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  • Geschworene auf der Seite der Jacksons

    16. Dezember 2013

    War Murray nicht in der Lage oder nicht kompetent, den Job, für den er angestellt wurde, auszuüben? Genau diese Frage war entscheidend für den Ausgang des Prozesses der Jackson Familie gegen AEG, in dem sie dem Konzertpromoter vorwarfen, Murray eingestellt und damit nicht verantwortungsvoll gehandelt zu haben. Auf dieser Frage baut Katherine Jackson nun mit ihren Anwälten eine neue Anklage auf, und erhält Rückendeckung, von vier der damaligen Geschworenen.

    Ein kurzer Rückblick mit einem Auszug aus unserem Bericht nach dem Urteil, der hier in voller Länge nachgelesen werden kann: Grund für den verlorenen Prozess war die zweite der fünf ersten Fragen, die alle Geschworenen mit “Ja” hätten beantwortet müssen, bevor es um die eigentlich schadenersatzrelevanten Fragen ging. Diese ominöse zweite Frage lautete: War Murray nicht in der Lage oder nicht kompetent, den Job, für den er angestellt wurde, auszuüben? Nein, so 10 der 12 Geschworenen nach langer Diskussion, Murray war kompetent. Greg Barden, der gewählte Obmann der Geschworenen, gestand jedoch nach der Urteilsfindung ein, dass diese zweite Frage für die Geschworenen verwirrend war und es dauerte eine Weile und bedurfte mehrerer Abstimmungen, um am Ende zu einem Resultat zu gelangen.

    Am Donnerstag reichten Katherine Jacksons Anwälte nun einen Antrag für einen neuen Prozess gegen AEG ein – beigelegt wurden die eidesstattlichen Erklärungen von vier der damaligen Geschworenen. Hier einige Aussagen dieser Geschworenen, auf denen die Jackson Seite ihre erneute Anklage stützt:

    „Nachdem ich fast 6 Monate lang für diesen Fall im Gericht sass, glaubte ich, dass Mrs. Jackson ihren Fall gegen AEG Live bewiesen hatte“

    „Trotz der Tatsachen hatte ich aufgrund der Formulierung des Fragebogens keine Möglichkeit, zugunsten der Kläger abzustimmen.“

    Die erwähnte zweite Frage wurde gemäss einem Bericht von CNN zuerst mit „nein“ beantwortet, bis ein Mitglied der Jury die anderen Geschworenen überzeugte, dass mit der Frage nur „zu dem Zeitpunkt, als er angestellt wurde“ gemeint sein konnte, und die Geschwornen so ihre Meinung änderten.

    Ein weiterer Kommentar eines Geschworenen: „Während unserer Beratungen bat ich darum, eine Frage an die Richterin zu stellen, damit uns Frage Nr. 2 erklärt wird, aber inzwischen hatte der gewühlte Obmann der Geschworenen bereits die Frage mit „nein“ beantwortet.“

    Ein anderer Geschworener sagte, sie beschlossen, die Richterin nicht um Erklärung zu der zweiten Frage zu bitten, weil sie niemanden haben wissen lassen wollen, wo sie in den Beratungen gestanden haben.

    Die Argumente des neuen Antrages der Jacksons wird sich Richterin Palazuelos am 3. Januar anhören. Für weitere zusammengefasste Informationen hier der Artikel von CNN in voller Länge. Wer detaillierte Dokumente einsehen möchte, ist mit den folgenden Links gut bedient:

    Antrag der Jacksons

    Eidesstaatliche Erklärungen der vier Geschworenen

    Quellen: jackson.ch, edition.cnn.com

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