«Make That Change»

Ueli Meier

Eine der faszinierendsten, triumphalsten und tragischsten Lebensgeschichten

«Michael Jackson: Botschaft und Schicksal eines spirituellen Revolutionärs». Für die erste Buchvernissage von «Make That Change» hat die Hauptautorin Sophia Pade den weiten Weg aus Norddeutschland bis nach Zürich nicht angetreten. Jedoch empfangen Co-Autor Armin Risi und Verleger Ronald Zürrer die Besucher: Über 200 Menschen haben an diesem Montag-Abend vom 12. Dezember 2016 den Weg in den weissen Saal vom Volkshaus gefunden. Bewunderer von Armin Risis philosophischen Vorträgen und Büchern, ebenso treue Leser vom Govinda-Verlag. Die meisten sind überrascht, einige sogar irritiert darüber, wieso Armin Risi ausgerechnet an einem Buch über Michael Jackson mitgearbeitet hat. Die Neugier gepackt hat sie aber alle. Und als Song für Song abgespielt und die Songtexte anschliessend beleuchtet werden, ist es mucksmäuschenstill im fast bis in die hintersten Reihen gefüllten Saal.

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Einleitend liest der Veda-Philosoph, Dichter und Autor Armin Risi seinen Beschrieb auf der Rückseite der Michael Jackson Biografie vor und erklärt das «Earth Song»-Bild, das Michael mit einem Soldaten zeigt.

«Michael Jackson war nicht nur ein brillanter und innovativer Sänger, Komponist, Tänzer und Choreograf, sondern auch ein Friedensbotschafter und ein spiritueller Revolutionär. Make That Change, der berühmte Aufruf aus dem Song Man in the Mirror, war sein erklärtes Ziel. Mit seinem weltweiten Einfluss wollte er konkrete Veränderungen bewirken – nicht durch Bekämpfung der Dunkelheit, sondern durch die Stärkung des Lichts: Liebe, Heilung, Wohltätigkeit, Schutz der Kinder.» Und genau da hätten die falschen Anschuldigungen und der Rufmord angesetzt. «Es ging um Geld und Macht und mehr noch um eine spirituelle Dimension: die Botschaft des Lichts, die immer wieder bekämpft und ins Gegenteil verdreht wird, insbesondere durch Angriffe auf den Botschafter…» Armin Risi ist überzeugt: «Was im Leben des King of Pop geschah, ist ein entlarvender Spiegel unserer Zeit, ebenso wie die Umstände, die zu seinem Tod führten.»

Talent und Machtkämpfe

«Make That Change» schildert eindrücklich Michael Jacksons faszinierende Aufstieg vom aussergewöhnlich talentierten Kinderstar zum globalen Megastar, der Millionen von Menschen erreichte. Darüber hinaus setzt sich die Biografie weitsichtig mit diversen Wegbegleitern auseinander. Spätestens seit Michael Jackson im Jahr 1985 den ATV-Musikverlag gekauft hatte, waren viele Partner und Berater nicht mehr nur daran interessiert, in seinem Sinn zu handeln. Es ist mitunter ein Grund, wieso er in den letzten 20 Jahren seines Lebens so oft – abgesehen von wenigen Ausnahmen – Mitarbeiter, Geschäftspartner, Manager und Anwälte austauschte. Einerseits wollte er ehrgeizige Partner um sich haben, die sich nicht auf alten Erfolgen ausruhen. Andererseits wurde seine zunehmende Paranoia – von Mitarbeitern hintergangen zu werden – von vielen ausgenutzt, indem sie sich mit Lügen und Halbwahrheiten über Andere den Zugang erschlichen. Einer, der von diesen belastenden Machtkämpfen im inneren Zirkel Michael Jacksons berichtet, ist Thomas Mesereau, der Anwalt, der ihn 2005 vor Gericht vertreten hatte.

Absurde Vorwürfe

_dsc0050Das Buch «Make That Change» weist auf diverse suspekte Vorgänge und Verbindungen rund um den King of Pop hin, die aufhorchen lassen. So wird nicht nur der offensichtlich konstruierte Chandler-Fall von 1993 detailliert aufgearbeitet, sondern auch die Anwälte kritisch unter die Lupe genommen, die es letztendlich gegen den Willen von MJ fertig brachten, dass man sich mit der Chandler-Familie aussergerichtlich mit Geld einigte. Dies machte erst möglich, dass es 2003 bis 2005 zu einem weiteren Fall kommen konnte, der vor Gericht dann jedoch mit einem Freispruch Michael Jacksons in allen Anklagepunkten endete.

Auch die Absurdität dieses zweiten Falles wird detailliert dargelegt. Wie unverhältnismässig Steuergeld ausgegeben wurde, obwohl das «Los Angeles County Department of Child and Family Services» ihre Akten bereits geschlossen hatte. Das Departement hatte Verdacht auf Kindsmissbrauch geschöpft, nachdem die Dokumentation «Living with Michael Jackson» von Martin Bashir erstmals im Fernsehen gezeigt wurde. (Die angeblichen Vergehen, die letztendlich vor Gericht kamen, sollen alle nach der verleumdenden «Living with MJ»-Ausstrahlung stattgefunden haben. «Make That Change» erläutert, wieso sich Staatsanwalt Tom Sneddon einzig auf ein Zeitfenster von rund zwei Wochen konzentrieren musste, in der – wenn auch nur hypothetisch – irgend etwas hätte vorgefallen sein können. Zu einem Zeitpunkt, als MJ im höchsten Mass alarmiert war aufgrund der Reaktionen auf «Living with MJ». Die Durchsuchung von über 70 Polizisten von Neverland brachte keine stichfesten Beweise hervor. Auch nicht, als Anwesen von Geschäftspartnern durchsucht und Michael Jacksons Aktivitäten im Internet ausgewertet wurden.)

Ebenso wird die Vorgeschichte vom «This Is It»-Comeback angesehen. Und wie es zum derart tragischen Ende kommen konnte. Dabei werden verschiedene Fakten zusammen getragen und zusätzlich zur offiziellen Version mögliche alternative Szenarien beschrieben.

Zehn Jahre recherchiert

Obwohl «Make That Change» viele komplexe Themen angeht, liest es sich einfach und verständlich. Regelmässig wird auf Michael Jacksons Kunst eingegangen und dargelegt, wann er wie reagiert hat. Das bringt Auflockerung und dem Leser Michael Jacksons Videos und Songs näher. Selbst für eingefleischte MJ-Fans gibt es spannende Hinweise. Beispielsweise, wieso der HIStory-Teaser alles andere als das Werk eines grössenwahnsinnigen Musikers sei, sondern eine tiefgründige Antwort auf Kriegsverbrechen und den Missbrauch religiöser Symbole etwa vom dritten Reich. Auch wird aus vielen Interviews von Michael Jackson zitiert. Man erfährt, was Michael über Gott, die Welt und was wir von Kindern lernen können, dachte. Im Anhang wurde die ungekürzte Rede von Oxford 2001 auf Deutsch übersetzt, „How to forgive your father“. Michael Jacksons bewegender Vortrag zum Thema Erziehung und der Verbindung zwischen Eltern und ihren Kindern. Seine Gedanken dazu, wie die Liebe in diese trostlose Welt zurückkehren kann und wieso er fest an „Heal The World“ glaubt.

_dsc0066Die Biografie ist eine Wiederherstellung von Michael Jacksons Ruf und Würde. Über zehn Jahre lang hat Sophia Pade hierfür recherchiert, hunderte Gerichtsdokumente studiert, Interviews ausgewertet und sich mit Armin Risi über das Umfeld Michael Jacksons ins Bild gesetzt. Entstanden ist unter der Anleitung und Mitwirkung von Armin Risi ein 688 Seiten umfassendes Buch, inklusive 30 Seiten Quellenverzeichnis. Den Autoren war es wichtig, Transparenz zu schaffen, so wird im Text auf über 700 Einzelquellen verwiesen. Unter der zusätzlich aufgelisteten Literatur sind nebst diverser Autobiografien und MJ-Biografien auch brisante Bücher wie «The Trials of Michael Jackson» von Lynton Guest oder «Redemption – The Truth Behind the Michael Jackson Child Molestation Allegations» von Geraldine Hughes aufgelistet. (Eine frühere Angestellte von Rechtsanwalt Barry Rothman, der die Chandlers vertrat, bevor Larry Feldman den Fall übernahm.) Ein Stichwortverzeichnis gibt es auch.

Das Fazit

«Make That Change» fällt durch eine sehr gute, faktenbasierte Recherche auf. Vieles lässt Interpretationen zu – die von den Autoren ausgeführt oder dem Leser überlassen werden. Störend sind höchstens die allzu oft verwendeten, unnötigen Ausrufezeichen. Viele der Feststellungen sind an und für sich schon brisant.

Wer wissen möchte, was hinter den Kulissen vorgefallen ist, findet in diesem Buch praktisch alles, was bis ins Jahr 2016 bekannt wurde.

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Gleich nach dem Inhaltsverzeichnis wird Michael Jackson zitiert, dazu findet sich eine Zeichnung, die Michael Jacksons Ausstrahlung treffender kaum wiedergeben könnte. Der Verleger Ronald Zürrer, hat es zufällig im Internet gefunden und die Zeichnerin kontaktiert: Dominika Heublein aus Würzburg. Sie studiert derweil «Indologie» und «Digital Humanities». Hier können weitere ihrer Werke bestaunt werden.


Beim Govinda-Verlag kann «Make That Change» bereits jetzt bestellt werden.

Auf Amazon.de ist «Make That Change» ab dem 20. Januar 2017 erhältlich.

Am Montag, 23. Januar 2017 findet  die Deutschlandpremiere im Raum München statt: In Landsberg am Lech.

Am Samstag, 28. Januar 2017 findet im «Haus der Jugend» in Frankfurt in Anwesenheit der beiden Autoren Sophia Pade und Armin Risi eine große Buchpräsentation statt.


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«Earth Song» und «You Are Not Alone»

Bei der Buchpräsentation in Zürich weisen Armin Risi (links) und Ronald Zürrer mehrmals auf die Macht der Massenmedien hin, wie diese «Unschuldige zu Schuldigen machen, und Schuldige zu Unschuldigen machen können.»

Wenn man die Botschaft von Michael Jackson – unbeeinflusst von den negativen Berichten – näher kennenlernen wolle, lohne es sich bei seinen Songs genau zuzuhören. Es sei Unsinn, dass er an einem Messiah-Komplex gelitten habe. MJ habe seine Popularität dazu genutzt, um an den friedlichen Zusammenhalt der Menschen zu appellieren und auf Schandtaten hinzuweisen. Dabei habe er stets betont, dass er eine Veränderung nicht alleine, sondern nur mit Hilfe seiner Fans und Zuhörer erreichen könne, und das werde an mehreren Textstellen seiner Songs deutlich. Armin Risi und Ronald Zürrer spielen den Besuchern während der dreistündigen Präsentation die Songs «Man In The Mirror», «All In Your Name», «Cry», «You Are Not Alone», «Earth Song», «Will You Be There» und «Heal The World» vor.

Hierzu haben sie in einer am Eingang verteilten Broschüre sämtliche Songtexte ins Deutsche übersetzt und beleuchten deren Bedeutung. Sie machen auf viele mehrdeutige Zeilen aufmerksam und auf die wechselnden Perspektiven, aus denen Michael Jackson singt. (In der Ich-Perspektive, dann wieder aus Sicht Dritter an sich oder an uns gerichtet.)

«All In Your Name»

Die überraschende Songwahl «All In Your Name» erklären sie damit, dass sie die Harmonie zwischen Barry Gibb und Michael Jackson beeindruckt habe. Armin Risi und Ronald Zürrer erklären den Gästen, dass die beiden eine enge Freundschaft pflegten und Michael sogar der Patenonkel vom Sohn des Bee Gee Sängers, Michael Gibb, ist. Obschon «All In Your Name» erst nach Michael Jacksons Tod veröffentlicht wurde, sei der Antikriegs-Song bereits im Jahr 2002 geschrieben worden, als der Irak-Krieg vor der Tür stand. Sie weisen auf interessante Wechsel im Text hin. So singt Michael am Anfang «CARRY me to the gates of paradise, they’re the same» (trage mich zu den Toren des Paradieses, sie sind alle gleich), dann «FOLLOW me TO the gates of paradise» (folgt mir zu den Toren des Paradieses), und am Ende «Follow me THROUGH the gates of paradise» (folgt mir durch die Tore des Paradieses). Und der Zusatz «they’re the same» könnte als Hinweis auf die verschiedenen Religionen verstanden werden – dass verschiedene Wege beziehungsweise verschiedene Tore in Gottes Paradies führen. So nebenbei macht Ronald Zürrer auch auf Michaels Stimmenumfang aufmerksam. Im Gegensatz zu Barry Gibb singe Michael hier nicht Falsett («Kopfstimme»), sondern könne tatsächlich so hoch singen. Gemäss Stimmtrainer Seth Riggs vermag Michael Jackson seine Stimme über 3.5 Oktaven hinweg einzusetzen.

_dsc0041Sie hätten darüber nachgedacht, die Videos zu den Songs abzuspielen, doch der Aufwand, um die notwendigen Bewilligungen zu erhalten, habe sie letztlich davon abgehalten. «Wir möchten ihnen wirklich ans Herz legen, dass sie nach Hause gehen und sich diese Songs mit den dazugehörenden Bildern auf Youtube nochmals anhören.»

An der Buchvernissage ist die Begeisterung nicht nur Ronald Zürrer, sondern auch Armin Risi anzumerken. Er hatte früher nicht viel von Michael Jackson gehalten. Doch wie kam es zum Sinneswandel?

«Als wäre ein Bruder gestorben»

Vor über zehn Jahren entwickelte sich eine Brieffreundschaft zwischen Armin Risi und einer Leserin seiner Bücher, Sophia Pade, die ihn per E-Mail kontaktiert hatte. In einer der Nachrichten hatte Sophia Pade von Armin Risi wissen wollen, ob er Michael Jackson kenne?

Eine im Vorwort von «Make That Change» nicht näher erläuterte Vision hatte Sophia Pade dazu gebracht, sich ab 2006 intensiv mit Michael Jackson zu befassen. Die 54-Jährige ist gelernte Lithographin und Yogalehrerin sowie Jazz-, Rock- und Blues-Sängerin. Michael Jackson sei nie ihr musikalisches Vorbild gewesen, doch auf einmal – und als sie merkte, wie viel Unrecht diesem Mann angetan wurde – hat sie das Thema nicht mehr losgelassen.

Von da an sei er regelmässig mit Nachrichten über Michael Jackson versorgt worden, erinnert sich Armin Risi im Interview mit dem «Alpenparlament». Er habe die Hinweise von Sophia Pade zur Kenntnis genommen, aber seine damals noch eher negative Meinung sei unverändert geblieben. «Ich war 18 Jahre in einem Kloster, ich war quasi weg vom Fenster», erklärt Armin Risi. Er verpasste somit die Glanzzeit Michael Jacksons. Als er ab 1999 wieder ausserhalb von indischen Klöstern lebte, dauerte es einige Zeit, bis er in der aktuellen Zeit und Gesellschaft Anschluss fand. Dabei erfuhr der Veda-Philosoph erstmals aus den Massenmedien von Michael Jackson.

_dsc0044«Ja, ich übernahm diese sehr negative Meinung über ihn. Ich fand ihn komisch», gibt Armin Risi zu. Die Manipulation seiner Meinung sei so tief gewesen, dass er nicht einmal auf seinen langjährigen Freund Ronald Zürrer hörte, mit dem er damals das gemeinsame Buch «Vegetarisch leben» überarbeitete. Ronald Zürrer erzählte ihm dabei, dass Michael Jackson Vegetarier sei und habe positiv über ihn gesprochen. «Aber ich habe das nicht annehmen können.»

Zu Tränen gerührt

Erst als Michael Jackson am 25. Juni 2009 starb: «Da las ich diese Schlagzeilen über diese Todesmeldung und das hat mich auf eine seltsame Weise emotionell berührt – wie wenn ein Bruder gestorben wäre», berichtet Armin Risi. «Mein Verstand war irritiert über meine Emotionen.» Er habe sich dann noch am selben Abend an den Computer gesetzt, um sich die Musik von Michael Jackson auf Youtube anzusehen. Dies, nachdem Sophia Pade schon über drei Jahre lang von MJ berichtet hatte, davon, wie dieser Mann verleumdet wurde.

Nur: «Erst durch die Todesmeldung war ich bereit, diesem Menschen eine Chance zu geben.» Der Autor berichtet im Alpenparlament, wie er sich auf Yotube stundenlang ein Video nach dem anderen angesehen habe. «Und ich gebe offen zu, es gab Momente, bei Liedern wie Earth Song oder Will You Be There, bei denen ich den Bildschirm fast nicht mehr sah vor lauter Tränen. Das hat mich so tief berührt.»

Armin Risi schrieb Sophia Pade eine Nachricht: «Ich kann jetzt verstehen, was du meinst. Und was du über all die Jahre geschrieben hast, das muss die Öffentlichkeit erfahren.» Der Autor kontaktierte Ronald Zürrer vom Gowinda-Verlag, ob er an einem Buch über Michael Jackson interessiert sei. Dieser sagte zu.

Prozesse abgewartet

Gemäss Armin Risi war geplant, das Buch bis am 25. Juni 2010 gedruckt zu haben. Doch da das Thema so immens war und die Prozesse gegen Dr. Conrad Murray und gegen den This Is It Konzertveranstalter AEG Live bevorstanden, verstrichen weitere sieben Jahre. «Das hat alles in unseren Arbeitsprozess gepasst, wir wollten nicht einfach einen Schnellschuss machen, sondern wirklich gründlich recherchieren und jetzt sind wir bereit.»

«Dass er ein Megastar ist, das weiss jeder. Aber dass er ein spiritueller Revolutionär ist, das wurde erfolgreich unterdrückt und wir persönlich sind der Überzeugung, dass das der Hauptgrund war, warum man ihn derart zum Ziel einer Rufmordkampagne und Verleumdungskampagne gemacht hat. Es gibt sicher keine andere berühmte Persönlichkeit, die so lange, so intensiv und über seinen Tod hinaus einer solchen Rufmordkampagne erfolgreich ausgesetzt wurde, wie Michael Jackson.»

Dank Zugang zur Bibel

Armin Risi ist überzeugt: «Er wollte diese Welt verändern.» Dank dem Zugang zur Bibel und Jesus habe Michael Jackson von Anfang an eine spirituelle Seite entwickelt, die von vielen seiner Weggefährten beschrieben werde. «Und gerade auch, da er selbst als Kind misshandelt wurde, weil er geschlagen und auch ausgebeutet wurde, dadurch hat er ein Verständnis und Einfühlvermögen für misshandelte und benachteiligte Kinder entwickelt, so dass er aus der christlichen Nächstenliebe heraus begann, sehr viel zu helfen, das aber nicht an die grosse Glocke hing.»

Michael Jacksons Bibliothek

«Michael Jackson war hoch intelligent, er war hoch sensitiv», weiss der Veda-Philosoph. Bemerkenswert sei Michael Jacksons Wissensdurst. «Er hat sehr viel gelesen und hatte zehntausende Bücher zu Hause.» Dabei habe sich Michael Jackson oft mit der Geschichte seiner Vorfahren auseinander gesetzt, Afro-Amerikaner und Indianer. Da Michael so belesen war, habe er die Vorgänge auf dieser Welt früh durchschaut und auch erkannt, das tatsächlich Positive, oder wie Armin Risi es formuliert, das Licht, zu stärken.

«Mit dem Medium Musik konnte er die Massen, die Millionen, den ganzen Planeten erreichen. Quer durch die Religionen hindurch, quer durch die Ideologien hindurch, durch alle Nationen und Ethnien hindurch», sagt Armin Risi ehrfürchtig. «Er konnte die Menschen über die Musik im Herzen berühren, egal ob es Atheisten waren oder diese irgendwelchen Religionen angehörten.»

«Heute ist er tot, aber die Botschaft lebt weiter.» Armin Risi hofft mit dem Buch einen Beitrag zu leisten. «Um diese Botschaft wieder herauszuschälen, wieder in ihrer Reinheit erstrahlen zu lassen, muss man sehr viel Energie aufwenden, um die Lügen aufzudecken.»

Das zitierte Interview kann hier angesehen werden: Andreas Lüthi im Gespräch mit Armin Risi.


Der Co-Autor Armin Risi_dsc0047

Armin Risi, der durch sein Talent als Schach-Junior auffiel und das lateinische Gymnasium in Luzern «aus Protest gegen den Kurs der heutigen Gesellschaft» vor der Matur verliess, entschied sich im Alter von 18 Jahren, einem indischen Kloster beizutreten. Er blieb von Anfang 1981 bis Ende 1998 ein Mönch und studierte in dieser Zeit in verschiedenen vedischen Klöstern in Indien und Europa. Dabei hat er an deutschen Übersetzungen von über 20 Werken der Sanskrit-Literatur mitgewirkt. (Alle heiligen Schriften der Hindus wurden in Sanskrit verfasst, darunter auch die Veden, religiöse Texte, die mündlich über Jahrtausende überliefert wurden. Etwa 1200 bis 900 vor Christus entstanden die «Samhitas»-Sammlungen, die als Kern der Veda angesehen werden.)

Armin Risi betont, dass er kein indischer Mönch mehr und auch kein Hindu sei. Der 54-Jährige lebt als freischaffender Schriftsteller, Referent und spiritueller Lebensberater in der Schweiz. Er hat Bücher wie «Vegetarisch leben: Vorteile einer fleischlosen Ernährung» (mit Ronald Zürrer, 1989), «Licht wirft keinen Schatten: ein spirituell-philosophisches Handbuch» (2004), «Der radikale Mittelweg: Überwindung von Atheismus und Monotheismus» (2009) oder «Ihr seid Lichtwesen: Ursprung und Geschichte des Menschen.» (2013) verfasst.

«Schlüssel zur Zukunft»

Die Meinungen scheiden sich an Armin Risi. Während die einen sich von seinen Gedanken inspirieren lassen, finden andere seine Ausführungen schlicht absurd.

Der Philosoph erklärt sein besonderes Interesse an den Sanskrit-Schriften damit, dass die indische Kultur nie untergegangen sei im Gegensatz zu anderen früheren Hochkulturen wie beispielsweise in Ägypten, Babylon oder Griechenland.

Die Evolutionstheorie von Darwin kann in seinen Augen nicht stimmen, mache aber Sinn, wenn man diese aus «materieller Sicht» sieht, wie Armin Risi im Interview mit «TimeToDo» erklärt. Er ist überzeugt: «Der Mensch stammt nicht von Tieren ab und der Mensch war früher nicht primitiv, sondern hatte einen ganz anderen Zugang zur Realität als wir heute.» Die Wissenschaft habe mit dem Rationalismus vor einigen Hundert Jahren ihren Anfang genommen. «Das war eine Gegenbewegung zur Religion, wo einem vorgeschrieben wurde, was man glauben musste.» Er sehe durchaus einen Nutzen in vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen, «aber wenn dieser induktive Weg isoliert wird, wird er zu einem Irrweg.» Ziel sei es deshalb, die modernen Erkenntnisse mit altem, verloren gegangenem Wissen über «unsere Verbindung zu hören Quellen im Kosmos» zu verbinden. Die Menschen hätten vergessen, dass wir spirituelle Wesen seien.

Es sei deshalb auch bei Religionen ein kritischer Blick angesagt, die alle in den letzten 3000 bis maximal 5000 Jahren entstanden sind. «Wo ein wirklicher göttlicher Glaube ist, entsteht Harmonie und keine Disharmonie und wo Disharmonie ist, ist nicht wirklich Gott.» Gemäss dem vedischen Verständnis würden wir seit 5000 Jahren im «Zeitalter der Spaltung» leben, dem Kali-Yuga. «Spaltungen zwischen den Völkern, zwischen den Stämmen, zwischen den Generationen, Männer gegen Frauen.» Durch dieses gekippte Gleichgewicht, sei der Mensch nicht mehr hellsichtig und sehe aufgrund dieser fehlenden geistigen Fähigkeiten auch keine Aura. Armin Risi glaubt, dass es deshalb nur in diesem Zeitalter möglich sei, etwas anderes zu sagen als man denke. «Mit anderen Worten: Der Mensch kann lügen, ohne dass dies sein Gegenüber bemerkt.» Die alten Prophezeihungen hätten vorausgesagt, dass sich der Mensch, wenn er sich getrennt von seinem spirituellen Urwissen entwickelt, in der Unendlichkeit der Materie verliere. Aber an dem Punkt, an dem die Selbstzerstörung immer gravierender werde, erwache die Urerinnerung.

«’Ihr seid Lichtwesen’: Das ist der berühmte Satz von Jesus im neuen Testament, im Johannes-Evangelium. ’Ihr seid Götter’. Da wo Jesus die Menschen daran erinnert, ihr seid Götter, und wenn er ’Götter’ sagt steht im Hebräischen ’Elohim’, was für viele Menschen ein wichtiger Begriff für hohe Schöpferwesen ist. Und das Interessante ist, dass hier auch die Menschen damit gemeint sind. Und das ist eine prägnante Zusammenfassung von dem, was in den spirituellen Traditionen der Hochkulturen und der indigenen Völker seit Menschengedenken gelehrt und überliefert wurde.»

Das oben zitierte Interview von «TimeToDo» mit Armin Risi zur «Geschichte der Menschheit» kann hier auf Youtube angesehen werden. Die Webseite von Armin Risi: armin-risi.ch


Make That ChangeIm Buch «Make That Change» werden diese Theorien höchstens indirekt angedeutet. Es geht um Michael Jackson. Um sein unglaubliches Talent, seinen märchenhaften Aufstieg, seine musikalischen und visuellen Botschaften, mit denen er die Welt zu einem bessern Ort machen wollte. Und es geht nach einer Kurz-Biografie vermehrt um die Intrigen, die Verleumdungen und Schlammschlachten, die Michael Jackson Karriere bereits 1993 beinahe zerstört hätten. So wird Michael Jacksons Umfeld beleuchtet und Zusammenhänge dargestellt. «Make That Change» deckt nicht die ultimative Wahrheit auf. Dem unermüdlichen und über zehn Jahre dauernden Recherche-Einsatz von Sophia Pade und Armin Risi ist aber zu verdanken, dass der Inhalt den tatsächlichen Begebenheiten zumindest deutlich näher kommt als dies den meisten Michael Jackson Publikationen zuvor gelang.


Beim Govinda-Verlag kann «Make That Change» bereits jetzt bestellt werden.

Auf Amazon.de ist «Make That Change» ab dem 20. Januar 2017 erhältlich.

Am Montag, 23. Januar 2017 findet  die Deutschlandpremiere im Raum München statt: In Landsberg am Lech.

Am Samstag, 28. Januar 2017 findet im «Haus der Jugend» in Frankfurt in Anwesenheit der beiden Autoren Sophia Pade und Armin Risi eine große Buchpräsentation statt.


Quellen: jackson.ch, «Make That Change» (Armin Risi, Sophia Pade, Govinda Verlag), erwähnte Interviews, armin-risi.ch, wikipedia.org, div.

7 Kommentare zu “«Make That Change»

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  2. Silvio Imper

    An die Fangemeinde:

    Habe das Buch heute zu Ende gelesen. Als Fan seit Kindesbeinen bin ich richtig gehend neu faziniert worden vom Menschen Michael Jackson. Fans kennen seine Talente, seine Musik, seine Tanzschritte und vor allem seine Magie. Doch seine Peiniger und die Machenschaften hinter seinem Rücken sowie die möglicht genau wiedergegebenen Details in den dunkelsten Tagen seines Lebens bis hin zu seiner Heimkehr haben mir die Augen für den Menschen Michael Jackson neu geöffnet.

    Seine unendliche Geduld und die Liebe, die trotzdem nur immer stärker wurde, sowie das Urvertrauen als Grundvoraussetzung für das Leben mit dieser Krankheitsgeschichte machen dieses Buch zu einem wahren (auf Deutsch erhältlichen) Schatz. Wer also MJ neu entdecken möchte und immer ahnte, dass der Mensch Michael ein einzigartiges Ereignis auf dem Planeten Erde war, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Aber es sei angemerkt: Du wirst beim Lesen einiges an Schmerz und viel an Liebe spüren.

    Danke Armin und Frau Sophia Pade für dieses Werk.

    He was one of a kind.

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