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  • Spektakel beim Eröffnungskonzert von MICHAEL JACKSON in Prag

    Tom

    Wir machen wieder eine Zeitreise: HIStory-Tour, Welt Premiere! 150 000 Fans reisen nach Prag. Niemand weiss, was Michael Jackson an diesem Abend aufführen wird. Der King of Pop hat sich eine neue Show ausgedacht!
    Auf die Reise gemacht haben sich auch Tom, Roger und Olivia aus der Schweiz – der Artikel ist dem Magic Michael Fanclub Magazin Nr. 7 (1996) entnommen.


    Als im Frühling bekannt wurde, dass Michael Jackson im 1996 nicht in die Schweiz und nach Deutschland auf Tournee geht, war ich sehr enttäuscht. Ich habe Monate zuvor gehofft, dass er kommt, sei es nach Deutschland oder in die Schweiz. *
    Dann wurde bekanntgegeben, dass das Eröffnungskonzert der „HIStory-Worldtour“ in Prag /Tschechien stattfinden wird. Da wusste ich bereits, ich werde ans Konzert gehen und werde kämpfen damit alles klappt.

    Nach einigen Abklärungen die Roger und ich machen mussten, u.a. mit dem Vorgesetzten, stand es dann Anfang August endgültig fest: Wir werden ans Fest der Feste reisen.

    Wir zählten die Tage bis das „Jackson-Weekend“ voran rückte. Einen Tag vor Abreise, am Donnerstagabend, malte ich noch unter Mithilfe meiner Schwester ein Transparent mit der Aufschrift: Schweizer-Kreuz (damit Michael auch wusste, dass auch Schweizer unter den Fans sind), „Magic Michael Fanclub: We love you“

    Dann hiess es für mich die Koffer packen. Mein MJ-Kostüm, Fotokamera, MJ-Sonnenbrille, MJ-Parfüm, MJ-Sticker … packte ich mir ein. Und noch etwas was nicht fehlen durfte: das Konzertticket. Gegen Abend klingelte Roger an der Haustür mit Sack und Pack. Kurz darauf rufte ich noch „Jam“ (Olivia aus Bern) an, denn wir wollten sie am Samstagmorgen vor Michaels Hotel treffen. Meine Eltern haben beschlossen, uns nach Prag zu begleiten. Sie nutzten die Gelegenheit und besichtigten die schöne Stadt, während wir dann im Jackson-Fieber sind.

    Prag_flyer_1_smFreitag, 06. September 1996. Um 04:00 Uhr läutete mein Wecker. Mit guter Laune assen wir noch schnell einen Happen, dann hiess es aufbrechen zum Flughafen Kloten-Zürich. Nach der Passkontrolle und dem Zoll mussten wir noch ca. eine ½ Stunde warten, bis wir das Flugzeug besteigen konnten. Meine Uhr zeigte 07:30 als das Swissair-Flugzeug startete. Da es unser erster Flug war, waren wir ein wenig aufgeregt. Nach 60 Minuten Flug landeten wir gut am Prager Flughafen. Ausgestiegen und ab in den Flughafenbus. Und da begann das „Jackson-Weekend“ bereits, denn im Bus erklang der Song „Stranger in Moscow“. Noch schnell durch die Passkontrolle und das Gepäck abholen.

    Nachdem wir im Hotel angekommen und unsere sieben Sachen ausgepackt haben, fuhren wir mit der U-Bahn zum „Wenzel-Platz“ und bummelten durch die Läden. Wir fühlten uns dort sichtlich wohl, weil fast an jeder Ecke grosse Michael Jackson Plakate hingen, die das mega Ereignis angekündigt haben. In den Läden lief Michaels Musik, in den Zeitungen las man über seinen Aufenthalt in Prag (Michael war bereits seit Dienstag, 03.09.96 in Prag). Dort wo früher die Lenin Statue stand wurde Michaels riesige Statue errichtet. Von weit her konnte man die Statue sehen. Sogar Nachts wurde sie beleuchtet und nebenan noch ein Feuer angezündet. Roger und ich beschlossen nun zu Michaels Hotel zu fahren. Zum Glück lag unser Hotel „Karl Inn“ nicht sehr weit von Mikes entfernt. Nach drei U-Bahnstationen und 10 Minuten gehen sind wir vor seinem 5* Hotel „Intercontinental“ angekommen. 200 Meter vor dem Hotel hörten wir bereits die Fans. Nachmittags um 15:00 Uhr standen wir vor dem Gebäude, bei welchem ein riesiges weisses Tuch von Michaels Hotelzimmer aufgehängt war.

    Es waren mehrere Hundert Fans wartend auf Michael vor dem Hotel. Es waren aber auch viele schaulustige anwesend. Wir wussten zuerst nicht, ob Michael im Hotel war oder ob er sich sonst irgendwo aufhielt. Wir haben vor dem Hotel mit zwei anderen Fans aus Deutschland und eine aus der Schweiz abgemacht, konnten die Beiden wegen den vielen Fans nicht finden. Roger und ich wurden langsam ungeduldig und ich mekerte schon herum, weil Michael noch nicht erschienen war. Roger allerdings blieb ganz cool und ich schwirrte aufgeregt herum. Ich fragte mich andauernd: „Wann kommt Michael endlich…?“ Sobald eine schwarze Limousine ans Hotel heranfuhr, schrien die Fans bereits „Michael, Michael…“. Aber sie wurden enttäuscht, den es war ‚nur‘ eine alte Dame mit einem Kind. Das war sehr deprimierend. Da meint es sei Michael, dabei ist es ‚nur‘ eine Frau mit einem Kind… Was soll’s wir hatten noch nicht aufgegeben. Während dem Warten auf Mike sahen wir sogar Fans aus den USA die extra nach Prag angereist waren um Michael live zu sehen. Ein grauer Himmel bildete sich. Plötzlich fing es in Strömen an zu regnen. Ich zückte mir meine Jacke und zog sie an, sonst wäre mein Kostüm klatsch nass geworden. Schlotternd und etwas durchnässt warteten wir weiter. Gegen 16:00 Uhr konnte man vermehrt Sicherheitsleute und Polizisten sehen. Uns wurde klar, der König des Pop’s, Rock und Soul wird sich bald blicken lassen. Und so war es auch. Um ca. 16:30 Uhr riefen plötzlich einige Michaels Namen.
    Prag_Hotel_sm
    Und da kam er endlich. Mein Puls stieg auf 180 – vor Aufregung platzte mir fast das Herz. Mit einer schwarzen Limousine fuhr das Auto ans Hotel, Michael winkend aus dem Fenster blickend. Er trug einen schwarzen Hut, Mundschutz und begrüsste uns die Fans. Alle waren völlig aus dem Häuschen und drängten sich um Michael zu sehen an die Abschrankungen. Ich rief Roger zu: „Ich habe ihn gesehen….!“ Als dann endlich das Auto durch die Abschrankungen durch kam, die Fans belagert haben und Michael aussteigen konnte, wollte er und seine Betreuer zum Eingang des Hotels laufen. Doch Michael kehrte um und lief spontan zu den Fans. Völliges Gekreische und Michael Rufe konnte man hören – Hysterie pur! Roger und ich bemühten uns nach vorn, doch es gelang uns leider nicht. Dieser wunderbare Moment dauerte leider nicht lange an. Michael kehrte um und ging in seine Suite.

    Wir waren alle im Fieber des Glücks, denn wir haben Michael kurz live, lebendig aus Fleisch und Blut gesehen. Wenn es auch nur für einen Moment war, dieser Moment war ein Moment wo ein positiv komisches Gefühl in einem aufkam. Es ist nicht zu beschreiben. Da hat man Michael noch nie in seinem Leben so nah erlebt (ca. 5 Meter), nur auf Videos oder im Fernsehen konnten wir ihn bisher bestaunen. Speziell war auch: Als er ans Hotel fuhr öffnete sich der graue Himmel zu einem blauen und die Sonne schien wieder.

    Nach ca. 3/4h bekamen wir ihn nochmals zu Gesicht. Plötzlich bemerkten wir, dass sich der Vorhang des Zimmers vom König bewegte. Er schob den Vorhang zur Seite und winkt den Fans aus dem obersten Stockwerk zu. Man konnte auch Kinder am Fenster sehen, die ebenfalls zu uns nach unten schauten. Danach zog sich Michael wieder von dem Fenster zurück. Nach einer Weile, als Italienische Fans ein riesen Transparent aufrollten, bei dem Michael mit den verschiedenen Comic Figuren vor einem Baum dargestellt war, zeigte sich magic Michael nochmals. Wir konnten deutlich erkennen, dass das schöne Bild ihm wohl gefiel. Wir haben seine Geste genau gesehen, wie er einem Kind einen „schubs“ gab und mit dem Finger nach unten zum Bild deutete.

    Von einem Fan aus Deutschland erfuhren wir später, dass Michael zuvor Stofftiere, Notizzettel und T-Shirts aus dem Hotelzimmer warf. Wir unterhielten uns noch mit anderen Fans bevor wir schliesslich wieder zu unserem Hotel zurückkehrten. Mit voller Freude erzählten wir meinen Eltern was vor dem Hotel abgelaufen war. Am Abend gingen wir in die Stadt zurück und gönnten uns eine leckere Pizza.

    Samstag, 07. September 1996
    Der grosse Tag war endlich angebrochen. Voller Power standen wir morgens auf und frühstückten. Dann machten wir uns auf den Weg zur U-Bahn. Um 10:00 Uhr waren wir vor Michaels Hotel. Von weitem sah ich Olivia mit ihrem Vater zum Hotel laufen. Nach der Begrüssung machten wir uns auf den Weg zum Letna-Feld. Gegen 10:20 kamen wir oben an. Das Letna-Feld liegt oberhalb der Moldau, wo auch die Statue stand. Da begann schon das grosse Gedränge und Drücken. Die Warteschlange wurde immer länger. Während dem Anstehen trafen wir noch einen Schweizer MJ-Fan aus dem Kanton Thurgau. Da ich gross bin, konnte ich von weitem die Bühne entdecken. Gegen Mittag wurde einen Teil der Besucher zur nächsten Absperrung hineingelassen. Roger, Olivia und ich rannten vor die Absperrung, bei welcher am Nachmittag das Ticket kontrolliert wurde. Uns wurde bewusst, wie lange es noch ging bis wir reingelassen wurden. Wir zählten die Stunden, die Minuten… Aber irgendwie brachten wir die Zeit durch. Um 14:30 wurden wir dann via Ticketkontrolle nach einer ½ Stunden Verspätung endlich reingelassen. Wie wilde Tiere rannten wir vor die Bühne. Wir rannten und achteten darauf, dass wir uns nicht verloren. Als wir vor der Bühne angekommen sind, wurde es höllisch eng. Olivia wurde ganz nach vorne vor den Bühnengraben gedrückt, während wir ca. 6 Meter davon entfernt waren. Nach 15 Minuten beschlossen wir, uns aus diesem engen Zustand zu befreien. Wir konnten kaum wenden oder uns bücken. Als Roger und ich etwas abgewannt hatten, staunten wir erstmals über die grandiose Bühne. Rechts und Links der Bühne hatte es riesige Leinwände, damit auch die hinteren etwas von der Show mitbekamen. Wir setzten uns auf den Boden, assen und tranken zur Stärkung etwas. Die Zeiger auf unserer Uhr machten ihre Runden. Die Bühnenleute arbeiteten währenddessen fleissig auf der Bühne mit den diversen Lichter und kontrollierten die letzten Einstellungen. Aus den Boxen ertönte Musik um das Warten leichter zu machen. Wir sind unterdessen wieder aufgestanden und bemühten uns nach vorn. Schlussendlich standen wir rechts vor der Bühne. Michael hatte eine Hauptbühne und rechts und links daneben eine Seitenbühne. Ihm war es auch möglich, in der Mitte der Hauptbühne nach vorne Richtung Publikum zu laufen.

    Pünktlich gegen 19:00 Uhr durfte dann DJ Bobo die Menge einheizen. Während 3/4h sang und tanzte er auf der Bühne. Allerdings brachte er die Menge nicht so in Stimmung, denn alle warteten auf Michael. Zu Bobo’s Show muss man sagen, dass sie nicht schlecht war und er das Publikum unterhalten konnte. Einmal mehr aufgefallen sind seine von Michael kopierten Tanzeinlagen. Ich finde das voll gestört – er soll sich doch einen eigenen Tanzstil entwickeln. Lass wir das… Als es dann endlich 20:00 Uhr wurde, schlug unser Herz noch schneller. Wir konnten es kaum erwarten. Eine 10 minütige Verspätung wurde angekündigt. Um 20:20 Uhr war es endlich soweit. Wir hatten einen guten Blick zur Bühne und zur Prag_Konzert_Beat_it_foto_T Zahner_smLeindwand. Die Lichter gingen aus, ein Video mit Bilder aus Michael Kindheit bis zu heutigen Tag wurde eingespielt . Dann gab es einen riesen Knall und plötzlich stand eine ca. 3 Meter hohe Rakete auf der Bühne. Es sah aus als würde sie direkt aus dem Erdboden kommen. Sekunden verstrichen bis die Türe des Raumschiffs aufging und darauf tritt. Er hatte so etwas wie einen Raumanzug an, der einfach voll genial wirkte. Der Helm sah aus wie ein Ameisenkopf. Mike bewegte sich mit dem goldigem Kostüm wie ein Roboter und seinen Helm ab. Die Rakete verschwand im Bühnenboden und Michael begann den Song Scream zu singen. King of Dance legte eine perfekte Choreographie hin. Dann wurden die Tänzer aus dem Boden nach oben gebracht, die ebenfalls so einen Anzug wie aus dem Weltraum anhatten. Er legte los und gab alles.

    Die Fans bemerkten rasch, wie fit und gut drauf Michael war. Mit voller Power sang und tanzte er. Es war eine Freude. They don’t care about us war der nächste Song – einfach super. Als Michael mal zur Seiten-Bühne lief – wo wir standen – schrien alle „Michael, Michael…“ Alle streckten die Hände nach oben, winkten ihm zu und machten mit den Fingern das Victory-Zeichen. Andere machten Fotos. Erst wenig später sprach er zu uns: „How are you doing? Hi hi…!“

    Über 150‘000 (!) Fans besuchten das Eröffnungskonzert der HIStory-Tour in Prag. Bei der wunderschönen Ballade Stranger in Moscow verwandelte sich der „Letna-Park“ in ein Lichtermeer aus Feuerzeugen und Kerzen. Die Stimmung war einfach wunderschön. Bei Your are not alone durfte ein Girl auf die Bühne und konnte Michael in die Arme nehmen. Zwischendurch zog er sich um, währenddessen ein Video mit seinen grossen Momenten seines Lebens eingespielt wurde. Bei The way you make me feel trug er ein schlichtes blaues Hemd und eine goldige Hose. Wie im Clip lief Michael einer charmanten Dame hinterher. Ein Medley seiner früheren Hits durfte natürlich auch nicht fehlen. Während er die Songs ABC und I’ll be there sang, wurden Bilder von Michael und den Jackson 5 gezeigt. Später legt er mit Rock with you und Don’t stop till you get enough los. Bei Billie Jean kam er mit einem Köfferchen auf die Bühne. Ganz locker und cool öffnete er vor all den Fans das Köfferchen und nahm seinen Hut, die berühmte Billie Jean Jacke und seinen Glitzerhandschuh heraus. Er schob das Köfferchen zur Seite und legte mit dem Klassiker Billie Jean los. Bei Thriller baute Michael einen Zaubertrick à la David Copperfield in die Show ein. Er wurde in ein Sarg gesperrt und mit Säbeln durchstochen. Als sie dann den Sarg wieder öffneten, lag Michael nicht mehr drin. Sekunden später tauchte er auf einen Kran mit langem Schwebearm auf. Er gab sein Bestes und sang Beat it. Natürlich sang er nicht nur alte Songs. Während der 137 Minuten Show sang er auch Hits aus seinem HIStory-Album wie Earth Song, Come together, DS etc. Nachdem er den Earth Song vortrug, erschien plötzlich ein echter Panzer aus dem hinteren Bühnenbereich. Aus dem Panzer sprang ein Soldat und richtete sein Gewehr gegen das Volk und Michael. Doch dann erschien ein kleines Mädchen und übergab dem Soldaten eine Blume. Der Soldat gab seinen Wiederstand auf und legte seine Waffe nieder und viel auf die Knie. Diese Szene war ergriffen, sehr rührend und jeder hat Michaels Message verstanden. Mir ging bei dieser Szene einen kalter Schauer durch den Körper. Prag_history_tzahner_sm

    Bei Black or white rockte er ab. Am Schluss des Songs wurde eine grosse Wand aus Boxen aufgestellt. Plötzlich fiel die Wand in sich zusammen und vergrub Michael unter den Trümmern. Sekunden später tauchte er auf dem Riesenkran wieder auf.

    Dangerous durfte auch nicht fehlen. Er und seine Tänzer legten einmal mehr eine perfekte Tanz Show hin. Es war die gleiche Choreografie wie beim Auftritt im „Wetten, dass..?“ letzten Jahres.

    Die Zeit verfolg wie im Flug und es wurde uns bewusst, dass die Show nicht mehr lange andauern würde. Nach Heal the World, als Kinder auf die Bühne gekommen sind und Michael ein Kind auf die Arme nahm, folgte der letzte Song HIStory. Tänzer erschienen mit verschiedenen Nationalflaggen und schwankten sie durch die Luft. Wir alle sangen mit Michael die tolle Hymne mit.

    Er war sichtlich zufrieden mit seiner grandiosen Show. Der King of Pop gab zum Schluss noch einmal Handküsschen und strahlte über sein ganze Gesicht. Noch ein I love you… und er verschwand via Aufzug im Bühnenboden. Wir alle jubelten. Doch es war noch nicht ganz zu Ende. Ein schönes Feuerwerk folgte und machte den Abschluss des unvergesslichen Abends.

    Um 22:50 war das Konzert fertig. Michael Jackson scheute keinen Aufwand und keine Kosten. Er wollte alles übertreffen – was ihm auch sehr gelungen war. Eine 63 Meter breite Bühne, über 150‘000 jubelnde Fans, eine perfekte und futuristische Show – was will man mehr..?!

    Das Konzer war nun zu Ende und wir begaben uns happy aus der grossen Menge hinaus. Wir haben mit Olivia eine Stelle abgemacht, falls wir uns verlieren sollten. Dahin sind wir dann auch gegangen. Roger und ich waren zuerst am Treffpunkt, später ist Olivia überglücklich (wie wir auch) dazugekommen. Während wir uns Richtung Stadtzentrum aufmachten, berichteten wir wie das Konzert verlief. Uns wurde bewusst, das nicht nur typische Fans unter den Besuchern waren. Es waren Fans aus jeder Ecke der Erde vor Ort: USA, Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich, Polen, Holland, Schweiz… Es hatte Leute in jedem Alter von 8 Jahren bis zu älteren über 60 Jahren. Wir staunten nicht schlecht, als wir während dem Anstehen einen alten Mann sahen, der ebenfalls das Konzert besuchte. Ja Michael Jackson ist eben der King of Pop oder King of Entertainment. Ihn kennt einfach jeder Mensch auf der Welt ob reich, arm, schwarz, gelb oder weiss. Michael, we love you!

    So, für uns hiess es ein Taxi zu besorgen, welches uns zurück zum Hotel brachte. Schliesslich fanden wir einen seriösen Taxifahrer, der nicht zu viel für die kurze Fahrt verlangte. Olivia haben wir dann vor dem Hilton Hotel abgesetzt, danach fuhren wir zu unserem Hotel. Irgendwie konnten wir anfangs noch gar nicht richtig schlafen, weil wir noch voller Eindrücke waren. Schliesslich war die Müdigkeit stärker und wir schliefen zufrieden mit schönen Erinnerungen ein.
    Am nächsten Morgen berichteten wir meinen Eltern wie das Konzert war. Später haben wir noch die Stadt etwas näher angeschaut. Auf einem hohen Turm, wo wir gute Sicht zum Letna-Park hatten, sahen wir eine bereits fast fertig abgebaute Bühne.

    Um 16:30 machten wir uns dann auf den Weg zum Prager Flughafen. Im Bus haben wir per Zufall Kim Moses aus Einsiedeln/Schweiz kennengelernt. Wir plauderten ein Weilchen über das Konzert. Um 17:20 startete das Flugzeug nach Zürich.

    Das war es eigentlich. Unser Wochenend-Trip war nun Geschichte. Ich freue mich schon gewaltig auf das nächste Jahr, denn dann wird Michael wahrscheinlich auch nach Deutschland und in die Schweiz kommen. Also hoffen wir es und freuen uns auf das nächste Jahr. Tschüss Tom.

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    Roger und ich bedanken uns bei dieser Gelegenheit nochmals recht herzlich bei unseren Eltern und Arbeitgebern.
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    Anmerkungen:

    * zu jenem Zeitpunkt waren die HIStory-Konzerte in Lausanne, Basel und anderen Städten in Deutschland noch nicht angekündigt. Es hiess gar, Michael werde keine Konzerte in Deutschland geben wegen den zu hohen Künstler-Steuern.

    ** Roger Steiner ist Mitbegründer von „Magic Michael“

    Von Tom, 1996 („Magic Michael“ Ausgabe Nr.7)

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