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Gedanken
von Jutta Müller

Für mich ist Michael Jackson zu früh verstorben. Seine Kinder haben zu früh den sie beschützenden Vater verloren. Ich bin auch überzeugt, dass sich Michael Jackson künstlerisch noch hätte weiter entwickeln können. Als Komponist. Als Texteschreiber. Vielleicht sogar als Filmemacher. Mit einer anderen Sicht auf das Leben, die Liebe, die Vergänglichkeit. Ich finde, die Welt hat einen sehr speziellen Mann und einen grossen Künstler verloren. Vielleicht können das aber nur Menschen empfinden, die sich die Unschuld ihrer Kindheit bewahrt haben. Und Menschen so respektieren können, wie sie nun einfach mal sind.

Michael Jackson setzte seine Talente verschwenderisch und sein Vermögen grosszügig für eine bessere Welt ein. Ohne Rassenschranken. Solidarität mit den ausgebeuteten Armen. Gegen Gewalt. Für die Rechte der Kinder und die „Bewahrung der Schöpfung“. Er unterstützte insgesamt 39 Hilfsprojekte. Er beteiligte sich auch an der Finanzierung von Bauprojekten (Schulen, Kindergärten, Spitäler, Kirchen). Die meisten seiner Hilfsprojekte sind in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Michael Jackson fühlte sich verpflichtet, der Menschheit zu helfen.

Viel Geld zu verdienen hat auch seine Tücken. Ein milliardenschweres „Imperium“ zu verwalten braucht Nerven und die richtigen Leute am richtigen Ort. Also vertrauenswürdige Menschen. Ob Michael Jackson da eine gute Hand hatte? Ich gehe davon aus, dass in den Finanzen die Übersicht verloren ging. Verbindlichkeiten nicht abgegolten wurden. Michael Jackson wurde deswegen mit Gerichtsverfahren bedrängt. Im Gerede sind 1200 Verfahren. Von ehemaligen Mitarbeitenden, Anwälten, Ärzten, Banken etc.. Eine ehemalige Pressesprecherin von Michael Jackson, Raymone Bain, verlangt sage und schreibe 44 Millionen Dollar. Wirklich unabhängig im Leben ist man nur, wenn man seine Angelegenheiten vollumfänglich selber regeln kann. Dann kann man „Ja“ sagen oder „Nein“. Zu jeder Stunde, in jeder Minute. Das ist Freiheit!

Eine Binsenwahrheit bestätigt sich wieder einmal. Geld ist nicht alles. Man kann sich mit Luxus umgeben. Aber Gerechtigkeit lässt sich nicht kaufen. Man muss auf Erden um sie hartnäckig kämpfen. Meistens ohne Erfolg. Gesundheit lässt sich auch nicht kaufen. Michael Jackson wäre es aber immerhin möglich gewesen, seine Ängste und seine Medikamentenabhängigkeit in den besten Kliniken der Welt energisch zu bekämpfen. Damit das gelingt, braucht es Vertrauen in Menschen. Er umgab sich aber mit Ärzten, die es ihm ermöglichten, zu den gefährlichen Medikamenten zu kommen.

msNachworte

Michael Jackson tot! Herzstillstand! Das war die Meldung, die am 25. Juni 2009 sekundenschnell um die ganze Welt ging. Die Internetdienste waren danach nicht mehr benutzbar. In den Tagen darauf dann die schockierende Mitteilung: Michael Jackson sei seit Jahren von starken Medikamenten abhängig gewesen.

Wenn ich über die Leidensgeschichte des Michael Jackson nachdenke, spüre ich, dass es gar nicht anders sein konnte. Kein Mensch, auch der stärkste nicht, kann das aushalten. Der ständige Medienhype um die weisse Hautfarbe, die Operationen an seinem Gesicht. Die angebliche Magersucht, der angebliche Kindsmissbrauch. Mit den Gerichtsverhandlungen und der vorgängigen Verhaftung. Das Fotografieren des nackten Körpers. Die zwei gescheiterten Ehen. Berichte über die angebliche Homosexualität. Der angebliche „Voodoo-Zauber“. Die Streitereien mit der Familie. Ganz besonders mit dem Vater. Die finanziellen Probleme. Die gerichtlichen Auseinandersetzungen mit ehemaligen Mitarbeitenden. Mit Anwälten, mit den Banken. Der Verkauf der Neverland-Ranch 2007. Dubiose Machenschaften des Sony-Konzerns. Die angebliche Hinwendung zum Islam. Die gesundheitlichen Probleme. Lupus, Vitiligo. Die Operationen am Kopf und die durch den Pepsi Unfall nötig gewordenen Hauttransplantationen. Mit Schmerzen und schwerer chronischer Schlaflosigkeit.


Erinnerung an den genialen Menschen bleiben für immer

Gelesen habe ich unterdessen viele, aber noch nicht alle, Lyrics von Michael Jackson. Von einigen sogenannten Musikexperten werden sie als „zu vergessen“ eingestuft. Da sie „intellektuell dürftig“ ausgefallen seien. Nun, dem Menschen sind, neben den geistigen Fähigkeiten, Gefühle mit auf den Weg gegeben worden. Die Texte treffen einem mitten ins Herz. Michael Jackson hat es mit einer einfachen Sprache jeweils auf den Punkt gebracht, um was es geht. Um die Sehnsucht nach Liebe, um die Ängste vor dem Verlassenwerden, um die Trauer und den Zorn über die Ausbeutung der Erde, um Gewalt und Gerechtigkeit. Um das Mit-Gefühl überhaupt. Und so weiter. Über Jahrtausende haben sich die Gefühle der Menschen nicht verändert. Und sie werden sich auch in Zukunft nicht verändern. Wenn die Menschen Gefühle überhaupt zulassen. Einige Musikexperten bemängeln auch die „Fistelstimme“. Fistelstimme? Ich werd nicht mehr! Unvergleichlich war Michael Jacksons Tanzstil. Mit einer für einen Mann berührenden Anmut und der ihm eigenen Kopfhaltung und dem Ansatz zu einem leichten Rundrücken. Diese Anmut in Verbindung mit dem aggressiven und männlichen Tanzstil war einzigartig. Einzigartig auch seine Arm- und Handbewegungen. Und die grossartigen Choreographien und vielen Videos zu seinen Alben. Sie strotzen nur so vor Kreativität und Symbolen. Im Gerede waren auch immer seine Bühnen-Outfits. Die fand ich absolut Klasse. Ich bin mir sicher, dass man von Michael Jackson noch in hundert Jahren spricht. Er war ein genialer Mensch und ein einzigartiger und aussergewöhnlich begabter Musiker und Tänzer.

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