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Die "Recording Artists Coalition" wurde Anfang/Mitte 2002 von Al Sharpton und Anwalt Johnnie Cochran Jr. gegründet und hat den Zweck eine finanzielle Ausbeutung von Künstlern aller Farben und Rassen, insbesondere von Schwarzen, durch die Plattenfirmen zu untersuchen und setzt sich für faire Künstlerverträge ein. Michael Jackson, der in der neuen Vereinigung massgeblich beteiligt ist, nahm an 2 Pressekonferenzen teil und hielt längere Reden.
Nachfolgende Rede hielt der King of Pop am Dienstag den 9. Julie 2002 in New York, Harlem.

Übersetzung: Daggimarie
 
"Ich erinnere mich, vor langer Zeit in Indiana, als ich 6 oder 7 Jahre alt war, da hatte ich einen Traum, dass ich mir wünschte, ein Künstler zu sein, wisst ihr, ein Unterhaltungskünstler, wann auch immer ich schlief, meine Mutter würde mich wecken und sagen: "Michael, Michael, James Brown ist im Fernsehen!", dass ich aus dem Bett springen würde und nur noch auf den Bildschirm starre, und ich würde jede Bewegung, jede Drehung, jeden Sprung, jede Schleife mitmachen. Und da war Jackie Wilson; man kann die Liste weiter- und weiterführen, und ihr wie wisst, welche phänomenalen, grenzlosen, großen Begabungen das waren. Es ist sehr traurig, mit anzusehen, dass diese Künstler wirklich ohne jeden Penny sind, denn sie haben so viel Freude für die Welt und die Gesellschaft geschaffen, angefangen mit den Plattengesellschaften, die haben sie völlig ausgenutzt. Und es nicht so, wie immer gesagt wird, "sie haben sich große Häuser gebaut", "sie haben eine Menge Geld ausgegeben", "sie haben sich eine Menge Autos gekauft", das ist dummes Zeug, es ist nur eine Ausrede.
Das ist nicht zu vergleichen mit dem, was Künstler machen. Und ich muss Sie einfach wissen lassen, dass dies sehr wichtig ist, worum wir kämpfen, weil ich der Machenschaften wirklich, wirklich müde bin.
Ich bin es leid, wie die Presse alles manipuliert, was in dieser Situation geschieht. Sie erzählen nicht die Wahrheit, sie sind Lügner. Und sie manipulieren unsere Geschichtsbücher.
Unsere Geschichtsbücher sind nicht wahr, es ist eine Lüge.
Die Geschichtsbücher sind Lügen, ihr müsst das wissen. Ihr müsst das wissen. Alle Formen der populären Musik von Jazz zu Hip Hop zu Bebop und Soul, ihr wisst es, sprechen wir mal über die verschiedenen Tänze vom Cake Walk zum Jitter Bug vom Charleston zum Break Dance, all dies sind Formen vom Black Dancing!
Was ist wichtiger, als dass man den Menschen einen Sinn für eine Flucht aus der Wirklichkeit gibt, und die Unterhaltung ist eine Flucht aus der Wirklichkeit? Wie würde es sein auf Tanz, Freude, Lachen und Musik zu verzichten? Diese Dinge sind sehr wichtig, aber wenn wir in die Buchläden um die Ecke gehen, werdet ihr keinen schwarzen Menschen auf den Buchumschlägen entdecken. Man wird Elvis Presley sehen. Man wird die Rolling Stones sehen. Aber wer waren die wahren Pioniere, mit denen alles begonnen hat? Otis Blackwell war ein profilierter phänomenaler Schreiber. Er schrieb einige der großartigsten Elvis Presley Songs, die jemals geschrieben wurden. Und das war ein Schwarzer. Er starb mittellos und niemand weiß von diesem Mann, und zwar darum, weil niemand ein Buch über ihn geschrieben hat, jedenfalls keines, das ich kenne und ich habe die ganze Welt danach abgesucht.
Ich traf seine Tochter und fühlte mich sehr geehrt. Für mich war das genau so bedeutungsvoll wie, als ich ich die Königin von England getroffen habe.
Aber ich bin hier, um über jede Form von Ungerechtigkeit zu sprechen. Ihr müsst euch mal zurückerinnern, in dem Moment, als ich anfing, die Verkaufsrekorde aller Zeiten von Elvis zu brechen, ich brach den Rekord der Beatles, in dieser Minute, als sie zu den bestverkauften Alben aller Zeiten im Guinness Buch der Rekorde wurden, über Nacht nannten sie mich einen Freak, sie erklärten mich für homosexuell, sie nannten mich einen Kinderschänder, sie sagten, ich versuchte, meine Haut zu bleichen. Sie taten alles, um das Publikum gegen mich aufzubringen. Das ist ein totales Komplott, das müsst ihr wissen.
Ich kenne meine Rasse. Ich brauche bloß in den Spiegel zu blicken, und ich weiß, ich bin schwarz. Es wird Zeit für eine Umkehr. Und lasst uns dieses Gebäude nicht verlassen, und vergessen, was hier gesagt wurde.
Bewahrt es in eurem Herzen, bewahrt es in eurem Bewusstsein und lasst uns etwas dagegen tun.
Wir müssen! Es ist schon viel zu viel Zeit vergangen und eine Änderung muss endlich kommen. So lasst uns unsere Fackel hochhalten, um den Respekt zu erhalten, den wir verdienen. Ich liebe euch, ich liebe euch. Bitte legt es nicht in euer Herz und vergesst es morgen wieder. Wir haben unsere Aufgabe nicht erfüllt, wenn das passiert. Das muss ein Ende haben! Es muss aufhören, und deswegen bin ich hier mit den Besten, um sicherzustellen, das das aufhört. Ich liebe euch, Leute.
Und denkt daran, wir sind alle Brüder und Schwestern, und es spielt keine Rolle, welche Hautfarbe wir haben."



Bereits am Samstag, 5. Juli 2002, fand eine erste Pressekonferenz in NY vor ca. 350 Zuschauern statt.
Michael Jackson meinte in dieser Rede, dass die Platten-Industrie auf Kosten der Künstler Profit mache: "Die Plattenfirmen verschwören sich wirklich gegen den Künstler - sie stehlen, sie betrügen, sie machen alles was sie können." Vor allem die Behandlung schwarzer Künstler durch die Musikindustrie kritisierte er scharf und meinte: "Insbesondere gegen schwarze Künstler."
Nachdem er seinen Plattenboss bereits in London als "Teufel" bezeichnet hatte, griff er ihn erneut an: "Mottola war gemein, er ist ein Rassist und er ist sehr sehr sehr teuflisch." Jackson beschuldigte Tommy Mottola weiter, das "N-Wort" benutzt zu haben als er über einen schwarzen Sony-Künstler sprach.
Jackson nannte dann verschiedene schwarze Künstler als Opfer der Industrie, inklusive Sammy Davis Jr. Davis der ohne einen Pfennig in der Tasche gestorben sei. Als Opfer zählte er auch Mariah Carey und James Brown auf. Michael erzählte, Generationen schwarzer Musiker seien von profitgierigen Schallplattenfirmen gekränkt und manipuliert worden.
"Wenn ihr für mich kämpft, kämpft ihr für alle Schwarzen, tote und lebendige," sagte der King of Pop in Anspielung auf seinen aktuellen Streit mit Sony.*
Erneut forderte er alle auf: "Wir müssen diese unglaublichen Ungerechtigkeiten stoppen."

*Michael`s Angriffe auf den Sony-Boss Tommy Mottola, sorgten für Verärgerung bei seinem Partner Al Sharpton.
Sharpton teilte mit, dass er im Vorfeld der Veranstaltung von Jackson nicht über diese Äusserungen informiert wurde. Er teile Jacksons Meinung nicht.