je mehr negatives die Medien und viele andere über ihn verbreitet haben, desto mehr wurde alles von den Fans überkompensiert. Sehr gut war dies 2002 in Berlin zu beobachten, was schließlich zu einer Katastrophe führte am Balkon des Grandhotel Adlon und auch im zoologischen Garten. Die Hysterie war einfach zu groß, es wäre besser gewesen alle hätten ein paar Tage so getan als wäre er nicht da, dann hätten er und seine Kinder keinen Stress gehabt und Bashir weniger Skandal zu berichten. Und nun erlebt man alles wieder mit LN, nur diesmal aus Wut.

      Diesem Ron Zonen sind die Trauben wohl immer noch zu sauer, weil sie jämmerlich versagt haben vor Gericht, nicht mal Berufung konnten sie einlegen gegen das Urteil, der Freispruch war einfach zu eindeutig. Dies alles lag nicht an Robson, sondern an vielen anderen Dingen und Personen. Sie haben jetzt Kinder die sie großziehen müssen und haben schließlich doch noch die Wahrheit gesagt. Man konnte nicht verlangen die richtige Aussage zu genau diesem Zeitpunkt zu bekommen. Safechuck war überhaupt nicht relevant für eine Aussage. Ich musste richtig lachen darüber. Ist Meineid nicht eigentlich strafbar in den USA, Herr Staatsanwalt? Aber bei so etwas ist es natürlich okay. Ich glaube nicht das man erst Kinder haben muss um zu kapieren was richtig und was falsch ist, vor allem wenn man andauernd danach gefragt wird ob so etwas passiert ist, und man schon als Kind erklärt bekommt was es heißt. Dieser Staatsanwalt argumentiert mit Profilen als ob er ein Psychiater wäre und auch die können sich irren oder getäuscht werden, bei Gutachtern vor Gericht z.B. passieren sehr viele Fehler in Bezug auf die Psyche des Täters und auch der Opfer. Es war ein schwerer Fehler von der Justiz diesen Leuten einfach so zu glauben. Aber Justizirrtümer gibt es in den USA leider sehr viele, vor allem bei der Staatsanwaltschaft und wenn es um Menschen dunkler Hautfarbe geht. Ich hoffe sie werden mit dieser Gesetzesänderung in Kalifornien, das Opfer von Missbrauch bis zum 40. Lebensjahr klagen dürfen, gewaltigen Ärger bekommen. Dies ist eine willkommene Einladung für Trittbrettfahrer. Jeder kann jetzt also Klage einreichen bis zu diesem Alter. Ich glaube eher das dieses Gesetz für die Opfer der katholischen Kirche geschaffen wurde und nicht für sie. Diese Opfer können nicht auf Millionen Dollar klagen, obwohl sie es verdienen würden, sie können froh sein Therapie bezahlt zu bekommen oder eine kleine Entschädigung zu erhalten. Tja, ungerecht geht die Welt zugrunde. Es ist eigentlich sehr gut dass es vor Gericht kommt, dann werden sie bald zum dritten Mal abblitzen. Bin gespannt was für eine Story sie als nächstes konstruieren, was die ganzen Hobby Psychiater, die Presse und die Kritiker dazu berichten werden. Wahrscheinlich sind sie schockiert, weil sie kein Geld bekommen und schon wieder keine Gerechtigkeit, den der böse Mann ist ja tot und seine ehemaligen bösen Angestellten können sie nicht belangen. Damit ist man 2005 bereits gescheitert. Der arme Jimmy, der arme Little One, und vor allem diese armen, fürsorglichen Mütter.

      Also wenn dies alles vorbei ist, dann tanze ich bestimmt vor Freude, und zwar zu Thriller. Lol.

    2. Dani

      Was Bashir betrifft bin ich immer noch schockiert darüber was er getan hat und was es ausgelöst hat, sein Umgang mit MJ könnte man ebenfalls als Grooming bezeichnen, allein wie er sich bei ihm eingeschleimt hat. Ich kann immer noch nicht verstehen warum MJ überhaupt mit ihm gesprochen hat. Es war eigentlich anzunehmen was Bashir tun wird. Und 2009 hat er sich auch noch dafür entschuldigt, dieses letzte furtbare Kapitel in seinem Leben verursacht zu haben. Wenn ich diese Ansicht von jemandem habe, ändere ich meine Meinung nicht einfach, nur weil dieser Mensch nun gestorben ist und habe ein schlechtes Gewissen deswegen. Hatte er Mitleid mit seinen Kindern und der Familie? Auch die Gegendarstellung lief damals bei Akte Spezial auf Sat.1. Nun sagt er überhaupt nichts mehr dazu. Ich schätze der Padophile Hunter und Terrorfilm Spezialist Reed wird keine Reue zeigen diesen Betrügern geholfen zu haben. Er hatte finanziell bestimmt viel davon und wird genau wie die Protagonisten von HBO fürstlich bezahlt worden sein für diesen MeToo-Skandal. Sie hatten also eine Geschichte zu erzählen, aber hinter dieser Geschichte ist keine Logik die nachvollziehbar ist. Als Fan müsste man es eigentlich verstehen können, wie viele Millionen Teenager auf der ganzen Welt, egal ob weiblich oder männlich, haben damals davon geträumt mit ihm intim zu sein, mit dem Zimmer voller Poster tapeziert. Es gibt sehr viele Fans die diese Vorwürfe leider immer geglaubt haben und dies ist der Grund dafür. Am besten ist jenes Argument man versteht die Psyche der Opfer nicht. Ich habe kein Vertrauen zu diesen Menschen, ganz einfach!

      Ron Zonen hat damals hauptsächlich die Verhöre geführt, weil Snaddon wegen der Fehde die er sei einem Jahrzehnt gegen Michael Jackson führte von Richter Rodney Melville gerügt wurde. Es gibt so vieles was in Zeitungen, im Internet oder im Fernsehen darüber zu berichten wäre, aber es interessiert sich niemand dafür, und wenn dann heißt es die armen Victims. Es war sehr leicht für sie so etwas in die Welt zu setzen, weil jeder es einfach geglaubt hat. Der Schaden der dadurch verursacht wurde ist ein Alptraum.

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