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Rodney Jerkins
geb. 1977, New Jersey

Musiker, Komponist, Produzent, Arrangeur

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Rodney Jerkins begann bereits mit 5 Jahren Klavier zu spielen. Die sonntäglichen Gottesdienstbesuche bei seinem Vater, einem evangelischer Pfarrer, beeinflusste seine Musik bis heute. Er mochte es, wenn sein Vater mit seinem älteren Bruder Gospelsongs und anderes spielte und die ganze Kirche mitsang. Als er mit 13 Jahren ein Keyboard und einen Drum-Computer erhielt, beginnt er Demos für Rapper in seiner Umgebung zu basteln.
Als er eines Tages wieder einmal vor dem Studio seines Idols Teddy Riley wartet, gelingt es ihm tatsächlich Teddy einige Demos in die Hand zu drücken. Teddy Riley merkt bald, dass hier ein Talent schlummert und lädt ihn ins Studio ein. Er ermöglichte ihm dann, sein erstes Album zu produzieren. Rodney Jerkins rappt auf dieser Platte mit seinem Bruder, Fred Jerkins III. Die Platte (Gospel/Hip Hop) nannte sich On The Move. Schliesslich entschied sich Jerkins allerdings, sich auf das Songwriting und Produzieren zu konzentrieren. Immer mehr war seinen Produktionen ein eigener Musikstil anzuhören. Er selbst nannte seine Musik "Darkchild". "Dark", da er einen dunklen Sound schaffen wollte und "Child", weil ihn viele Leute noch ein Kind nannten.

jerkins_rodney1995 unterschieb Rodney einen Vertrag mit EMI Publishing und konnte nun internationale Künstler remixen und produzieren. Durch den 1.8 Mio. Dollar Deal konnte er sich zudem bessere Studiogeräte kaufen und in ein schöneres Haus umziehen. Die ersten grossen Künstler für die er arbeitete waren Vanessa Williams und Mary J. Blige.
1997 arbeitete er erstmals für Michael Jackson. Jerkins schrieb und produzierte drei Tracks für Brownstone, die bei Michael Jackson`s MJJ Production unter Vertrag waren.

1998 gelang ihm der grosse Durchbruch mit dem von ihm produzierte Song The Boy Is Mine, gesungen von Brandy und Monica. Der Song erreichte in der zweiten Woche bereits den 1. Platz der US-Single Charts. Von nun an gehörte er zu den gefragtesten Produzenten... Er arbeitete u.a. für Destinys Child, Toni Braxton, Jennifer Lopez, Britney Spears, Brandy, Monica, Whitney Houston und Aaliyah. Daneben produzierte er einige Songs zu Film-Soundtracks.


Ende 1998 trafen sich Rodney Jerkins und Michael Jackson für Gespräche, ob sie eventuell für Jackson`s nächstes Album zusammenarbeiten würden. Für Rodney ging ein Traum in Erfüllung, denn er und Michael Jackson kreierten schlussendlich unzählige Songs für Michaels Invincible Album, von denen sechs auch tatsächlich veröffentlicht wurden. Auf Invincible waren zudem auch Zusammenarbeiten von Michael Jackson und Teddy Riley enthalten - dem Entdecker von Rodney Jerkins.
Auch nach dem Invincible Album Release erschienen noch zwei Songs, die Jackson mit Jerkins aufnahm: We`ve Had Enough und Xscape. Ersterer erschien offiziell auf der Ultimate Collection, letzterer wurde inoffiziell im Internet geleakt, möglicherweise allerdings in voller Absicht Michael Jackson`s.

Für das Album Full Moon von Brandy (2002), durfte Jerkins einige während den Invincible Sessions aufgenommene Vocals verwenden. (Brandy sag auch einige additional vocals für Unbreakable ein). Auch für seine jazzige Produktion Ride with me (2006) durfte Rodney Jerkins Michaels Stimme samplen und bediente sich dabei an unveröffentlichten Aufnahmen.

Quelle: div., Bio: mjackson.de (Olfaf Hanesch),

Im Interview (über MJ)

In einem Interview mit EQ (2003) antwortete Rodney Jerkins auf die Frage "Wer sind die besten Sänger, mit denen Sie gearbeitet haben, und was haben Sie von ihnen gelernt?" folgendes:

"Michael Jackson ist bei weitem der Beste. Ich weiß nicht, wer ihm beigebracht hat, den Background Gesang zu schneiden, aber er macht Dinge, die kein anderer macht. Er machte Hundert Tracks Background Vocals. Er machte acht Tracks von - wie er es nennt - Accent Vocals. Er sang kaum, aber er traf den Chorus mit einem harten, verkürzten Rhythmus. Es war fast als ob er sprach, aber es ist kein Sprechen. Er machte das nochmal und nochmal, und das gibt den Vocals Aggression und Biss. Ich habe niemals jemanden mehr Mikrophone benutzen sehen. Er hatte all diese großartigen Microphone im Raum, und ging dann alle durch, um zu sehen, welches für den Track am besten klang. Viele Künstler haben es viel zu eilig, und sie nehmen sich nicht die Zeit, diese Dinge zu tun. Er hat mir auch beigebracht, dass man nicht bei allem genau am Mikrophon sein muss. Vorher wies ich die Künstler an, in das Mikrophon zu atmen, es zu essen. Ich wollte, dass man den Sänger ganz direkt hört. Michael tat das auch, aber dann ging er in eine Ecke und sang die nächsten vier Tracks. Das gab dem ganzen einen Raumklang, jedoch ohne eine Maschine zu benutzen. Das hat mich so viel gelehrt. Ich habe Ghost Tracks nie verstanden, bis ich ihn arbeiten sah. Er tat all diese Dinge, von denen man denken würde, dass man sie nicht hört, aber sie fügen sich in die Mischung ein und machen sie größer."


In einem anderen Interview Mitte 2002 erzählte Rodney Jerkins:

Sie haben kürzlich mit Michael Jackson gearbeitet. Waren Sie enttäuscht, das sich die Dinge nicht gut entwickelten?
Rodney:
Machen Sie Witze? Mit Michael zu arbeiten war wie... mit nichts anderem zu vergleichen, Sie verstehen, was ich meine? Ich arbeitete mit Whitney Houston, Britney - all diesen Giganten aber nichts kann an die Arbeit mit Michael heranreichen. Er ist spitze. Nichts kann das jemals überbieten.

Also sagen Sie, als Produzent, Sie haben ihren Gipfel erreicht?
Rodney:
Nun, die Arbeit für Invincible ist das beste Zeug, was ich je gemacht habe. Es gibt da noch vieles, was die Leute gar nicht gehört haben. Es gibt unfertiges Material. Ich bin überzeugt, daß ich wieder mit Michael zusammenarbeiten werde ... wir arbeiteten gut miteinander. Ich möchte wirklich, daß die Leute einiges von dem Zeug hören, was nicht fertiggestellt wurde. Die Reaktion der Schwarzen darauf war wie 'yeah, er ist zurück.' Und das basierte auf nur drei oder vier Stücken. Da gibt's 'ne Menge mehr Zeugs, mindestens genauso gut vielleicht sogar besser. Die Leute müssen es einfach hören, wissen Sie.

Und warum wurde dieses Material dann nicht für die endgültige Version des Albums genutzt?
Rodney:
Nun, Michael ist wie kein anderer, wissen Sie was ich meine? Er nimmt hunderte... wirklich hunderte von Songs für ein Album auf. Was wir also machten war, wir begrenzten es auf die 35 besten Songs und wählten aus diesen aus. (Es geht) nicht immer darum, die heißesten Tracks auszuwählen, es muß das richtige Feeling haben, also gibt es noch genügend gutes Meterial, das wert für ein Album ist, "that will blow your mind". Ich hoffe wirklich, daß dieses Zeug rauskommt, denn einiges ist das beste.*

 

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 Invincible

* Gemäss Rodney Jerkins offizieller Webseite, nahmen sie folgende weitere, immer noch unveröffentlichte, Songs auf:

Cheater (feat. Fats)
Chicago 1945
Get Around
Kick It
Maybe We Can Do It (feat. P. Diddy)
Pressure
The Pain