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25. Dezember 2005: Frohe Weihnachten!

An meine Fans auf der ganzen Welt: Ich möchte Euch und Euren Familien wundervolle Feiertage wünschen. Danke für Eure Karten, Eure Briefe, Eure Liebe und Eure Unterstützung. Ich liebe Euch alle! Ergebenst, Michael Jackson

Quelle: Raymone Bain

03. Dezember 2005: Michael macht einen Song für UNS

Michael Jackson hat einen Song extra für seine Fans geschrieben, um seine Dankbarkeit für ihre andauernde Unterstützung und Loyalität zu zeigen. Er heißt "You are so beautiful", und Michael hofft, ihn bald aufnehmen zu können.
Über seine Fans sagt Michael: "Ich sehe alles, was sie tun. Ich verpasse nichts. Ich bemerke und fühle alles, von ihren Briefen, Postern, Schildern und Geschenken."

Quellen: MJFC, contactmusic.com

03. Dezember 2005: Michael sauer über neuen Wein

Michael Jackson ist sauer, weil ein Wein auf den Markt gekommen ist, der sich "Jesus Juice" nennt und auf dem Etikett einen fast nackten Mann in einem Lendenschurz, einem Pailletten-Handschuh und einem schwarzen Hut zeigt, der die Arme wie zur Kreuzigung ausstreckt. Das beleidigt nicht nur Michael, sondern auch einige religiöse Gruppen.
Das Produkt kommt vom CBS Evening News-Produzenten Bruce Rheins. Er war der Hauptmoderator der Sender, die über Michaels Verfahren berichtet haben.
Das Ganze bezieht sich darauf, dass im Kindesmissbrauchprozess gegen Michael Jackson behauptet wurde, er habe Minderjährigen Alkohol gegeben und diesen "Jesus Juice" genannt. Laut Sky News ist Michael sehr unglücklich darüber und wird wahrscheinlich rechtliche Schritte einleiten.
Rheins verteidigt sich, dass der Wein nicht für den Verkauf bestimmt sei. "Meine Frau und ich sind Hobby-Winzer. Wir haben ein paar Flaschen für Freunde gemacht. Wir wollten das nie verkaufen. Wir haben es nur als Marke schützen lassen, weil wir nicht wollten, dass andere Leute versuchen, Geld damit zu machen.
Ich möchte mich bei jedem entschuldigen, der sich dadurch angegriffen fühlt. Es war eine respektlose Idee, die ich im Nachhinein verwerfen würde, wie ich wahrscheinlich auch diese Etiketten verwerfen werde."

Quellen: MJFC, Yahoo.com, mtv.de

03. Dezember 2005: Wieder mal Gerüchte

Angeblich soll Debbie Rowe kürzlich einer britischen Zeitung gegenüber gesagt haben, Prince und Paris seien nicht Michaels biologische Kinder sondern mit Hilfe einer Samenbank gezeugt worden. Dies hat sie allerdings widerrufen.

03. Dezember 2005: Michael als Antisemit beschuldigt

Der Anwalt Brian Oxman erklärte, Michael Jackson sei kein Antisemit, und er werde den King of Pop in dem anstehenden Kampf gegen den Anti-Diffamierungs-Bund verteidigen. Er sagte gegenüber der New York Daily News: "Ich arbeite seit 15 Jahren für die Jackson Familie, und ich bin jüdisch. Ich habe nicht ein einziges Mal etwas antisemitisches von ihm oder seiner Familie gesehen."
Vergangene Woche wurde berichtet, dass Good Morning America antisemitische Äußerungen von Michael Jackson ausgestrahlt habe, die er vor zwei Jahren gemacht haben soll. "Sie saugen sie aus wie Blutegel", sagt die Stimme. "Sie beginnen als populärste Person der Welt, machen viel Geld, großes Haus, Autos und alles, und enden mittellos. Es ist eine Verschwörung. Die Juden machen es absichtlich." Good Morning America sagte gegenüber dem Guardian of London, dass sie nicht verifizieren könnten, dass die Stimme auf dem Tonband Jackson gehöre.
Michaels Sprecherin Raymone Bain sagte zu diesem Thema kürzlich:"Michael Jackson trägt nicht mal ein bisschen Rassismus in sich. Er würde NIEMALS etwas sagen oder etwas tun, das für eine ethische Gruppe beleidigend wäre oder verletzend wäre. Das entspricht weder seinem Charakter noch seinem Wesen. Er hat sein ganzes Leben damit verbracht, die Hand den Menschen in aller Welt entgegenzustrecken und seine Liebe durch seine Musik und seine menschenfreundlichen Bemühungen zu verbreiten.
Es ist bedauerlich, dass diese Aufnahmen ohne sorgfältige Prüfung der Authentizität verbreitet werden. Mr. Mesereau vertritt Mr. Jackson in dieser Angelegenheit, und die Wahrheit wird ans Licht kommen. Da dies ein laufender juristischer Fall ist, geben wir derzeit keine weiteren Statements heraus."

Quellen: Vibe, MJNI, IFC International, MJ Star

03. Dezember 2005: Dieter Wiesner klagt

Ein ehemaliger Berater von Michael Jackson hat eine 64 Mio. Dollar Klage gegen den Popstar eingereicht, in der er ihm Vertragsbruch und Betrug vorwirft. Dieter Wiesner reichte am Montag beim Los Angeles Superior Court eine Zivilklage gegen Michael Jackson ein, in der er angab, er habe Jackson mehrere Millionen Dollar gezahlt für die Rechte, mit seinem Namen und Bild Merchandise zu verkaufen, Jackson habe diese Rechte aber gar nicht selbst besessen.
Michael Jackson soll diese Rechte schon vorher an einen anderen Käufer verkauft haben, der dann Wiesner verklagte. Diese Klage wurde außergerichtlich beigelegt, und es kostete Wiesner insgesamt 9 Mio. Dollar, sich die Rechte zu sichern und den Vergleich zu zahlen. Nun klagt Wiesner, da er mit den Rechten kaum etwas verdiente, weil MJ die Kooperation verweigert haben soll, und Merchandising Anstrengungen in die Quere gekommen sein soll.
Wiesner behauptet weiterhin, Jackson habe mehrere Berater gefeuert und Wiesner angefleht, einzuspringen und ab 2002 als sein Manager aufzutreten. Wiesner sagte, er sei dann grob und abrupt gefeuert worden, als 2003 die Missbrauchs-Vorwürfe gegen den King of Pop aufkamen. "Jackson hat Wiesner nie für die zahllosen Stunden bezahlt, die er damit verbrachte, Jackson vom Rand eines finanziellen Disasters zu retten", so die Anklage.

Quellen: MJ Star, IFC International, MJ Star

03. Dezember 2005: Weiterer Sänger bei der Charity Single

Ein Mann, der als "der Vater der britisch-asiatischen musikalischen Bewegung" bezeichnet wird, hat seinen Gesang zu Michael Jacksons Hurricane Katrina Charity Single beigesteuert. "Ich habe mich daran beteiligt, weil ich mit Chris Porter gearbeitet habe, einem Techniker und Produzenten, der wusste, dass Michael Jackson asiatische Musiker für seine neue Single suchte," sagte der Musiker Pandit Dinesh.
Die Aufnahme soll während Michaels London-Besuch im Metropolis Recording Studio in Chiswick gemacht worden sein. Dinesh erinnert sich: "[Michael] war großartig, obgleich sehr kindlich. Jeder arbeitete separat an seinem Part, aber es war schön, ihn zu sehen." Dinesh sagte außerdem, der Titel des Songs sei "I Have A Dream", was die Angaben der ebenfalls beteiligten Ciara vor einigen Wochen untermauert. Dennoch ist der Titel des Songs noch nicht offiziell bestätigt worden.

Quellen: MJNI, IFC International, MJ Star

21. November 2005: Michael über Bill Brays Tod

Michael Jackson veröffentlichte das folgende Statement zum Tod seines langjährigen Freundes Bill Bray: "Ich bin zutiefst traurig über den Tod meines lieben und langjährigen Freundes, Mr. Bill Bray. Während ich durch die Welt reiste war Mr. Bray an meiner Seite. Bill Bray wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Ich sende der Familie Bray meine Liebe und tiefste Zuneigung."
Bill Bray, Michael Jacksons ehemaliger Security-Chef, starb letzte Woche im Alter von 80 Jahren. Bray arbeitete seit den frühen 70er Jahren mit den Jackson 5 und war während seiner Solo Karriere Michaels Security-Chef, bis zur Mitte der 90er Jahre. Vorher war er laut Reuters Polizeibeamter in Los Angeles.

Quellen: MJNI, IFC International, MJ Star

21. November 2005: Neue Bilder

Michael Jackson nahm gestern an einer Preisverleihung zum Ende der Dubai Desert Rally teil, um den Siegern ihre Pokale zu üebrreichen. Er wurde zunächst nicht erkannt, während er mit seinem Freund Mohammad Ben Sulayem (der ein berühmter Rally Fahrer ist) und Saeed Hareb, dem Geschäftsführer des Dubai International Marine Club, von dem Buffet im Le Meridien Mina Seyahi aß. Michael überreichte Preise an Stephen Peterhansel und Cyril Despries.
Quellen: MJNI, IFC International, MJ Star

21. November 2005: Gerüchte

Michael Jacksons Sprecherin Raymone Bain hat die folgende Nachricht als Antwort auf zahlreiche Gerüchte veröffentlicht: "Im Gegensatz zu verschiedenen Gerüchten, die kürzlich weltweit durch die Presse gingen, hat Michael Jackson kein Grundstück auf den Amwaj Inseln in Bahrain gekauft; seine Kinder haben nicht bei Studioaufnahmen mitgemacht; und Mr. Jackson hat Neverland nicht zum Verkauf angeboten.
Außerdem hat Mr. Jackson im Unterschied zu Berichten in den Medien aus versehen eine Damentoilette in Dubai betreten, da diese mit Arabischen Schriftzeichen gekennzeichnet war. Als er seinen Fehler bemerkte, verließ er diese schnell. Als er heraus kam, wurde er erkannt und sofort von einer Menschenmenge umringt. Er musste in einem nahegelegenen Bücherladen warten, bis die Polizei kam, um ihn durch die Menge zu eskortieren."

Quellen: MJNI, IFC International, MJ Star

04. November 2005: Aufnahmen für Wohltätigkeitslied

Michael Jacksons Sprecherin Raymone Bain hat bestätigt, dass andere Künstler begonnen haben, ihre Parts für die Hurricane-Hilfe Charity Single in den Conway Studios in Los Angeles aufzunehmen. Michael ist laut Billboard.com nicht selbst in Los Angeles, hat aber per Satellit und Telefon an den Aufnahme-Sessions teilgenommen. Bain sagte auch, Michael wolle für die Aufnahme des Chorus mit den anderen Künstlern zusammentreffen. Sie kündigte weiterhin an, der ursprüngliche Titel des Songs, From The Bottom Of My Heart, habe sich geändert, und es würden nicht mehr so viele Künstler benötigt wie zunächst geplant. Der neue Titel soll in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.
Michael hatte zunächst in London an dem Song gearbeitet. Die anderen Künstler arbeiten nun in den Conway Studios, und obwohl Raymone Bain nichts bestäigen konnte, wird gemunkelt, dass Ciara, Snoop Dogg und Shirley Caesar zu den Beteiligten gehören. Außerdem hat R. Kelly seine Mitarbeit an dem Song offiziell bestätigt. Er werde nicht nur mitsingen, sondern auch als Produzent fungieren, so sein Sprecher gegenüber MTV. Auch wenn es nun so scheint als sei die Single bald fertig, sagte Raymone Bain: "Es liegen noch zwei, drei Schritte vor uns, bis der Song fertig ist für die Veröffentlichung."

Quellen: MJNI, IFC International

04. November 2005: Michael klagt an

Michael Jackson hat seinen früheren Geschäftspartner Marc Schaffel (der ihn gerade auf 3 Mio. Dollar verklagt) beschuldigt, Gelder verborgen und veruntreut zu haben. Die entsprechende Anzeige wurde am 18. Oktober von Michaels Anwalt Brent Ayscough eingereicht.
Darin heißt es, Schaffel habe es versäumt, Kosten für die Produktion der Charity Single "What More Can I Give" zu zahlen, und sich selbst als Partner von Michael Jackson dargestellt, nachdem ihre Geschäftsbeziehung bereits beendet war. Weiterhin soll er Skulpturen und Gemälde, die MJ gehörten, im Wert von 250.000 Dollar behalten haben.
Schaffels Anwalt verfolgt weiterhin die ursprüngliche Anklage gegen Michael Jackson, die besagt, seinem Klienten seien 800.000 Dollar für seine Arbeit an zwei Fernseh-Specials und 2,3 Mio. Dollar an sonstigen Zahlungen über mehrere Jahre nicht gezahlt worden.

Quellen: MJNI, IFC International

04. November 2005: Michael bei Rosa Parks' Beerdigung

Michael Jackson nahm am Mittwoch, bei der Familie der Verstorbenen sitzend, an der Beerdigung von Rosa Parks teil. Rosa Parks gilt in den USA als die Mutter der Bürgerrechtsbewegung aufgrund eines einzigartigen und historischen Falls zivilen Ungehorsams. Im Dezember 1955 weigerte sie sich, ihren Sitzplatz im Bus einem weißen Fahrgast zu überlassen, wurde dafür verhaftet und angeklagt, und legte den Grundstein für das Ende der Ungleichbehandlung in Amerika.
Die Trauerfeier am Mittwoch dauerte sieben Stunden, vom späten Vormittag bis zum Einbruch der Dunkelheit. Parks war am 24. Oktober im Alter von 92 Jahren gestorben. Die Trauerfeierlichkeiten begannen vergangene Woche, als ihr Leichnam nach Montgomery, Alabama und Washington D.C. gebracht wurde, wo sie für ihren Beitrag zum Kampf um die Bürgerrechte, der die Nation veränderte, geehrt wurde.

Quellen: MJ Star, Academy of Achievment, IFC International

04. November 2005: Michael gibt Antiquitäten zurück

Michael Jackson hat mehrere teure Antiquitäten wieder an einen Händler zurückgegeben, um einen Prozess wegen ausstehender Zahlungen zu vermeiden. Das berichtete der US-Fernsehsender NBC. Der Händler im kalifornischen West-Hollywood hatte ihn im November auf die Zahlung der ausstehenden Summe von knapp 179.000 Dollar (rund 150.000 Euro) verklagt.
Jackson hatte bei dem Antiquitätenladen Mayfair Gallery im Mai vergangenen Jahres unter anderem einen großen Spiegel, einen Kerzenleuchter und ein silbernes Tee- und Kaffeeservice aus dem Jahr 1870 im Wert von insgesamt 378.875 Dollar gekauft, aber nur 200.000 Dollar davon bezahlt. Im November reichte die Galerie dann Klage gegen den King of Pop ein. Jetzt einigten sich Jackson und die Galerie außergerichtlich durch die Rückgabe der Antiquitäten. Geld soll nicht geflossen sein, hieß es.

Quellen: Krone.at, IFC International

01. November 2005: Fan macht Video für Katherine

Ein Fan mit dem Pseudonym rAiNcRiEs hat ein Video für Michaels Mutter Katherine veröffentlicht. Wirklich sehenswert und wunderschön.

Quelle: Positive Voices 4 MJJ

01. November 2005: Videos weiterhin erfolgreich

Weniger als drei Wochen nach Erscheinen des video iPod hat Apple Computer schon über eine Million Videos verkauft, die sich auf dem tragbaren Gerät abspielen lassen.
Unter den Top-Dowlnoads beim konzerneigenen iTunes sind Musikvideos von Michael Jackson und Kanye West, Pixars "For the Birds" und Folgen der ABC-Serien "Lost" und "Desperate Housewives", so Apple in einem Statement gestern.
Die absolute Nummer eins dabei ist Michaels "Thriller"-Video.

Quellen: NY Daily News, MJ Star

01. November 2005: Bye bye, London

Michael Jackson hat London Berichten zufolge wieder verlassen. Es wird angenommen, dass er nach Bahrain zurückgekehrt ist. In den zwei Wochen seines Besuches wurden Michael und seine Kinder von Fans umlagert, wenn er ins Aufnahmestudio fuhr, ins Musical, in ein Wachsfigurenkabinett und zu Harrods ging. Einige Fans saßen sogar mit ihm im Kino als er "Wallace & Gromit" anschaute, und Hunderte von Fans kampierten Nacht für Nacht vor seinem Hotel.

Quellen: MJNI, IFC International

01. November 2005: Geschworener?

Vor vier Monaten wurde Michael Jackson vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen. Nun soll er wieder vor Gericht erscheinen - diesmal als Geschworener. Eine entsprechende Aufforderung wurde dem Popstar auf seine Neverland Ranch bei Los Angeles zugestellt. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Jackson der Aufforderung nachkommen wird. Sein Anwalt Thomas Mesereau teilte mit, dass er einen Antrag auf Aufschiebung eingereicht habe, mit der Begründung, dass der Popstar mittlerweile in Bahrain lebe. Wenn Jackson einen permanenten Wohnsitz im Ausland nachweisen kann, wird er von den Diensten eines Geschworenen befreit.

Quellen: N24, IFC International

18. Oktober 2005: Michael im Hard Rock Cafe abgewiesen

Es scheint als könne man noch nicht mal als King of Pop einfach so zu jeder Party in der Stadt kommen. Als Michael Jackson in London's Hard Rock Cafe auftauchte, wurde er einfach abgewiesen. Er hatte von der Wiedereröffnungsparty des Restaurants gehört.
Eine Quelle erzählte dem Daily Mirror: "Jacksons Sprecherin stimmte zu und wies sein Team an, alles in die Wege zu leiten. Seine Bodyguards und sein Management kamen gegen 22.30h bei dem Restaurant an und gaben ebenfalls grünes Licht. Sie fanden sogar eine versteckte Hintertür für ihn." Aber der Sänger kam erst nach der verabredeten Ankunftszeit von 23.15h, und die Angestellten sagten, es sei nun einfach zu voll.
Michael kam so nicht in den Genuss, mit Leuten wie Lord Brocket, Liberty X und Kelly Osbourne zu feiern. Ein Sprecher des Restaurants sagte: "Es war einfach ein zu hohes Sicherheitsrisiko." MJs Sprecherin kommentierte: "Michael war enttäuscht, dass er nicht an der Party teilnehmen konnte, da er Hard Rock Cafes mag. Er würde gerne noch in das Restaurant gehen bevor er UK verlässt."

Quellen: MJ Star, IFC International

18. Oktober 2005: Michael bei Harrods

Michael Jackson gab am Mittwoch bei einem 30-minütigen Einkaufsbummel bei Harrods über 85.000 GBP [124.541,71 €] aus. In dem Mohammed Al Fayed gehörenden Nobel-Kaufhaus reservierte er sich zwei Armbanduhren im Wert von 55.000 GBP [80.579,28 €]und 30.000 GBP [43.954,57 €]. Seine Kinder Prince Michael (8), Paris (7) und Prince Michael II (3) stürmten anschließend die Spielzeugabteilung. Eine Quelle erzählte: "Er war nur ca. 30 Minuten in dem Kaufhaus. Seine Kinder hatten einen riesen Spaß in der Spielzeugabteilung. Sie haben sich sofort in den riesigen Spielzeug-Hummer verliebt." Nachdem er mehrere tausend Pfund für Spielsachen für sie ausgegeben hatte, darunter lebensgroße Teddybären, gab Michael Autogramme für seine Fans. Seine Sprecherin sagte: "Als er letztes Mal in London war, ging er zu Hamleys - aber er liebt die tollen Spielsachen bei Harrods."
Außerdem veranlasste Michael, dass einer der größten Buchläden der Stadt für ihn geschlossen wird. Michael hatte allerdings bereits am Dienstag zwei Termine bei Foyle's verpasst. Eine Quelle erzählte der britischen Zeitung The Independent: "Wir haben das Geschäft geschlossen, aber er kam nicht. Dann rief er an und bat, am Abend für ihn zu schließen. Aber auch dann kam er nicht. Wir wären skeptisch geworden, aber er kam letztes Jahr schon einmal und gab ein Vermögen aus für Bücher über Film und Drama. Er muss eine riesige Bibliothek haben." Christopher Foyle, Geschäftführer des 102 Jahre alten Geschäfts in der Charing Cross Road bestätigte: "Das stimmt, und wir hoffen, dass er bald zum Shopping zu uns kommen wird."

Quellen: MJ Star, IFC International

17. Oktober 2005: Michael in London

Michael Jackson hält sich derzeit in England auf. Er wurde am 8. Oktober erstmals in der Öffentlichkeit gesehen. Fans erhaschten einen Blick auf Ihr Idol als sein Wagen in eine Tiefgarage fuhr. Laut BBC gab er auch Autogramme. Er wurde im Dorchester Hotel gesehen, wo er offenbar übernachtet.
Michael wurde von einem Mann, der eine Wohltätigkeitsfeier organisierte an der Hotelrezeption gesehen. "Er war von einer Menge Leute umgeben, aber es war eindeutig Michael Jackson. Er begrüßte einige Minuten lang Leute und posierte für Fotos", sagte Mike Hollingsworth. "Er versuchte andauernd, sein Gesicht zu bedecken, aber so weit ich das sehen konnte, sah er gut aus."
Die Klatschpresse hatte letzte Woche berichtet, Michael sei nach London gereist, um seinen neuen Charity Song für die Hurricane Opfer, From The Bottom Of My Heart, aufzunehmen. Andere Berichte wiederum legten die Vermutung nahe, dass hinter dem Besuch juristische Gründe im Rahmen der Klage durch seinen ehemaligen Produzenten Marc Schaffel stehen könnten. Laut regionalen Berichten von ITV News arbeitete Michael im Metropolis Recording Studio in Chiswick an der Aufnahme von From The Bottom Of My Heart. Die Adresse ist übrigens Metropolis Studios The Power House 70 Chiswick High Road London W4 1SY.
Am Samstag ging Michael mit seinen Kindern in das Musical Billy Elliot. Als er das Victoria Palace Theater betrat, wurde er laut Associated Press von Fotografen und Fans zu Boden gedrückt, aber der Vorfall war wohl nicht weiter schlimm. und es hieß, es gehe ihm gut. Michael mischte sich in der Pause unter die Leute, gab Autogramme und unterhielt sich. "Er sprach mit uns, sagte Hallo, und es waren viele Leute um ihn herum. Er war sehr nett, und seine Kinder waren bei ihm", sagte Theater-Besucherin Roxanne Wisenberg.
Am Sonntag besucht er dann das weltberühmte Wachsfigurenkabinett Madame Tussaud's. Michaels Kinder waren dabei, und laut The Scotsman warteten viele Angestellte in dem Museum, um sie zu begrüßen.

Quellen: MJNI, IFC International

07. Oktober 2005: Michael sagt in London aus

Die Klage gegen Marcel Avram war in letzter Zeit nicht die einzige juristische Angelegenheit, mit der Michael Jackson sich beschäftigte. Offenbar sagte er am 23. September in einem Konferenzraum des London Dorchester Hotels bezüglich einer Klage durch den Produzenten Marc Schaffel aus. Laut Roger Friedman von Fox News kam es zu der eidesstattlichen Aussage in London, da Michael nicht aus Bahrain nach Los Angeles zurückfliegen wollte. Ein kalifornischer Richter erlaubte die Befragung in London auf Bitten eines Anwaltes.
Schaffel verklagte Michael Jackson auf 4 Mio. Dollar mit der Begründung, er schulde ihm Geld und mehrere teure Gegenstände, für die er versprochen hatte aufzukommen. Während der achtstündigen Befragung wurde Michael durch seinen Anwalt Thomas Mesereau vertreten.

Quellen: MJNI, IFC International

07. Oktober 2005: Kein Verfahren gegen Avram

Popstar Michael Jackson ist mit seiner Klage gegen den ehemaligen Münchner Konzertveranstalter Marcel Avram von einem Gericht in Los Angeles abgewiesen worden. Nach Angaben von Avram-Mitarbeiter Dirk Hülsenbeck wurde die von Jacksons Anwälten eingeleitete Klage von den US- Justizbehörden nicht angenommen. Nach Darstellung des Gerichts sind die Gebühren für das Einreichen einer Klage nicht bezahlt worden.
Der Sänger und seine Firma MJ Company wollten Avram mit einer gerichtlichen Verfügung hindern, ein Schiedsurteil anzustreben, berichtete der Internetdienst E!Online am Dienstag. Laut Klageschrift hat der Konzertveranstalter frühere Absprachen aus dem Jahr 2003 verletzt, indem er sich an ein Schiedsgericht wandte. Dies stimme nicht, sagte Avram auf Anfrage. Beide Seiten hätten vereinbart, Streitigkeiten nur noch vor einem Schiedsgericht und nicht mehr vor öffentlichen Gerichten auszutragen.
Bei der Verhandlung vor dem Schiedsgericht am 24. Oktober gehe es um einen Konzertmitschnitt von einem Auftritt Jacksons in Südkorea 1999. Dieser vertraglich zugesicherte Mitschnitt sei nie erfolgt, sagte Avram. "Ich habe nach wie vor großen Respekt vor Michael Jackson", sagte Avram. Aber hier gehe es um geschäftliche Dinge, die nicht eingehalten worden seien, hieß es. Nach Angaben von Avram geht es nicht um eine Schadenersatzklage im Zusammenhang mit abgesagten Konzerten. Avram hatte Jackson im Jahr 2002 auf 21 Millionen Dollar (17,61 Millionen €uro) Schadenersatz verklagt, weil der Sänger Silvester 1999 zwei Konzerte abgesagt hatte.

Quellen: Kool.de, IFC International

03. Oktober 2005: Richie will mitmachen

Musiklegende Lionel Richie hat kürzlich Interesse an der Mitarbeit an Michaels Projekt für die Opfer des Hurrikans Katrina geäußert. Bisher gab es telefonische Konversationen darüber, aber noch keine Entscheidung.
Wir würden es tun, aber wir müssen wissen, wer das Ganze organisiert. Wenn Ihr irgendwas über Lionel Richie wisst, wenn Ihr irgendwas über Michael Jackson wisst, wenn Ihr irgendwas über uns als Künstler wisst: wir können das nicht organisieren, denn wir sind überall in der Welt. Igendjemand muss die zentrale Anlaufstelle sein, und wir müssen noch herausfinden, wer das ist."
Richie fügte hinzu, dass gelte, ein großes Hindernis zu überwinden, um all die Talente an einem Ort zu versammeln. Er und Jackson haben schonmal eine Menge Künstler versammelt, um den Hit "We are the World" aufzunehmen, aber die meisten waren ohnehin wegen der American Music Awards in der Nähe gewesen.
"Das Projekt mag ein Monster sein. Es ist nicht so, dass es unmöglich ist. Wir brauchen bloß einen Punkt, an dem wir alle zusammen kommen können."

Quellen: MJFC, Montgomery Advertiser

30. September 2005: Michael im Interview

"Ich fühle mich gut", so die Essenz des ersten Interviews, das Michael Jackson gegeben hat, seitdem er vor drei Monaten vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen worden war. Derzeit hält sich der Popstar als Gast des Prinzen Abdullah in Bahrein auf: "Ausruhen und erholen", wolle er sich dort, sagt Jackson. Denn der Prozess habe ihn bis an die Grenzen seiner Kraft gebracht. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP berichtet der Sänger, die 19 Monate des Verfahrens seien "die härteste Sache" gewesen, "die ich in meinem ganzen Leben durchstehen musste".
Im Moment arbeitet Jackson an einer Single, deren Erlöse den Opfern des Hurrikans Katrina zu Gute kommen sollen. [Jackson.ch berichtete.] "Ich arbeite ständig daran", so Jackson. "Mit Volldampf voraus" liefen die Arbeiten.

Quellen: Netzeitung, IFC International

30. September 2005: Spitzel-Verdacht

Der Betreiber einer Charterflug-Gesellschaft und sein Partner sind angeklagt, Pop-Star Michael Jackson bespitzelt zu haben. Das berichtet die Los Angeles Times. Die beiden Männer sollen 2003 für einen Flug von Las Vegas nach Santa Barbara Kameras und Mikrofone installiert haben, um Jacksons private Konversationen aufzuzeichnen. Der King of Pop war zu dieser Zeit wegen Kindesmissbrauchs angeklagt und saß mit seinem Anwalt Mark Geragos in dem Flugzeug.
Jeffrey Borer, der Besitzer der Charterflug-Gesellschaft XtraJet, und Arvell J. Reeves, der Chef einer Wartungs-Firma, hätten Mini-Kameras in der Passagier-Kabine installiert und Mikrofone zwischen die Sitze gebaut, heißt es in der Anklage. Die technischen Geräte stammten aus einem Laden für Spion-Ausrüstung. Die Spitzeltätigkeit der beiden war ans Licht gekommen, als sie versuchen, die Aufnahmen von einem sehr entspannt wirkenden, lachenden Jackson an US-Fernsehsender zu verkaufen.
Borer hatte behauptet, er habe die Aufnahmen nach dem Flug gefunden, wisse aber nicht, von wem sie stammten. Das FBI schaltete sich ein, und im April vergangenen Jahres fiel der Verdacht auf Borer und Reeves. In den nächsten Wochen müssen die beiden Männer zur Anklageerhebung vor Gericht erscheinen.

Quellen: Kool.de, IFC International

27. September 2005: Joseph goes Hip Hop

Joe Jackson startet ein "Hip Hop Bootcamp" in New York, um Nachwuchs-Stars zu finden. Mehr Informationen unter: www.hiphopbootcamp.com

Quelle: www.hiphopbootcamp.com

13. September 2005: Hurrikan-Song

Michael Jackson hat jetzt bekannt gegeben, welche Künstler bei seinem neuen Wohltätigkeitsprojekt [Jackson.ch berichtete] mitarbeiten werden: Jay-Z, Mariah Carey, Missy Elliott, R. Kelly, Wyclef Jean, Lenny Kravitz, Lauren Hill, Mary J. Blidge, Yolanda Adams, Kenneth 'Babyface' Edmonds, James Brown, Snoop Dogg , the O'Jays, Ciara und mehr.

Quelle: MJJ Source

13. September 2005: Dank für Grüße

Michael Jackson veröffentlichte die folgende Nachricht an seine Fans: "An meine Fans in aller Welt: Vielen, vielen Dank für Eure Karten, Briefe und Zeichen der Freundschaft zur Feier meines Geburtstages. Ihr seid die engagiertesten und fürsorglichsten Fans der Welt. Ich liebe Euch, und möge Gott Euch alle segnen! Sincerely, Michael Jackson."

Quellen: MJJ Source, IFC International

13. September 2005: Entscheidung vertagt

Letzte Woche wollte ein Richter eigentlich das Datum des Prozesses gegen Michael Jackson festlegen. Nun sind die juristischen Auseinandersetzungen erst einmal auf Eis gelegt - nicht durch einen Richter, sondern wegen Hurricane Katrina. Der Sturm hat große Teile von New Orleans für Wochen oder Monate unbewohnbar gemacht, und unterbrach sogar die Fälle am höchsten Gericht des Staates.
Bevor Katrina die Gegend um New Orleans traf, hatte U.S. District Judge Eldon Fallon für den 8. September eine Sitzung einberufen, in welcher der Starttermin des Prozesses gegen Jackson wegen angeblicher sexueller Belästigung während der Weltausstellung 1984 festgelegt werden sollte. Es war noch unklar, ob MJ bei dieser Sitzung hätte anwesend sein müssen. Im August hatte Richter Fallon dem Sänger eine Strafe von 10.000 Dollar aufgebrummt, weil bei den ersten Anhörungen weder er noch sein Anwalt erschienen war.

Quellen: MJ Star, IFC International

13. September 2005: Gavins Mutter

Die Mutter des Jungen, der Michael Jackson des Missbrauchs beschuldigt hatte, bekannte sich am Dienstag letzter Woche nicht schuldig im Sinne der Anklage wegen Betruges.

Quellen: AP, IFC International

07. September 2005: Song für Katrina-Opfer

Michael will noch heute andere Künstler kontaktieren, um mit ihnen sein neues Projekt "From the Guld to the Gulf" umzusetzen. Es handelt sich dabei um eine Wohltätigkeitsaktion im Stile von "USA for Africa" zugunsten der Opfer des Hurrikans Katrina. Der Arbeitstitel lautet "From the bottom of my heart", und das Lied soll innerhalb der nächsten zwei Wochen aufgenommen werden.
"Es tut mir im Herzen weh, das Leid in der Golfregion meines Heimatlandes zu sehen", sagt Mr. Jackson. "Mein Herz und meine Gebete gehören jedem, der den Schmerz und das Leid dieser Tragödie ertragen musste. Ich werde mich an Andere aus der Musikwelt wenden, damit sie mit mir zusammen helfen, diesen tapferen Menschen, die alles verloren haben, Erleichterung und Hoffnung zu bringen."
Das Lied soll bei 2 Seas Records aufgenommen werden, einem Label, das Prinz Abdulla Hamad Alkhalifa von Bahrain gehört. Alle Einnahmen aus dem Verkauf werden den Opfern des Hurrikans Katrina gespendet. Wir werden Euch sofort informieren, wenn Weiteres bekannt wird.

Quelle: Raymone K. Bain

21. August 2005: Der neue Fall

Weil Michael zu einem Gerichtstermin weder selbst aufgetaucht noch einen Vertreter geschickt hat [Jackson.ch berichtete], verhängte Richter Eldon Fallon eine Strafe von 10.000$. Jacksons Anwalt Charles Gay erklärte, die Vorladung sei im Trubel um den Prozess in Santa Maria untergegangen. Sie war am 13. Juni, dem Tag des Freispruchs, eingegangen. "Ich möchte darauf hinweisen, dass der 13. Juni wahrscheinlich der angespannteste Tag in Michael Jacksons Leben war", sagte Gay. Er führte weiter aus, dass Jackson zu dieser Zeit weder gegessen noch getrunken habe und sich um seine Zukunft und die seiner Kinder gesorgt habe. "Die Weisung vom 13. Juni gelangte durch das Chaos in Michael Jacksons Leben nicht in die richtigen Hände." Richter Fallon erwiderte, es sei wohl unangebracht, Jackson wegen Missachtung des Gerichtes zu bestrafen, die Kosten müssen aber erstattet werden. "Es strapaziert mein Verständnis, dass Mr. Jackson nicht davon gewusst haben soll", sagte er, "die Vorladungen gingen alle an die selbe Person." Michael muss nun 5.000$ für eine verpasste Anhörung und weitere 5.000§ für Bartuccis Anwaltskosten zahlen.
Der Kläger Joseph Thomas Bartucci Jr., er sei im Jahre 1984 in Jacksons Limousine gelockt und danach tagelang gegen seinen Willen festgehalten worden. Während eines Ausfluges nach Kalifornien sei er von dem Sänger sexuell misshandelt worden. Bartucci, der damals 18 Jahre alt war, sagt, er habe die Erinnerungen bis 2003 unterdrückt, dann habe er Berichte über den Missbrauchsvorwurf gegen Jackson gesehen.
Michael Jackson wurde jedoch an mindestens einem der Daten, an denen Bartucci angeblich belästigt wurde, im Weißen Haus fotografiert, weil er den damaligen Prsäidenten Ronald Reagan besuchte.
Außerdem ist Gay der Ansicht, dass dieser Fall höchstwahrscheinlich gar nicht zur Verhandlung kommen werde. Es liegt zwar nur ein Jahr zwischen dem Zeitpunkt, zu dem Bartucci sein Gedächtnis wiedererlangt haben will und der Anzeige, angeblich hat Bartucci das Thema schon in den 90er Jahren mit seiner Ehefrau besprochen.
Bartuccis Anwalt William Pigg hat einen Antrag gestellt, Gay als Jacksons Anwalt nicht zu akzeptieren. Bartucci sagt nämlich, er habe den Fall mit Anwälten aus Gays Firma, Adams and Reese, besprochen. Gay sagte zu dem Fall: "Mr. Bartuccis Erinnerung scheint falsch zu sein." Pigg sagte, er wolle einen schnellen Prozess, in dem Bartucci auf Schmerzensgeld in unbekannter Höhe für verschiedene Vergehen, wie zum Beispiel seelische Grausamkeit, klage. "Mein Klient stand unter großem Stress", sagte er. "Er war das Opfer von Rufmord. Vor wenigen Wochen wurde Tierblut an seine Tür geschmiert."
Ende letzten Jahres hatte Bartuccis damalige Freundin Hope Horne in einem Interview über seine Pläne, Michael zu verklagen, gesagt: "Ich äußere mich jetzt, weil ich nicht zusehen kann, wie dieser Betrüger einen Mann ruiniert, der schon genug Probleme hat. Er ist ein totaler Trickbetrüger und ein Lügner." Außerdem hat Bartucci 2001 auch einen Pfarrer aus Louisiana wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Er behauptete "der Pfarrer habe vom Ankläger Masturbation verlangt, damit dieser geläutert werden könne und nicht zur Hölle gehen müsse." Bartucci selber ist zur Zeit wegen Betrugs angeklagt.
Der Richter hat ein Treffen für den 7. September anberaumt, um einen Gerichtstermin auszumachen.

Quellen: AP, Celebrity Justice, MJJF

19. August 2005: Statement zu Johnsons Tod über Bain

Als Michael Jackson am Dienstag ein Statement zum Tod eines seiner Mentoren, John H. Johnson, veröffentlichte, erregte die Quelle der Nachricht Aufmerksamkeit: das Büro von Raymone K. Bain, der Sprecherin, von der man seit kurz vor dem Ende des Prozesses gegen MJ nichts mehr gehört hatte. Bain, die ihr Büro in Washington D.C. hat, bestätigte am Telefon, dass sie weiterhin für Michael Jackson arbeitet. Sie sagte, sie stehe weiterhin in Kontakt mit dem Sänger, der sich noch immer mit seinen Kindern in Bahrain aufhalten soll. "Er ist im Urlaub, entspannt sich, und es geht im gut", sagte sie, verweigerte aber jeden weiteren Kommentar.
Kurz bevor Michael Jackson am 13. Juni freigesprochen wurde, war auf seiner Website eine Nachricht veröffentlicht worden, die besagte, dass Bain gekündigt worden sei. Sie bestätigte das nie. Das Statement, das sie am Dienstag in Jacksons Namen veröffentlichte, lautete: "Ich bin zutiefst betrübt, vom Tod meines Mentors und Freundes John Johnson zu hören. Ich sende seiner Frau Eunice und seiner Tochter Linda mein herzliches Beileid." Johnson, der am Montag im Alter von 87 Jahren starb, war der Gründer der Zeitschriften Ebony und Jet.

Quellen: AP, IFC International

19. August 2005: Geschworene äußern sich gegen Michaels Freispruch

Knapp zwei Monate nach dem Freispruch für Popstar Michael Jackson (46) haben zwei Mitglieder der Geschworenen die Entscheidung öffentlich bedauert. In einer Talkshow des US-Fernsehsenders MSNBC erklärten die Geschworenen Eleanor Cook und Ray Hultman am Montagabend (Ortszeit) letzter Woche, sie hielten Jackson des Kindesmissbrauchs für schuldig. Dem Freispruch hätten sie nur zugestimmt, weil der Obmann der Geschworenen gedroht habe, sie andernfalls von den Geschworenen auszuschließen, und weil ihre Gegenstimmen sowieso nichts am Ergebnis geändert hätten. Jacksons Verteidiger Tom Mesereau bezeichnete das Verhalten der beiden Geschworenen als peinlich und empörend. Schließlich haben die Geschworenen lange über das Urteil beraten. Die Geschworenen hatten sich am 13. Juni einstimmig für den Freispruch ausgesprochen.
Cook und Hultman arbeiten beide an Büchern über den Jackson-Prozess. Frei übersetzt soll eines der Bücher "Schuldig wie die Sünde, frei wie ein Vogel heißen". Die Autorin ist die 79 Jahre alte ehemalige Geschworene Elly Cook, wie die New Yorker Zeitung Daily News am letzten Freitag berichtete. Das andere Buch, das ebenfalls eine Schuld Jacksons nahe legen soll, schreibt der 62 Jahre alte ehemalige Geschworene Ray Hultman. Hultman hatte bereits kurz nach der Verkündung von Jacksons Freispruchs erklärt, diese Entscheidung beziehe sich ausschließlich auf die in dem konkreten Prozess erhobenen einzelnen Vorwürfe und die dazu eingebrachten Beweisanträge. Unabhängig davon glaube er, dass Jackson kleine Jungs belästigt habe.

Quellen: FAZ.NET, IFC International

10. August 2005: Interview mit Michael

In der kommenden Woche soll in den USA das erste Interview mit Michael Jackson nach Ende seines Prozesses erscheinen. Für die Exklusiv-Geschichte handelte der Star ein annehmbares Honorar aus. Wie die "New York Post" berichtet, bezahlte das aus Großbritannien stammende Magazin "OK!", das vor einigen Jahren exklusiv die ersten Fotos von Prince veröffentlichten durfte, dem Popstar rund zwei Millionen Dollar für die Geschichte und ein exklusives Fotoshooting, dessen Ergebnisse zusammen mit dem Interview erscheinen werden.
Die Fragen an Jackson seien allerdings eher lasch gewesen, zitiert die "New York Post" eine nicht genannte Quelle: "Er konnte seine Sicht der Dinge so erzählen, wie er das wollte." "OK!"-Chefredakteurin Sarah Ivens parierte den Seitenhieb mit dem Hinweis, die Mission des Magazins sei es, Prominente gut aussehen zu lassen "und unsere Leser über die neuesten Nachrichten zu Promi-Mode, -Unterhaltung und -Lifestyle zu informieren." "Ok!" erschien letzte Woche zum ersten Mal in den USA. Da sich die Verhandlungen mit Jackson zu lange hingezogen hätten, so die "Post", schmückt nun Jessica Simpson das Cover der Premieren-Ausgabe. Das Exklusivinterview ist dann in der zweiten zu lesen.

Quellen: Netzeitung, IFC International

10. August 2005: Verschiedene Gerüchte

Jüngst machten Gerüchte im Sommerloch die Runde, dass Michael Jackson plane, in Potsdam ein neues Neverland aufzubauen. Doch nun heißt es, der Popstar werde sich in Bahrain niederlassen. Wie die "New York Post", in letzter Zeit oft Verbreiter von Gerüchten über den King of Pop, berichtet hat der Sänger einen Palast im Golfstaat erworben, wo er sich derzeit vom Prozess erholt. Es sei ein "extravagantes Anwesen" auf einem 50.000 Quadratmeter-Grundstück, so der Bericht. Der Kaufpreis sei nicht bekannt.
Nachbar des Popstars soll Jacksons Freund Scheich Abdullah bin Hamad al Khalifa sein. Seit Ende des Prozesses hat sich der Sänger nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt. Die "Post" will auch wissen, dass Jackson sich in Bahrain relativ entspannt in der Öffentlichkeit bewege. Versteckt unter einem weißen traditionellen Gewand und einer Kopfbedeckung spaziere er durch die Straßen.
Ein weiteres Gerücht besagt, dass der Sänger sich um einen neuen PR-Manager bemüht habe und zwar den krisenmeisternden Briten Max Clifford, der unter anderem Jimi Hendrix und Jeffrey Archer beraten hat. Der habe jedoch abgelehnt mit der Begründung: "Es wäre der härteste PR-Job seit Saddam Hussein. Es würde mich wundern, wenn er das Ruder noch mal rumreisst."

Quellen: Netzeitung, IFC International

10. August 2005: Einigung mit Debbie Rowe in Sicht

Nach seinem Freispruch im Prozess um Kindesmissbrauch vor wenigen Wochen ist Michael Jackson offenbar weiter dabei, sein Privatleben zu ordnen: Der Popstar stehe kurz davor, sich mit seiner Ex-Frau Debbie Rowe über das Besuchsrecht für die beiden gemeinsamen Kinder zu einigen, meldet die Nachrichtenagentur AP und beruft sich dabei auf Aussagen von Jacksons Anwalt.
Jackson und Rowe waren von 1996 bis 1999 verheiratet. Aus dieser Verbindung stammen der mittlerweile achtjährige Prince Michael sowie die siebenjährige Paris. Beide leben beim Vater - im Jahr 2001 hatte Rowe freiwillig auf alle Elternrechte verzichtet. Allerdings erklärte ein Richter diese Entscheidung im letzten Jahr für ungültig. Rowes Anwälte hatten geltend gemacht, bei der ursprünglichen Einigung seien die Verfahrensregeln nicht befolgt worden. Zu dieser Zeit stand Jackson schon wegen Kindesmissbrauchs unter Anklage. Außerdem gab es Verbindungen zwischen dem Popstar und der Nation of Islam, der immer wieder Antisemitismus vorgeworfen wurde. Da Rowe Jüdin ist, hatten ihre Anwälte das neue Verfahren mit diesen Entwicklungen in Jacksons Leben begründet.
Allerdings hatte Rowe sich im Missbrauchsprozess auf die Seite ihres Ex-Manns gestellt: Vor Gericht beschrieb sie Jackson als guten Vater, der von "opportunistischen Aasgeiern" umgeben sei, die aus seinen Schwierigkeiten Kapital schlagen wollten. Außerdem sagte sie aus, sie hoffe, wieder eine Beziehung mit Ex-Mann und Kindern aufzubauen, ihrer "Familie", wie sie sagte. "Eine Einigung ist in Sicht", sagt nun Jacksons Anwalt Michael Abrams. Kontrahentin Iris Finsilver wollte das nicht bestätigen, reagierte aber mit den Worten: "Ich würde die Verhandlungen nicht gefährden wollen." Außer den beiden Kindern aus seiner Ehe hat Michael Jackson noch einen Sohn, Prince Michael II. Über die Identität der Mutter dieses Kindes hat der Popstar bisher geschwiegen.

Quellen: N24, IFC International

01. August 2005: Bericht über Joe Jackson Day

Wir waren beim Joe Jackson Day vor Ort in Berlin. Lest den Bericht (mit Fotos).

29. Juli 2005: Schon wieder Missbrauchs-Klage

Erneut ist Michael Jackson wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Einem ersten Gerichtstermin in New Orleans im US-Staat Louisiana blieb der Star unentschuldigt fern und wurde dafür vom zuständigen Richter gerügt. Bezirksrichter Eldon Fallon sprach von einem "ernsthaften Versäumnis", das vom Gericht "nicht leicht genommen wird", berichtete der örtliche Fernsehsender WDSU-Channel 6.
Jackson sollte an einer Anhörung in einer Zivilklage teilnehmen, die ihm sexuellen Missbrauch und Körperverletzung vorwirft. Weder der Popstar noch einer seiner Anwälte seien zu dem Termin erschienen, hieß es weiter. Fallon setzte eine neue Anhörung für Mitte August fest. Joseph Thomas Bartucci hatte die Klage im vergangenen November eingereicht. Er sei von Jackson vor 20 Jahren als damals 18-Jähriger sexuell missbraucht und verletzt worden. Laut Klageschrift habe er die angebliche Attacke aber jahrelang verdrängt und sich erst 2003 wieder an den Vorfall erinnert.

Quellen: Netzeitung, IFC International

29. Juli 2005: Die Jacksons in Berlin

Die Jacksons nutzten ihren Deutschland-Besuch für einen Rundumschlag. Am Nachmittag des 20. August besuchten Vater Jackson, Michaels Bruder Jermaine und dessen dessen Neffe Taj das BigBrother-Dorf in Köln-Ossendorf. Die 15 Bewohner wurden kurz vor dem Besuch schriftlich informiert. Das sorgte bei einigen Insassen fast für Hysterie: "Ich darf den Vater von Michael Jackson, meinem Superstar, kennenlernen! Der Vater des King of Pop! Michael Jackson ist für mich in Sachen Musik und Tanz der Gott!" freute sich Guiseppe.
Begrüßt wurden die Besucher von "Bürgermeister" Thomas: "Willkommen im BigBrother-Dorf! Ich bin so stolz, dass Ihr uns hier besucht." Jackson Senior konnte allerdings kaum glauben, dass er nun tatsächlich im Fernsehen sein sollte: "Hier spielt die Show? Ich bin jetzt im Fernsehen?" Der "Bürgermeister" erklärte ihm dann, dass 100 Kameras und 60 Mikrofone in der knapp 5000-Quadratmeter-Anlage verteilt sind. "Überall hinter den Fenstern sind Kameras."
Von den einzelnen Bereichen gefiel den Jacksons natürlich der der Reichen am besten, und dort entdeckte Joe Jackson auch die BigBrother-Kandidatin Gina, mit der er ein paar Worte wechselte und sie zum Abschied umarmte. Im Armen-Bereich blickte Jermaine Jackson verständnislos in den Wohnbereich: "Wie lange lebt Ihr hier? Ich würde ohne eigenes Bad und Schlafzimmer nicht einen einzigen [Tag] aushalten! Ich bewundere Euch!".
Einige Hundert Fans waren bei der Feier seines 76. Geburtstags von Jackson-Vater Joe mitfeiern wollten. Was ihnen dort als Party geboten wurde, erschütterte jedoch selbst hartgesottene Groupies. Während Popmanager Joe, sein Sohn Jermaine, sein Enkel Taj und nur wenige Prominente an halb leeren Tischen zu Kerzenlicht speisten, mussten die Fans hinter einer Absperrung zugucken und ihre Hotdogs selbst bezahlen. Unterdessen präsentierte das Estrel-Hotel in Berlin-Neukölln seine Doppelgänger-Show.
"Michael wusste genau, warum er nicht kommt", sagte die 18-jährige Melanie Jebas aus Dessau. Jetzt macht sie sich Sorgen um den Ruf ihres Idols: "Ich hoffe, dass dieses Event nicht auf Michael zurückfällt." Denn der Medien-Hype um die Jackson-Party, zu der angeblich sogar Liz Taylor und Mike Tyson erwartet wurden, erwies sich als Rundum-Flop. Nicht nur Michael, sondern auch seine Schwestern Janet und LaToya sagten ihre Teilnahme ab - falls sie jemals vorhatten zu kommen. Warum Joseph Jackson, einer der erfolgreichsten Manager der Pop-Geschichte, seinen Geburtstag mit den Doppelgängern von Tina Turner und Tom Jones feierte, bleibt sein Geheimnis.
"Mir kommt es so vor, als ob der Vater das Album 'The Essential Michael Jackson' promoten will", meinte der Jackson-Fan Alexander Greve, der mit Hut, Brille und Glitzer-Outfit als "Jacko-Double" aus Magdeburg angereist war. Die CD kommt Ende August auf den Markt. Greve, 25 Jahre alt, gehört zu Michaels treuesten Fans. Weniger gute Erinnerungen bleiben ihm dagegen von der Party in Neukölln, für die er wie alle anderen Fans 20 Euro bezahlt hat. Auch der Dank von Vater Joe an die Fans, die seinem Sohn während des Prozesses beistanden, half da nicht wirklich. "Die verfressen hier unser Geld, das ist schon ein bisschen fies", ärgerte sich der junge Mann.
Die 18-jährige Melanie Jebas sagte: "Ich finde es sehr unangebracht, die Fans abzuzäunen. Die Leute kriegen nichts geboten ausser einer mittelmässigen Show." Das "einzig Nette und Wirkliche", fand die Schülerin, sei der Gratulations-Anruf aus den USA gewesen. Die Fans durften bei einem - im ersten Anlauf abgerissenen - Telefongespräch zwischen dem Geburtstagskind, seiner Frau Katherine und einiger seiner Kinder mithören. Viel zu verstehen war nicht, und Michael Jackson gehörte nicht zu den öffentlichen Gratulanten. Für Jackson-Double Greve hat sich die Anreise dennoch gelohnt: "Ich habe jetzt Fotos von Joe und Jermaine", tröstete sich der 25-Jährige.

Quellen: AP, IFC International

29. Juli 2005: Michaels Gesundheitszustand

Abgemagert und von Schmerzen gezeichnet: Anwalt Thomas Mesereau hat nun eingeräumt, dass Michael Jackson nach seinem Prozess gesundheitlich schwer angeschlagen war. Seit dem Freispruch im Prozess wegen Kindesmissbrauchs hat sich Sänger Michael Jackson nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt. Vertraute der Jackson-Familie berichteten, dass der Star auf 43 Kilo abgemagert und völlig entkräftet sei.
Jacksons Anwalt Thomas Mesereau bestätigte dies nun in einem Interview mit einem Radiosender der britischen BBC: "Michael Jackson war immer mal wieder krank. Und die meisten Leute wissen gar nicht, dass er nach dem Urteil ins Krankenhaus musste. Er war völlig ausgetrocknet, er hatte enorm viel Gewicht verloren, er konnte kein Essen bei sich behalten, er machte sich große Sorgen um die Zukunft seiner Kinder, und er litt immer wieder unter starken Rückenschmerzen." Wie es dem Sänger nun gehe, der sich nach Angaben seiner Familie im Königreich Bahrain erholt, verriet er nicht.

Quellen: Netzeitung, IFC International

17. Juli 2005: Buch über Michael

Michael Jacksons langjähriger Berater Bob Jones, der bis vor kurzem einer der angesehensten Public Relations Manager der Musikindustrie war, hat ein Buch namens "Michael Jackson: The Man Behind The Mask" [Der Mann hinter der Maske] geschrieben, das in den USA bei SelectBooks für 21,95$ erschienen ist.
"Was meinen Sie damit, was meine Motivation war, dieses Buch-Projekt zu beginnen?" reagierte Bob Jones defensiv auf die erste Frage in einem Interview mit The RU Report. "Zunächst einmal", fuhr er fort, "hatte ich kein Geheimhaltungsabkommen. Und nachdem ich 16,5 Jahre für ihn gearbeitet hatte und ohne Information oder Zahlung entlassen wurde, beschloss ich, dass ich ein Buch schreiben und über die Seite erzählen würde, die die Öffentlichkeit nicht kennt."
Von "Man Behind the Mask" wurden in der ersten Woche über 25.000 Exemplare verkauft. Es soll dem Leser den Einblick eines Insiders in Gerüchte, Anschuldigungen und Geheimnisvolles rund um die Entertainment-Legende liefern, geschrieben von einem Mann, der 34 Jahre lang an Michael Jacksons Seite war. "Aus welchem Grund hätte ich ihn weiter verteidigen sollen?" fragte Bob Jones in dem Interview. "Ich bin so loyal gewesen wie ich konnte ... Loyalität verläuft in zwei Richtungen."
Bob Jones arbeitete mehr als drei Jahrzehnte lang im Bereich Public Relations für Michael Jackson. Er war Executive Vice President des Entertainment-Unternehmens MJJ. Bob Jones war einer der bekanntesten Vertreter von MJ und arbeitete sowohl zu Zeiten der Jackson 5, als auch in der Zeit als Solokünstler für den King of Pop.
"Man Behind The Mask" ist jetzt bei Amazon.de für 20 Euro erhältlich.

Quellen: Spiegel Online, IFC International

17. Juli 2005: Schon wieder eine Klage

Michael Jackson droht einmal mehr juristischer Ärger. Diesmal soll es um unbezahlte Rechnungen für eine New Yorker Finanzgesellschaft gehen, die dem Popstar bei der Suche nach neuen Geldquellen half. Die Prescient Acquisition Group Inc. hat am 11. Juli bei einem US-Bezirksgericht in Manhattan Klage gegen den Sänger eingereicht. Jackson soll dem Finanzunternehmen 48 Millionen Dollar Honorar schulden.
Prescient half Jackson laut Klageschrift, die Beschaffung von Rechten an weiteren Beatles-Songs zu finanzieren. Der Popstar habe im November 2004 einen entsprechenden Vertrag mit der Finanzgesellschaft abgeschlossen. Diesen Kontrakt habe Jackson gebrochen, klagt Prescient. Das Unternehmen habe die zugesicherten Leistungen erbracht, für die Jackson nicht zahlen wolle. Ein Anwalt Jacksons war für eine Stellungnahme nach Angabe von Nachrichtenagenturen zunächst nicht erreichbar.
Hintergrund ist demnach ein Geschäft zwischen der Bank of America und dem Hedgefonds Fortress. Die Bank of America hat laut "Wall Street Journal" jüngst ein Darlehenspaket von Jackson über rund 270 Millionen Dollar an Fortress weitergegeben. Zuvor hatte Jackson die Forderungen der Bank nicht mehr bedienen können, hieß es in dem Bericht.
Das Darlehen war unter anderem mit Jacksons Beatles-Rechten gesichert. Jackson gehören bislang 50 Prozent des Musikverlags Sony/ATV. Darin gebündelt sind die Abspielrechte für über 200.000 Titel, darunter viele Klassiker der Beatles. Immer wenn einer der Songs im Radio gespielt wird, verdient Jackson mit. Der geschätzte Wert seines Anteils liegt bei rund 500 Millionen Dollar.
Prescient hat eben jenes Geschäft mit Fortress nach eigenen Angaben im Auftrag von Jackson eingefädelt. Demnach hat das Unternehmen bei Fortress nicht nur die 270 Millionen Dollar organisiert. Vielmehr soll der Fonds Jackson insgesamt 537 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt haben. Mit diesem Geld will sich Jackson laut Klageschrift weitere Rechte an Beatles-Songs sichern.
Der Popstar war erst im Juni von der Anklage des Kindesmissbrauchs freigesprochen worden. Im Zuge des Verfahrens wurde auch Jacksons desolate Finanzlage veröffentlicht. Die Staatsanwaltschaft bezifferte seinen Schuldenstand im Rahmen des Verfahrens vor wenigen Monaten auf mindestens 300 Millionen Dollar. Der Wirtschaftsprüfer John Duross O'Bryan sprach vor Gericht Anfang Mai sogar von Ausständen in Höhe von 415 Millionen Dollar.

Quellen: Spiegel Online, IFC International

02. Juli 2005: Joe Jackson Day dieses Jahr in Deutschland

Joseph Jackson wird seinen Geburtstag dieses Jahr an einem langen Wochenende in Deutschland feiern.
Tag 1: Freitag, 22. Juli 2005 - Enge Freunde, die Joseph Jackson eine Inspiration waren, und Fans aus aller Welt feiern gemeinsam seinen Geburtstag. Von Joseph Jackson entdeckte Bands werden spielen, und es werden Gäste von verschiedenen Plattenlabels, Produzenten von TV-Shows, Geschäftspartner, Comedians und andere Gäste aus aller Welt erwartet. Es gibt live Entertainment, Drinks, Cocktails und Snacks.
Tag 2: Samstag, 23. Juli 2005 - Private Feier mit ausgewählten Gästen (insgesamt 300)
Tag 3: Sonntag, 24. Juli 2005 - V.I.P After Show auf einer Yacht Nahe Berlin - Live Musik und privates Dinner an einer noch geheimen Location. Das gesamte Event wird für das Fernsehen aufgezeichnet.
Ihr dürft auf unseren Bericht gespannt sein!

Quellen: MJ Star, IFC International

02. Juli 2005: Besorgnis um Michaels Gesundheit

Gladys Knight drängte Michael Jacksons Familie, reinen Tisch zu machen bezüglich der Gesundheit des King of Pop, da sie sich wegen seiner physischen Probleme Sorgen um ihn macht. Sie sagte, sie habe MJ während des gerade abgeschlossenen Prozesses angerufen, um ihn zu unterstützen, und jetzt bete sie für seine Genesung, damit er wieder die Musik machen kann, die er liebt. Gladys Knight betonte, Michael Jackson brauche etwas gesundheitliche Hilfe, um wieder auf die Beine zu kommen. Sie erzählte: "Ich habe während des Prozesses ein paar mal mit ihm gesprochen, und es geht ihm wirklich schlecht. Ich weiß nicht, warum sie nicht damit herausrücken. Ich bete immer für ihn."

Quellen: MJNI, IFC International

02. Juli 2005: CD verschoben

Die Veröffentlichung von "The Essential Michael Jackson" ist nun in den USA auf den 19. Juli verschoben worden.

Quellen: MJNI, IFC International

02. Juli 2005: DVD in Planung

Sony Music plant, Michael Jacksons "Live in Bucharest"-Konzert Ende Juli auf DVD zu veröffentlichen. Am 26. Juli soll die DVD mit der Performance von der Dangerous Tour, die am 1. Oktober 1992 im Complexul Sportiv National Stadion in Bucharest, Rumänien, gefilmt wurde, in den USA erscheinen. Die DVD war zwar bereits im Set mit der Ultimate Collection erhältlich, diese neue DVD wäre jedoch die erste Live Performance von MJ, die eigenständig offiziell veröffentlicht wird.

Quellen: MJNI, IFC International

02. Juli 2005: Michael in Bahrain

Michael Jackson soll am Mittwoch in Bahrain angekommen sein, um dort "auszuspannen", so eine Quelle aus dem Unfeld der Herrscher-Familie des kleinen Golf-Königreichs zu AFP. "[Jackson] will von der US-Presse weg, und er hat Bahrain gewählt, um sich nach den vergangenen Monaten zu erholen", sagte die Quelle weiter und fügte hinzu, Michael Jackson sei mit einigen "wichtigen Leuten" in Bahrain befreundet und sei als Gast gekommen.
Reuters gegenüber sagte ein offizieller Vertreter Bahrains: "Er ist hier zu einem Freundschaftsbesuch, um zu entspannen und die Gastfreundschaft Bahrains zu genießen. Er ist ein langjähriger Freund der königlichen Familie." Demzufolge soll Michael Jackson am Mittwoch mit einem Privatjet aus Los Angeles eingeflogen sein, und werde einige Tage bleiben, wobei der genaue Aufenthaltsort geheim bleibt.
Laut MJNI soll eine der königlichen Familie nahe Quelle jedoch der Presse gesagt haben, Michael sei mit seinen drei Kindern aus Europa angereist. Laut dem Daily Express soll Michael kürzlich in Paris gewesen sein, um einen Vertrag für eine neue, positive Dokumentation über ihn zu besprechen [Jackson.ch berichtete]. Eine weitere anonyme Quelle soll berichtet haben, Michael Jackson habe sich mit dem Dokumentar-Produzenten Mark Stewart am 19. Juni in Paris getroffen. "Sie sind sich zufällig begegnet. Mark war überrascht zu erfahren, dass Michael Jackson seine Arbeit kennt und einen seiner Filme gesehen hatte. Das Treffen verlief sehr gut, und es wird gehofft, dass etwas Positives dabei heraus kommt."
AFP berichtete jedenfalls weiterhin, dass Michael Jacksons Bruder Jermaine, Dauergast in Bahrain, vorhabe, einen Friedens-Song zusammen mit Sheikh Abdullah bin Hamad al-Khalifa, einem Sohn von Bahrains König Hamad, zu veröffentlichen. Abdullah, der den Text schrieb, und Jermaine Jackson machten ihren Plan im Januar öffentlich und erzählten, sie stünden mit westlichen Künstlern in Verbindung, um eine gemeinsame Performance des Songs namens "He's the one who makes the sky grey" auf die Beine zu stellen.

Quellen: AFP, Reuters, IFC International

01. Juli 2005: Interview geplant

Michael Jackson will in einem Interview, das ihm 10 Millionen Dollar einbringen könnte, im amerikanischen Fernsehen über alles reden. Die Entscheidung hat für Streit hinter den Kulissen der amerikanischen Fernsehsender gesorgt, denn sowohl Barbara Walters als auch Oprah Winfrey wollen das Interview führen.
Ein angeblicher Insider gegenüber der britischen Zeitung The Sun: "Michael hat sich seit dem Prozess absichtlich nicht mehr blicken lassen, denn er weiß, dass er damit das Interesse steigert - und natürlich auch den Preis für das erste Interview. Er will das Interview an den Höchstbietenden verkaufen, und seine Sprecher führen mit den größten Sendern bereits Gespräche."
Wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, wird der Sänger allerdings harte Regeln für das Gespräch aufstellen, nachdem ein Interview mit dem britischen Journalisten Martin Bashir zu seinem Prozess geführt hatte.

Quellen: GMX, IFC International

01. Juli 2005: Nachricht von Michael

Zwei Wochen nachdem Michael Jackson im Missbrauchsprozess in allen Anklagepunkten freigesprochen wurde, hat sich der Popstar nun persönlich bedankt. "Ohne Gott, meine Kinder, meine Familie und meine Fans hätte ich es nicht durchgestanden. Eure Liebe, Unterstützung und Beistand haben es möglich gemacht", so die Dankesworte Michael Jacksons, der sich mit einer Mitteilung auf seiner Website persönlich an seine Fangemeinde gewandt hat. "Ihr ward da, als ich Euch wirklich brauchte. Ich werde Euch niemals vergessen. Eure immer währende Liebe hat mich gestützt, meine Tränen getrocknet und mich getragen. Ich werde Eure Zuneigung und Unterstützung in Ehren halten. Ihr seid meine Inspiration. In Liebe, Michael Jackson", so der kurze Text.

Quellen: Netzeitung, IFC International

01. Juli 2005: Michael unterwegs

Michael Jackson hat Medienberichten zufolge seine Neverland Ranch, auf die er sich nach der Urteilsverkündung zurückgezogen hatte, verlassen, und soll sich auf der Yacht eines Freundes befinden, die an der kalifornischen Küste ankert. Angel Howansky, Sprecherin der Jackson Familie, bestätigte, dass Michael Jackson Neverland verlassen habe, konnte aber nicht sagen, wo er sich derzeit aufhält. "Er ist nicht auf der Neverland Ranch, aber ich weiß nicht, wo er ist", sagte sie AFP gegenüber.
Fox News berichtete, der King of Pop versuche, nach Europa zu reisen. Auch Fox News berichtete, Michael Jackson sei entweder auf einer privaten Yacht, die in San Diego vor Anker liege, oder im Spielerparadies Las Vegas. Mehreren Berichten zufolge soll MJ planen, sobald er kann in die Schweiz zu reisen, um sich im Haus von Elizabeth Taylor in Gstaad zu erholen.

Quellen: AFP, IFC International

26. Juni 2005: Pressespiegel der CH-Medien

Wie haben die Medien auf den Freispruch von Michael Jackson reagiert. Die Antwort gibt es hier.

26. Juni 2005: MJ Innocent - Party in Zürich

Samstag, 2. Juli 2005, u.a. mit Auftritt vom Michael Jackson Imitator Enea!
WANN: 19.00 Uhr bis 1.30 Uhr
WO: Zürich, im Jugendclub des GZ Heuried
Alle Infos, Wegbeschrieb/Lageplan etc., hier.

24. Juni 2005: Michael wieder viel im Radio

Seit seinem Freispruch werden Michaels Songs fast dreimal so oft im US-amerikanischen Radio gespielt wie vorher. Diese 10 Lieder von ihm werden am häufigsten gespielt:

  1. Billie Jean
  2. Beat It
  3. Rock With You
  4. Don't Stop 'Til You Get Enough
  5. Thriller
  6. Wanna Be Startin' Somethin'
  7. Bad
  8. P.Y.T. (Pretty Young Thing)
  9. The Way You Make Me Feel
  10. Smooth Criminal
Quellen: AFP, Mediabase 24/7, MJFC

24. Juni 2005: Interview mit Katherine

In einem Exklusiv-Interview mit der US TV-Sendung "Today" sprach Michaels Mutter Katherine Jackson mit Rita Cosby von MSNBC. Katherine Jackson gilt als "Der Fels" der Jackson-Familie. Sie erzählte, dass die sieben Tage, in denen sie auf die Geschworenen-Entscheidung wartete, nervenaufreibend waren. Der ganze Prozess verlangte ihrem Sohn alles ab, physisch und mental.
"Einer der Gründe, warum es ihn so mitnahm", erklärte Katherine, "ist, so erzählte er mir: 'Mutter, wenn sie sagen 'Rufen Sie Ihren nächsten Zeugen auf' und ich mich umdrehe, dann bin ich überrascht. Es sind Leute, denen ich geholfen habe, und sie sind da und versuchen, Geld mit mir zu verdienen, indem sie lügen. Ich verstehe nicht, wie die Leute das machen können.'" Auf die Frage, ob sie das Gefühl habe, dass Michael Jackson die Anschuldigungen ein für alle mal abgeschüttelt habe, sagte seine Mutter: "Es wurde bewiesen, dass er kein Mann ist, der Kinder belästigt, und sie wissen, dass er es nicht ist. Aber manche Leute glauben ganz einfach, was sie glauben, und ich kann das nicht verhindern. Aber ich wünschte, sie würden damit aufhören und darüber nachdenken. Dass er nicht Kinder belästigt. Er ist kein Pädophiler. Er gibt Kindern keinen Alkohol. Diese Kinder waren schlechte Kinder."
Cosby fragte: "Wenn Sie den Jungen und die Mutter treffen würden, was würden Sie zu ihnen sagen?" - "Ich könnte das jetzt nicht einmal beantworten", antwortete Katherine. "Es hängt ganz davon ab, in welcher Stimmung ich bin, wenn ich sie treffe. Es tut mir auch leid für sie. Von dem, was ich über ihre Vergangenheit höre, tut es mir leid um ihre Zukunft, wenn sie ihre Art nicht ändern." Einige der Geschworenen äußerten mehr oder weniger, dass Michael Jackson womöglich früher jemanden belästigt haben könnte, aber dass sie den Worten dieser Familie keinen Glauben geschenkt hätten. "Ich glaube, es war ein Geschworener, ich glaube, es hieß, Geschworener Nr. 1 habe das gesagt. Ich kann seine Meinung nicht ändern. Er glaubte, was er glauben wollte", antwortete Katherine.
Cosby sagte, dass Staatsanwalt Tom Sneddon nach Michael Jacksons Freispruch erklärt habe, er habe keine Fehler gemacht und würde es wieder tun. "Er hat einen großen Fehler gemacht. Mein Sohn ist kein Pädophiler", sagte Katherine Jackson. "Mein Sohn ist ein besserer Mensch als er", fuhr sie fort. "Was er meinem Sohn angetan hat, würde mein Sohn nie irgendjemandem antun. Außerdem wurde diese Ranch nicht gebaut, um Kinder anzulocken, nur um sie zu belästigen, wie die Anklage es hinzustellen versuchte. Wenn er Menschen dort hinkommen ließ, um Spaß zu haben, war immer alles umsonst. Ihm wurde immer beigebracht zu geben und zu teilen."
Michael Jacksons Mutter sagte, Michael habe ihr gesagt, wenn er von jetzt an Menschen helfen werde, dann werde er das aus der Distanz tun. "Denken Sie, er wird ab jetzt sagen 'Okay, keine Jungs im Schlafzimmer, denn ich möchte nichts vorgeworfen bekommen'", fragte Cosby. "Ich bin mir sicher, dass er das nicht tun wird. Zwei mal ist er beschuldigt worden, etwas getan zu haben, das er nicht getan hat", sagte Katherine. Auf die Frage, wie der Prozess sie persönlich berührt habe, antwortete sie: "Ich hatte manchmal Angst, ich betete wegen all dem. Er ist mein Kind und ich liebe ihn, und ich wollte ihm zur Seite stehen."

Quellen: NBC 4, IFC International

24. Juni 2005: Neues Best Of-Album

Ein weiteres Michael Jackson Greatest Hits-Album wird Anfang des kommenden Monats in die Geschäfte kommen. Am 5. Juli wird Sony Music "The Essential Michael Jackson" in den USA veröffentlichen, ein Set aus zwei CDs, auf denen Songs von "I Want You Back" von 1969 mit den Jackson 5 bis zur Invincible-Auskopplung "You Rock My World" von 2001. Die Track List sieht nach bisherigen Informationen folgendermaßen aus:

DISC 1

  1. I Want You Back
  2. ABC
  3. The Love You Save
  4. Got To Be There
  5. Rockin' Robin
  6. Ben
  7. Enjoy Yourself
  8. Blame It On The Boogie
  9. Shake Your Body (Down To The Ground)
  10. Don't Stop 'Till You Get Enough
  11. Rock With You
  12. Off The Wall
  13. She's Out Of My Life
  14. The Girl Is Mine
  15. Billie Jean
  16. Beat It
  17. Wanna Be Startin' Somethin'
  18. Human Nature
  19. P.Y.T. (Pretty Young Thing)
  20. Thriller

DISC 2
  1. Bad
  2. I Just Can't Stop Loving You
  3. Leave Me Alone
  4. The Way You Make Me Feel
  5. Man In The Mirror
  6. Dirty Diana
  7. Another Part Of Me
  8. Smooth Criminal
  9. Black Or White
  10. Heal The World
  11. Remember The Time
  12. In The Closet
  13. Who Is It
  14. Will You Be There
  15. Dangerous
  16. You Are Not Alone
  17. You Rock My World

Quellen: MJNI, IFC International

24. Juni 2005: Buch ausgerechnet von Diane Dimond

Es wird ein neues Buch zum Thema Michael Jackson geben. Diesmal hat sich Diane Dimond entschlossen, ein Buch zu schreiben, und zwar über die juristischen Auseinandersetzungen des King of Pop. Es soll diesen Herbst bei Atria Books erscheinen, kündigte Judith Curr, Executive Vice President der Firma am Dienstag an. Einen Titel gibt es bis jetzt noch nicht.

Quellen: AP, IFC International

24. Juni 2005: Klage wegen Hund

Ein wild gewordener Husky namens Flash beschäftigt derzeit die Juristen des Los Angeles Superior Court, angeklagt ist unter anderem und schon wieder Popstar Michael Jackson. Dabei hat der gerade erst vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochene Sänger mit dem Hund nur entfernt zu tun. Anzeige erstattet hat die 66-jährige Donna Kyman, die am 14. April von dem Hund in ihrer Garage angegriffen und gebissen wurde.
Das Tier gehört Alejandra Jackson, der Ehefrau von Jermaine. Gemeldet sind die Familie und das Tier auf einem Anwesen von Michael Jackson in Encino, was auch erklärt, warum der Name des 46-Jährigen in der Anzeige auftaucht, so der Online-Dienst The Smoking Gun, der die Gerichtsdokumente vorliegen hat. Die Besitzerin erklärt darin auch, dass der Hund, der ihren Kindern gehöre, ohne ihr Wissen von dem Grundstück entkommen sei, indem er ein Loch unter den Zaun gegraben habe. Mittlerweile ist das Tier übrigens wieder bei den Jacksons.

Quellen: N24, IFC International

20. Juni 2005: MJ-Party

Zahra Spath schmeisst am kommenden Samstag, ab 22 Uhr, eine Michael Jackson-Party in Ittigen bei Bern!
Alle Infos und Lageplan gibt es hier.
Du bist herzlich eingeladen! Kein Eintritt!

19. Juni 2005: Finanzielle Konsequenzen des Verfahrens

Der Preis von Michael Jacksons Freiheit ist eine juristische Rechnung, die jeden normalen Angeklagten in den Ruin treiben würde - und ein finanzieller Schlag für den Bezirk, der die erfolglose Anklage führte. Es wird angenommen, dass der Popstar seinem hochkarätigen Verteidigungs-Team, angeführt von Thomas Mesereau, bis zu 5 Mio. Dollar schuldet. (Während des Prozesses hatte die Anklage behauptet, er habe Schulden in Höhe von 300 Mio. Dollar und sei am Rande des Bankrotts.)
Michael Brennan, Jura-Professor an der University of Southern California und praktizierender Anwalt, sagte, der Prozess werde Jacksons Finanzen substanziell angreifen. "Verteidiger vereinbaren in der Regel eine Gebühr, bevor sie anfangen zu arbeiten", sagte er. "Aber bei einem großen Job wie diesem, wenn man nicht wirklich weiß, wie viel Arbeit getan werden muss, könnten sie auch nach Arbeitsstunden abrechnen." Ein Top Anwalt wie Mesereau könne leicht bis zu 500$ pro Stunde berechnen, sagte er. Privatdetektive spielten eine wichtige Rolle bei Jacksons Freispruch. Sie sind ebenfalls nicht billig, wenn sie tageweise angeheuert werden - wobei die Rechnung in diesem Fall sogar 500.000$ übersteigen könnte.
"Mr. Jackson wird keine Möglichkeit haben, sich die Kosten erstatten zu lassen", sagte Professor Brennan. "Wenn man sich den Rechtsbeistand leisten kann, hat man keinen Anspruch auf Erstattung." Kritiker des US Rechtssystems sagen deshalb, dass die Tatsache, dass nur die Reichen sich den Beistand der besten Juristen leisten können, zu Ungerechtigkeiten führe. "Es gibt nicht viele Leute, die es sich hätten leisten können, sich so verteidigen zu lassen," so Prof. Brennan.
Die Einwohner von Santa Barbara County müssen jetzt jedoch für die Kosten der erfolglosen Anklage aufkommen. Die neusten Schätzungen beziffern die Kosten für den Bezirk auf mehr als 2,1 Mio. Dollar, ohne die zehntausende Dollar für die Untersuchungen, die Kosten für das Grand Jury Verfahren und andere Ausgaben.
Der Bezirk konnte einen Teil der Prozesskosten - die auch Kosten für Sicherheitsfirmen, Personal und Automiete beinhalten - bereits decken, indem Raum an die Medien vermietet wurde. Die Santa Barbara News Press berichtete, der Bezirk habe zunächst 7.500$ pro Tag für einen Parkplatz bei Gericht berechnet, dies ei nach starken Protesten aber reduziert worden. Für die Stadt Santa Maria selbst sieht die Sache anders aus. Während Kosten in Höhe von 250.000$ für Polizeieinsätze entstanden, wurden über Abmachungen mit Medienorganisationen 215.000$ eingenommen. Die Horden von Journalisten, die über die Stadt herfielen - etwa 2.200 aus 34 Ländern - bedeuteten einen Boom für die örtlichen Hotels und Restaurants, sowie den Mietmarkt.

Quellen: BBC, IFC International

19. Juni 2005: Verklagt Michael Martin Bashir?

Martin Bashir droht eine Klage in Millionenhöhe. Der Journalist, dessen TV-Dokumentation über Michael Jackson den Missbrauchs-Prozess gegen den Popstar ins Rollen brachte, muss nun selbst mit einem Gerichtsverfahren rechnen. Jackson will ihn auf Schadensersatz verklagen. Das berichtet die Online-Ausgabe der britischen Zeitung Sun.
Die Anwälte Jacksons hatten erste rechtliche Schritte gegen Bashir eingeleitet, nachdem dessen Sendung über Jackson vor zwei Jahren ausgestrahlt worden war. In der Dokumentation hatte der Popstar unter anderem freimütig erzählt, dass er Kinder in seinem Bett schlafen lasse. Jacksons Anwälte begründeten ihr Vorgehen damals damit, dass die Veröffentlichung des brisanten Filmmaterials einen Vertrags- und Vertrauensbruch dargestellt habe. Die Anhörung wurde gestoppt, als Jackson wegen Kindesmissbrauchs angeklagt wurde. Nun soll sie wieder aufgenommen werden.

Quellen: Netzeitung, IFC International

17. Juni 2005: Statements nach dem Prozess

Michael Jacksons Anwalt sagte am Dienstag, er sei davon überzeugt, dass der Popstar "niemals ein Kind belästigt hat", aber der Sänger werde Kinder nicht mehr in seinem Zimmer schlafen lassen. "Er wird das nicht tun, weil es ihn verletzlich macht durch falsche Anschuldigungen", erklärte Anwalt Thomas Mesereau Jr. gegenüber der Associated Press. Er fügte hinzu, das er glaubt, dass Michael Jackson weiterhin ein "leichtes Ziel für Leute, die auf seine Kosten Geld bekommen oder eine Karriere aufbauen wollen" sein werde.
Mesereau und seine Kollegin Susan Yu beschrieben Jackson als die verletzlichste Person, die sie je getroffen hatten. Sie sagten, er sei von dem viermonatigen Prozess physisch erschöpft und brauche Erholung, ehe er wieder ins Licht der Öffentlichkeit zurückkehre. Mesereau sagte, er sei verblüfft gewesen, wie leicht die Öffentlichkeit bereit war, den falschen Anschuldigungen gegen MJ Glauben zu schenken. "Das ergibt für mich keinen Sinn. Er ist fraglos einer der besten Menschen, die ich jemals kennen lernen durfte", sagte Mesereau. "Er ist sehr großzügig und kümmert sich um jeden in seinem Leben, und es war sehr angenehm, mit ihm zu arbeiten."
Wegen der öffentlichen Wahrnehmung, sagte er, werde Jackson seinen Lebensstil ändern müssen. "Er darf es Menschen nicht mehr so einfach erlauben, in sein Leben zu treten. Er war sehr großzügig zu Menschen, die es nicht verdient hatten." Auf die Frage nach Michael Jacksons Gewohnheit, Kinder in seinem Bett schlafen zu lassen, antwortete Mesereau, es seien nicht nur Kinder gewesen. "Er erlaubte es ganzen Familien, in seinem Zimmer zu schlafen."
Es war der Anklage erlaubt worden, ihre Anschuldigungen durch Aussagen über angebliche frühere Missbrauchsfälle zu untermauern. Mindestens vier der Geschworenen gaben an, sie seien geneigt gewesen zu glauben, dass MJ eine solche Vergangenheit hat, aber dass das noch nicht die aktuellen Anschuldigungen bewiesen habe. "Er ist der Verbrechen, derer er angeklagt wurde, nicht schuldig", sagte Ray Hultman, der AP gegenüber erklärte, er sei einer der drei Geschworenen gewesen, die von den anderen erst überzeugt wurden, dass es Zweifel an MJs Schuld gebe. Drei weitere Geschworene hoben bei ABCs "Good Morning America" die Hand, als sie gefragt wurden, ob sie glaubten, dass Michael Jackson andere Kinder, aber nicht Gavin, belästigt haben könnte.
Yu, die während des Prozesses neben dem King of Pop saß, sagte, der Prozess sei eine schmerzhafte Prüfung für ihn gewesen. "Die Leute wissen nicht, wer Michael Jackson ist", sagte sie. "Ich habe viel Zeit mit ihm verbracht. Ich habe noch nie jemand so verletzliches gesehen. Dieser Mensch ist absolut nicht in der Lage, etwas von dem zu tun, was ihm vorgeworfen wurde." Mesereau und Yu sagten, sie hätten mit Jackson nicht über seine Zukunft gesprochen. Sie sagten, er sei physisch erschöpft und brauche Zeit, sich von dieser Qual zu erholen.

Quellen: AP, IFC International

17. Juni 2005: Gerüchte um Deutschland-Besuch

Gerüchten zufolge soll Michael Jackson nach seinem Freispruch im Missbrauchsprozess möglicherweise schon in den nächsten Wochen einen Deutschlandbesuch unternehmen. Zeitungen berichteten, der "Europamanager" der Jackson-Familie Ralf Seßelberg habe gesagt, ein Familientreffen der Jacksons sei "noch in diesem Sommer" geplant: "Es kann sein, dass Michael an diesem Treffen teilnimmt. Es ist aber noch nicht sicher", soll er gesagt haben. Denkbar sei, dass die Feier bereits im Juli stattfinde, weil Michaels Vater Joseph in diesem Monat Geburtstag habe. Als Ort für die Party soll angeblich "ein Club in Berlin" oder "eine Strandparty" im niedersächsischen Hafenort Carolinensiel geplant sein. "In jedem Fall soll es eine Veranstaltung für die europäischen Fans geben."
Andere Quellen berichteten hingehen, konkrete Pläne für die nächsten Monate seien noch nicht bekannt. So schrieb z.B. die dpa, Ralf Seßelberg habe gesagt, ein Deutschland-Besuch sei nicht absehbar. Die Familie plane zwar ein "Danke-Schön-Fest" für die deutschen Fans. "Dazu könnten Familienmitglieder kommen, wie der Vater, aber sehr wahrscheinlich nicht Michael Jackson", soll Seßelberg erklärt haben, womit anders lautende Medienberichte dementiert wurden. Gebt in jedem Fall nicht zu viel auf diese Besuchs-Gerüchte. Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich ein Besuch MJs in Deutschland geplant ist, werden wir Euch natürlich informieren.

Quellen: ddp, dpa, IFC International

17. Juni 2005: Dank von Michael

Nach seinem Freispruch vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs hat US-Popstar Michael Jackson im Internet seinen Fans für ihre Unterstützung gedankt. "Danke an meine Familie, meine Freunde und Fans für all eure Liebe und Unterstützung. Ich werde es niemals vergessen, ich liebe euch alle. Michael" Es handelte sich um die erste öffentliche Stellungnahme des King of Pop nach seinem Freispruch.

14. Juni 2005: UNSCHULDIG

Michael Jackson wurde von den Geschworenen in allen zehn Anklagepunkten für unschuldig befunden!

13. Juni 2005: Vorsicht vor Hoax mit Trojaner!

Nachdem vor knapp vier Tagen Gerüchte die Runde machten, Michael Jackson habe einen Selbstmordversuch unternommen, geht nun eine Spam-Mail um, die behauptet, das beweisen zu können. Die Spam aber ist eine Falle: Wer den "Beweis"-Link anklickt, fängt sich einen Trojaner.
Das IT-Sicherheitsunternehmen Sophos warnt vor einer aktuellen Spam-Mail, die seit dem frühen Freitagmorgen verbreitet wird. Diese lockt mit der Betreffzeile "Subject: Re: Suicidal aattempt" und verspricht Hintergrundinformationen zu einem angeblichen Selbstmordversuch Jacksons. Und zwar ganz exklusive: Angeblich habe der einstige King of Pop einen Abschiedsbrief vorbereitet, in dem er "einige seiner Sünden" beschreibe und rechtfertige. Wer da mehr wissen wolle, brauche nur auf den folgenden Link klicken: "Read more..."
Was darauf folge, berichten die IT-Sicherheitsexperten von Sophos, sei der Download eines so genannten Trojaners. Trojaner sind Schadprogramme, die eine "Tür" zum Rechner offen halten und es einem Eindringling erlauben, dort Daten zu verändern, auszuschnüffeln, zu deponieren oder die Kontrolle über den rechner ganz zu übernehmen. Der Download wird geschickt durch eine vorgeschaltete "Bitte um Geduld"-Webseite kaschiert: Dort werde der Surfer vertröstet, weil bedingt durch das hohe Publikumsinteresse augenblicklich die "Leitungen dicht" seien.
Während der User aber in dieser Warteschlaufe verharre, laufe im Hintergrund der Download des Schadprogramms. Dieser Trojaner öffne zunächst nur einen Port, hole sich dann aber umgehend einen ersten Schad-Code aus dem Internet: Auf dem Rechner lande der bereits bekannte Trojaner Troj/Borobt-Gen.

Quellen: Spiegel Online, IFC International

13. Juni 2005: Unklarheiten über Raymone Bain

In der vergangenen Woche gab es Berichte, Michaels Pressesprecherin Raymone Bain sei entlassen worden, die Gründe konnte niemand nennen. Am Freitag hat sie selbst den Medien gegenüber gesagt, sie arbeite nach wie vor für Michae.

Quelle: MSNBC

10. Juni 2005: Gestern kürzere Beratung

Die Geschworenen im Prozess gegen Michael Jackson haben am gestrigen Donnerstag wie geplant nur einen halben Tag lang beraten und in dieser Zeit noch immer kein Urteil gefällt. Insgesamt haben die Geschworenen sich über fünf Tage verteilt nun bereits 23 Stunden beraten. Der Grund für die kürzere Beratung wurde vom Gericht nicht bekannt gegeben, allerdings hatte der Richter vergangene Woche angemerkt, dass einige Geschworene Schulabschluss-Feiern besuchen wollten.
Sie machten einen entspannten Eindruck, als sie gestern das Gerichtsgebäude verließen und in den beiden Minivans davon fuhren. "Dies sind sehr verantwortungsbewusste Geschworene, sie kommen pünktlich, scheinen keine Konflikte und keine Angst zu haben", sagte Anne Bremner, eine ehemalige Anwältin. "Das ist eine wichtige Entscheidung, und das wissen sie."
Am Mittwoch entstand eine Diskussion über die Schweigepflicht aller am Prozess Beteiligten, nachdem Thomas Mesereau ein Statement veröffentlicht hatte, in dem er betonte, er habe niemanden autorisiert, in Michael Jacksons Namen Pressekonferenzen abzuhalten. Das vom Gericht abgesegnete Statement war offenbar darauf ausgerichtet, dem Gericht glaubhaft zu versichern, dass die Verteidigung die von Richter Melville verhängte Schweigepflicht nicht verletzt. Mesereau nannte zwar keine Namen, aber seine Erklärung folgte auf eine Pressekonferenz, die Raymone Bain gegeben hatte, und in der sie u.a. sagte, ihre Aussagen seien mit Mesereau abgestimmt worden. Andere Personen, z.B. Rev. Jesse Jackson, haben in den letzten Tagen auch für Michael mit den Medien gesprochen.
Bain betonte angesichts von Mesereaus Statement, dass es sich nicht auf sie bezogen habe. Sie erklärte, sie spreche alles, was sie sage, vorher mit Mesereau ab und verletze nicht die Schweigepflicht, da sie lediglich erzähle, wie es MJ geht, und nicht über den Prozess spreche. Später am Mittwoch sagte Jesse Jackson, Mesereaus Statement beziehe sich auch nicht auf seine Aussagen. Mesereau habe ihm gegenüber gesagt, er wolle sichergehen, dass der Richter nicht denkt, er lasse Andere an seiner Stelle sprechen.

Quellen: AP, AFP, Jackson IFC

10. Juni 2005: Michael nochmals im Krankenhaus

Am Mittwoch musste Michael Jackson Medienberichten zufolge noch einmal wegen seiner Rückenprobleme ins Krankenhaus. Laut Raymone Bain handelte es sich um eine Nachuntersuchung im Zusammenhang mit seiner Einlieferung am Sonntag. "Mr. Jackson ist jetzt zu Hause mit seiner Familie", sagte sie. Etwa zur selben Zeit fuhr einer von MJs schwarzen SUVs mit einem seiner Bodyguards am Santa Ynez Valley Cottage Hospital vor. Über eine Stunde später fuhr der SUV dann zur Rückseite des Krankenhauses und fuhr kurz darauf mit hoher Geschwindigkeit und zugezogenen Vorhängen weg.

Quellen: AP, AFP, Jackson IFC

09. Juni 2005: Geschworene hielten Rücksprache

Die Geschworenen sendeten Richter Rodney Melville am Montagmorgen um 9.50h Ortszeit, nachdem sie zu weiteren Beratungen zusammen gekommen waren, eine Frage. Der Richter sprach mit den Anwälten darüber. Weder die Frage noch die Antwort wurde den Medien mitgeteilt. Jacksons Verteidigung, die angewiesen wurde, während der Beratung der Geschworenen innerhalb von zehn Minuten verfügbar zu sein, kam bereits früher zum Gericht. Der Sänger muss während der Beratungen nicht bei Gericht anwesend sein. Sein Vater, Joe Jackson, kam im Laufe des Vormittags zum Gericht, wo er von einer Horde Fans und Journalisten empfangen wurde. Nach einigen Minuten fuhr er jedoch wieder weg.

Quellen: AP, Jackson IFC

09. Juni 2005: Michael über Kinder und Gavin

Am Montag strahlte ABC in der Sendung "Good Morning America" eine Aufnahme von Michael Jackson aus, die Rabbi Shmuley Boteach vor ein paar Jahren gemacht hatte. MJ sagt darin, er könne ohne Kinder nicht leben, und wenn ihm jemand sagen würde, dass er "nie wieder ein Kind sehen könne, dann würde ich mich umbringen, ich schwöre es dir. Denn ich habe sonst nichts wofür ich leben könnte." Er sagte in Bezug auf seinen heutigen Ankläger: "Er wurde um seine Kindheit betrogen."

Quellen: AP, Jackson IFC

09. Juni 2005: Michael war im Krankenhaus

Michael Jackson, der während des Prozesses einige male über Rückenschmerzen klagte, verbrachte am Sonntag ca. sechs Stunden im Santa Ynez Valley Cottage Hospital in Solvang. Er verließ das Krankenhaus noch am Sonntag wieder. "Er hat entsetzliche Schmerzen", sagte Rev. Jesse Jackson, der Michael getroffen hatte, CBS am Montag. "Die physischen Schmerzen sind echt. Außerdem ist da das Gefühl, dass er von Leuten, denen er vertraut hat, betrogen wurde." Nach dem Verlassen des Krankenhauses kehrte MJ zu seiner Neverland Ranch zurück, um dort gemeinsam mit seiner Familie das Urteil abzuwarten.
Olivia Kennedy, die in der Telefonzentrale des Krankenhauses arbeitet, sagte, das Personal sei angewiesen worden, keinerlei Informationen herauszugeben. MJs Sprecherin Raymone Bain sagte gegenüber CBS, er habe in der Vergangenheit Muskelrelaxans gegen Verkrampfungen im Rücken erhalten und habe wahrscheinlich am Sonntag die gleiche Behandlung erhalten. Bain sagte, der Stress habe zu seinen Rückenproblemen am Sonntag beigetragen. "Er steht im Moment unter enormem Stress", sagte sie. "Abgesehen von seinem Rücken geht es ihm gut."

Quellen: AP, Jackson IFC

09. Juni 2005: Unterstützung durch die Familie

Jermaine Jackson sagte am Wochenende in einem Interview mit CNN, sein Bruder sei zu "Tausend Prozent unschuldig". Auf die Frage, wie seine Eltern Joseph und Katherine Jackson mit dem Prozess um gegangen seien, sagte Jermaine: "Sie sind unser Fels." Katherine Jackson war jeden Tag bei Gericht anwesend, und alle acht Geschwister zeigten zumindest einmal durch Anwesenheit Flagge für ihren Bruder.
Jermaine Jackson wurde gefragt, ob sein Bruder sich ändern werde, wenn er freigesprochen wird. "Er wird ein völliger Einsiedler werden. Er wird nicht in der Lage sein, mit anderen umzugehen, denn er kann niemandem vertrauen", sagte er, in Bezug auf die Tatsache, dass einige Angestellte und Vertraute von MJ gegen ihn ausgesagt haben.
Michael Jackson, begleitet von seinen Eltern und fünf Geschwistern, verließ das Gericht am Freitag unter einem Schirm, den ein Leibwächter hielt. Er wird das Urteil auf seiner Ranch abwarten. Am Freitag wurde er von Janet, Rebbie, LaToya, Jermaine und Randy sowie seinen Eltern begleitet.

Quellen: CNN, Jackson IFC

03. Juni 2005: Jetzt liegt es bei den Geschworenen

Zwei Stunden lang hat Richter Rodney Melville den 12 Geschworenen im Missbrauchs-Prozess gegen Michael Jackson Weisungen für ihre Urteilsfindung gegeben. Sie lassen ihnen viel Spielraum. "Sie dürfen sich nicht von Mitleid für oder Vorurteilen gegen den Angeklagten beeinflussen lassen", zitierte die Los Angeles Times aus den Erläuterungen von Richter Rodney Melville.
Jackson wohnte den knapp zweistündigen Weisungen im Gerichtsgebäude im kalifornischen Santa Maria bei. Melville erlaubte den Geschworenen ausdrücklich, frühere Belästigungsvorwürfe gegen den Sänger aus den neunziger Jahren in Betracht zu ziehen. Die Vorwürfe allein reichten aber nicht aus, um Jackson in dem laufenden Verfahren schuldig zu sprechen, so Melville. Die Juroren dürften lediglich daraus folgern, dass bei Jackson eine Neigung zu sexuellen Vergehen vorliege.
Der Richter räumte den Geschworenen auch mehr Spielraum in der Beurteilung der Alkohol-Vorwürfe gegen Jackson ein. Der Sänger ist unter anderem angeklagt, einem damals 13-jährigen Jungen im Frühjahr 2003 Alkohol gegeben zu haben, um ihn gefügig zu machen. Dies ist strafrechtlich ein Verbrechen. Der Richter wies jedoch darauf hin, dass die Geschworenen auch entscheiden könne, dass Jackson dem Jungen zwar Alkohol gegeben, ihn aber nicht missbraucht habe. In diesem Fall läge kein Verbrechen, sondern nur ein "geringeres Vergehen" vor. Doch selbst dann droht dem King of Pop bis zu einem Jahr Gefängnis.
Jackson war in Begleitung seiner Eltern und seiner Brüder Randy und Tito vor Gericht erschienen. Er verließ das Gebäude wortlos. Sprecherin Raymone Bain teilte Reportern mit, dass der Sänger "nervös" sei. Dem Sänger sei klar, dass sein Schicksal nun in den Händen der Geschworenen liege. Er habe aber "großes Vertrauen in Gott und in das Rechtssystem".

Quellen: AP, Netzeitung, Jackson IFC

01. Juni 2005: Schluss-Plädoyers entscheidend

Nun da der Prozess gegen Michael Jackson sich dem Ende zuneigt, könnten sich die Schluss-Plädoyers als noch entscheidender erweisen als in vielen anderen Fällen. Laurie Levenson, Jura-Professorin an der Loyola University, sagte: "Keine der beiden Seiten hat es geschafft, den Prozess so zu dominieren, dass sie sich sicher sein könnte, wie das Urteil lauten wird. Beide Seiten müssen die Geschworenen davon überzeugen, wie die Fakten, die ihnen vorgelegt wurden, zu interpretieren sind. Sie müssen ihnen dabei helfen, das größte Rätsel zu lösen: Wer ist der wahre Michael Jackson?"
Richter Rodney S. Melville gab den Geschworenen den Dienstag frei, während die Anwälte über Jury-Anweisungen diskutierten. In den Schluss-Plädoyers wird die Anklage Jackson als manipulativen Belästiger darstellen, ein verrückt aussehender Prominenter, der denkt, er sei immun gegen die Regeln, die normales Verhalten steuern. Die Verteidigung hat den Weg eingeschlagen, sich Jacksons Erscheinung und Lebensstil anzunehmen, und wird wahrscheinlich argumentieren, dass er nicht dafür bestraft werden sollte, dass er anders ist. Die Verteidiger werden die Geschworenen daran erinnern, dass sie, obwohl Jackson nicht aussagte, Details aus seiner Kindheit von ihm gehört haben und von seinem Wunsch, mit seinem Neverland-Vergnügungspark Kinder glücklich zu machen. Die Verteidigung wird versuchen, den Beschuldiger und seine Familie und diejenigen, die ihre Geschichte glaubten, zu verteufeln. Sie werden sagen, dass hinter allem finanzielle Motive stecken und die Geschworenen daran erinnern, wie die Mutter mit ihrer Leidensgeschichte an andere Prominente herantrat, ehe sie an Jackson geriet.
Die Anklage verlässt sich nicht nur auf den aktuellen Fall, sondern eine Serie von Anschuldigungen gegen den Star, die zwölf bis 15 Jahre zurückliegen. Sie wird anbringen, dass er schon zuvor mit Belästigung davongekommen sei, und dass er wieder davonkommen wolle. Den Geschworenen wurde nicht gesagt, dass Jackson Millionen zahlte, um die Klagen abzuwenden. Sie hörten aber durchaus, dass seine Ankläger ihre Geschichten für Tausende Dollar an Boulevard-Magazine verkauften. Die Anklage rief einen jungen Mann als Zeugen auf, der sagte, er sei vor Jahren beim Kitzeln unangemessen berührt worden. Die Verteidigung rief ihrerseits drei junge Männer in den Zeugenstand, darunter Macaulay Culkin, die sagte, Jackson habe sie nie sexuell berührt. [Jackson.ch berichtete.]
Es wird erwartet, dass die Anklage - so wie in den Eröffnungs-Plädoyers - sagen wird, dass Jackson ein Star war, der sein Image wiederherstellen wollte, indem er einem Reporter Zutritt gewährte, der dann in "Living With Michael Jackson" seine eigenen Worte gegen ihn verwendete. Die Sendung sorgte für erhebliches Aufsehen, da Jackson zugab, Kinder in seinem Bett schlafen zu lassen, auch wenn er sagte, dies sei vollkommen unschuldig. Die Anklage sagt, er sei in Panik verfallen, habe beschlossen, eine Gegendarstellung zu drehen, und habe den Jungen und seine Familie dafür gebraucht. Sie werden sagen, dass Jackson das Herz einer Verschwörung bildete, bei der es um Kindesentführung, Freiheitsberaubung und Erpressung ging. Und in den Wochen, nachdem die Familie an der Gegendarstellung mitgewirkt hatte, soll Jackson den Jungen erstmals belästigt haben.
Von der Verteidigung wird erwartet, dass sie den zeitlichen Ablauf als unglaubwürdig darstellt und den Jungen und seine Mutter als geldgierige Scharlatane bezeichnet. Die Verteidigung wird die Geschworenen daran erinnern, dass der Junge Schauspielunterricht nahm, dass er als durchtrieben und scharfsinnig beschrieben wurde und dass er selbst sagte, dass Jackson ihm das Herz gebrochen habe, als er ihn als Freund zurückwies. Sie werden sagen, dass es sich um Rache handelt. Die Anklage wird sicherlich noch einmal auf das Verhalten des Jungen, sowohl im Zeugenstand als auch in dem zuletzt gezeigten Polizeivideo, hinweisen. Sie werden sagen, dass die Geschworenen, wenn sie ihm glauben, für schuldig stimmen müssen. "Die Geschworenen werden diesen Fall nicht leicht entscheiden können", sagte Levenson.

Quellen: AP, Jackson IFC


30. Mai 2005: Freispruch erwartet

Nicht 300, sondern "nur" 50 Zeugen rief die Verteidigung von Michael Jackson auf. Dennoch rechnen die Anwälte des Popstars mit Freispruch - während der Sänger bereits für die Zeit nach dem Prozess plant. Bereits diese Woche könnten sowohl Anklage als auch Verteidigung ihre Schlussplädoyers im Missbrauchprozess gegen Michael Jackson halten. In Aussicht gestellt hatte das Juristen-Team rund um Thomas Mesereau zuvor immerhin 300 mögliche Entlastungszeugen. Dass man nun glaubt, auf sie verzichten zu können, zeigt auch, wie selbstbewusst die Verteidigung ist. So wurde auch auf einen Zeugen-Auftritt des Sängers verzichtet.
Ein Freispruch des Angeklagten ist, so glauben mittlerweile viele Prozessbeobachter in Santa Maria, in greifbare Nähe gerückt. Die Taktik der Anwälte, die Glaubwürdigkeit des angeblichen Jackson-Opfers, das als Beschuldiger auftritt, und dessen Mutter in Zweifel zu ziehen, sei aufgegangen. "Er wird nicht schuldig gesprochen", ist sich "Fox News"-Kommentator Roger Friedman nun sogar sicher. Es gebe einfach zu viele Zweifel an Jacksons Schuld. "Spätestens in zwei Wochen haben wir ein Urteil", glaubt auch Mike Taibbi vom Sender MSNBC. Nach den Schlussplädoyers könnten die Geschworenen - acht Frauen und vier Männer - schon Ende dieser Woche über Jacksons Schicksal entscheiden. Sollten sie dem Star eine Freiheitsstrafe ersparen, werde der dennoch aus dem Blickfeld der US-Öffentlichkeit verschwinden: Der Popstar plane einen Umzug nach Europa oder Afrika, will Roger Friedman erfahren haben. [Joseph Jackson hatte das aber im Gespräch mit Jackson.ch verneint.]

Quellen: Netzeitung, Jackson IFC


26. Mai 2005: Chris Tucker als Zeuge

Schauspieler Chris Tucker begann seine Aussage als letzter Zeuge der Verteidigung am Dienstag um 14 Uhr. Im Gegensatz zu seinem überdrehten Verhalten in "Rush Hour" und anderen Filmen war er im Zeugenstand völlig ruhig und ernsthaft. Er sagte, er habe den Ankläger getroffen, nachdem dessen Vater sich ihm bei der Laugh Factory [Jackson.ch berichtete] vorgestellt und ihn um Unterstützung gebeten hatte.
Er hatte der Familie 1.500 US-$ gegeben, nachdem der Junge zu ihm nach Hause gekommen sei und traurig berichtet habe, eine Comedy-Aktion habe nicht genug Geld eingebracht. Verteidiger Thomas Mesereau Jr. fragte, ob er misstrauisch geworden sei, weil er doch viele Menschen bei dieser Veranstaltung gesehen habe. "Ja, aber ich habe die ganze Zeit gedacht, ich helfe ihm, darum habe ich das einfach getan."
Tucker berichtete den Geschworenen, dass der Junge ihn immer wieder um Geschenke gebeten habe, dass er ihm aber sein Verhalten nachgesehen habe, weil er wusste, dass der Kleine den Krebs besiegt und Familienprobleme hatte. "Er sagt immer: Chris, kauf mir das ... mir geht es nicht so gut."
Tucker sagte außerdem aus, der Junge sei normalerweise raffiniert und gerissen gewesen, wenn er Geld von dem Comedian wollte. Die Familie sei ihm suspekt geworden, als sie am Set eines Films auftauchte, den er in Las Vegas drehte, und sich dann weigerte, wieder zu gehen. Tucker sagte, er habe dann die Spesen und Hotelkosten der Familie gezahlt, aber sie seien auch nach mehreren Wochen noch da gewesen. "Er war wirklich schlau und manchmal gerissen. Die Mutter wiederholte wie verrückt, ich sei ihr Bruder und sie liebten mich. Ich wurde langsam nervös. Ich dachte "Ich muss auf mich aufpassen", denn ich bin berühmt; und manchmal versuchen die Leute einen Vorteil daraus zu ziehen, wenn sie sehen, was man hat. Ich musste mich zurück ziehen."Aber die Familie kam weiter zu ihm nach Hause und rief ihn an.
Er beschrieb die Mutter außerdem als seltsam, als er einmal zustimmte, der Familie einen 14.000 US-$-Truck zu kaufen, wozu sie ihn gedrängt hatten. "Sie fing an, wie verrückt zu weinen. Ich hatte das Gefühl, dass bei ihr etwas psychisch nicht stimmte. Sie fing an, wie verrückt zu weinen. "Chris, du bist wie ein Bruder." Dieses Bruder-Ding immer wieder. Ich hatte das Gefühl, dass etwas nicht stimmte." Die Frau habe auch gesagt, Michael sei wie ein Vater, und habe sich "verhalten, als sei sie besessen".
Tucker sagte, die Forderungen hielten an, als er unter dem Druck der Familie zugesagt habe, ihnen einen Flug nach Miami zu buchen, nachdem sie herausgefunden hatten, dass Michael dort war. Seine Aussage griff den Teil der Anklage an, der behauptete, es sei Michaels Idee gewesen, die Familie nach Miami zu holen, weil er angeblich nicht wollte, dass sie die US-Ausstrahlung des Bashir-Films sehen. Tucker sagte aus, die Familie habe ihn überredet, sie nach Miami mitzunehmen, "denn sie suchten nach Michael", und sie seien weder zu der Reise gezwungen noch gegen ihren Willen dort festgehalten worden.
Als sie an michael jacksons hotelzimmer ankamen, versuchte tucker, michael zu warnen, aber die mutter kam dazwischen. sie zog michael am arm in einen raum und warnte ihn "achte auf uns", er solle vorsichtig sein mit der familie. er sagte, seine sorge habe sich während der reise gesteigert, weil die mutter michael jackson so überschwänglich gepriesen habe. "Verzweifelt erklärte sie, Michael sei der Vater und ich der Bruder. Deswegen nahm ich ihn beiseite und sagte: "michael, da stimmt was nicht." Sie sagte Vater und [der Ankläger] sagte Bruder, und das war alles ein bisschen zu viel."
Der Ankläger hatte ausgesagt, Jay Leno sei sein Lieblings-Comedian, und Leno hat das vor Gericht wiederholt. [Leno sagte, der Junge sei ihm suspekt geworden, als er ihn in Nachrichten auf dem Anrufbeantworter mit Bewunderung überschüttete, die auswendig gelernt klangen. Er sagte, er finde es komisch, dass ein Teenager Fan eines Comedians im mittleren Alter sein sollte.] Tucker sagte, der Junge habe nie andere Berühmtheiten erwähnt und der Vater habe ihm erzählt, er sei der Lieblings-Comedian des Jungen.
Der Schauspieler nahm die Familie außerdem mit in einen Freizeitpark und zum Einkaufszentrum.
Im Kreuzverhör unterstellte Sneddon, Tucker habe die Vertrautheit gefördert, indem er die Familie zur Hochzeit seines Bruders eingeladen habe. Tucker sagte, sie haben sich selbst eingeladen. Sneddon zeigte ein Foto der Familie mit Tucker auf der Hochzeit. Tucker witzelte: "Das ist ein nettes Foto. Kann ich das haben?" Sneddon schnappte zurück: "Das hängt davon ab, ob du ein braver Junge bist."

Quellen: AP, Fox News, MJFC


21. Mai 2005: Schauspielerin und Michaels Verwandte sagten aus

Im Prozess gegen Michael Jackson hat ein Kusin (12) von MJ gegen den Ankläger ausgesagt. Der Junge, der Jackson sexuellen Missbrauch vorwirft, habe auf der Neverland-Ranch Wein und Geld gestohlen, heimlich einen Porno-Kanal geschaut und dabei masturbiert.
Den Diebstahl will auch die vier Jahre ältere Schwester gesehen haben. Den Wein hätten der Kläger und sein Bruder an sich genommen, als Jackson gerade im Bad war und ein Angestellter eine Flasche in sein Zimmer brachte, sagte der Kusin. Als er die Flasche das nächste Mal gesehen habe, sei sie angebrochen gewesen.
Der Kusin sagte weiter aus, er habe gesehen, wie die Besucher mehrere Schubladen durchwühlten und Geld herausnahmen. Er selbst habe an diesem Abend in Jacksons Bett übernachtet. Auf Nachfrage des Staatsanwalts bestätigte der Zwölfjährige, dass er dies öfter getan habe.
Neben Jacksons Verwandten trat die Schauspielerin Vernee Watson Johnson in den Zeugenstand, die vor fünf Jahren von der Familie des damals krebskranken Hauptbelastungszeugen um Hilfe gebeten worden war. Johnson erklärte, die Mutter des Jungen habe sie gebeten, Spenden zur Behandlung seiner Krankheit einzutreiben. Ein Sonderkonto habe die Frau dafür aber nicht einrichten wollen, vielmehr habe sie erklärt, die Spenden sollten auf ihr eigenes Konto fließen. Johnson sagte, sie habe der Sache daraufhin nicht mehr getraut und ihre Unterstützung beendet.

Quellen: Spiegel Online, Jackson IFC


21. Mai 2005: Sozialarbeiterin hilft Verteidigung

Im Missbrauchsprozess gegen Michael Jackson hat eine Sozialarbeiterin den King of Pop mit ihrer Aussage entlastet. Als Mitarbeiterin das Jugendamtes von Los Angeles habe sie im Jahr 2003 ein Gespräch mit dem damals 13jährigen Kläger geführt, sagte Irene Peters am vergangenen Dienstag vor dem Gericht im kalifornischen Santa Maria. Der Junge habe seinerzeit beteuert, Michael Jackson habe ihn "nie angefasst", sagte die Zeugin. Er habe sogar erklärt, nie mit dem Popstar im selben Bett geschlafen zu haben.
Peters sagte weiter aus, auch die Mutter des angeblichen Missbrauchsopfers habe sich seinerzeit nur lobend über Jackson geäußert und betont, zwischen ihrem Sohn und dem Musiker sei nichts "Ungehöriges" vorgefallen. "Sie sagte immer, Michael sei für ihre Kinder wie ein Vater", sagte Peters dem Gericht. Die Frau habe den Sozialarbeitern Videos gezeigt, auf denen Jackson und ihre Kinder gemeinsam Schwäne anschauten. "Sie sagte damals, sie wolle uns zeigen, wie umsichtig und liebevoll Michael ist."
In ihren Bericht habe sie damals geschrieben, aufgrund der vorliegenden Informationen entbehrten die Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson jeder Grundlage, sagte Peters weiter. Die Mutter des inzwischen 15jährigen Klägers hatte in ihrer Aussage angegeben, sie sei vor dem Gespräch mit den Sozialarbeitern von Mitarbeitern des Sängers zum Lügen gezwungen worden.

Quellen: FAZ.net, AFP, Jackson IFC


21. Mai 2005: Weitere Aussagen für Michael

Zwei Hausangestellte von Michael Jackson haben den Aussagen des Jungen widersprochen, der den Popsänger des Missbrauchs bezichtigt. Sie warfen der Familie des angeblichen Opfers vor, selbst Alkohol und Sexmagazine in die Jackson-Villa eingeschmuggelt zu haben. Ein Wachmann erklärte, er habe den Bruder des mutmaßlichen Opfers mit einer Flasche Wein im Rucksack erwischt. Ein Dienstmädchen sagte aus, dass sie im Rucksack des Bruders Sexmagazine gesehen habe.
Die Zeugen wurden auf Antrag der Verteidigung verhört. Außerdem versuchten die Anwälte Jacksons, die Aussage der Familie des möglichen Opfers zu erschüttern, sie sei gegen ihren Willen auf Jacksons Neverland-Ranch festgehalten worden. Eine Kieferorthopädin erklärte, bei einem Termin der Familie des Jungen in ihrer Praxis habe es dafür keine Anzeichen gegeben. Während eines Behandlungstermins der Mutter zu dem Zeitpunkt, als sie angeblich von Jackson festgesetzt worden sei, habe sie keineswegs einen verängstigten Eindruck gemacht. Gelegenheit, um Hilfe zu bitten, habe es durchaus gegeben. Sie hätte die Praxis außerdem problemlos aus freien Stücken verlassen können. Dies habe sie aber nicht in Anspruch genommen.

Quellen: FAZ.net, AFP, Jackson IFC


21. Mai 2005: Kings und Viners Aussage nicht zugelassen

Als nicht für den Prozess relevant hat Richter Melville am vergangenen Donnerstag die geplante Aussage von Late-Night-Talker Larry King zurückgewiesen. Der hatte über den Ex-Anwalt der Klägerfamilie sprechen wollen. Richter Rodney Melville entschied nach einer ersten Anhörung, dass Kings Aussage nicht prozessrelevant sei. Der Late-Night-Talker wollte für die Verteidigung in den Zeugenstand treten.
Melville hörte sich zunächst Kings Beschreibung einer Unterhaltung mit einem früheren Anwalt der Klägerfamilie an. Dabei waren die Geschworenen nicht zugegen. Der CNN-Talk-Master ("Larry King Live") sagte dabei, der Anwalt Larry Feldman habe ihm mitgeteilt, der Mutter des gegen Jackson klagenden Jungen gehe es nur ums Geld, und habe die Frau als "Spinnerin" bezeichnet.
Feldman hatte in einer Aussage für die Anklage bereits Anfang April erklärt, er habe niemals mit irgendjemandem über seine Mandanten gesprochen. Im Anschluss an Melvilles Entscheidung, die Aussage nicht zuzulassen, verließ King das Gerichtsgebäude im kalifornischen Santa Maria. Der Richter ließ auch die Aussage des Fernsehproduzenten Michael Viner nicht zu, der bei dem Gespräch zwischen King und Feldman dabei war. Laut King wollten beide den Anwalt bei dem Treffen dazu bewegen, in Kings Fernsehshow aufzutreten.

Quellen: Netzeitung, Jackson IFC


16. Mai 2005: Michaels Aussagen auf dem Video

In den Ausschnitten aus Martin Bashirs Material, die vor Gericht gezeigt wurden [Jakcson.ch berichtete] erklärte Michael Jackson, er sei nicht "seltsam", und sagt, er fühle sich Kindern näher, denn Erwachsene hätten ihn im Stich gelassen. "Von Kindern wurde ich nicht betrogen oder hintergangen", sagte er. "Erwachsene haben mich im Stich gelassen."
Die Verteidigung zeigte den Geschworenen das Video nach der Aussage von Macaulay Culkin. Es zeigte Michaels Erklärung, warum er die Neverland Ranch gebaut hat; ein Ort, an dem er sich mit Kindern sicherer fühlte als mit Erwachsenen.
"Ich bin nicht verrückt", sagte Michael. "Ich bin sehr gewieft. Man kommt nicht so weit, wenn man verrückt ist.
Michael zählte außerdem zehn Dinge auf, die er am meisten liebt:
"Ich liebe Unschuld." Michael sprach von seiner reinen Liebe gegenüber Kindern und sagte, dass er sich lieber die Pulsadern aufschneiden würde als ein Kind zu verletzen.
"Ich liebe es aufzutreten." Michael sagte, er fühle sich in der Öffentlichkeit nur richtig wohl, wenn er auf der Bühne steht.
"Ich liebe alle Leute." Michael fügte hinzu, es mache es schmerzhafter, wenn die Leute Lügen weiter verbreiten.
"Ich liebe den blauen Himmel."
"Ich liebe Züge." Ein schöner Mini-Zug fährt um Neverland herum, und eine normal große Dampfeisenbahn fährt die weiteren Strecken.
"Ich liebe Kunst." Diejenigen, die das Glück hatten, Neverland besuchen zu dürfen, waren wohl überwältigt von der reichhaltigen Auswahl an Kunstwerken.
"Ich liebe es zu lesen." Michael sagte, seine Lieblingsautoren schließen William Wordsworth, Hemingway und Tennessee Williams ein. Die Geschworenen hatten schon früher gehört, dass Michael eine große Büchersammlung in seiner Bibliothek habe.
"Ich liebe Weisheit." Michael sagte, dass er viel aus Büchern aufnehme und oft nachdenke, wenn er sich in seinem Lieblingsbaum - dem "Giving Tree" - auf Neverland ausruhe.
"Ich liebe Italiener."
"Ich liebe Silberrückengorillas." Michael erwähnte sie, als er von seinem Besuch im Berliner Zoo vor ein paar Jahren berichtete und fügte hinzu: "Ich könnte ihnen den ganzen Tag lang zusehen."

Quellen: abcnews.go.com, MJFC


16. Mai 2005: Auskunft von Raymone Bane

Jacksons Sprecherin Raymone Bane sagte vor dem Gerichtsgebäude, die Zeugenvernehmung von Seiten der Verteidigung werde voraussichtlich noch etwa acht bis zehn Wochen in Anspruch nehmen. Der Popstar leide sehr darunter, als Verbrecher dargestellt zu werden; der Prozess habe seinem Ansehen bereits geschadet. Zudem sei Jackson gesundheitlich sehr angeschlagen. Er habe Rückenschmerzen und sei "körperlich sehr ermüdet". Er wünsche sich, dass der Prozess bald zu Ende sei, damit er sein normales Leben wieder aufnehmen könne. "Er will wieder tun, was er immer getan hat: Die Menschen glücklich machen", sagte Bane.

Quellen: Welt, Jackson IFC


16. Mai 2005: Mac sagte aus

Der einstige Kinderfilmstar Macaulay Culkin hat am Mittwoch die gegen Michael Jackson erhobenen sexuellen Missbrauchsvorwürfe als "absolut lächerlich" bezeichnet. Der Pop-Star habe ihn "niemals" belästigt, betonte der Hauptdarsteller aus dem Kino-Hit "Kevin - Allein zu Haus" vor Gericht. Bei seinen zahlreichen Besuchen auf Jacksons Neverland-Ranch hätten sich die beiden gelegentlich ein Bett geteilt. Der Sänger habe ihn aber nie in einer sexuellen Weise berührt. Auch habe er nie gesehen, dass Jackson mit anderen Jungen "irgendetwas Unanständiges" angestellt habe, fügte der inzwischen 24-Jährige hinzu.
"Wir hatten eine wirklich enge Beziehung", sagte Culkin. Jackson habe den Druck nachvollziehen können, dem ein Kinderstar ausgesetzt sei. "Wir haben uns irgendwie verstanden", sagte Culkin, der gerade mal mit neun und zehn Jahren durch seine Filme zu einem der reichsten und berühmtesten Prominenten avancierte. (Jackson startete seine Pop-Star-Karriere mit fünf Jahren.) Nach Culkin werden noch eine Reihe weiterer Prominente im Zeugenstand erwartet, die zu Gunsten des Musikers aussagen sollen.

Quellen: Netzeitung, Jackson IFC


16. Mai 2005: Geragos sagt für Michael aus

Der bekannte amerikanische Anwalt Geragos hat Michael Jackson vor Gericht entlastet. Er bescheinigte ihm eine "fast kindliche Liebe" zu kleinen Jungen. Im Missbrauchsprozess gegen Popstar Michael Jackson ist der amerikanische Staranwalt Mark Geragos als Zeuge aufgetreten. Jackson sei eine leichte Beute für Erpresser geworden, sagte der Jurist, der den Sänger fast ein Jahr lang vertreten hatte. Der Star habe ihm versichert, dass er mit Kindern, die in seinem Bett schliefen, keinen Sex gehabt habe, sagte Geragos. Nach Ermittlungen über die Familie des Jungen, der den Sänger jetzt des Missbrauchs beschuldigt, sei er aber beunruhigt gewesen, so der Anwalt. Laut Geragos sei die "Katastrophe" absehbar gewesen. Jackson hätte sich von der Familie fernhalten sollen. "Ich sah einen Mann, der in seiner Liebe zu Kindern fast kindlich war", erklärte Geragos. Dadurch sei der Sänger eine leichte Zielscheibe für Anschuldigungen geworden. Geragos konnte seine Aussage am Wochenende nicht zu Ende führen. Er wird am 20. Mai erneut vor Gericht auftreten.

Quellen: Netzeitung, Jackson IFC


16. Mai 2005: Neverland-Manager und Sicherheits-Koordinatorin nehmen Michael in Schutz

Michael Jackson ist von dem langjährigen Manager seiner Neverland-Ranch in Schutz genommen worden. Er habe keine Anweisungen erhalten, die Familie des angeblichen Missbrauchopfers auf dem Anwesen gegen deren Willen festzuhalten, gab Joe Marcus vor dern Geschworenen in Santa Maria, Kalifornien, zu Protokoll. Die Mutter des heute 15-jährigen Beschuldigers hatte als Zeugin aussagt, sie seien von Jackson und dessen Helfern quasi gefangen gehalten worden.
Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrer Beweisführung eine schriftliche Anweisung für die Neverland-Wachleute präsentiert, wonach der Junge und sein Bruder die Ranch nicht alleine verlassen sollten. Dies sei zum Schutz der Jugendlichen erfolgt, sagte Marcus nach Angaben der Los Angeles Times. Die minderjährigen Brüder wären zuvor durch ihr wildes Verhalten und unerlaubte Fahrten in Ranch-Fahrzeugen aufgefallen. Er habe mit der Anweisung verhindern wollen, dass sie möglicherweise auf die Straße gelangten.
Im Kreuzverhör mit der Staatsanwaltschaft räumte der Manager ein, dass Jackson mit einigen Jungen, darunter seinem Beschuldiger und Ex- Kinderstar Macaulay Culkin, eine besonders enge Beziehung entwickelt habe. Er habe aber auch weibliche Freunde gehabt, fügte Marcus hinzu. Auf Nachfrage der Anklage nannte er zögerlich Schauspielerin Elizabeth Taylor und Sängerin Liza Minnelli. Marcus gab auch zu, dass er bei einer Razzia auf Neverland in 2003 nicht die Wahrheit gesagt habe, als ihn Polizisten danach fragten, ob Kinder in Jacksons Schlafzimmer übernachten würden. Er hatte dies damals verneint.
Jacksons Sicherheitskoordinatorin auf der Neverland-Ranch, Violet Silva, beschrieb das angebliche Missbrauchsopfer des Sängers und dessen Bruder als missratene Kinder, die ohne Erlaubnis wild mit Golfwagen auf der Ranch herumgekurvt seien und überall Müll wegwarfen. Auch sie widersprach der Darstellung der Anklage, die Familie des angeblichen Opfers sei gegen ihren Willen auf der Ranch festgehalten worden.

Quellen: dpa, Welt, Jackson IFC


16. Mai 2005: Bashirs Material hilft Michael

Michael Jackson ist von dem britischen Journalisten Martin Bashir in Videoaufnahmen als guter Vater mit einer "unglaublichen" Beziehung zu Kindern gepriesen worden. Wie der amerikanische Sender CNN am Donnerstag berichtete, wurden der Jury in Santa Maria,Kalifornien, ein drei Stunden langes bisher nicht veröffentlichtes Interview gezeigt, die im Rahmen einer Aufsehen erregenden britischen Dokumentation in den Jahren 2002 und 2003 entstanden waren. Jacksons Verteidiger werfen Bashir vor, er habe den Sänger in dem langen Gespräch Sympathie vorgegaukelt, ihn dann aber in der fertigen Sendung in ein schlechtes Licht gerückt.
Während des langen Interviews spricht Jackson über seine "reine" Liebe für Kinder und sein humanitäres Engagement für bedürftige und kranke Kinder. "Ich würde mir eher die Pulsadern aufschneiden, als einem Kind Schaden zuzufügen", antwortet der Sänger auf die Frage, ob er je ein Kind belästigt habe. Richter Rodney Melville hatte der Verteidigung gegen den Einspruch der Staatsanwaltschaft grünes Licht gegeben, der Jury das Interview zu zeigen. Prozessbeobachter sehen darin Jacksons Chance, sich im positiven Licht vor der Jury zu präsentieren, ohne notwendigerweise in den Zeugenstand zu treten.

Quellen: FAZ.net, Jackson IFC


16. Mai 2005: Geld-Betrug und die angebliche Freiheitsberaubung

Michael Jackson wurde nach Aussage eines Zeugen von seinen Mitarbeitern um fast eine Million Dollar betrogen. David LeGrand sagte am Donnerstag vor Gericht, zwei Angestellte auf der Neverland-Ranch, die gemeinsam die Familie eines angeblich missbrauchten Jungen auf dem Gelände festgehalten haben sollen, hätten Zugriff auf Jacksons Konten gehabt. "Ich habe jeden verdächtigt", sagte LeGrand, ein Anwalt aus Las Vegas. "Es schien, als wollte jeder auf die eine oder andere Art von Michael Jackson profitieren." Er sei gerufen worden, um Ordnung in Jacksons Finanzen zu bringen. Von Jacksons Mitarbeiter Ronald Konitzer habe er in einem Brief Informationen über den Verbleib von 965.000 Dollar (755.000 €uro) gefordert. Kurz danach sei er entlassen worden.
LeGrand sagte, er habe auch die Mutter des Anklägers auf Neverland getroffen. Sie habe zufrieden gewirkt und gesagt, ihre Kinder hätten viel Spaß. LeGrand räumte ein, Jackson sei besorgt über die Fernsehdokumentation gewesen, allerdings nicht wegen möglicher Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegen ihn. "Er wollte die Bilder seiner Kinder unkenntlich machen, bevor der Film gesendet wurde", sagte LeGrand.
Die Verteidigung bemühte sich unterdessen, einen nicht angeklagten Mitarbeiter Jacksons als Zeugen zu hören, der die Familie des möglicherweise missbrauchten Jungen auf der Ranch festgehalten haben soll. Die Anwälte Jacksons erklärten dem Gericht schriftlich, die Staatsanwaltschaft wolle Vincent Amen nicht mehr als Zeugen hören, weil er der Familie des Jungen widerspreche. Amen ist einer von fünf Mitarbeitern Jacksons, die die Familie auf der Ranch bedrängt haben sollen.

Quellen: AP, Jackson IFC


10. Mai 2005: Michael wird verteidigt

Michael Jackson ist von je zwei Müttern und Schwestern angeblicher Opfer in Schutz genommen worden: Der Popstar verfüge über eine "sehr reine Liebe für Kinder", sagte eine der Zeuginnen. Joy Robson und Marie Lizbeth Barnes unterstrichen die Aussagen ihrer inzwischen erwachsenen Söhne, dass die Jungen bei ihren Besuchen auf Jacksons Neverland-Ranch nicht belästigt wurden. Sie habe gleich "Vertrauen" zu Jackson gehabt, sagte Joy Robson gestern vor der Jury im Gericht von Santa Maria in Kalifornien. Die Schwestern der Männer hatten Jackson ebenfalls entlastet. Sie habe häufig mit dem Sänger und ihrem Bruder im Bett des Popstars gespielt, ohne dass dabei etwas Unanständiges passierte, wurde Chantal Robson in der Los Angeles Times zitiert.
Karlee Barnes bezeichnete frühere Jackson-Mitarbeiter, die für die Anklage angebliche Belästigungen beschrieben hatten, als "Lügner". Jackson habe in den 90er Jahren viele Nächte allein mit den Jungen in einem Bett geschlafen, sagten die vier Frauen gestern vor Gericht. Übereinstimmend erklärten sie, sein Verhalten dabei niemals als unangebracht empfunden zu haben. "Seine Liebe zu Kindern ist sehr rein", sagte eine der Mütter. "Ihn zu kennen heißt, ihn zu lieben und ihm zu vertrauen."
Die Anklage deutete an, die Zeugen könnten durch Jacksons Reichtum und Ruhm geblendet sein. Beide Familien wohnen während der Verhandlungen auf Jacksons Neverland-Ranch. Wade Robson, 22, und der eigens aus Australien angereiste Brett Barnes, 23, hatten bereits zuvor jedwede Belästigung durch den King of Pop vehement abgestritten. Die Anklage hatte beide als Missbrauchsopfer des Sängers dargestellt.
Eine frühere Haushälterin gab an, den Popstar und den jungen Robson beim gemeinsamen Duschen gesehen zu haben. Er habe bei seinen mehr als 20 Besuchen auf Neverland nie mit dem Popstar geduscht, konterte der Tänzer und Choreograf, der als Kind in einigen Jackson-Musikvideos mitwirkte. Ex-Kinderstar Macaulay Culkin, der Augenzeugen zufolge von Jackson unsittlich berührt wurde, wird in der kommenden Woche im Zeugenstand erwartet. Prozessbeobachter rechnen damit, dass er - wie in früheren Fernsehinterviews - seine Freundschaft mit Jackson als harmlose Beziehung darstellen wird.

Quellen: Spiegel Online, Jackson IFC


10. Mai 2005: Zeugen der Verteidigung

Mit zwei jungen Männern im Zeugenstand, die jede Belästigung durch Michael Jackson vehement zurückwiesen, hat die Verteidigung ihre Beweisaufnahme eröffnet. Er sei zu keinem Zeitpunkt von Jackson unsittlich berührt worden, gab der 22 Jahre alte Wade Robson vor den Geschworenen im kalifornischen Santa Maria zu Protokoll. Auch Brett Barnes (23), der aus Australien als Zeuge angereist war, wies nach Angaben der Los Angeles Times sexuellen Mißbrauch durch den Sänger zurück. Die Anklage hatte in der vergangenen Woche diese beiden Männer als Belästigungs-Opfer dargestellt, als sie im Kindesalter häufig auf Jacksons Neverland-Ranch zu Gast waren. Als weiterer Zeuge wird der frühere Kinderstar Macaulay Culkin im Missbrauchprozess gegen Jackson erwartet. Zeugen der Anklage hatten von unsittlichen Handlungen zwischen Jackson und dem Schauspieler in den 90er Jahren berichtet.
Thomas Mesereau präsentierte die ersten Zeugen, nachdem sein Antrag auf Einstellung des Verfahrens am Vortag erwartungsgemäß gescheitert war. Die Verteidigung hatte beim Gericht beantragt, Jackson aus Mangel an Beweisen freizusprechen. Sein angebliches Missbrauchsopfer habe keine glaubwürdige Aussage geliefert, um die Vorwürfe gegen den Sänger zu unterstützen, zitierte die Los Angeles Times aus dem Antrag der Verteidigung. Die Mutter des Teenagers wurde als "bizarre" Zeugin beschrieben. Andere wichtige Zeugen der Anklage, darunter Jacksons frühere Ehefrau Debbie Rowe, hätten "selbstzerstörerische" Aussagen gemacht, hieß es weiter. Richter Rodney Melville argumentierte, dass die Geschworenen am Ende über die Glaubwürdigkeit der Zeugen zu entscheiden haben. Nach zehnwöchigen Zeugenvernehmungen hatte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch ihre Beweisführung abgeschlossen. Viele Justizexperten sprachen von einem schwachen Finale einer von Problemen gekennzeichneten Beweisführung seitens der Anklage.

Quellen: FAZ, Jackson IFC


10. Mai 2005: Letzte Zeugen der Anklage

Im Missbrauchsprozess gegen Michael Jackson hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag in letzter Minute einen neuen Zeugen präsentiert. Von der Vernehmung des früheren künstlerischen Assistenten von Jackson, Rudy Provencio, erhofft sich die Anklage offenbar neue wichtige Aussagen, nachdem sie einige Rückschläge hinnehmen musste. Ursprünglich sollte die Beweisaufnahme der Anklage am Dienstag beendet werden. Zuvor hatte ein Buchhaltungsexperte vor dem Gericht im kalifornischen Santa Maria erklärt, Jackson sei zur Zeit des angeblichen Mißbrauchs eines 13 Jahre alten Jungen hoch verschuldet gewesen. Ein weiterer Zeuge der Anklage rückte zudem die Aussage von Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe in ein kritisches Licht: Rowe habe den Sänger bei einer Polizeivernehmung zu den Missbrauchsvorwürfen im vergangenen März als "Soziopathen" bezeichnet, sagte der Polizist Steve Robel am Dienstag aus. Rowe habe im Laufe der Vernehmung gesagt, Jackson betrachte seine Kinder als "Besitztümer". Zu keinem Zeitpunkt der Vernehmung habe Rowe den Popstar als großzügigen oder guten Vater dargestellt, sagte Robel.
Provencio erschien braun gebrannt und gelassen vor Gericht. Mit teilweise launigen Bemerkungen brachte er die Geschworenen und den Vorsitzenden Richter Rodney Melville zum Schmunzeln. Seine Befragung sollte am Mittwoch fortgesetzt werden. Amerikanischen Medien zufolge weiß Provencio, der von 2001 bis 2003 für den Popstar arbeitete, viel über dessen Umgebung und könnte die Strategie der Staatsanwaltschaft stützen. Der Buchhaltungsexperte John Duross O'Bryan erklärte, Jackson habe zwischen 1999 und 2003 weit über seine Verhältnisse gelebt. Insgesamt seien die Schulden des King of Pop auf rund 224 Millionen Dollar gestiegen. Jackson habe jährlich "20 bis 30 Millionen Dollar" mehr ausgegeben als er verdient habe.
Die Staatsanwaltschaft will damit die These untermauern, dass Jackson auch wegen seiner verzweifelten Finanzlage die Entführung des Jungen und seiner Familie geplant habe. Er sei in Panik gewesen, weil gerade eine TV-Dokumentation ausgestrahlt worden war, in der er zugab, mit Jungen in einem Bett zu schlafen. Jacksons Verteidiger betonte dagegen, der Popsänger hätte einfach auf Konzerttournee gehen können, um seine Schulden zu begleichen. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, neue Produkte unter seinem Namen oder seinen Anteil an dem Unternehmen Sony zu verkaufen. Ein Prozessbeobachter, der frühere Staatsanwalt Craig Smith, sagte anschließend, die Verbindung zwischen Jacksons Finanzproblemen und einer geplanten Entführung sei ein zu "großer Sprung in der Logik".

Quellen: FAZ, Jackson IFC


10. Mai 2005: Den Geschworenen wurden alte Foto-Bände vorgelegt

Im Prozess gegen Michael Jackson sind den Geschworenen zwei Bücher mit Fotos von spielenden nackten Jungen gezeigt worden. Die Bücher waren 1993 von der Polizei in Los Angeles im Schlafzimmer des King of Pop beschlagnahmt worden. Richter Rodney Melville erlaubte der Anklage, die Bücher als Beweismittel geltend zu machen. Die Verteidigung hatte zuvor Einspruch eingelegt. Die Verteidigung hatte geltend gemacht, dass der Fund der Bücher zu lange her sei, um für den Fall Bedeutung zu haben. Die Gesetze in Kalifornien lassen derartige Beweismittel zu, wenn sie auf eine Neigung des Anklagten zu Kindesmissbrauch hindeuten können.
Den Geschworenen wurden die Einbände der beiden Bücher gezeigt, während die Polizistin Rosibel Smith im Zeugenstand aussagte. Sie hatte die Bildbände in einem verschlossenen Aktenschrank im Schlafzimmer Jacksons gefunden. Eines der Bücher zeigte ein Bild hellhaariger Jungen in Badekleidung, die ins Wasser springen. Auf das Buch hatte Jackson geschrieben: "Schaut euch den wahren Geist von Glück und Freude in den Gesichtern dieser Jungen an, das ist der Geist der Kindheit, ein Leben, das ich nie hatte und von dem ich immer träumen werde. Das ist das Leben, das ich für meine Kinder will." Den Geschworenen wurde auch der Einband des zweiten Buchs mit dem Titel "The Boy: A Photographic Essay" [Der Junge: Ein fotografischer Aufsatz] gezeigt. Eine Aufschrift lautete: "Für Michael von deinem [Herzsymbol] Fan, XXXOOO Rhonda". Sie war auf das Jahr 1983 datiert.
Die Polizeibeamte Smith sagte, in beiden Büchern seien "spielende, schwimmende, springende" Jungen zu sehen. Richter Melville erklärte, einige Bilder in den Büchern könnten als pornografisch interpretiert werden. Staatsanwalt Ron Zonen sagte, das eine Buch bestehe zu rund 90 Prozent aus Bildern von nackten Jungen, das andere zu 10 Prozent.

Quellen: Spiegel Online, Jackson IFC


10. Mai 2005: Brasilien-Flug geplant

Eine Reisebüromitarbeiterin hat im Kindesmissbrauchsprozess gegen Michael Jackson bestätigt, dass die Familie des Hauptbelastungszeugen nach Brasilien geflogen werden sollte. Sie habe von Jacksons Mitarbeitern den Auftrag erhalten, Tickets für einen Hinflug am 1. März 2003 für den Jungen und seine Familie zu buchen, sagte die Frau vor Gericht. Die Reise sei jedoch kurz vorher ohne Angabe von Gründen abgesagt worden. Die Reiseverkehrskauffrau erklärte weiter, sie habe die Familie des Jungen nie persönlich getroffen und sich im Auftrag von Jacksons Mitarbeiter Marc Schaffel um die Flugreise gekümmert.
Mit der Aussage der Zeugin wollten die Ankläger ihren Vorwurf untermauern, Jackson habe den Jungen und seine Familie entführen und für unbestimmte Zeit nach Brasilien bringen wollen. Am 6. Februar 2003 war die TV-Dokumentation ausgestrahlt worden, in der Jackson erstmals öffentlich eingeräumt hatte, häufig mit Kindern in einem Bett zu schlafen.

Quellen: AFP, Jackson IFC


10. Mai 2005: Michael als Zeuge?

Michael Jackson könnte in dem Prozess gegen ihn möglicherweise selbst als Zeuge aufgerufen werden. Jacksons Anwalt Thomas Mesereau sei dafür bekannt, seinen Mandanten Gelegenheit zu geben, sich selbst zu verteidigen, sagte die zu Jacksons Anwältsteam zählende Debra Opri am Mittwoch im US-Fernsehsender Fox News. "Ich glaube wirklich, Michael Jackson wird diese Chance ergreifen, um seinen in dem Verfahren beschädigten Ruf wiederherzustellen", sagte Opri.

Quellen: AFP, Jackson IFC


10. Mai 2005: Debbie preist Michael vor Gericht

Den mit Spannung erwarteten Auftritt von Debbie Rowe als Zeugin im Prozess gegen Michael Jackson hatte sich die Staatsanwaltschaft anders vorgestellt. "Debbie Rowe wird Ihnen sagen, dass auch ihr Interview völlig vorgegeben war, so wie das der Mutter des Klägers", hatte sich Staatsanwalt Tom Sneddon vor Beginn der Aussage zitieren lassen. Er ging davon aus, die Aussage von Jacksons Ex-Frau würde bestätigen, dass Jackson und seine Mitarbeiter nach Ausstrahlung der umstrittenen Dokumentation "Living With Michael Jackson" Interviews erzwungen hatten, die das Image des Sängers retten sollten.
Doch es kam anders: "Ich wollte verhindern, dass irgendjemand zu mir kommt und sagt, das Interview war geprobt. Und wie Mr. Jackson weiß, lasse ich mir von niemandem vorschreiben, was ich sagen soll", sagte Rowe im Zeugenstand. Sie sagte weiter, dass ihr zwar eine Liste mit Fragen zur Vorbereitung angeboten worden sei, doch dass sie vorgezogen habe, diese gar nicht erst anzusehen. Sneddons Mitarbeiter Ron Zonen fragte Rowe daraufhin, was sie sich davon versprochen habe, das Interview überhaupt zu geben. Rowe antwortete unter Tränen: "Wieder mit meinen Kindern zusammen zu sein und mit ihrem Vater wieder Kontakt aufzunehmen."
Rowe räumte allerdings ein, sie habe teilweise gelogen, als sie in dem Video Jackson als einen hervorragenden Vater pries. Dem US-Sender CNN zufolge bezeichnete sie Jackson unter Tränen als ihren "Freund". Der Popstar habe sie im Frühjahr 2003 am Telefon persönlich darum gebeten, an einem Entlastungs-Video mitzuwirken, sagte die 46-jährige Mutter seiner beiden Kinder Paris und Prince Michael vor dem Gericht von Santa Maria. Sie habe dafür weder Geld erhalten, noch seien ihr konkrete Versprechungen gemacht worden. Prozessbeobachtern zufolge wirkte die Frau anfangs nervös und vermied zunächst jeden Blickkontakt mit Jackson. Der Popstar soll ihre Ausführungen regungslos verfolgt haben.
Auch ein früherer Video-Produzent Jacksons widersprach als Zeuge der Behauptung der Anklage, dass die Mutter des mutmaßlichen Jackson-Opfers bei den Aufnahmen für das Entlastungsvideo unter den wachsamen Augen von Jacksons Helfern bereits fertige Texte ablesen musste. Die Frau habe bei den Dreharbeiten ohne Skript geredet, zitierte der US-Sender FoxNews den Produzenten. Rowe führte weiter aus, dass sie "nie zusammen lebten". Nach ihrer Trennung habe sie sich mit Jackson zunächst darauf geeinigt, dass sie ihre Kinder alle 45 Tage für acht Stunden sehen dürfe. Wegen häufiger Reisen der Kinder mit dem Vater sei dies aber oft nicht möglich gewesen.
Unter Tränen kritisierte die 46-Jährige jedoch am Tag darauf Jacksons Umfeld. Vor dem Gericht im kalifornischen Santa Maria bezeichnete Rowe Jacksons Helfer als "opportunistische Geier", die den Popstar ausnutzen würden. Rowe bekräftigte ihre überraschende Aussage vom Vortag, dass sie von Jackson nicht gedrängt worden sei, sich positiv über den Popstar zu äußern. In einem Entlastungsvideo habe sie aus freien Stücken gut über Jackson geredet. Rowe räumte jedoch ein, dass sie Jackson einen Gefallen tun wollte und darauf hoffte, ihre Kinder wiederzusehen. Zum Zeitpunkt des Interviews im Frühjahr 2003 hatte sie die gemeinsamen Kinder Paris und Prince Michael schon zweieinhalb Jahre nicht mehr besuchen dürfen. Rowe hatte 2001 das Sorgerecht für die jetzt sieben und acht Jahre alten Kinder an den Sänger abgetreten.

Quellen: N24, dpa, Spiegel Online, Jackson IFC


05. Mai 2005: Befragung zu Ende

Die Anklage ist nun am Ende ihrer Zeugenbefragung angelangt. Daraufhin hat die Verteidigung einen Antrag eingereicht, den Fall wegen Mangel an Beweisen fallen zu lassen. Der Richter wird heute darüber entscheiden. Experten erwarten allerdings einen ablehnenden Bescheid.

Quelle: ZDF


28. April 2005: Anwalt Oxman geht

Michael Jacksons Verteidiger informierten den Richter und die Anklage am Montag in einem Schreiben über den Weggang des Anwalts Brian Oxman. Dieser Weggang trat letzten Donnerstag in Kraft. Das Schreiben enthielt keine Begründung, und Oxman hat keinen Kommentar abgegeben.
Nach der Sitzung am Montag haben angeblich mehrere Reporter gesehen, wie Oxman eine angeregte Unterhaltung mit Hauptverteidiger Thomas Mesereau Jr. hatte und sich die beiden danach umarmten.
Andere Gerüchte besagen, Mesereau sei mit Oxmans Arbeit nicht zufrieden gewesen und habe ihn deswegen gefeuert. Sie sollen sich öffentlich angeschrien haben.
Letzten Monat musste Oxman wegen Lungenentzündung vom Gericht ins Krankenhaus gebracht werden. Am Tag seiner Rückkehr, hatten Michael Jackson und seine Mutter Katherine ihn mit Umarmungen willkommen geheißen.

Quellen: AP, Fox News, Roger Friedman, MJFC


27. April 2005: MJ Meeting Zürich - Samstag, 30 April

Du bist herzlich eingeladen zu unserem Meeting in Zürich!

WANN: Samstag, 30. April 2005
WO: Restaurant Weisser Wind, Zürich
ZEIT: ab 19.00 Uhr

TREFFPUNKT HAUPTBAHNHOF ZÜRICH: Meeting Point, Abmarsch spätestens 19.00 Uhr.

++ Gewinne eine von 5 Moonwalker DVDs!

++ Exklusive CH-Vorführung vom 45 minütigen Geraldo Interview mit Michael Jackson (Januar 2005, Fox News TV)

Weiter werden wir ein Abendessen einnehmen und uns etwas unterhalten.

DU MÜSSTEST ALLEINE KOMMEN?
Niemand von deinen Freunden möchte dich zu einem MJ-Meeting begleiten? Kein Problem, die meisten MJ Fans sind offene Leute, du wirst schnell Kontakte knüpfen!
Wir werden einen speziellen Tisch kennzeichnen ("Ich bin neu!"), wo du dich zu anderen Leuten setzen kannst, welche ebenfalls niemanden kennen!


27. April 2005: Debbie Rowe

Angeblich soll Debbie Rowe, Michael Ex-Frau und Mutter von Paris und Prince, noch diese Woche als Zeugin der Anklage auftreten.


27. April 2005: Entführungsvorwurf

Ein ehemaliger Wachmann auf der Neverland-Ranch hat mit seiner Aussage Vorwürfe bestätigt, wonach das angebliche Missbrauchsopfer das Anwesen nicht verlassen durfte. Es habe eine entsprechende Anweisung für die Sicherheitskräfte gegeben, sagte der Mann. Der Aussage des Zeugen zufolge gab es im Winter 2003 zeitweise eine Dienstanweisung, nach welcher der damals 13-jährige Junge, der Jackson jetzt des Missbrauchs beschuldigt, das Anwesen nicht verlassen durfte. Im Kreuzverhör mit Jacksons Verteidigern räumte der Zeuge aber ein, dass dies den üblichen "Ranch-Vorschriften" entsprach. Danach sollten minderjährige Besucher, die nicht von ihren Eltern begleitet wurden, zu ihrer eigenen Sicherheit das eingezäunte Anwesen nicht allein verlassen.
Bei dem Zeugen handelte es sich um einen Polizisten, der nebenberuflich bei Michael Jackson als Wachmann arbeitete. Vor Gericht in Santa Maria in Kalifornien erklärte er im Kreuzverhör, als Polizeibeamter wäre er verpflichtet gewesen, es zu melden, wenn er von kriminellen Handlungen erfahren hätte. Er habe nichts derartiges beobachtet. Er habe auch keine Anzeichen dafür gesehen, dass der Junge nicht gerne auf der Ranch zu Gast war. CNN zufolge beschrieb der Wachmann seinen prominenten Boss als "Perfektionisten". Immer wenn Jackson auf Neverland zugegen war "musste viel mehr Arbeit erledigt werden".
Die Staatsanwaltschaft hatte angekündigt, in Kürze ihre Beweisführung abzuschließen. Staatsanwalt Tom Sneddon stellte in Aussicht, in der neunten Prozesswoche die letzten Zeugen zu befragen.

Quellen: Spiegel Online, AP, Jackson IFC


27. April 2005: Mac wird doch aussagen

Macaulay Culkin will nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN nun doch für Michael Jackson aussagen. CNN berichtete, eine Quelle, zu der nichts Näheres gesagt wurde, habe CNN mitgeteilt, dass der 24jährige Culkin entgegen seiner bisherigen Absichten zugestimmt habe, im Prozess gegen MJ als Zeuge der Verteidigung aufzutreten.

Quellen: AFX, Jackson IFC


27. April 2005: Gavins Großmutter und Mutter

Im Missbrauchsprozess gegen Michael Jackson ist nun auch die Großmutter des mutmaßlichen Opfers in den Zeugenstand getreten. Sie bestätigte Aussagen ihrer Tochter, wonach die Familie von Mitarbeitern des Popstars bedroht worden sei. Sie habe sich im März 2003 krank gestellt, um damit die Mitarbeiter von Jackson dazu zu bewegen, ihre Enkel von Neverland nach Hause gehen zu lassen, so die ältere Dame. Sie erklärte, ihre Enkel hätten sich nach ihrer Rückkehr im März 2003 von Jacksons Neverland-Ranch stark verändert: "Diese Kinder waren nicht meine Enkel", sagte sie vor Gericht im kalifornischen Santa Maria. Auch Drohungen von Seiten der Jackson-Mitarbeiter bestätigte die Großmutter. Sie sei mit Telefonanrufen geradezu überschwemmt worden. Außerdem habe sie jemanden beobachtet, wie er Steine auf ihr Haus warf. Der Mann flüchtete, bevor sie die Polizei rufen konnte, erklärte die Frau.
Die 36-jährige Mutter des mutmaßlichen Missbrauchsopfers trat danach zum letzten Mal in den Zeugenstand. Im Kreuzverhör verfolgte Jackson-Verteidiger Thomas Mesereau auch dieses Mal beharrlich seine Strategie, die Glaubwürdigkeit der Frau in Zweifel zu ziehen. Der Anwalt versuchte, die Frau als geldgierige Betrügerin darzustellen, indem er sie im Kreuzverhör mit Fotos konfrontierte, auf denen sie selbst mit schweren Hämatomen zu sehen ist. Nach Aussage der Zeugin stammten die Verletzungen von Misshandlungen durch Wachmänner einer Kaufhauskette. Mit einer Klage wegen Körperverletzung hatte sich die Mutter eine Entschädigung in Höhe von 150.000 Dollar erstritten (rund 120.000 Euro). Mesereau wies auf Ungereimtheiten in der Aussage der Frau hin und bezog sich dabei auf häufige Misshandlungen durch ihren damaligen Ehemann. Der Verteidiger warf der Frau vor, sie sei eine Lügnerin, die sich von Behörden, Unternehmen und Prominenten Geld für ihren ehemals krebskranken Sohn erschwindeln wollte.
Am Tag zuvor hatte Gavins Mutter Michael Jackson im Zeugenstand vorgeworfen, mit seiner vorgetäuschten Kinderliebe die ganze Welt genarrt zu haben. Er habe sich nicht wirklich um die Kinder gekümmert, sondern darum, was er mit ihnen tun könne, sagte die Frau vor dem Gericht in Santa Maria. Sie ging nicht auf die Fragen von Jacksons Anwalt Thomas Mesereau ein, sondern sprach am vierten Tag ihrer Zeugenaussage erneut zu den Geschworenen. "Er hat die ganze Welt an der Nase herumgeführt. Mit diesem Prozess wissen die Menschen jetzt, wer er wirklich ist", sagte die Zeugin und blickte dabei auf den Popstar. Jacksons Anwalt warf sie vor, manche ihrer Zeugenausgaben bei der Polizei aus dem Zusammenhang gerissen zu haben.
Zuvor hatte die Frau im Kreuzverhör durch die Verteidigung eingeräumt, dass sie in früheren Prozessen zwei Mal unter Eid Falschaussagen gemacht hatte. Mesereau versuchte dabei, sie als unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Seine beißenden Attacken auf die Zeugin und deren lange und abschweifende Antworten brachten beiden eine Ermahnung durch Richter Rodney Melville ein. Beobachter erklärten, das Kreuzverhör könnte die kritischste Phase des gesamten Prozesses markieren.
Mesereau hat der Frau mehrfach vorgeworfen, sie habe sich bei Prominenten eingeschmeichelt, um diese finanziell auszunehmen, und habe dabei die Krebserkrankung ihres Sohnes zu ihren Gunsten ausgenutzt. Sie bestritt, dass Jackson ihrer Familie je geholfen habe, als ihr Sohn an Krebs erkrankte. Auf die Frage, wer eine Blutspende-Aktion auf Neverland arrangiert habe, gab sie an, es selbst veranlasst zu haben. Jackson habe ihr nur die Erlaubnis dazu gegeben. Als sie nach mehreren 20.000-Dollar-Checks gefragt wurde, die sie auf das Konto ihrer Mutter überwies, sagte die Frau, sie könne sich nicht daran erinnern, etwas davon für ihren Sohn ausgegeben zu haben.

Quellen: Spiegel Online, AP, N24, Jackson IFC


18. April 2005: Gavins Mutter sagte aus

Die Mutter des mutmaßlichen Opfers hat sich am Freitag im Prozess gegen MJ heftige Wortgefechte mit Thomas Mesereau geliefert. Richter Rodney Melville griff mehrfach ein, als Mesereau die Frau ins Kreuzverhör nahm. Auch Staatsanwalt Ron Zonen warf Bemerkungen ein. "Soll ich das Verfahren heute Nachmittag unterbrechen?" drohte Melville einmal. In dem scharfen Verhör gab Gavins Mutter schließlich zu, bei einer Klage gegen J.C. Penny in den 90er Jahren unter Eid gelogen zu haben. Sie hatte Sicherheitspersonal des Kaufhauses vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben. Durch das kleinlaute Eingeständnis könne die Glaubwürdigkeit der Frau bei den Geschworenen erheblich gelitten haben, sagten Prozessbeobachter am Samstag in amerikanischen Fernsehsendungen.
Mesereau konfrontierte sie mit ihren eigenen Angaben in dem Rechtsstreit, durch den sie von J.C. Penny wegen angeblicher Körperverletzung durch einen Wachmann eine Entschädigung in Höhe von 150.000 Dollar erstritten hatte. In diesem früheren Verfahren war eine Aussage der Frau wichtig, wonach ihr Ehemann sie nie misshandelt habe und ihr daher auch nicht die bei ihr festgestellten Verletzungen zugefügt haben könne. Nach eindringlicher Befragung durch Mesereau gab die Frau zu, dass diese Angaben "nicht korrekt" gewesen seien. Die Wahrheit über ihren Ehemann sei ihr peinlich gewesen.
Allerdings beteuerte die den Tränen nahe Frau in dem Verhör, bei dem sie Jackson-Anwalt Thomas Mesereau mit Fragen bombardierte, sie wolle den Popstar keineswegs auf finanzielle Entschädigung verklagen. "Wir werden keine solche Klage gegen Jackson anstrengen, wir wollen nur Gerechtigkeit", sagte sie nach Angaben der Zeitung "Daily News". Bei einem Gefühlsausbruch während des Kreuzverhörs erhob die Frau den Vorwurf, die Neverland-Ranch des Popstars sei nichts anderes als ein Hort für "Alkohol, Pornografie und Sex mit kleinen Jungen" gewesen. Richter Rodney Melville ließ die Äußerung aus dem Protokoll streichen. Er ermahnte die Frau, die Fragen der Verteidigung zu beantworten und nicht weitschweifig zu werden. Der Richter rügte aber auch den Verteidiger wegen unprofessionellen Verhaltens, nachdem dieser der Mutter vorgeworfen hatte, sie habe ihren Sohn zu Falschaussagen angestiftet, um von dem Musiker Geld zu erpressen.
Während des Verhörs erzählte die Frau, zwei deutsche Jackson-Vertraute hätten mit Tricks versucht, sie von der Unschuld des Popstars zu überzeugen. Die beiden Männer, deren Namen in amerikanischen Medien mit Dieter Wiesner und Ronald Konitzer angegeben wurden, hätten eine Situation inszeniert, in der Jackson Alkohol empört abgelehnt habe. "Wie dumm ich doch war, das zu glauben. Die ganze Szene war choreografiert." Ihr Sohn habe ihr erzählt, wie Jackson ihm Wein gegeben habe, den dieser als "Jesus-Saft" bezeichnet habe. Von Jacksons Assistenten habe sie Regieanweisungen für eine Videoaufnahme erhalten, in der sie den Popstar lobte, sagte die Frau weiter. Sie sei jedoch eine "schlechte Schauspielerin". Mesereau konterte, sie sei ganz im Gegenteil "eine sehr gute" Schauspielerin.
Weitere Details aus ihrer Aussage: Jackson habe sie im Februar 2003 angerufen und gesagt, dass ihr damals 13-jähriger Sohn von "Killern" verfolgt werde. Die 37-Jährige sagte aus, daraufhin habe die ganze Familie auf Wunsch Jacksons den Sänger in einer Videoaufnahme von kursierenden Missbrauchsvorwürfen freigesprochen. "Er sagte mir, dass mein Sohn in Gefahr ist und wir eine Pressekonferenz abhalten müssen", sagte die Frau aus, die sich wiederholt direkt an die Jurymitglieder wandte. Der King of Pop habe auch beteuert, dass er die Familie liebe und sie vor "diesen Killern" schützen wolle. Wenige Tage später habe Jackson den Jungen, seine Geschwister und Mutter mit dem Flugzeug von Los Angeles zu sich auf seine Neverland-Ranch geholt. Während des nächtlichen Flugs habe sie den Musiker dabei überrascht, wie er die Schläfe ihres schlafenden Sohnes geleckt habe, erklärte die Mutter, die bei der Schilderung erneut zu weinen anfing.
Auf der Neverland-Ranch sei die Familie des Jungen so lange festgehalten worden, bis sie sich bereit erklärt habe, bei einem Video zur Entlastung des Popstars mitzumachen. Jackson habe behauptet, die Filmaufnahme, in der die Familie von "Daddy Michael" spricht, werde "die Mörder" beschwichtigen. Zu Beginn ihrer Vernehmung machte die Frau zunächst von ihrem Verfassungsrecht Gebrauch, auf Aussagen zu verzichten, mit denen sie sich selbst belasten könnte. Konkret verweigerte sie eine Stellungnahme zu Vorwürfen, dass sie sich Sozialhilfe erschwindelt habe. Staatsanwalt Thomas Sneddon hatte vorab angekündigt, die Zeugin werde diesen Betrug einräumen. Tatsächlich berief sich die Frau am Mittwoch vor Gericht aber auf ihr Recht, zu dieser Frage zu schweigen, woraufhin die Verteidigung beantragte, auf die Zeugin müsse komplett verzichtet werden. Erst nach langwierigen Diskussionen konnte sie den Zeugenstand betreten. Die Verteidung wollte diese Anschuldigungen ausbreiten, um die Glaubwürdigkeit der Frau anzufechten.

Quellen: FAZ.net, Reuters, AFP, Netzeitung, Jackson IFC


18. April 2005: Gavins Stiefvater im Zeugenstand

Mit den Aussagen des Stiefvaters wollte die Anklage am Dienstag im Jackson-Prozess belegen, dass sich die Familie des angeblichen Opfers nicht freiwillig auf Neverland aufhielt. Die Familie des 15-jährigen Jungen soll vor MJ und dessen Mitarbeitern Angst gehabt haben. In Anrufen von Jacksons Neverland-Ranch habe die Mutter des Jungen geweint und verängstigt gewirkt, sagte der Mann im Zeugenstand. Bei seiner Rückkehr nach Hause habe der Junge so gewirkt, als sei er einer Gehirnwäsche unterzogen worden, sagte der Stiefvater. Der Teenager sei "wütend" und "bösartig" geworden. Im Kreuzverhör verwies Jackson-Anwalt Thomas Mesereau auf frühere disziplinäre Probleme des Jungen mit seinen Lehrern. Er verwies auch auf mehrere Situationen, in denen die Familie Neverland für Einkäufe und Besuche verließ.

Quellen: Netzeitung, dpa, Jackson IFC


18. April 2005: Aussage einer anderen Mutter

Im Prozess gegen Michael Jackson hat eine Mutter von häufigen Übernachtungen ihres Sohnes im Bett des Popstars berichtet. Die Aussage der Frau bezog sich auf Vorfälle aus dem Jahr 1993, als der Junge 13 Jahre alt war. Nach Angaben der Frau sah sie aber nie mit eigenen Augen, dass Jackson ihren Sohn sexuell belästigte. Später einigte sich die Familie mit dem Popstar über eine Entschädigung in Millionenhöhe. Es kam aber nicht zu einem Strafverfahren gegen den Sänger. Der jetzt 25 Jahre alte Mann, der als Teenager den Kontakt zur Mutter abbrach, hat es abgelehnt, im dem laufenden Verfahren auszusagen.
Die Mutter ist eine von neun Zeugen der Anklage, die über zurückliegende Vorfälle mit fünf Jungen aussagen sollen. Bei ihren ersten Besuchen auf Jacksons Neverland-Ranch habe sie ihrem Sohn zunächst untersagt, im Bett des Popstars zu schlafen. Auf einer Reise nach Las Vegas habe Jackson sie "schluchzend und weinend" um ihre Erlaubnis gebeten, führte die Zeugin aus. Er habe ihr versichert, dass nichts dabei passieren würde. Sie seien doch schließlich "eine Familie". Danach sei es häufig zu gemeinsamen Übernachtungen gekommen, unter anderem auf Reisen nach Monaco und Florida. Jackson habe sie mit Schmuck und Einkaufsgutscheinen teuer beschenkt, räumte die Mutter ein. Im Kreuzverhör versuchte Jackson-Anwalt Thomas Mesereau den Eindruck zu erwecken, dass die Mutter sich durch die Belästigungsvorwürfe Jacksons Geld erschleichen wollte. Mit Blick auf eine mögliche Millionenentschädigung habe sie einst davon gesprochen, dass ihr Junge "für immer versorgt sein könnte", gestand die Frau.

Quellen: dpa, Jackson IFC


18. April 2005: Auch Bob Jones als Zeuge

Am Montag sagte Michael Jacksons ehemaliger Pressesprecher Bob Jones vor Gericht aus. Er bestätigte Aussagen, die Jackson belasten. Er habe beobachtet, wie der Popstar enge körperliche Kontakte mit einem Jungen gehabt habe. Auf einem gemeinsamen Flug hätten sich die beiden im Schlaf dicht aneinander geschmiegt, berichtete Bob Jones dem Gericht in Santa Maria. Auf die Frage danach, ob der wegen Kindesmissbrauchs angeklagte Popstar dem Jungen den Kopf abgeleckt habe, verstrickte sich der Zeuge allerdings in Widersprüche. Jones erklärte mehrfach, er könne sich an dieses Detail nicht erinnern. Erst als die Staatsanwaltschaft ihm den Ausdruck einer von ihm selbst verfassten E-Mail mit einer entsprechenden Schilderung vorlegte, erklärte Jones, dann müsse es so gewesen sein.
Der Zeuge war im vergangenen Jahr von Jackson entlassen worden und arbeitet an einem Buch über den Popstar. Laut einem Auszug aus dem Manuskript, den Staatsanwalt Gordon Auchincloss verlas, küsste Jackson den Jungen auch. Jones erklärte auf Nachfragen der Verteidigung jedoch, der Abschnitt sei von einem Ko-Autor verfasst und von ihm selbst noch nicht gegengelesen worden, er sei so nicht richtig. Der Junge, um den es ging, hatte vor über zehn Jahren Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson erhoben, der der Familie daraufhin eine Millionensumme zahlte. Der Junge weigerte sich daraufhin, mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten.

Quellen: Netzeitung, Jackson IFC


12. April 2005: Michaels Pressesprecherin redet mit der Early Show

Michael Jacksons Pressesprecherin sagte, es sei "sehr beunruhigend, vor Gericht zu sitzen und verunglimpft zu werden", das sei jedoch bei Weitem nicht das einzige, was den Popstar an seinem laufenden Verfahren wegen Kindesmissbrauchs störe. Raymone Bain erzählte Julie Chen, der Co-Moderatorin von The Early Show, das Jackson-Lager sei auch besorgt, ob "all die Informationen anständig verbreitet werden. Wir bitten die Leute, fair und ausgewogen zu sein. Manchmal saß ich im Gericht, genau wie Michael, und wir kamen später raus und hörten die Zusammenfassungen, und wir fragten uns, ob wir wirklich im selben Gerichtssaal gesessen hatten. Das ist das Problem, denn wir müssen das nicht nur vor Gericht gewinnen, sondern auch vor dem Gericht der öffentlichen Meinung. Und manchmal müssen wir uns fragen, was mit einigen dieser Experten nicht stimmt, die hier rumlaufen und die Fakten scheinbar nicht ordentlich verbreiten können."
"Dazu kommt", so sagt sie, "dass die Zeugen, die über angebliche sexuelle Misshandlungen durch Jackson in der Vergangenheit ausgesagt haben, einen Prozess im Prozess erzeugt haben. Der tatsächliche Fall ist unterbrochen worden, und es wird Leuten von vor 10 bis 15 Jahren erlaubt, über Vorwürfe zu sprechen, wegen denen Michael Jackson nie verurteilt wurde. Sie gehen ein und aus, und man muss die Glaubwürdigkeit einiger dieser Zeugen in Frage stellen."
Bain sagt: "Was ich vor Gericht höre, ist ganz anders als das, was berichtet wird. Was ich höre, ist dass Tom Mesereau einige der Zeugen reduziert, die sich an viel erinnern können, wenn die Anklage untersucht oder Fragen stellt, die aber im Kreuzverhör selektive Amnesie bekommen. Und ich glaube nicht, dass das so berichtet wird, wie es sein sollte."
Bain sagte, Jacksons Rücken verspanne sich manchmal bedingt durch die Klima-Anlage im Gerichtssaal, aber insgesamt habe sein gesundheitlicher Zustand sich verbessert.

Quelle: CBS


11. April 2005: Ex-Mitarbeiter belasten Michael

Michael Jackson ist durch weitere Zeugenaussagen unter Druck geraten: Erstmals sagten zwei Zeugen vor dem Gericht im kalifornischen Santa Maria aus, die mit eigenen Augen beobachtet haben wollen, wie der Musiker sich in den 90er Jahren an kleinen Jungen vergangen habe. Ein ehemaliger Wachmann gab zu Protokoll, dass MJ mit einem 13-Jährigen gebadet und "den Penis des kleinen Jungen in den Mund" genommen habe. Jackson habe mit dem Jungen in einem Whirlpool gebadet und ihn anschließend unter der Dusche unsittlich berührt, gab der Zeuge Ralph Chacon zu Protokoll, der von 1991 bis 1994 als Wachmann auf Jacksons Ranch "Neverland" gearbeitet hatte. Der Musiker habe das Kind auf den Mund geküsst und sei "sehr leidenschaftlich" gewesen; er habe den Jungen am ganzen Körper berührt. Er habe dies durch ein Badezimmerfenster beobachtet, als er seine übliche Runde gedreht habe, sagte Chacon.
Jacksons früheres Dienstmädchen Adrian McManus sagte aus, sie habe beobachtet, wie der Popstar drei Jungen geküsst und unsittlich berührt habe. Einer der Jungen sei der heute 24-jährige einstige Kinderstar Macaulay Culkin gewesen. Culkin sagt dagegen, der Musiker habe ihn niemals sexuell belästigt [Jackson.ch berichtete].
Die Verteidigung zog die Glaubwürdigkeit der Zeugen in Zweifel. Beide hatten Michael Jackson in den neunziger Jahren unter dem Vorwurf verklagt, sie seien von dem Sänger zu Unrecht entlassen worden. Ein Richter stellte sich damals aber auf die Seite des King of Pop, sprach die ehemaligen Mitarbeiter des Betrugs und Diebstahls schuldig und verhängte hohe Geldstrafen. Thomas Mesereau wies außerdem darauf hin, dass die beiden Zeugen ihre Geschichten an Boulevardblätter teuer verkauft hätten. Chacon war 1994 nach Streitigkeiten mit Jackson gekündigt worden. Nach Angaben von Jacksons Anwalt Mesereau versuchte er daraufhin vergeblich, den Sänger auf 16 Millionen Dollar [12,34 Millionen Euro] Schadenersatz zu verklagen. Er verlor den Prozess und musste Jackson 1,5 Millionen Dollar [1,16 Millionen Euro] Schmerzensgeld und Gerichtskosten zahlen.
Am Freitag hat ein zweiter Zeuge ausgesagt, Michael Jackson habe Macaulay Culkin in der Vergangenheit unsittlich berührt. Er habe gesehen, wie Jackson den damals zehn- oder elfjährigen Darsteller von "Kevin - Allein zu Haus" beim gemeinsamen Videospielen im Genitalbereich angefasst habe, sagte Phillip Lemarque, der 1991 für rund zehn Monate auf Jacksons Neverland-Ranch als Koch arbeitete. Culkin sei zu klein gewesen, um an die Bedienelemente des Videospiels zu kommen, daher habe Jackson ihn hochgehalten. "Seine linke Hand war in der Tasche des Kindes", sagte Lemarque. Vor Schock habe er fast die Pommes frites fallen lassen, die er den beiden habe bringen wollen.

Quellen: AFP, FAZ.net, Jackson IFC


11. April 2005: Michael besucht Beerdigung

Michael Jackson und der frühere Football-Star O.J. Simpson - die bekanntesten Klienten von Johnnie Cochran - haben am Mittwoch am Begräbnis des amerikanischen Prominentenanwalts teilgenommen. Rund 5.000 Menschen, darunter zahlreiche Prominente, versammelten sich in einer Kirche in Los Angeles, berichtete die Los Angeles Times. Auch der blinde Sänger Stevie Wonder und Rapper Sean P. Diddy Combs waren unter den Trauergästen. Cochran war am 29. März im Alter von 67 Jahren an einem Gehirntumor gestorben.
Der Jurist hatte sich zunächst als Verteidiger von schwarzen Opfern von Polizeigewalt einen Namen gemacht. 1995 wurde er dann im Doppelmordprozess gegen Simpson ins Anwälteteam berufen. Cochran hatte in den 90er Jahren auch Michael Jackson gegen Vorwürfe von Kindesmissbrauch verteidigt. Das angebliche Opfer und der Popstar einigten sich außergerichtlich auf eine Millionenentschädigung. Der in Santa Maria wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte Sänger konnte wegen einer eintägigen Prozesspause an der Trauerfeier für Cochran teilnehmen.

Quellen: dpa, Jackson IFC


09. April 2005: Jamie Masada und Lisa Marie

Ein Comedy Club-Besitzer hat im Prozess gegen Michael Jackson über die erste Kontaktaufnahme zwischen dem Popstar und seinem mutmaßlichen Missbrauchsopfer gesprochen. Der Junge und dessen zwei Geschwister hätten an einer Veranstaltung seiner Laugh Factory teilgenommen, sagte Jamie Masada am Dienstag im Zeugenstand. Als er vom Wunsch des krebskranken Teenagers erfahren habe, Jackson kennen zu lernen, habe er einige Leute angerufen, darunter den Produzenten Quincy Jones. Er selbst habe Jackson bislang nicht kennen gelernt. "Heute sehe ich ihn zum ersten Mal", sagte Masada und wandte sich zu dem Angeklagten: "Wie geht es Ihnen?" Jackson antwortete mit einem Winken.
Masada widersprach außerdem Mutmaßungen, die Mutter des angeblichen Opfers wolle mit ihren Vorwürfen gegen den King of Pop lediglich Geld machen. Die Mutter habe eine große Summe Geld abgelehnt, die er ihr als Mittelsmann angeboten habe, sagte Jamie Masada am Dienstag vor Gericht im kalifornischen Santa Maria. "Alles, was ich brauche, sind Freunde und Gebete [...] Ich brauche kein Geld", habe ihm die Mutter des angeblich von Jackson missbrauchten Jungen gesagt. Masada äußerte sich vor Gericht jedoch nicht dazu, für wen er das finanzielle Angebot übermittelt hatte. Masada berichtete außerdem über einen verzweifelten Telefonanruf der Mutter, nachdem die Fernseh-Dokumentation "Living with Michael Jackson" im Februar 2003 ausgestrahlt worden war. "Sie war völlig außer sich und den Tränen nahe", sagte Masada. "Sie halten mich mit meinen Kindern gegen meinen Willen hier fest. Ich muss hier raus", habe die Frau ihm am Telefon gesagt. Mit Masadas Zeugenaussage wollen die Ankläger die Verteidigungsstrategie von Jacksons Anwälten entkräften, wonach die Mutter sich die Missbrauchsvorwürfe nur ausdachte, um Jackson Geld abzunötigen.
Michael Jacksons Exfrau Lisa Marie Presley sprach unterdessen in einem Fernsehinterview über ihre knapp zwei Jahre währende Ehe mit dem Popstar. Die Verbindung sei kein PR-Gag gewesen. Die Ehe wurde nämlich vollzogen, die beiden hatten Sex. Auf die Frage, ob Jackson sie geliebt habe, antwortete sie: "Ja, so sehr, wie er jemanden zu lieben im Stande war."

Quellen: Spiegel Online, Reuters, Jackson IFC


09. April 2005: Positive Zeugenaussage

Cynthia Bell, eine Flugbegleiterin und Zeugin der Anklage, stellte den Hauptbelastungszeugen als verzogen und unverschämt dar. Die Stewardess, die Jackson mehrfach bei Flügen begleitet hatte, widersprach Aussagen anderer Zeugen, nach denen Jackson dem Jungen Alkohol zu trinken gab und ihm während eines Fluges im Februar 2003 den Kopf leckte. Zwar habe sie Jackson Wein in einer Cola-Dose serviert, sie habe den Jungen aber nicht daraus trinken sehen, sagte die Zeugin dem Gericht in Santa Maria. Die Idee, den Alkohol mit einer Limonadendose zu tarnen, habe von ihr gestammt. Der Sänger sei auf Flügen nervös und trinke Wein, um seine Nerven zu beruhigen. Die Kinder hätten dies auf Jacksons Wunsch jedoch nicht sehen sollen.
Das mutmaßliche Missbrauchsopfer habe sie in sehr schlechter Erinnerung, berichtete die Stewardess. Der damals 13-jährige Junge habe ständig Sonderwünsche geäußert, sei ausgesprochen unhöflich gewesen und habe mit einer Uhr angegeben, die Jackson ihm geschenkt habe. "Er sagte: Michael hat mir diese Uhr geschenkt, und er würde mir alles kaufen." Der Junge sei während des Fluges laut und recht unausstehlich gewesen und habe sie angeschrien, sein Essen sei nicht heiß. Jackson und seine Kinder hätten sich dagegen höflich verhalten. Die Staatsanwaltschaft bezeichnet die Uhr als Bestechungsgeschenk, mit dem der Sänger den Jungen dazu gebracht habe, den gemeinsamen Alkoholkonsum geheim zu halten.

Quellen: Spiegel Online, Reuters, Jackson IFC


09. April 2005: Aussage von Katz

Als Zeuge der Anklage hat Psychologe Stan Katz im Prozess gegen Popstar Michael Jackson ausgesagt, dass Kinder "extrem selten" falsche Missbrauchsvorwürfe vorbrächten. Richter Rodney Melville erlaubte es dem Psychologen allerdings nicht, sich zur Glaubwürdigkeit des damals 13-jährigen Jungen direkt zu äußern. Katz war der erste, der die Behörden über einen möglichen Kindesmissbrauch durch Jackson informiert hatte. [Anm. von Jackson.ch: Katz war auch schon am Prozess von 1993 beteiligt.] Katz sagte, Ankläger, die glaubhaft erschienen, änderten manchmal ihre Geschichte, indem sie Details ausschmückten oder übertrieben. Kinder, die falsche Anschuldigungen vorbrächten, wirkten dagegen oft widerspruchsfrei. Jacksons Verteidigung hat auf Widersprüche in den Aussagen des inzwischen 15-Jährigen und seines Bruders hingewiesen. Katz räumte im Kreuzverhör ein, dass er selbst nicht über das Thema der Glaubwürdigkeit von Kindern und Jugendlichen in Strafprozessen geforscht habe. "Ich erinnere mich an keinen Fall, in dem ein Jugendlicher oder Vorpubertärer Anschuldigungen zur persönlichen Bereicherung vorgebracht hätte", fügte er hinzu.

Quellen: Spiegel Online, Jackson IFC


09. April 2005: Alter Anwalt befragt

Im Prozess gegen Michael Jackson hat der ehemalige Anwalt des mutmaßlichen Missbrauchsopfers den Vorwurf der Verteidigung bestritten, die Anschuldigungen seien finanziell motiviert. Er sei nie aufgefordert worden, ein Zivilverfahren gegen Jackson anzustrengen, sagte Larry Feldman [Anm. von Jackson.ch: Er war 1993 Anwalt von Jordan Chandler.] am Freitag vor dem Gericht in Santa Maria. Michael Jacksons Verteidiger Thomas Mesereau fragte den Zeugen, ob es nicht so sei, dass ein Schuldspruch die Erfolgsaussichten eines Zivilprozesses gegen den Popstar vergrößern würde. "Das stimmt", antwortete Feldman."

Quellen: AP, Jackson IFC


09. April 2005: Ergebnisse der DNS-Analyse

70 Polizisten hatten das Anwesen von Michael Jackson nach Haaren, Fasern oder DNS-Spuren des Jungen durchsucht, der dem Popstar sexuelle Belästigung vorwirft. Jetzt legten sie dem Gericht das Ergebnis vor. Der Polizist Jeff Klapakis räumte vor der Jury im Gericht von Santa Maria ein, in der Bettwäsche des Popstars seien weder Haare, Fasern oder DNS-Spuren des jugendlichen Klägers gefunden worden. "Wir haben die gesamte Bettwäsche untersucht", wurde der Ermittler vom US-Sender CNN zitiert. Sie hätten auch Fingerabdrücke auf Sex-Zeitschriften, aber nicht auf Gläsern und Alkohol-Flaschen untersucht.

Quellen: Netzeitung, Jackson IFC


01. April 2005: Michael im Interview

Michael Jackson hat sich in einem Interview als Opfer einer Verschwörung bezeichnet. In dem einstündigen, am Sonntag im Internet veröffentlichten Radio-Interview mit dem Bürgerrechtler Jesse Jackson bezeichnete er sich ferner als "völlig unschuldig" in dem zur Zeit laufenden Prozess wegen Kindesmissbrauchs. Er bat seine Fans weltweit, für ihn zu beten. Zur Art der vermeintlichen Verschwörung machte Jackson nur Andeutungen: Er sei einer von mehreren schwarzen Berühmtheiten, die grundlos beschuldigt worden seien. Der Popstar nannte in diesem Zusammenhang den früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela, Exboxweltmeister Muhammad Ali und andere. Auch Spekulationen, er sei nahezu bankrott, gehörten zu "den vielen Plänen, mich bloßzustellen", sagte Jackson. Nichts davon sei wahr. "Ich soll damit durch den Schmutz gezogen werden."
Jackson deutete an, ein Ziel der Verschwörer könnte der Musikkatalog sein, den er besitze. Jackson besitzt unter anderem die Rechte an den Liedern der Beatles. "Es tobt ein großer Kampf darum, auch jetzt, da wir gerade sprechen", sagte Jackson. Zum laufenden Kindesmissbrauchsprozess dürfe er infolge einer richterlichen Anordnung nichts sagen, erklärte Jackson. Er bat aber um Gebete und guten Willen. "Bitte seid geduldig, bleibt an meiner Seite und glaubt an mich, weil ich völlig, völlig unschuldig bin", sagte Jackson. "Seid euch bitte im Klaren darüber, dass eine große Verschwörung vor sich geht, während wir sprechen." Er beziehe Kraft aus Gebeten, sagte Jackson.
Der Popstar sagte, er habe seit einem Sturz in der Dusche schwere Schmerzen. Am 10. März war er in Pyjama-Hosen zu spät zum Prozess erschienen, weil er sich wegen des Rückenleidens nach dem Sturz in einem Krankenhaus habe behandeln lassen müssen. Bei dem Sturz habe außerdem er eine schwere Lungenprellung erlitten und infolge der Verletzung Blut gehustet. Angesprochen auf sein geringes Gewicht sagte Jackson, er sei nie ein guter Esser gewesen. Dies habe seiner Mutter und vielen Freunden, darunter Schauspielerin Elizabeth Taylor, immer große Sorgen gemacht. Taylor habe ihn sogar gefüttert. "Ich möchte aber nicht, dass jemand glaubt, ich würde verhungern. Das tue ich nicht", erklärte Jackson. "Ich bin gesund." Jackson sagte, er mache jetzt den Tiefpunkt seines Lebens durch. Der Höhepunkt sei 1982 der Erfolg mit dem Album Thriller gewesen.
Zu den Vorwürfen gegen ihn sagte er: "Ich bin ein Kämpfer, aber am Ende ist es sehr schmerzhaft. Ich bin immer noch ein Mensch, und deshalb tut es sehr, sehr, sehr weh", klagte der 46-Jährige. "Es ist sehr traurig, es ist sehr, sehr schmerzhaft. Ich bete viel", fügte der King of Pop hinzu. "So gehe ich damit um, und ich bin eine starke Persönlichkeit."

Quellen: AP, AFP, Jackson IFC


01. April 2005: Alte Anklagepunkte zugelassen

Gegen Michael Jackson dürfen nun auch mutmaßliche frühere Opfer vor Gericht aussagen. Richter Rodney Melville gab am Montag einem entsprechenden Antrag von Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon statt. Sneddon kündigte an, er wolle fünf weitere Jungen in den Zeugenstand rufen, die nach eigenen Angaben von Jackson unsittlich berührt worden seien. Sneddon erklärte in Santa Maria, die neuen Vernehmungen würden die von der Verteidigung in Frage gestellte Glaubwürdigkeit des jetzigen Klägers stärken. Die fünf Jungen seien zum Zeitpunkt ihres Kontakts mit Jackson zwischen zehn und 13 Jahre alt gewesen. Unter ihnen sei ein Zeuge, der bereits 1990 Missbrauchsvorwürfe gegen den Sänger erhoben hatte. Das Verfahren sei jedoch - ebenso wie ein weiteres 1993 - nach einer Millionenzahlung Jacksons eingestellt worden. Nach Ansicht von Beobachtern könnte Melvilles Beschluss entscheidend für den weiteren Verlauf des Prozesses sein. "Wenn zwei oder drei Kinder das Gleiche sagen, steigen die Chancen für eine Verurteilung stark an", sagte der Rechtsexperte Jim Hammer dem Fernsehsender Fox. Jacksons Verteidiger Thomas Mesereau hatte sich massiv gegen die Vernehmung mutmaßlicher früherer Opfer eingesetzt.

Quellen: FAZ.net, Jackson IFC


01. April 2005: Gavins Glaubwürdigkeit

Im Prozess gegen Popstar Michael Jackson hat ein Kinderpsychologe über die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers gesprochen. Das Verhalten des Jungen sei typisch für sexuell Missbrauchte, sagte der Experte. Der von der Anklage bestellte Fachmann sagte vor Gericht in Santa Maria, sexuell missbrauchte Kinder würden häufig erst Monate nach der Tat darüber sprechen und oft nur ungenaue Angaben machen. Der jetzt 15 Jahre alte Junge, der Jackson des Missbrauchs beschuldigt, hatte in Polizeivernehmungen von bis zu sieben Vorfällen berichtet. Im Zeugenstand hatte er aber nur zwei Situationen beschreiben können.

Quellen: Spiegel Online, Jackson IFC


01. April 2005: Fingerabdrücke auf Pornoheften

Im Prozess gegen Michael Jackson haben die Geschworenen Pornohefte, die die Polizei im Schlafzimmer von Jacksons Neverland Ranch gefunden hatte, begutachtet. Auf den Sex-Zeitschriften sind die Fingerabdrücke Jacksons und des angeblichen Missbrauchsopfers, was die Staatsanwaltschaft als Beweis wertet, dass sich die beiden gemeinsam die Zeitschriften angesehen haben. Die Verteidigung hält dagegen, der Junge habe seine Fingerabdrücke hinterlassen, als er das Beweismaterial sichtete.
Abgelehnt wurde von Richter Rodney Melville der Antrag der Ankläger, den Geschworenen zusätzlich etwa 1700 erotische Bilder vorzulegen, die auf einem Computer des Angeklagten gefunden wurden. Melville begründete dies damit, es sei nicht bewiesen, dass Jackson die in einer "Cache"-Datei gespeicherten Bilder aus dem Internet heruntergeladen und angesehen habe. Zudem sei das Material erst nach dem angeblichen sexuellen Missbrauchsfall aus dem Internet heruntergeladen worden.

Quellen: AFP, Jackson IFC


01. April 2005: Weitere Zeugenaussage

Eine Bekannte des Hauptbelastungszeugen im Missbrauchsprozess gegen Michael Jackson hat vor Gericht ausgesagt. Die Entertainerin Louise Palanker behauptet, der damals 13-Jährige habe die Ranch des Popstars nicht verlassen dürfen. Die Mutter des Teenagers habe ihr kurz nach Ausstrahlung einer TV-Dokumentation über Michael Jackson im Februar 2003 am Telefon gesagt: "Diese Leute sind böse. Sie halten uns fest." Sie habe verängstigt geklungen. "Sie war sehr aufgeregt und flüsterte fast", sagte Palanker vor dem Gericht in Santa Maria. Die Frau hätte sie gebeten, nicht unter derselben Nummer zurückzurufen. Die Begründung: "Sie hören alles, was ich sage. Diese Leute sind böse." Die Frage, ob die Kinder in der Schule seien, habe die Mutter verneint, dann habe sie geweint. Wo die Frau sich zum Zeitpunkt ihres Anrufs aufhielt, konnte Palanker nicht sagen. Nach dem Telefonat habe sie ihren Anwalt angerufen. "Ich hatte das Gefühl, dass sie gegen ihren Willen festgehalten wurden", sagte Palanker.

Quellen: Spiegel Online, Jackson IFC


01. April 2005: Michaels Anzüge

Mit täglich wechselnder Garderobe sorgt Michael Jackson vor Gericht für Aufsehen. Dafür hat der Sänger sogar extra einen Designer engagiert. Der King of Pop erscheint jeden Tag in einem komplett neuen Outfit vor dem Richter im kalifornischen Santa Maria. Insider berichten, dass der Sänger diese Gepflogenheit beibehalten wolle. Nach einem Bericht der britischen Zeitung Mirror kümmert sich Designer Michael Bush darum, dass Jackson jeden Tag in passender Garderobe den Gerichtssaal betritt.

Quellen: Netzeitung, Jackson IFC


01. April 2005: Absage von Trump

Der amerikanische Immobilienmillionär Donald Trump will jetzt offenbar doch auf ein Engagement des angeklagten Popstars Michael Jackson verzichten. Das Magazin US Weekly hatte zunächst berichtet, Trumps Partner Phil Ruffin wolle Jackson dauerhaft an das gemeinsame New Frontier Hotel and Casino in Las Vegas binden. Ruffin habe bereits mit Vertretern des Sängers über ein solches Engagement gesprochen. Trump sprach am Donnerstag in der Fernsehshow The Insider von einer interessanten Idee, "aber ich glaube nicht, dass er auch nur zur Hälfte der Auftritte erscheinen würde". Außerdem könne er sich nicht vorstellen, wie eine Versicherung für Jackson aussehen könne.

Quellen: AFP, Jackson IFC


23. März 2005: Mac unterstützt Michael jetzt doch

Macaulay Culkin hat sich nun doch noch einmal unterstützend über Michael geäußert. 1993 gehörte er zu den fünf Kindern, die zur Anklage gehört wurden, weil sie in Michaels Schlafzimmer übernachtet hatten. Macaulay veröffentlichte folgendes Statement: "Es ist nichts passiert, wenn ich da war, wir haben nur Videospiele gespielt. ... Ja, ich habe in seinem Schlafzimmer übernachtet, aber Sie müssen das ganze Bild verstehen." Er sagte auch, dass Michael Kinder mag, weil sie nicht wissen, wer er ist, und ihn wie einen normalen Menschen behandeln. "Er ist nicht sehr gut darin, sich selbst zu erklären, und das war er auch nie, weil er nicht besonders gesellig ist. Wenn er etwas sagt, versteht er nicht so recht, warum die Leute ihn so behandeln, wie sie es tun."


23. März 2005: Wein aus Cola Light-Dosen

Lauren Wallace, ehemalige Flugbegleiterin bei einer Charter-Gesellschaft, hat im Prozess gegen Michael ausgesagt. Wallace sagte, sie habe Jackson auf 15 bis 20 Flügen bedient, und schien den Angeklagten nervös anzulächeln, der laut ihrer Beschreibung auf einem Flug über die Staaten drei Gläser Wein und ein oder mehr Gläser Gin oder Tequila getrunken hat.
Sie sagte, eine andere Flugbegleiterin habe ihr den Tipp gegeben, dass Jackson Wein gerne aus Cola Light-Dosen trinke; immer wenn er mit ihr fliege, bereite sie drei Dosen auf Eis vor. Wallace sagte, sie habe sich außerdem angewöhnt, im Waschraum kleine Likör-Flaschen für Jackson zu verstecken, und dass sie diese später manchmal leer fand.
Im Kreuzverhör - von der Verteidigung sofort als Hörensagen abgetan - sagte Wallace, der Zweck der Geheimhaltung sei gewesen, dass Jacksons Kinder ihn nicht trinken sehen. Wallace gab auch zu, Jackson habe sie nie darum gebeten, die kleinen Flaschen bereit zu stellen; sie sagte, das sei nur ihr Versuch gewesen, den Flug-Service zu verbessern.

Quelle: Washington Post


22. März 2005: Michael immer noch krank

Gestern erschien Michael mit wenigen Minuten Verspätung vor Gericht. Er konnte nicht alleine gehen, wurde von beiden Seiten gestützt. Der Richter ordnete daraufhin an, dass Michael vor allem Anderen zum Arzt gehen solle, und die Verhandlung begann erst spät.


19. März 2005: Gesuch abgewiesen

Michaels Anwälte hatten beanstandet, dass in einer Zeugenaussage der Name des Anklägers von Anfang der 90er Jahre gefallen war. Den Antrag, das Verfahren deswegen fallen zu lassen, hat Richter Rodney Melville jedoch abgelehnt.

Quellen: Los Angeles Times, Kabel 1-Teletext


19. März 2005: Weitere Zeugenaussage

Im Prozess gegen MJ hat eine ehemalige Haushälterin ausgesagt, Michael Jackson habe auf seiner Neverland Ranch enge Freundschaften zu mehreren Jungen unterhalten. Drei oder vier Mal habe sie auch Kinder gesehen, von denen sie den Eindruck gehabt habe, sie stünden unter Alkoholeinfluss. Die Haushälterin, Kiki Fournier, berichtete von einem Essen, dass sie in einem Fall für Jackson und vier Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren zubereitet habe. Dabei seien drei der Kinder anscheinend alkoholisiert gewesen. Bald nach diesem Essen habe sie ihre Arbeit auf Jacksons Ranch aufgegeben. Zu den Gründen machte sie aber keine Angaben. Die Zeugin berichtete weiter, manche Kinder hätten von einigen Tagen bis zu mehreren Monaten auf der Neverland Ranch zugebracht. Dabei seien sie manchmal auch in Jacksons Zimmer gewesen.
Richter Rodney Melville setzte für die nächste Woche eine Anhörung über die Frage an, ob die Staatsanwaltschaft Beweismittel gegen Jackson verwenden kann, die im Zusammenhang mit den Vorwürfen aus dem Jahr 1993 gesammelt worden waren. Damals zahlte der Popstar mehr als 20 Millionen Dollar, es kam zu keiner Anklage.

Quellen: Spiegel Online, Jackson IFC


19. März 2005: Aussage von Gavin

In Verhören bei der Polizei hat das mutmaßliche Missbrauchsopfer von Michael Jackson von bis zu sieben Übergriffen des Sängers gesprochen. Konkret geschildert habe der Junge jedoch nur zwei Fälle sexueller Belästigung, sagte am Mittwoch der leitende Ermittlungsbeamte vor dem Gericht in Santa Maria, das derzeit gegen den Star verhandelt. "Er [der Junge] konnte nicht beschreiben, was geschehen ist, aber er nahm an, dass es fünf- bis sieben Mal geschehen ist", sagte der Ermittlungsbeamte aus. Der Junge, der zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Taten 13 Jahre alt war, hatte in der vergangenen Woche vor Gericht ausgesagt, Jackson habe ihn mindestens zwei Mal sexuell erregt. Der Ermittlungsbeamte berichtete weiter, dass sich der Junge in dem Gespräch mit den Polizisten sehr zurückhaltend geäußert habe, als die Rede zum ersten Mal auf die sexuellen Handlungen gekommen sei. "Mir ist eine ziemliche Veränderung seines Verhaltens aufgefallen", sagte er. "Er wurde sehr sehr still, verschränkte seine Arme und versank im Stuhl."
Gavin hat nach viertägiger Befragung den Zeugenstand verlassen. Zuletzt gab es Zweifel an der Aussage des 15-Jährigen. Staatsanwalt Tom Sneddon gab dem Jungen die Möglichkeit, eine Unstimmigkeit in seiner Aussage zu erklären. Im Kreuzverhör mit Jackson-Anwalt Thomas Mesereau hatte der Teenager am Vortag eingeräumt, seinem Lehrer mehrfach versichert zu haben, er sei von Jackson nie belästigt worden. Der besorgte Lehrer hatte den Schüler im Frühjahr 2003 über sein Verhältnis mit Jackson ausgefragt, nachdem eine BBC-Dokumentation den Jungen Hand in Hand mit dem Popstar zeigte. Seine Mitschüler hätten ihn als "den Jungen, der von Jackson vergewaltigt wurde" verspottet, erklärte der 15-Jährige vor der Jury. Er habe die Belästigung vor dem Lehrer abgestritten, damit niemand davon erfahre und sich nicht noch mehr über ihn lustig machten, führte der Junge weiter aus. Nach Angaben der "Los Angeles Times" ist zu erwarten, dass die Staatsanwaltschaft einen Psychologen präsentieren wird, der das Verhalten des Jungen als typisch für Opfer sexuellen Missbrauchs darstellen wird. Kinder würden in diesen Situationen Vorfälle häufig abstreiten. Sneddon fragte den Jungen auch, wie er jetzt über Jackson denken würde. "Ich mag ihn nicht mehr wirklich", antwortete das angebliche Missbrauchopfer. Der Sänger habe den Respekt, den er dem "coolsten Typ der Welt" früher entgegenbrachte, nicht verdient. Ein Prozessbeobachter des Senders Fox News kommentierte gestern, dass die Schilderungen des Jungen mehr und mehr erfunden klängen.

Quellen: Reuters, Spiegel Online, Jackson IFC


19. März 2005: Geschworene sahen Schlafzimmer

Im Prozess gegen MJ haben die Geschworenen einen Blick ins Schlafzimmer des King of Pop werfen können. Mehr als eine Stunde lang präsentierte Staatsanwalt Tom Sneddon Fotos aus Michael Jacksons Schlafgemach, das eine umfangreiche Porno-Sammlung beherbergte. Auf den Bildern zu sehen waren DVDs, Pornobücher und eine geöffnete Nachtschrank-Schublade, in der ein pornografisches Magazin neben Bildern von Babies zu sehen war. Der Rechtsexperte und Prozessbeobachter Jim Moret sprach von einem "schwierigen Tag für Jackson". Er wies darauf hin, dass das vorgelegte Material keine Kinder-Pornographie enthielt. "Die Frage ist nun, was das alles mit dem angeblichen Opfer zu tun hat", sagte Moret. Die Vernehmung des 15-jährigen Klägers war am Vortag zu Ende gegangen.
Die Geschworenen haben außerdem Einzelheiten über die Polizeiermittlungen erfahren. So räumte ein Polizist ein, dass Sex-Zeitschriften, die bei Michael Jackson konfisziert worden waren, zunächst nicht auf Fingerabdrücke untersucht wurden. Die Anklage hat ein Magazin mit den Fingerabdrücken von Jackson und dem heute 15 Jahre alten Beschuldiger als Beweismittel eingebracht. Jacksons Verteidiger argumentieren, dass der Junge die Hefte bei Anhöhrungen angefasst und so Spuren hinterlassen habe.

Quellen: AFP, dpa, Jackson IFC


19. März 2005: Michael äußert sich

"Mesereau war großartig." Mit diesen lobenden Worten für seinen Verteidiger verließ Michael Jackson am Montag das Gericht im kalifornischen Santa Maria. Im Kreuzverhör von Jacksons Anwalt Thomas Mesereau räumte der heute 15-jährige Hauptbelastungszeuge ein, der King of Pop sei "wie ein Vater" zu ihm gewesen. Er bestätigte auch, dass er einem Lehrer gesagt habe, Jackson habe ihm nichts getan. "Ich habe Dekan Alpert gesagt, dass er mir nie etwas getan hat", sagte der Junge. "Ich habe ihm das zwei Mal gesagt." Auf Mesereaus Frage, wann das Gespräch mit Alpert war, sagte der Zeuge der Anklage: "Ich glaube, nachdem ich von Neverland zurück war." Mesereau erinnerte den Jungen im Kreuzverhör daran, gesagt zu haben, Jackson habe ihm gesagt, Männer, die nicht masturbierten, könnten Frauen vergewaltigen. Im Protokoll seiner Aussage vor den Ermittlern habe er diese Geschichte jedoch seiner Großmutter zugeschrieben. "Warum hat sich deine Geschichte seit diesem Verhör und der Aussage vergangenen Donnerstag verändert?" fragte Mesereau. Der Junge antwortete, beide hätten ihm dasselbe gesagt, allerdings in einem anderen Zusammenhang. "Sie sagte mir, es sei OK, wenn man das macht", erklärte er. "Michael sagte, man muss es machen."

Quellen: AP, Jackson IFC


15. März 2005: Gavin zu Lehrer: MJ hat mir nichts getan

Im Verfahren gegen MJ hat der angeblich missbrauchte Junge zugegeben, gegenüber einem Lehrer jeden Missbrauch bestritten zu haben. "Ich habe ihm gesagt, dass er [MJ] mir nichts getan hat", sagte der heute 15-Jährige im Kreuzverhör der Verteidigung im kalifornischen Santa Maria, als ihn Jacksons Anwalt Thomas Mesereau mit der Aussage des Lehrers konfrontierte. Der Fernsehsender ABC berichtete, das besagte Gespräch zwischen dem Jungen und seinem Lehrer habe im Frühjahr 2003 stattgefunden. Der Jugendliche wirft Michael Jackson vor, ihn im Februar und März 2003 sexuell belästigt zu haben. Mesereau befragte den Jungen auch zu seinen Schulproblemen in jener Zeit, woraufhin der Teenager sagte, eine ganze Reihe von Lehrern habe sich damals über ihn beklagt. Er habe seine Hausaufgaben nicht gemacht und sei häufig mit den Lehrern aneinander geraten. "Ich war damals kein sehr braver Junge."

Quellen: AFP, Jackson IFC


15. März 2005: Richter lehnt Anträge ab

Michael Jackson steht nach Meinung der Staatsanwaltschaft kurz vor dem finanziellen Bankrott. Von 1999 bis 2001 habe er jährlich 35 Millionen Dollar ausgegeben, obwohl er nur elf bis zwölf Millionen Dollar im Jahr eingenommen habe. Der King of Pop habe trotz 100 Millionen verkaufter Platten möglicherweise bis zu 300 Millionen Dollar Schulden, sagte der stellvertretende Staatsanwalt Gordon Auchincloss am Freitagabend vor Gericht in Santa Maria im Bundesstaat Kalifornien. Mit der Begründung, dass Jacksons Schuldenberg einige der ihm angelasteten Straftaten erklären könnte, beantragte Auchincloss, die Finanzlage des Musikers vor Gericht darzulegen.
Jacksons Verteidigung widersprach der These vom Bankrott und meinte, dass die Finanzen des Stars für den Prozess unbedeutend seien. Daraufhin wies Richter Rodney Melville Ankläger und Verteidiger an, sich zu Beratungen zusammenzusetzen und am kommenden Donnerstag (17. März) einen gemeinsamen Vorschlag vorzubringen. Über Michael Jacksons finanzielle Lage wird seit Jahren spekuliert, schrieb die "Los Angeles Times" am Samstag. Demnach lebe der Popstar nicht nur vom Verkauf seiner eigenen Alben, sondern ebenso von den Einnahmen aus mehr als 250 Beatles-Songs und Elvis-Presley-Titeln, deren Rechte er 1985 erworben hatte. Diese Rechte allein sollen jährlich etwa 80 Millionen Dollar an Tantiemen einbringen, schreibt die Zeitung. Die Hälfte dieser Rechte habe Jackson aber 1995 an Sony veräußert - zum Preis von damals 100 Millionen Dollar. Seitdem unterhalte er eine lukrative Partnerschaft mit dem Unternehmen, deren Wert bis zu einer Milliarde Dollar geschätzt wird. Auf der anderen Seite habe Jackson durch die Neverland Ranch und mehr als 50 Angestellte seines privaten Vergnügungsparks Ausgaben von monatlich zwei Millionen Dollar.
Außer dem Antrag, alle finanziellen Einzelheiten vor der Jury aufzurollen, lehnte Richter Melville noch gutes Dutzend weiterer Anträge ab: So darf die Jury nicht, wie von der Verteidigung erhofft, Jacksons Neverland Ranch einen Tag lang besichtigen. Ebenso werden keine Kopien des auf Video festgehaltenen Belastungsmaterials gegen Jackson gefertigt und verteilt. Michael Jackson selbst war bei der Anhörung am Freitag nicht anwesend. Ein Sprecher erklärte, Mr. Jackson leide weiterhin an einer Rückenverletzung. Damit war auch sein verspäteter Auftritt vor Gericht am Vortag begründet worden, als der King of Pop erst nach Erlass eines Haftbefehls in Pyjama und Pantoffeln erschien.

Quellen: FAZ.net, dpa, Jackson IFC


15. März 2005: Michaels Orden

Erneut sorgen Orden, die Michael während des Prozesses trug, für Aufsehen: In Großbritannien wird er heftig angegriffen, weil er Abzeichen und Orden britischer Regimenter als Schmuck trägt. Praktisch jeden Tag sei Jackson nun bei Gericht erschienen, jedes Mal mit einem anderen militärischen Symbol um den Hals oder zumindest an der Jacke. "Es ist widerlich", sagte Des Mawby (73) gegenüber der Sun. Der Mann, der zehn Jahre im Royal Warwickshire Regiment diente, erregte sich darüber, dass Jackson auch ein Abzeichen seiner Einheit trug: "Er hat kein Recht, es zu tragen. Und es ist falsch, dass etwas, das vielen tapferen Männern so viel bedeutet, als Mode-Accessoire getragen wird." Jackson, der unter anderem die Abzeichen der Uniformmützen um den Hals trägt, hat nach Ansicht eines anderen Veteranen damit "seine Unreife" bewiesen. Die Abzeichen und Orden sind in den USA für wenige Dollar bei Militaria-Händlern erhältlich.

Quellen: kool, Jackson IFC


14. März 2005: Wichtige Sitzung heute

Michaels Anwalt Thomas Mesereau will heute eine solche Menge an Material vorlegen, dass angenommen wird, die Verhandlung könne sich bis nach Mitternacht hinziehen. Wir sind alle gespannt!


13. März 2005: Zeugin sagt: Die Familie hat das alles geplant

Fox veröffentlichte diesen Artikel:
Eine enge Freundin der Familie Arvizo wird eine erstaunliche Aussage machen, wenn sie von der Verteidigung aufgerufen wird.
"Sie wird sagen, dass die Tochter ihr erzählt hat, sie würden Michael Jacksons Heim besitzen." Das sagt H. Russell Halpern, Anwalt des Vaters der Kinder.
Was Halpern sagt, ist interessant, denn es berührt den Kern der Beziehungen innerhalb dieser Familie. Diese Geschichten könnten ans Licht kommen, wenn die Verteidigung ihren Fall präsentiert. Aber bisher hat Jacksons Verteidigungs-Team Halpern noch nicht um Unterstützung gebeten, sagt er.
Halpern hat eine Menge Publicity, weil er seit dem Anfang des Jackson-Skandals so viele Interviews gegeben hat. Auf der anderen Seite hat er noch nie eine Geschichte verkauft, und sein Interesse an der Familie ist wahrscheinlich näher an der Wahrheit als das Anderer. Er hat über Jahre hinweg sowohl ihre ehelichen Rechtstreitigkeiten als auch ihre Strafsachen geregelt.
Halpern sagt, dass, zu einem Zeitpunkt bevor all dies angefangen hatte, das älteste Kind dieses Paares, ihre Tochter, nach einem Streit mit der Mutter zu einem Freund der Familie gezogen war. "Sie erzählte dem Freund, dass sie Michael Jacksons Haus kriegen würden", erzählte Halpern mir. "Die Tochter hat außerdem behauptet, dass ihre Mutter sie geschlagen habe. Später hat sie das zurück genommen und sagte, es sei ihr Vater gewesen."
Letzte Woche hat Halpern Presseorganisationen gegenüber bestätigt, dass der Junge aus diesem Fall mal eine Sozialamt-Untersuchung gegen seine Mutter wegen Missbrauchs angefacht hatte. Seltsamerweise sagt Halpern auch, dass die Mutter an einem Punkt des elterlichen Ehekriegs die beiden Söhne dazu gebracht hatte, Briefe zu unterschreieben, in denen stand, sie wollten ihren Vater nie mehr sehen. Die Tochter wollte nicht unterschreiben, obwohl die Mutter bei einer ihrer vielen Familiengerichts-Rangeleien behauptet hatte, der Vater sei zur Schule der Tochter gegangen und habe gedroht, sie zu töten. Für diesen Vorfall gab es jedoch keine Zeugen.
Die Tochter, heute 18, zog 2003 von ihrer Mutter und ihren Brüdern weg zu ihren Großeltern mütterlicherseits, gerade als der Jackson-Skandal los ging. Meine Quellen argumentieren schon lange damit, dass sie das getan hat, weil sie mit den Handlungen ihrer Mutter in diesem Fall nicht einverstanden war.
Gestern hat Jacksons Verteidiger Thomas Mesereau Jr. die Mutter in seinen Eröffnungsbemerkungen als eine werdende Gaunerin, die eine Menge Leute betrüge, besonders Berühmtheiten, um an Geld zu kommen, und die Krankheiten ihrer Kinder und ihre anscheinende Armut als Köder benutze.
Soviel ist unbestreitbar: Die Mutter hat private Quellen, inklusive des Los Angeles Police Departmens, mehrfach um finanzielle Hilfe angebettelt, ohne jemals jemandem zu sagen, dass sie auch schon prominente Hilfe, Wohlfahrtsschecks und eine sechsstellige Zahlung aus dem JCPenney-Fall erhalten hatte.
Mesereau hat also einen Berg von Beweisen, um zu zeigen, dass die Mutter mehr als, wie es der Staatsanwalt Tom Sneddon gestern in seinen Eröffnungsbemerkungen nannte, "viele Fehler gemacht hat". Mesereau will beweisen, wenn alles klappt, dass der einzige "Fehler" der Mutter das Hinterlassen der Spur war, die direkt zu ihr selbst führt.

Quelle: MJJ Source


11. März 2005: Richter Melville drohte, MJ festnehmen zu lassen

Im Prozess gegen Michael Jackson haben gestern Gesundheitsprobleme des Angeklagten für Wirbel gesorgt. Als der Sänger nicht im Gerichtssaal auftauchte, drohte der Richter mit einem Haftbefehl, falls Jackson nicht innerhalb einer Stunde erscheine. Daraufhin fand sich der Angeklagte, der gegen eine Kaution von mehreren Millionen Dollar auf freiem Fuß ist, im Pyjama doch noch im Gericht im kalifornischen Santa Maria ein, mit einer Stunde und fünf Minuten Verspätung. Mit langsamen Schritten legte er den Weg von seinem Fahrzeug in das Gerichtsgebäude zurück. Dabei wurde er von seinen Eltern begleitet. Jackson-Sprecherin Ramone Bain zufolge hatte der Popstar am frühen Morgen beim Anziehen akute Rückenprobleme erlitten. Er habe sich daraufhin in die Notaufnahme eines Spitals begeben müssen. Sein Anwalt hatte das überraschende Fehlen zu Beginn des Verhandlungstages entschuldigt.

Quellen: SF DRS, AFP, Jackson IFC


11. März 2005: Gavins Aussage

Im Kindesmissbrauchs-Prozess gegen den US-Popstar Michael Jackson ist am Mittwoch der 15-jährige Kläger in den Zeugenstand getreten. "Ja, das ist Michael Jackson", sagte der Junge mit fester Stimme, als er zu Beginn seiner Aussage die Identität des weltberühmten Angeklagten bestätigen sollte. Dabei saß Jackson nur gut drei Meter von ihm entfernt. Der Saal des Bezirksgerichts im kalifornischen Santa Maria war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Der heute 15-jährige Junge sagte aus, in Jacksons Schlafzimmer übernachtet und gemeinsam mit dem Star Porno-Websites angesehen zu haben. Für ihn sei der Musiker "der coolste Typ der Welt" gewesen, als er ihn auf seine "Neverland-Ranch" einlud. Damals habe der "King of Pop" ihn in seinem Krankenhauszimmer angerufen, wo er wegen einer Krebserkrankung behandelt wurde. Bei seinem ersten Besuch auf Jacksons Ranch habe der Star ihm und seinem Bruder vorgeschlagen, dort zu übernachten. Seine Eltern hätten eingewilligt, berichtete der 15-Jährige.
Bei ihrer ersten Übernachtung auf der Ranch hätten die Brüder und Jackson gemeinsam rund eine halbe Stunde lang Porno-Websites im Internet angeschaut. Bei einem späteren Besuch in "Neverland" habe Jackson ihn dazu gebracht, sich von dem britischen Journalisten Martin Bashir filmen zu lassen. Der Popstar habe ihm dabei vorgemacht, es handele sich lediglich um "Probeaufnahmen". Jackson habe ihm aufgetragen, ihn vor der Kamera "Daddy" zu nennen und zu erzählen, der Sänger haben ihm sehr geholfen und ihn "praktisch vom Krebs geheilt". Auf die Frage, ob dies wahr sei, sagte der Junge: "Nicht wirklich, weil er die meiste Zeit meiner Krebs-Krankheit noch nicht einmal da war."

Quellen: AFP, Jackson IFC


11. März 2005: Bruder der Lüge überführt

Der jüngere Bruder des angeblichen Opfers im Missbrauchsprozess gegen Michael Jackson hat am Dienstag im Kreuzverhör zugegeben, gelogen zu haben. In einer teilweise scharfen Befragung durch Jackson-Verteidiger Thomas Mesereau räumte der 14 Jahre alte Junge ein, in einem früheren Gerichtsverfahren unter Eid falsche Angaben gemacht zu haben. Der Bruder des Klägers habe bei jeder Befragung "eine andere Version der Ereignisse" geliefert, sagte Mesereau. Im Jahr 2000 hatte die Familie in einem Disput um angeblichen Ladendiebstahl ein Warenhaus auf Schadenersatz verklagt [Jackson.ch berichtete].
Mesereau wies den Jungen auch auf Unstimmigkeiten in seinen Aussagen über die angebliche Belästigung durch Jackson hin, die der jüngere Bruder beobachtet haben will. "Ich kann mich nicht genau erinnern, was ich früher gesagt habe", zitierte die "Los Angeles Times" den Teenager im Zeugenstand. Mesereau legte dem Jungen auch eine Sex-Zeitschrift vor, die Jackson den Brüdern laut Aussage des 14jährigen im Frühjahr 2003 gezeigt haben soll. Das Magazin war aber erst vier Monate nach dem letzten Aufenthalt der Jungen auf Jacksons Neverland Ranch im Handel erschienen. "Es war nicht genau das, das er uns gezeigt hat", sagte der Teenager zu seiner Verteidigung, "Ich habe nur gesagt, er hat uns solche Zeitschriften gezeigt."
Am Montag hatte der Bruder vor der Jury geschildert, wie sein heute 15 Jahre alter Bruder im Frühjahr 2003 von dem Popstar unsittlich berührt worden sei. Der Aussage nach soll Jackson in seinem Schlafzimmer den schlafenden Jungen angefasst und sich dabei selbst befriedigt haben. Zwei Mal habe er diesen nächtlichen Vorgang von der Zimmertür aus heimlich beobachtet, aber zunächst niemandem davon erzählt, erklärte der Zeuge. Im Kreuzverhör sagte der Bruder, dass beim Betreten von Jacksons Schlafzimmerflur wie üblich ein Alarm angegangen sei. Prozessbeobachter stellten sich prompt die Frage, warum der Sänger durch dieses Geräusch nicht aufgeschreckt wurde.
Jetzt präsentierte der Anwalt Jacksons die Niederschrift einer früheren Aussage des Jungen bei der Polizei. Darin hatte er angegeben, als er das zweite Mal Augenzeuge geworden sei, habe er auf einer Couch gelegen und sich schlafend gestellt. Der Junge erklärte Widersprüche zwischen seinen Angaben damit, dass er damals bei der polizeilichen Einvernahme nervös gewesen sei. Am Dienstag hatte Mesereau das Protokoll einer im Vorverfahren gemachten Aussage eines psychologischen Sachverständigen vorgelegt, der den Jungen befragt hatte. In dieser Niederschrift waren wesentliche Details wiederum anders geschildert.

Quellen: FAZ.net, Spiegel Online, Jackson IFC


09. März 2005: Gavins Bruder hat ausgesagt

Michael Jackson ist von dem jüngeren Bruder seines angeblichen Missbrauchopfers schwer beschuldigt worden. Er habe beobachtet, wie sein heute 15 Jahre alter Bruder im Frühjahr 2003 von Jackson unsittlich berührt wurde, sagte der 14-Jährige vor Gericht in Santa Maria. Er ist der einzige Zeuge, der die sexuelle Belästigung mit eigenen Augen gesehen haben will. "Ich sah Michaels linke Hand in der Unterhose meines Bruders und die rechte Hand in Michaels Unterwäsche." Dabei habe sich der Sänger selbst befriedigt, führte er weiter aus.
Am ersten Tag seiner Aussage gab der Junge auch zu Protokoll, dass sich Jackson den beiden Brüdern nackt gezeigt und sich mit ihnen Porno-Webseiten angeschaut habe. Zudem habe der Popstar ihnen mehrmals Wein zu trinken gegeben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Sänger neben sexueller Belästigung auch vor, er habe sein Opfer mit Alkohol gefügig gemacht. Die Befragung des Jungen durch die Staatsanwaltschaft sollte am Dienstag fortgesetzt werden, mit einem anschließenden Kreuzverhör durch Jackson-Anwalt Thomas Mesereau.
Der Jury präsentierte Mesereau am Montag eine halbstündige Tonaufzeichnung, in der die Geschwister und deren Mutter Jackson als Vaterfigur und großzügigen Helfer priesen. In der vergangenen Woche hatte Mesereau die Schwester zu dem Eingeständnis gebracht, dass sie und ihre Mutter bei einer früheren Befragung durch Sozialarbeiter teilweise gelogen hatten. Der jüngere Bruder gab an, sich vor Jackson "geekelt" zu haben, als er sich an einem Abend nackt vor ihnen zeigte. Der Junge gab aber auch widersprüchliche Antworten, zu welchem Zeitpunkt er und sein Bruder in Jacksons Schlafzimmer übernachteten.

Quellen: dpa, Jackson IFC


09. März 2005: Gavins Schwester gibt Lügen zu

Im Prozess gegen Michael Jackson hat die Schwester des mutmaßlichen Opfers ausgesagt. Die 18-Jährige berichtete, Jackson habe sie und ihre Familie im Februar 2003 in ein Hotel in Florida eingeladen. Dort habe der Sänger ihren damals 13-jährigen Bruder mehrfach für einen Zeitraum von 15 bis 30 Minuten in sein Zimmer mitgenommen und die Tür geschlossen. Anschließend sei ihr Bruder sehr aufgekratzt gewesen.
Ohne Einzelheiten zu nennen, sprach die 18-Jährige vor Gericht von Morddrohungen gegen ihre auf Jacksons Neverland-Ranch festgehaltene Familie. Ein Vertrauter des Popstars habe ihnen von "Morddrohungen" gegen sie erzählt. Sie hätten auf der Ranch wie in der Falle gesessen. "Wir waren verängstigt. Es war sehr aggressiv. Vor allem meine Mutter wollte uns dort raushaben", sagte die junge Frau am dritten Tag der Zeugenvernehmung. Später sei die Familie mitten in der Nacht gezwungen worden, ein MJ entlastendes Video zu drehen. Sie seien angewiesen worden, "nette Sachen über Jackson zu sagen und nichts darüber, was auf der Ranch vor sich geht". Der Mitarbeiter habe ihnen ein Blatt mit Beispielen für Aussagen gegeben: "Es war wie eine Art Skript." Später hätten sie Jacksons Ranch verlassen dürfen.
Die Zeugin nahm auch zu dem Vorwurf Stellung, wonach Jackson die Minderjährigen mit Alkohol gefügig gemacht haben soll. "Ich sah, wie Mr. Jackson Wein in einen Becher goss", sagte die Frau vor den zwölf Geschworenen. Anschließend habe der King of Pop allen vier Kindern den Wein gereicht - auch ihr; sie hätten getrunken.
Der Jury in dem Missbrauchsprozess wurde zudem ein Polizeivideo gezeigt, das während einer Durchsuchung der Neverland-Ranch gedreht wurde. Die Geschworenen erhielten Einblick in das zweigeschossige Wohn- und Schlafzimmer, in dem Jackson nach den Aussagen des Bruders seines angeblichen Opfers "masturbierte", während er den Jungen unsittlich berührte. Auf dem Band waren im unteren Stockwerk ein Flügel und auf der oberen Etage ein riesiges Bett zu sehen, bedeckt von einer Decke mit blauem Satinbezug. An mehreren Stellen waren Stofftiere und Spielzeug verstreut. In dem Schlafraum soll Jackson den Jungen Porno-Magazine und -Internetseiten gezeigt haben. Die bei der Durchsuchung laut Polizei sichergestellten Magazine waren auf dem Video nicht zu sehen.
Weiterhin hat die Schwester des Hauptbelastungszeugen zwei Falschaussagen eingeräumt. Vor einer Woche gab die 18-jährige Studentin an, sie habe nichts über einen Zivilprozess ihrer Familie gegen eine Ladenkette gewusst. Im Kreuzverhör durch Jacksons Verteidiger Thomas Mesereau musste sie am Montag richtig stellen, dass sie dabei gewesen sei, als ihr Bruder damals eine Aussage gemacht habe. Sie könne sich jetzt erinnern, nachdem der Begriff "protokollierte Aussage" gebraucht worden sei. Jackson-Anwalt Mesereau verwies auch darauf, dass sie letzte Woche ausgesagt habe, sie wisse nichts von Betragensproblemen ihres Bruders an dessen Schule. Dem Aussageprotokoll zufolge habe der Bruder aber angegeben, dass er von der Schule verwiesen worden sei. Dazu sagte die Zeugin nun: "Ich erinnere mich nicht, dass er das gesagt hat."

Quellen: AP, AFP, Jackson IFC


09. März 2005: Aussage einer Ex-Beraterin

Im Prozess gegen Michael Jackson hat eine ehemalige PR-Beraterin schwere Vorwürfe gegen enge Mitarbeiter des Sängers erhoben. Sie habe das Gefühl gehabt, diese hätten auch vor einer Entführung des jetzt 15 Jahre alten Anklägers Gavin Arvizo und seiner Familie nicht haltgemacht, sagte die Image-Beraterin Ann Marie Kite vor dem Gericht in Santa Maria. Auf Nachfragen der Verteidigung räumte sie ein, dass Jackson in die Pläne möglicherweise nicht eingeweiht gewesen sei. Ihrer Meinung nach hätten seine Mitarbeiter nicht immer in seinem Interesse gehandelt, sagte Kite.
Sie war kurz nach der Ausstrahlung des britischen Dokumentarfilms über Jacksons Verhältnis zu Kindern im Februar 2003 zur Schadensbegrenzung eingestellt worden. Sechs Tage später wurde sie nach ihrer Kritik an der Behandlung des krebskranken Jungen und seiner Familie wieder gefeuert. Im Kreuzverhör mit Jacksons Verteidiger Thomas Mesereau sagte sie aus, den Star selbst niemals getroffen zu haben. Sie habe immer wieder das Gefühl gehabt, er sei in die Entscheidungen und Handlungen seiner Mitarbeiter nicht eingeweiht.

Quellen: AFP, Jackson IFC


09. März 2005: Es geht mal wieder um Michaels angebliche Schulden

Michael Jackson ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit mehr als 275 Millionen Dollar (rund 210 Millionen €uro) verschuldet. Diesen Betrag müsse MJ bis zum Jahresende zurückzahlen, hieß es in den vor Gericht im kalifornischen Santa Maria veröffentlichten Dokumenten des Anklägers Gordon Auchincloss. Schon Anfang 2003 sei Michael Jackson so hoch verschuldet gewesen. Vor dem Hintergrund seiner immensen Schulden habe er sein mutmaßliches Opfer und dessen Familie auf seiner Neverland Ranch festgehalten, hieß es weiter. So habe er verhindern wollen, dass weitere Vorwürfe gegen ihn an die Öffentlichtkeit gelangten. Auchincloss verlangte die Veröffentlichung der Unterlagen zu den finanziellen Verhältnissen des Popstars.

Quellen: AFP, Jackson IFC


09. März 2005: Gerüchte um Auftritt bei der WM

Das europäische Management der Jackson-Familie ist Meldungen über einen möglichen Auftritt von Popstar Michael Jackson bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland entgegengetreten. In Lindlar bei Köln sagte Manager Ralf Seßelberg am Freitag, beim Besuch von Joseph Jackson, dem Vater von Michael, beim DFB sei darüber nicht gesprochen worden. Jackson senior habe sich lediglich über die Planungen für die Meisterschaft informieren lassen, erklärte Seßelberg.

Quellen: AFP, Jackson IFC


09. März 2005: Belästigungsklage gegen Jackson-Doppelgänger

Michael Jacksons Doppelgänger, der den "Bad"-Sänger in dem umstrittenen Fernsehfilm "Man In The Mirror" gespielt hat, ist wegen sexueller Belästigung angeklagt worden.
Flex Alexander steht nun wie sein Idol vor Gericht und muss sich mit Missbrauchsvorwürfen auseinandersetzen. Laut den Gerichtsakten, die der amerikanischen Gerichtssendung "Celebrity Justice" vorliegen, ist Alexander von einer ehemaligen Schauspielerin der US-Fernsehserie "One On One", in der auch Alexander mitgewirkt hat, verklagt worden. In der Klage behauptet die ungenannte Frau, dass sie Alexander in einem kalifornischen Country-Club kennen gelernt und er ihr angeboten hat, ihr eine Rolle in seiner Serie zu beschaffen. Nach nur einer Staffel hat sie allerdings diese Rolle wieder verloren, weil sie sich geweigert hat, mit dem Schauspieler eine sexuelle Beziehung einzugehen. Während der Dreharbeiten soll Alexander auch versucht haben sie zu küssen. Außerdem habe er unpassende Unterhaltungen über seine Abhängigkeit von Pornofilmen mit ihr führen wollen.
Die Frau hat desweiteren auf Schadenersatz wegen unrechtmäßiger Kündigung geklagt und verlangt eine Wiedergutmachung von 2,25 Millionen Dollar. Flex Alexander ist seit fünf Jahren mit der Schauspielerin und Sängerin Shanice Wilson verheiratet.

Quelle: GMX


09. März 2005: Positiver Rückblick

Am Ende der ersten Prozesswoche hat der wegen Kindesmissbrauchs angeklagte Popstar Michael Jackson den bisherigen Verlauf als "sehr gut" bezeichnet. Beim Verlassen des Gerichts in Santa Maria sagte seine Sprecherin Ramone Bain, die Zeugen der Anklage hätten sich in Zeugen für die Verteidigung verwandelt.

Quellen: AFP, dpa, Jackson IFC


09. März 2005: Aussage einer Ex-Beraterin

Im Prozess gegen Michael Jackson hat die Staatsanwaltschaft einen holperigen Start hingelegt. Der britische TV-Journalist Martin Bashir erwies sich am Dienstag in Santa Maria als widerwilliger erster Zeuge. Die Staatsanwälte verzichteten deshalb darauf, ihn eingehend zu befragen, und zeigten lediglich seine TV-Dokumentation, die das Verfahren gegen Michael Jackson ins Rollen gebracht hatte. Dem Kreuzverhör der Verteidiger wich Bashir mit Verweis auf die Vertraulichkeit seiner Recherchen mehrfach aus. Seine Anwälte unterbrachen die Befragung mehrfach und erklärten, dass er als Journalist über unveröffentlichtes Material keine Auskunft geben müsse.
Michael Jacksons Verteidiger Thomas Mesereau warf dem Zeugen vor, er habe bei der Erarbeitung der Dokumentation das Vertrauen des Stars missbraucht. Bashir wollte sich dazu nicht äußern. Er musste jedoch einräumen, schon einmal wegen Verstoßes gegen ethische Prinzipien gerügt worden zu sein. Die Verteidigung kündigte an, ihn erneut als eigenen Zeugen aufrufen zu wollen.

Quellen: Die Welt, AFP, Jackson IFC