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AEG Live / Sony
von Jutta Müller

Lynton Guest „The Trials of Michael Jackson“ - Sony

In den letzten Tagen ist endlich Guest’s „The Trials of Michael Jackson“ eingetroffen. Wochenlang habe ich darauf gewartet. Offenbar wurde das Buch neu aufgelegt. Und neue Kapitel über die „Wahrheit nach Jacksons Tod“ angefügt. Guest berichtet eindrücklich über die Machenschaften der Staatsanwaltschaft und der Zeugen rund um die Anklage wegen Kindsmissbrauch. Alles zusammengelogen! Das trifft auch auf den Fall Jordan Chandler zu.

Dazu äussert sich die afroamerikanischen Bürgerrechtler Sharpton und Jackson. Reverend Al Sharpton: „Michael Jackson’s reputation has been demaged severely, but the criminal justice system has worked this time…The jury said the evidence wasn’t there and they acquitted him. They showed tremendous courage. The media, by contrast had, according lynched the singer.“ Reverend Jesse Jackson fügt an: „The star had suffered two trials, one in the courtroom the other in the media.“ „Michael Jackson has been convicted in many newsrooms.“

trialsof-bookLynton Guest befasst sich ausführlich mit den Machenschaften der grossen Musikverlage. Ganz besonders mit Sony. Das Buch enthält Haarsträubendes. Es ist unglaublich, was da hinter den Kulissen des Musik-Geschäftes abläuft. Die Sachlage ist sehr kompliziert. Eine Zusammenfassung des Buches ist darum in kurzer Zeit überhaupt nicht möglich. Auf jeden Fall kommt zum Vorschein, dass Sony ein grosses Interesse daran hatte, Michael Jackson aus dem Verkehr zu ziehen. Ihm seine Rechte an seinen eigenen Songs abspenstig zu machen, ebenso seine 50 Prozent Beteiligung an Sony/ATV. Aufgefallen ist, dass bei der Trauerfeier im Staples Center kein Sony-Vertreter anwesend war. Sony hat über Jahrzehnte an Michael Jackson kräftig mitverdient. In Lauerstellung verharren auch zwei amerikanische Grossbanken. Die Bank of America und die Citigroup. Beide mussten nach dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise vor dem Kollaps bewahrt werden. Sie wurden mit dem Zufluss von Staatsgeldern am Leben erhalten. Im Gerede ist auch die englische Barclays Bank.

> Das Buch von Lynton Guest kann hier bestellt werden. (englische Bücher)


AEG Live (Anschutz Entertainment Group)

Eine „Bombe“ sondergleichen versteckt sich auch hinter AEG Live. AEG Live ist der Veranstalter für die London-Konzerte. Michael Jackson ging von zehn Konzerten aus. AEG Live von 50. AEG Live ist Eigentümer des Staples Center in Los Angeles. In einer der Räumlichkeiten hat Michael Jackson seit Monaten täglich trainiert. Für die London-Konzerte fielen für AEG Live 30 Millionen Dollar Kosten an. Eine Versicherung konnte nur für die Hälfte der Gigs abgeschlossen werden. Für den Fall, dass Konzerte ausfallen. AEG Live muss nun die bereits gelösten Eintrittskarten für die Konzerte zurückerstatten. 100 Millionen Dollar. Der Arzt, Dr. Conrad Murray, wurde von AEG Live angestellt. Er sollte Jacksons Gesundheit überwachen und ihn an die London-Konzerte begleiten.

Bekannt ist auch, dass Michael Jackson zu diesem Zeitpunkt Valium, Lorazepam und Ephedrin benötigte. Dr. Murray hat Michial Jackson zusätzlich Propofol gespritzt. Das ausschliesslich für Operationen benötigt wird. Das Medikament darf also nur in einer Klinik verwendet werden. Der Patient muss laufend überwacht werden. Unterdessen hat Dr. Murray – laut verschiedener Internetdienste – das Michael Jackson Estate auf Zahlung von 195‘000.00 Dollar verklagt. Da Dr. Murray von AEG Live angestellt wurde, müsste sich die Klage doch eigentlich gegen den Konzertveranstalter richten.

Guest stellt die Frage, warum Dr. Murray seine lukrative Arbeitsstelle in einer Klinik aufgegeben hat? Und der persönliche Arzt von Michael Jackson wurde? Warum hat er Michael Jackson das äusserst gefährliche Medikament verabreicht?
Guest sagt: „Um das zu beantworten müssen wir einen Blick auf Dr. Murrays Zahlmeister werfen“.

Philipp Anschutz
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AEG Live ist Teil der Anschutz-Corporation. Und damit des Milliardärs Philipp Anschutz (28.12.1939 in Russell, Kansas). Anschutz, und damit seine Corporation, fördert die Verbreitung der Ideologie der amerikanischen christlichen Konservativen. Dazu gehören: George W. Bush und Dick Cheney. Und früher Ronald Reagan. Anschutz stand an vorderster Front der Kampagnen gegen Abtreibung, Homosexualität, Drogen und Darwin’s Evolutionstheorie. Guest sagt: „Für die christlichen Fundamentalisten ist nichts wichtiger als ihre religiösen Verurteilungen ins Feld zu bringen.“ Ein anonym bleibendes Mitglied des Fortune Magazins gibt an:“He (Anschutz) has a latent interest in doing something significant in American Christianity. He is working deliberateley and diligently on it“. Anschutz will Amerika zurück zu Gott bringen. Aber nicht sanftmütig und mild, wie man sich das unter der christlichen Botschaft so vorstellt. Der Schriftsteller Justin Clark sagte 2006: „Anschutz ist determinded, to bring conservative Christianity to Hollywood“.

Guest schreibt über AEG Live weiter: „The man at the top, Philipp Anschutz, stayed in the background but as we have seen, he was more than likely to be involved, when necessary. At first, AEG Live told Jackson they wanted him to do ten concerts. That would have been a manageable number and would not cost too much if anything went wrong, as easily it might given Jackson’s recent state of mind and body.“ In Tat und Wahrheit wurden aber 50 Konzerte abgemacht.

Nach Recherchen im Internet gehe ich davon aus, dass auch eine Verbindung zwischen Sony und der Anschutz Corporation besteht. Für die Filmrechte an „This Is It“ beteiligte sich Anschutz mit 36 Millionen Dollar (von insgesamt 60). Anschutz erhält von allen Einnahmen 10 Prozent. Das wird sicher auch Geltung haben für den DVD-Handel, der 2010 starten soll. Produzenten des Films sind zwei AEG Live executives. Randy Philipps und Paul Gongaware.

Zu erinnern ist daran, dass die Proben für die London-Konzerte im Staples Center gefilmt wurden. Das Staples Center ist Eigentum der AEG Live. Diese wiederum gehört zur Anschutz Corporation. Die Konzerte sollten im 02 World in London stattfinden. Eigentümerin ist AEG Worldwide.

Dr. Murray musste zwei Aufgaben erfüllen. Er musste Michael Jacksons Gesundheit managen und AEG Live laufend berichten. Über den gesundheitlichen Zustand gibt es sich widersprechende Aussagen. Jackson sei nicht in einer guten Verfassung gewesen. Sein Zustand sei in den letzten Stunden psychotisch gewesen. Die andere Aussage berichtet über die letzte Probe. Sie war um 0.30 Uhr beendet. Jackson war überglücklich und freute sich auf London. „Das wird etwas ganz Grosses“. „Ich fühle schon den Atem von London“. „Ein Traum wird wahr“. In der Nacht fand Michael Jackson keinen Schlaf und Dr. Murray begann mit der Abgabe einer Vielzahl von Medikamenten. Zuletzt spritzte er Propofol.

Philipp Anschutz ist in der Öffentlichkeit kaum sichtbar. Er gilt als mysteriös. 1999 wurde sein Vermögen auf ca. 16,5 Milliarden Dollar geschätzt. Heute sind es noch ca. 8 Milliarden. Anschutz ist mit einem Aktienanteil von 38 Prozent mit dem Telekommunikations-Giganten Qwest verhängt. Er besitzt in Amerika 6000 Kino-Vorführräume (United Artists Theatre Corporation). Und eine eigene Eisenbahnlinie (The Ski-Train), die von Denver direkt ins Wintersportgebiet Winter Garden führt. 1984 erwarb er die Southern Pacific Rail Corporation und später die Rio Grande Railroad. Und fusionierte sie zur Union Pacific. Er ist Eigentümer der Forest Oil Corporation mit Sitz in Denver. Die Anschutz Corporation bestitzt Anteile an „The Power Company of Wyoming“. Anschutz baut und verkauft Immobilien. Er ist einer der grössten Landbesitzer in den USA.

Anschutz investiert in Eishockey-Vereine und in Fussball-Clubs. Er baut Stadien. Unter anderen das 02 World in London, eine Erlebnishalle am Berliner Ostbahnhof, die Color Line Area in Hamburg und in Los Angeles, neben dem Staples Center, die Multifunktionshalle Home Depot Center. Anschutz produziert Hollywood-Filme. Seine Filmfirma heisst Crusader. Filme: „Joshua“. Die Lebensgeschichte von Ray Charles. Die Buchgeschichte von Truman Capote „Children On Their Birthday“. „Narnia“. Er besitzt die Zeitungen The Washington Examiner, The Weekly Standard und den San Francisco Examiner. Er finanziert die Organisationen „American Values“, „The Center for Marriage and Families“ und „Morality in Media“. Mit 700 Millionen Dollar gründete er im Jahr 2000 die „Foundation of a Better Life“. Anschutz ist Executive Member of the Academy of Motion Pictures Arts and Sciences. Und Trustee der Kansas University Endowment Association.

Anschutz ist auch Eigentümer des National Public Radios mit Sitz in Washington. Seit Ende 2002 gibt es einen weiteren Standort in Culver City, Kalifornien. Derzeit übernehmen etwa 800 Radiostationen in den USA Teile oder das gesamte Programm von NPR. Daneben existiert NPR Worldwide. In Berlin betreibt NPR einen eigenen Sender. Die Finanzierung erfolgt durch Sponsoring von Firmen und Stiftungen. Es verwundert nicht, dass dieser Radiosender Diane Dimond beschäftigt. Mir ihrer Sendung Talk It Over. Das bedeutet zwingend, dass sozusagen flächendeckend über Michael Jackson berichtet wird. David Bauder interviewte deswegen Dimond. „Leads Coverage of Jackson Story“.

Wieselflink hat auch Sony Rechte bei AEG Live geltend gemacht. Sie kauften die Aufzeichnungen der Proben von „This Is It“. Der Film ist unterdessen weltweit über die Leinwände gegangen. Der Regisseur, Kenny Ortega, musste mittlerweile zugeben, dass für diesen Film auch „altes“ Material verwendet wurde. (Zumindest einige Gesang-Parts wurden durch alte Aufnahmen ersetzt). Ist der Film ein Fake? Sony muss auf der Hut sein. Michael Jacksons Fans werden nicht locker lassen. Sie werden darauf beharren, die Wahrheit zu erfahren.



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