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  • 22.01.2005: Meeting mit Joseph Jackson

    jackson.ch traf den Vater des Jackson Clans im Januar 2005. Kurz bevor der umstrittene Prozess wegen Kindsbelästigung gegen Michael Jackson eröffnet wurde…

     

    Am 22. Januar 2005 haben vier Vertreter der Swiss Michael Jackson Community Joseph Jackson (75) in Berlin getroffen. In fast familiärer Atmosphäre saßen wir in seiner kleinen Suite im Regent Hotel (ehemals Four Seasons) beisammen. Der oft so grimmig wirkende Mann war durchweg freundlich, bedankte sich ausdrücklich für unsere Unterstützung, die der ganzen Familie Jackson enorm helfe, und wollte genau wissen, was wir tun und welche Einflüsse wir auf die Schweizer Medien haben. Ihm war die Anstrengung, die die Vorwürfe gegen seinen Sohn auch für ihn bedeuten, deutlich anzumerken; sowohl seine als auch Katherines Gesundheit leiden darunter [Jackson.ch berichtete]. Er betonte aber, sie seien alle stark und werden diese harten Zeiten gemeinsam durchstehen.

    Keine Beweise
    Auf unsere Frage, was Michael tun kann, falls die Geschworenen ihn für schuldig befinden, erklärte Josephs Assistent Shawn Andrews uns die Möglichkeiten der Berufung, um dann voller Überzeugung festzustellen: „Dazu wird es nicht kommen. Sie [die Anklage] haben nichts.“ Er verdeutlichte dies daran, dass Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon, den er „Sheldon“ nannte (nach Michaels Song D.S. auf HIStory), momentan versuche, Jermaines Sohn zu einer Aussage gegen seinen Onkel zu bewegen. Joseph ist der Meinung, dass Gavins Mutter Michael aus Geldsucht angezeigt hat und die Anwälte nicht nur keine Beweise haben, sondern den Ablauf des Verfahrens auch noch mutwillig verzögern. So wurden umfanjoe_portrait_smallgreiche Schriftstücke so kurzfristig an die Verteidigung weitergegeben, dass diese Vertagungen beantragen musste, um sich adäquat vorbereiten zu können [Jackson.ch berichtete]. Außerdem verbreite die Anklage immer wieder Gerüchte, die die Familie Jackson wegen des Gag Deals nicht dementieren konnten. All das habe Richter Melville zu lange durchgehen lassen, bis er Michael kürzlich eine Stellungnahme erlaubte.

    Gerade stehen
    Joseph wies auch auf die Verdienstausfälle hin, die Michael durch das langwierige Verfahren erleidet. So war die Show, die Celine Dion momentan in Las Vegas macht, ursprünglich für den King of Pop geplant, und Touren sind seit langem nicht möglich. Dafür werde die Anklage gerade stehen müssen, so Shawn Andrews.
    Joseph versicherte, dass Michael nach dem Ende des Prozesses gleich neue Projekte beginnen werde, zumal die Sony-Zeiten endgültig vorbei seien. Auch der Name Tommy Mottola rief verständlicherweise Unmut hervor. Hier verwies Shawn Andrews darauf, dass Michael ohne Werbung und trotz blockierter Nachlieferungen bei Invincible ca. die vierfache Menge an CDs von beispielsweise Britney Spears verkauft habe und trotzdem als Flop bezeichnet werde.

    Gerüchte richtig stellen
    Schlimmer noch als in der Schweiz und Deutschland behandeln die amerikanischen Medien die Jacksons. So hieß es dort zum Beispiel, Michael habe nach dem ersten Gerichtstermin nur aus Angabe auf dem Wagen getanzt. Joseph versicherte aber wiederholt, dass es seinem Sohn darum ging, seine Dankbarkeit den Fans gegenüber zu zeigen, die von überall in der Welt angereist waren [Jackson.ch berichtete]. Deswegen bittet er uns alle, weiter für Michael zu kämpfen und dumme Gerüchte richtig zu stellen. Er selber werde wie der Rest der Familie zu seinem Sohn halten; zwar werde er immer viel verreisen, wenn es ihm in den USA zu viel wird, aber er sagte, er werde jedes Mal zurückkehren. Und Michael genauso.

    Angesprochen auf die seit langem geplante Jackson 5 Reunion konnte oder wollte uns Joe keine Details verraten, meinte jedoch, dass es immer möglich sei.
    Nach knapp 40min musste Joe dann zu einer Pressekonferenz aufbrechen. Wir haben ihm unsere Geschenke überreicht und Fotos gemacht. Unter anderem bekam er ein Kochbuch mit typischen CH-Gerichten. (Die Schweiz mag er übrigens, nur finde er es schade, dass es immer soviel kälter sei als in Kalifornien.)

    Natürlich überreichten wir ihm auch das Heft für Michael mit euren Nachrichten, Demo-Fotos usw. Joe begutachtete die Dokumentation sofort mit Interesse, bedankte sich und versprach, es an Michael weiterzugeben.

    von Vanita Balfer

    Von links nach rechts: Ueli, Renata, Vanita und Thomas mit Joseph Jackson

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