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  • Conrad Murray sieht sich als Sündenbock

    3. April 2013

    Murray äusserte sich auf CNN das erste Mal nach seiner Verurteilung vom November 2011, über die verhängnisvolle Nacht vom 25. Juni 2009.

    Murray weist die Schuld weiterhin von sich, Michael Jackson die tödliche Dosis Propofol verabreicht zu haben. Er sagte in dem Interview mit dem Journalisten Anderson Cooper von CNN, dass es ihm gar gelungen sei, Propofol drei Tage vor Michaels Tod aus der Behandlung gegen die Schlaflosigkeit seines Patienten auszuschliessen. Weiter behauptet Murray: „Ich wusste nicht, dass er abhängig war. Michael ging zu Dr. Kleins Büro und wurde beladen mit gigantischen Mengen an Demerol. Im Prinzip verursachte dies seine Schlaflosigkeit, da dies ein grosser Nebeneffekt davon ist.“

    Die tragischen Minuten vor Michaels Tod beschrieb Murray wie folgt: „Um 10:40 an diesem Tag, nachdem er (Michael) bettelte und weinte – es war so schmerzhaft diesen Mann in dieser Verfassung zu sehen, in der er sein ganzes Potenzial zu verlieren schien, sein Vermögen und sein Reich – war ich einverstanden ihm eine langsame 25 Milligramm Injektion zu geben. Das war es.“ Murray beobachtete Michael nach eigenen Aussagen eine halbe Stunde bevor er ihn alleine liess: „Er war ruhig. Er schlief ein und ich überwachte ihn. Ich sass für mindestens 30 Minuten da… Als ich die Seite des Bettes verliess, war ich absolut behaglich, dass Propofol nicht länger ein Faktor war. Fertig.“

    Murray fühlt sich als Sündenbock der ganzen Geschehnisse: „All die Misserfolge die er (Michael) in seinem Leben vorgefunden hat, scheinen nun auf mich zu rieseln und ich denke, dass dies die Definition eines Sündenbocks ist. Niemand hat Verantwortung für irgendetwas übernommen, was sie diesem Mann angetan haben, aber weil ich zur falschen Zeit am falschen Ort war, bin ich es nun.“

    Als ob Murrays Aussagen nicht schon genug Kontroverse auslösen würden, begann er, zum sichtlichen Erstaunen des Interviewers, gegen Ende des Interviews den Song ‘The Little Boy That Santa Claus Forgot‘ von Nat King Cole zu singen, um anschliessend sich und seine Kindheit zu beschreiben: „Ich hatte kein Weihnachten, ich hatte keine Spielzeuge, ich hatte nichts. Aber als ich aufgewachsen bin war mein Herz ganz. Mein Herz will helfen. Alles was ich mache ist zu geben.“

    Zum Abschluss beteuerte Murray weiterhin seine Unschuld und erwähnte, dass der Richter bei dem Prozess nicht neutral gehandelt habe. Das Interview kann hier in voller Länge nachgehört werden. Auf die Frage ob er bei dem erst von einigen Tagen gestarteten Prozess der Jacksons gegen die AEG Live aussagen würde, um damit die Familie zu unterstützen, und aufzuzeigen was genau zwischen AEG und ihm vorgegangen sei, verneinte er dies weiterhin.

    Wir werden von dem erwähnten Prozess berichten und die Jackson.ch-Leser auf dem Laufenden halten.

    Quelle: jackson.ch, hollywoodreporter.com