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  • News-Archiv: 17. bis 31. Oktober 2011

    17. Oktober 2011

    News-Archiv: 17. bis 31. Oktober 2011

    31.10.2011: Prozess: 21. Tag – Zeugen der Verteidigung (1. Teil)

    Heute wurde der Propofol Experte der Verteidigung, Dr. Paul White, von Staatsanwalt David Walgren ins Kreuzverhör genommen. Walgren versuchte immer wieder die Zustimmung von White zu erhalten, dass Murray diverse Pflegestandards missachtete. Teilweise gab Dr. White zu Protokoll, dass der genaue Pflegestandard nicht definiert werden könne, sagte aber, dass er an Murrays Stelle sofort den Notruf 911 gewählt hätte, als dieser realisierte, dass Michael Jackson in Schwierigkeiten war. White stimmte ausserdem zu, dass der von Murray verwendete Pulsmesser nicht geeignet war. David Walgern fragte weiter: “Haben sie jemals Popofol verabreicht im Schlafzimmer von Jemandem?” White antwortete: “Nein, habe ich nicht.” Er habe vor dem Prozess auch noch nie davon gehört.

    Im Kreuzverhör mutmasste Dr. White, dass Michael Jackson die selbe Spritze benutzte, die Murray schon benutzte, um ihm eine Stunde zuvor eine 25 Milligram Injektion zu geben. Seiner Tehorie nach, könnte Murray sie mit 50 Milligram gefüllt haben und dann halb gefüllt in Michaels Schlafzimmer liegen gelassen haben. White kann sich nicht vorstellen, dass Murray die fatale Dosis injiziert habe, ausser dieser wollte “Mr. Jackson potenziell etwas anhaben.” Walgern fragte darauf, ob er denke, dass sich Michael Jackson selbst etwas anhaben wollte. “Ich denke nicht, dass er die potenzielle Gefahr erkannte”, erwiderte White. David Walgern fragte White auch zu seiner Meinung über Murrays Entscheidung, das Schlafzimmer zu verlassen und so Jackson alleine mit der Spritze zurück zu lassen. “Nein, ich würde den Raum nicht verlassen”, antwortete White, sagte aber auch, dass Murray Michael Jackson 30 Minuten nach der Propofol Injektion verlassen konnte, da dann die Gefahr von Nebenwirkungen vorbei sei.

    White anerkennte, dass der vermisste Infusionsschlauch genug klein wäre, um ihn in eine Jackentasche zu stecken. Walgren erinnerte damit an das mögliche Szenario, dass Murray den Infusionsschlauch verschwinden liess, als Michael ins Spital gebracht wurde. Die 100 Milliliter Propofol Ampulle, von der die Staatsanwaltschaft glaubt, dass sie Murray bentutzt hatte, war leer, als sie die Detektive fanden. Dr. Steven Shafer, der Propofol Experte der Anklage, erwähnte die Theorie, dass als Murray aus dem Schlafzimmer war, selbst als Michaels Herz aufhörte zu schlagen, noch Propofol von einer Infusion in seinen Körper lief. White nannte dies einen “unglaublichen Zufall von Umständen”, dass die Flasche genau dann zu Ende geht, wenn Michael Jackson stirbt. Ein deartiger Fluss von Propofol hätte Michael Jackson nicht töten können. Dr. White bezweifelt die Annahme der Anklage, dass Murray die Propofol Ampulle in einem aufgeschnittenen leeren Beutel tat, um diese an den Infusionsständer zu hängen. Es wäre logischer gewesen, dass Murray einen Plastik-Aufhänger um die Flasche getan hätte, eine Routine-Praxis. Die Propofol Ampulle hätte zudem rausfallen können, wenn Michael Jackson sein Bein bewegt hätte. Die Ermittler, die die Ampulle und den offenen Beutel entdeckten, sagten aus, diese beisammen gefunden, aber nicht fotografiert zu haben.

    Quelle : jackson.ch, cnn.com, usatoday.com, hlntv.com

    31.10.2011: Vorgeschmack auf das Immortal Album

    AOL Music hat exklusiv einen ersten Track vom Immortal Album online gestellt: Der “Immortal Megamix” (hier anhören) vereinigt ‚Can You Feel It,‘ ‚Don’t Stop ‚Til You Get Enough,‘ ‚Billie Jean‘ und ‚Black Or White.‘ Das Album erscheint bei uns am 18. November und kann über Links auf unserer Seite vorbestellt werden: Immortal – Michael Jackson. Wir bedanken uns für die kleine Umsatz-Beteiligung, die Jackson.ch dadurch erhält!

    31.10.2011: Live Stream von der “The Life of an Icon” Premiere

    Für alle, die bei der Verlosung kein Glück hatten, gibt es die Möglichkeit live via Webstream dabei zu sein, wenn am Mittwoch, den 2. November, der Rote Teppich anlässlich der Weltpremiere von „Michael Jackson: The Life of an Icon“ am Londoner Leicester Square ausgerollt wird. Über hundert Prominente aus der Musik- und Filmindustrie werden erwartet, um gemeinsam mit Michael Jacksons Mutter Katherine, Bruder Tito und Schwester Rebbie sowie seinem Freund David Gest (Produzent), Regisseur Andrew Eastel und seinen Anwälten Thomas Mesereau und Susan Yu diese ganz besondere Dokumentation zu feiern.

    Ab 18.45 Uhr können Sie die Stars bei Ihrer Ankunft auf dem Roten Teppich beobachten und anschliessend live bei der halbstündigen Fragerunde dabei sein, wenn sich Tito und Rebbie Jackson, David Gest, Andrew Eastel sowie Thomas Mesereau und Susan Yu den Fragen der zahlreichen anwesenden Michael Jackson Fans stellen.

    Quelle: Universal Pictures Presse-Team, jackson.ch

    31.10.2011: Die Michael Jackson Party am Nachmittag

    Ein Event für wirklich alle Altersgruppen – am Samstag Nachmittag, 19. November, steigt die Michael Jackson Party ab 14:30 Uhr im Marquee Club in Zürich.

    Ohne Altersbeschränkung und für nur 5 Franken Eintritt. Kinder unter 10 Jahre kommen sogar gratis rein, müssen aber in Begleitung eines Erwachsenen erscheinen. Wer an einer Schule, in einem Tanzkurs oder sonstwo Werbung machen möchte, darf bei uns gerne Flyer anfordern: —. Die Veranstaltung dauert bis maximal 18:30 Uhr. Zu Beginn zeigen wir die erste Hälfte vom Moonwalker Film und die komplette Superbowl Performance 1993. An der anschliessenden Tanz-Party läuft ausschliesslich Original Musik von Michael Jackson!

    29.10.2011: Halloween ist “Thriller” Zeit

    Am 31. Oktober ist es wieder soweit: Halloween. Dies bedeutet natürlich auch Zombies und “Thriller” Zeit. Hier könnt Ihr nicht nur den Originalclip von Michaels legendärem Kurzfilm anschauen, sondern auch vier weitere unterhaltsame Interpretationen geniessen. Die Performance aus dem philippinischen Gefängnis wird vielen von Euch bereits bekannt sein, aber die Feuerwehrleute aus Chattanooga und die Bollywood Interpretation aus Südindien wohl weniger. Lehnt Euch zurück und geniesst die Clips. Genau das Richtige, um sich von den intensiven Prozesstagen etwas abzulenken, bevor es dort nächste Woche in die Endrunde geht.

    Übrigens, hier noch eine interessante Hintergrundinformation zum “Thriller” Kurzfilm: Michael Sound Engineer Bruce Swedien und Produzent Quincy Jones erlaubten Regisseur John Landis damals nicht, für den Film die Originaltracks des Songs zu benutzen. So fuhren Kameramann und Co-Produzent George Folsey und John Landis gemeinsam mit Michael in dessen Rolls-Royce um drei Uhr morgens mit einem grossen Koffer nach Studio City. “Wir nahmen die Aufnahmerollen vom Gestell und fuhren nach Hollywood zu Todd-AO, kopierten die ganzen Tracks und brachten sie dann wieder zurück”, erzählt Landis. “Das Ganze dauerte eine Stunde. Wenn ihr das Video anschaut – die Leute bemerken nie, dasss der Song 11 Minuten lang ist. Es sind die gleichen Originaltracks, aber sie sind vollkommen neu geschnitten und gemischt. Vincent Price war so nett, seinen Teil nochmals für uns aufnehmen, weil ich seine Originalaufnahme nicht brauchen konnte, da sie mit einem Synthesizer Track gemixt waren”, so Landis.

    Quellen: jackson.ch, npr.org

    29.10.2011: Brett Ratner über Michael

    Brett Ratner, Filmregisseur und Freund von Michael Jackson – den meisten von Euch wird er bekannt sein von den Michael Jackson Home Videos, als sie im Auto zu R. Kellys „Ignition“ tanzten und die Magic Show besuchten – war kürzlich bei einer Late Night Show eingeladen. Als er auf seine Freundschaft mit Michael angesprochen wurde, erzählte er eine witzige Anekdote von Michael, dem King of Pranks. Siehe hier für den Videoclip aus dem Interview.

    Quellen: jackson.ch, aoltv.com

    29.10.2011: Fotos von der Cirque de Soleil Premiere

    Hier können 40 tolle Fotos von der Cirque de Soleil Premiere von “Michael Jackson — The Immortal Word Tour” in Montreal angeschaut werden. Michaels drei Kinder, Eltern und Jackie waren auch dabei.

    Quellen: jackson.ch, canada.com

    28.10.2011: Hiltons unterstützen die Jacksons

    Kathy und Rick Hilton, die Eltern von Paris Hilton, kamen heute zur Gerichtsverhandlung, um ihre Unterstützung für ihren langjährigen Freund Michael und die Jackson Familie zu zeigen. Rick Hilton meinte: “Es gibt viele Fragen, die beantwortet werden müssen.” Kathy Hilton kannte Michael seit sie 13 Jahre alt war und die beiden in die gleiche Schule gingen. Die beiden blieben bis zum Schluss miteiander in Kontakt. Kathy Hilton ging am Todestag auch ins Krankenhaus, um sich persönlich von Michael ein letztes Mal zu verabschieden. Zur Erinnerung bzw. für diejenigen, die es damals verpasst haben, hier nochmals der Link zum bewegenden und herzlichen Interview von Piers Morgen, CNN, mit Kathy Hilton Ende Mai diesen Jahres.

    Quellen: jackson.ch, cnn.com

    28.10.2011: Prozess: 20. Tag – Zeugen der Verteidigung

    Wie angekündigt bezweckte die Verteidigung heute mit Hilfe ihres Hauptzeugen, dem Propofolexperten Dr. White, die Szenarien der Staatsanwalt und ihrem Propofolexperten Dr. Shafer zu widerlegen und aufzuzeigen, dass Michael Jackson selbst für seinen Tod verantwortlich war. Gemäss Dr. White war Conrad Murray gemäss seiner Aussage der Polizei gegenüber sowie gemäss dem Beweismaterial am Tatort nur für eine geringe Dosis an Propofol (25mg) verantwortlich und diese hätte nicht zum Tod von Michael Jackson geführt. Die neue Theorie der Verteidigung besagt, dass sich Michael Jackson zwischen 11:30 und 12 Uhr am 25. Juni 2009 25mg Propofol selbst injiziiert hatte, nachdem er bereits Stunden vorher grosse Mengen an Beruhigungsmitteln (Lorazepam) eingenommen hatte. Dabei soll sich Michael Jackson gemäss Dr. White die 25mg Propofol mittels Spritze in nur 15 bis 30 Sekunden in den Katheter unter dem linken Knie eingespritzt haben.

    Gemäss Dr. White ist der Grund, weshalb bei der Autopsie Spuren von Lorazepam im Magen von Michael Jackson gefunden wurden, der, dass Michael Jackson diese oral eingenommen hatte (möglicherweise 4 Tabletten aufs Mal zweimal in der Nacht) und da diese sehr rasch durch das Verdauungssystem aufgenommen werden, nur ein kleiner Rest im Magen aufgefunden wurde. Wäre das Lorazepam, wie Dr. Shafter argumentierte, Michael Jackson mittels Infusion verabreicht worden, hätte man, so Dr. White, im Magen keine Spuren von Lorazepam gefunden. Die Kombination der hohen Dosierung an Lorazepam und der zweiten, selbstiniziierten 25mg Propofoldosis habe sich, so Dr. White, als tödlich erwiesen. In der insgesamt dreistündigen Befragung heute ging es der Verteidigung darum, jedes von Dr. Shafter aufgezeigte Szenario und Argument zu entkräftigen bzw. aufzuzeigen, dass dieses nicht möglich bzw. sehr unwahrscheinlich sei bzw. keinen Sinn mache. Das von Dr. Shafter und der Staatsanwaltschaft am Ende realistische Szenario lautete, dass Conrad Murray Michael Jackson über einen Zeitraum von drei Stunden vor Michaaels Tod 100mg Propofol mittels kontinuierlicher Infusion verabreicht hatte. White argumentierte heute, dass Michael Jackson bei einer solchen Infusion schläfrig gewesen wäre, aber jederzeit hätte aufwachen können.

    Aufgrund der gestern neu eingebrachten Theorie der Verteidigung betreffend die Todesursache von Michael Jackson und den damit verbundenen neuen Computersimulationen gestattete Dr. Pastor der Staatsanwaltschaft, sich über das Wochenende auf ihr Kreuzverhör vorzubereiten, indem sie die neuen Unterlagen genau studieren können. Am Montagmorgen um 9 Uhr Ortszeit (18 Uhr Schweizer Zeit) wird David Walgren mit dem Kreuzverhör beginnen und man darf gespannt sein. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Staatsanwaltschaft anschliessend ihren Propofolexperten, Dr. Shafer, nochmals in den Zeugenstand rufen wird.

    Quellen: jackson.ch, abclocal.go.com (ab Live Stream), cnn.com

    28.10.2011: Prozess: 19. Tag — Zeugen der Verteidigung (2. Teil)

    Michael J. Flanagan übernahm am gestrigen Nachmittag die Befragung von Dr. Paul White, dem Propofolexperten der Verteidigung. Dr. White stellte am Anfang klar, dass er, als er von der Verteidigung kontaktiert wurde, zuerst nichts mit dem Fall zu tun haben wollte, da er nicht gern im Licht der Öffentlichkeit steht und nicht mit einem high-profile Fall im Zusammenhang „mit dem Tod eines Icons“ involviert sein wollte. Als er sich bereit erklärte, die Dokumente der Verteidigung erst einmal durchzusehen, war er jedoch perplex, wie man daraus folgern konnte, dass Dr. Murray Propofolinfusionen verabreicht hatte. „Es war für mich nicht offensichtlich und ich dachte, da bestehen gewisse Fragen“, so Dr. White. Da die anfängliche Strategie der Verteidigung war, dass Michael Jackson die tödliche Dosis Propofol selbst getrunken haben sollte, als Murray nicht anwesend war, war es der Verteidigung und ihrem Zeugen gestern wichtig zu klären, dass dies anfangs nur „eine mögliche Spekulation“ war, da man bei der Autopsie auch im Magen von Michael Jackson Propofol gefunden hatte (wenn auch nur eine verhältnismässig kleine Menge verglichen mit anderen Körperteilen). Dr. White schlug dann der Verteidigung vor, eine Studie an Hunden zu machen, wobei diesen das Propofol direkt in den Magen geleitet würde, um zu sehen, was passieren würde (Dr. White betonte der Jury gegenüber, dass dies keine schädigende Wirkung auf die Tiere hatte). Wie sich herausstellte, metabolisiert sich Propofol vollkommen und es wurden keine Bestände im Magen der Tiere gefunden. Somit konnte diese Hypothese fallen gelassen werden.

    Die Verteidigung hat dann sozusagen in letzter Minute eine Ankündigung gemacht, dass Dr. White mittels einer neuen Computersimulation herausgefunden haben soll, wie Michael Jackson gestorben ist. Die Staatsanwaltschaft zeigte sich verständlicherweise überrascht über diese neue Entwicklung und beantragte beim Gericht, dass ihnen genug Zeit gegeben wird, über das Wochenende dieses neue Programm und die entsprechenden Daten zu studieren. Als Folge davon hat Richter Pastor beschlossen, dass die Verteidigung ihre Befragung von Dr. White heute noch beenden kann und der Prozess anschliessend bis Montagmorgen vertagt wird und die Staatsanwaltschaft dann mit dem Kreuzverhör von Dr. White beginnen kann. Richter Pastor meinte, dass es sich hierbei um ausserordentlich kompliziertes Material handle. Wie die Abschrift der internen Besprechung zwischen Richter und den Parteien zeigte, ist Richter Pastor wenig begeistert über die erneute Verzögerung, was das Ende des Prozesses anbelangt. „Ich weiss einfach nicht, ob einige Geschworenen abspringen werden. Die Jury ist ausserordentlich engagiert an diesem Fall, aber sie haben auch noch private und sonstige Verpflichtungen“, so Richter Pastor. Anfangs hiess es, dass der Prozess bis zum 28.Oktober beendet sein würde. Mit den Schlussplädoyers kann nun frühestens am Dienstag begonnen werden. Es kann aber auch sein, dass je nachdem, was die heutige Befragung ergeben wird, nach dem Kreuzverhör von Dr. White nochmals frühere Zeugen, wie z.B. Dr. Shafer, in den Zeugenstand gerufen werden.

    Die Verteidigung wird heute mit der Befragung von Dr. White fortfahren und wir dürfen gespannt sein, was das neue Programm und die daraus resultierenden Daten betreffend die Verabreichung von Propofol und Lorazepam aufzeigen sollen.

    Quellen: jackson.ch, abclocal.go.com (ab Live Stream), washingtonpost.com

    27.10.2011: 19. Prozesstag – Zeugen der Verteidigung (1. Teil)

    Der erste Zeuge der Verteidigung am heutigen Tag war Dr. Robert Waldman, ein Suchtexperte. Dieser hatte im Vorfeld aufgrund der durch die Verteidigung bei Dr. Arnold Klein unter einer Vorladung eingeforderten Krankeitsakte von Michael Jackson (aka Omar Arnold) dessen Abhängigkeits-/Suchtverhalten in Bezug auf das Schmerzmittel Demerol untersucht. Im Zeitraum zwischen Anfang März und dem 22. Juni zeigten die Unterlagen zahlreiche Demerolverabreichnungen durch Dr. Klein auf. Zum Teil erfolgten diese vor der Verabreichung von Botox und Restylane zur Glättung von Falten sowie vor Behandlungen gegen übermässiges Schwitzen. Diese Behandlungen rechtfertigten jedoch nicht die hohen Dosierungen von Demerol, so der Suchtexperte. Anfangs erhielt Michael Jackson 200mg Demerol pro Besuch. Bis Anfang Mai 2009 wurde die Dosis zum Teil bis auf 300mg pro Besuch erhöht. Im Juni wurde die Dosierung wieder auf 200mg und schliesslich 100mg reduziert. Gestützt auf die Behandlungsunterlagen von Dr. Klein folgerte Dr. Waldman, dass Michael Jackson bis zum 4. Mai abhängig von Demerol war, vielleicht sogar schmerzmittelsüchtig. Aufgrund der reduzierten Dosierungen im Juni könnte es möglich gewesen sein, dass Michael Jackson Entzugserscheinungen aufzeigte. Entzugssymptome von Demerol würden u.a. miteinschliessen: Angstzustände, Unruhe, Schlaflosigkeit, Zittern, Frösteln, Durchfall, starke Schmerzen in den Knochen, hoher Blutdruck. Während des Kreuzverhörs durch Staatsanwalt Walgren musste Dr. Waldman aufgrund seiner Definition zwischen Abhängigkeit und Sucht eingestehen, dass er Michael Jackson rein gestützt auf die Unterlagen von Dr. Klein als schmerzmittelabhängig und nicht -süchtig diagnostizieren müsste.

    Die beiden Kreuzverhöre von Dr. Waldman durch Staatsanwalt Walgren müssen die Temperatur im Gerichtssaal um einige Grade erhöht haben. Zum Teil war die Atmosphäre wie bei einem Boxkampf ohne körperliche Faustschläge. Walgren musste mehrere Male klar machen, dass der Zeuge seine Fragen nicht beantwortete und bat Richter Pastor in zwei Fällen, den Zeugen aufzufordern, auf seine Fragen zu antworten. Einmal fragte Walgren den sich teilweise gegen seine Fragen sträubenden Zeugen: “Wie kommt es, dass sie kein Problem haben, Mr. Chernoffs Fragen zu beantworten, es ihnen aber solche Schwierigkeiten bereitet, meine Fragen zu beantworten?” Chernoff hüpfte auch mehrere Male auf, um Einspruch zu erheben, als Walgren kritische Fragen an den Zeugen der Verteidigung stellte. Richter Pastor hatte die Sache in der bisher hitzigsten Phase des Prozesses aber stets gut im Griff und hat mit sachlichen, ruhigen und bestimmten Entscheiden bewirkt, dass die Situation nicht aus dem Ruder geriet. Dr. Waldman war der voraussichtlich vorletzte Zeuge der Verteidigung. Es ist zu erwarten, dass als nächstes und letzter Zeuge Dr. Paul White, der Propofolexperte für die Verteidigung, in den Zeugenstand gerufen wird. Der Prozess wird um 23 Uhr (14 Uhr Ortszeit) fortgesetzt.

    Quellen: jackson.ch, abclocal.go.com (ab Live Stream)

    27.10.2011: MJ wieder Topverdiener

    Das zweite Jahr in Folge ist Michael Jackson gemäss einer Untersuchung vom Forbes Magazine der meistverdienende Verstorbene weltweit. In den letzten 12 Monaten hat Michael Jackson seinem Nachlass USD 170 Mio. eingebracht, was mit Ausnahme von U2 mehr ist als jeder andere tote und lebende Popmusiker/Popmusikband. Die weiteren Plätze auf der Liste der meistverdienenden verstorbenen Stars belegen: Elvis Presley, Marilyn Monroe und Charles Schulz (Zeichner der Charlie Brown/Snoopy Figuren). John Lennon und Elizabeth Taylor belegen gemeinsam den 5. Platz.

    Quellen: jackson.ch, yahoo.com

    27.10.2011: Raymone Bain verurteilt

    Michael Jacksons ehemalige Pressesprecherin und General Managerin Raymone Bain wurde am Dienstag zur Zahlung von ca. USD 200’000 in Nachsteuern und einer fünfjährige Bewährungsfrist verurteilt, nachdem sie ihre Steuererklärungen für die Jahre 2006 bis 2008 nicht eingereicht hatte. Als Grund gab sie dem Richter gegenüber an, dass sie vom Tod von Michael Jackson und ihrer Mutter, die sechs Monate nach Michael gestorben war, derart überwältig war, dass sie es vergessen hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich beantragt, dass Raymone Bain für eineinhalb Jahre ins Gefängnis müsse. 2009 verklagte Raymone Bain Michael Jackson auf USD 44 Mio., die er ihr gemäss ihrer Aussage für die verschiedenen Deals, die sie für Michael gehandhabt hatte, schuldete (zB. Verhandlungen um und Veröffentlichung vom Thriller 25 Album; Refinanzierung des Darlehens, um den Beatles Katalog zu sichern; Vorverhandlungen zu den This Is It Konzerten). Der MJ Estate hat Raymone Bains Klage letztes Jahr erfolgreich vor Gericht bestritten.

    Quellen: jackson.ch, cw56.com

    27.10.2011: Kinopremiere in Zürich von The Life of an Icon

    Heute wurden die 25 Gewinner über die Details zur exklusiven Kinopremiere von Michael Jackson The Life of an Icon per Mail informiert. Jeder darf eine Begleitung mitnehmen und falls jemand verhindert ist, sollte das doch bitte mitgeteilt werden. Die Vorstellung am 2. November um 19:30 Uhr im Kino Corso in Zürich ist ausschliesslich für geladene Gäste und Journalisten. Folglich gibt es keine Tickets zu kaufen. Die DVD ist ab dem 3. November im Handel erhältlich.

    26.10.2011: 18. Prozesstag – Zeugen der Verteidigung

    Die Befragung von Michael Henson von Pacific Toxicology Labs betreffend den Gehalt an Lorazepam in Michael Jacksons Urin und Magen gestern war so unbedeutend bzw. wurde von der Staatsanwaltschaft durch die frühere Aussage von Dr. Shafter relativiert, so dass die meisten Medien (inkl. CNN) heute nicht einmal darüber berichteten. Also lassen wir es auch dabei.

    Der heutige Tag stand im Zeichen diverser Leumundszeugen für Conrad Murray. Fünf Patienten von Conrad Murray sagten aus, wie gewissenhaft, professionell, kompetent und fürsorglich Conrad Murray sei und sich immer viel Zeit nimmt für jeden einzelnen Patienten. Jeder der Zeugen sagte, dass er “der beste Arzt ist, den ich kenne”. Viele der Zeugen unterstrichen auch, dass Conrad Murray alles andere als geldgierig sei und sie oder Bekannte und Verwandte von ihnen gratis behandelt hatte, als diese akute Herzprobleme, aber (fast) kein Geld hatten. Der heutige Vormittag war eine sehr emotionale Angelegenheit für Conrad Murray, der sich immer wieder Tränen abwischen musste, weil er sichtlich mitgenommen und berührt war, wie seine Patienten ihn beschrieben, nachdem in den bisherigen Wochen der Fokus immer wieder auf Murrays unprofessioneller und skrupelloser Behandlung von Michael Jackson lag.

    In seinen Kreuzverhören streichte Staatsanwalt Walgren vor allem heraus, dass jeder dieser Zeugen von Conrad Murray in seiner Funktion als Kardiologe (Herzspezialist) behandelt wurde und nie für Schlafprobleme oder Medikamentenabhängigkeit. Zudem wurden alle Patienten im Krankhaus mit professionellem Hilfspersonal und unter angemessenen Überwachungsgeräten behandelt. Walgren war es wichtig zu betonen, dass Conrad Murray seinen Patienten im Frühling 2009 mitteilte, dass er ein Jahr Pause machen und nach London gehen werde. Obwohl die Patienten betonten, dass sie Conrad Murray sehr nahe standen (zwei Zeugen bezeichneten ihn nicht nur als Arzt, sondern auch als Freund) erfuhren sie erst später und eher zufällig aus den Medien, dass Conrad Murrays “once-in-a-lifetime opportunity” die Betreuung von Michael Jackson war. Walgren stellte zwei Patienten am Ende die folgende Frage: “Es gibt kein Beweismittel, das ihre Meinung ändern würde, richtig? Nehmen sie mal an, dass Conrad Murray grobfahrlässig gehandelt und Michael Jacksons Tod verursacht hätte. Würden sie Conrad Murray immer noch verteidigen?” “Ja,” so die beiden Zeugen. Und als ein Zeuge betonte, dass Conrad Murray ihn stets in einem professionellen Rahmen (ausgebildetes Personal, Krankenhaus-Setting, professionelle Überwachungsinstrumente) behandelt hatte, nahm dies Walgren im Kreuzverhör auf und fragte: “Jeder Patient verdient dieses Level an Pflege, richtig?” “Ja,” so der Zeuge.

    Richter Pastor vertagte nach den fünf Zeugen den Prozess bis morgen, 17:45 Uhr Schweizer Zeit (8:45 Uhr Ortszeit).

    Quellen: jackson.ch, ontheredcarpet.com, tmz.com (ab Live Stream)

    26.10.2011: 17. Prozesstag (2. Teil) – Hintergründe rund um die This Is It Konzerte

    Nach der Mittagspause fuhr Ed Chernoff gestern mit der Befragung von AEG Live Präsident Randy Phillips fort. Dabei wurden auch Aspekte rund um die Organisation der This Is It Tour bekannt. U.a. erzählte Phillips, dass ihn Tom Barrack von Colony Capital LLC (welche im Mai 2008 das notleidende Darlehen von Fortress Investment für die Neverland Ranch übernommen hatten) Ende August kontaktiert hatte. Tom Barrack kannte Phil Anschutz (AEG). In einem Meeting einen Tag nach diesem Telefonat sprach man über die Konzerte, woraufhin Phillips Dr. Tohme, Michaels damaligen Manager, kontaktierte. Dr. Tohme sagte Phillips gegenüber, dass Michael seine Karriere wieder in Gang setzen will. Bei einem Meeting ein Jahr zuvor hatte Michael gegenüber AEG Live noch geäussert, dass er nicht bereit dafür sei. Das erste Meeting von Randy Phillips mit Michael Jackson war im September 2008. AEGs Konzept und Idee für die Konzerttour war, diese als residential Tour in London zu starten und so zu vermeiden, alle paar Tage wieder an einen anderen Ort zu reisen. Dies stellte die erste Phase eines mehrjährigen Plans dar. Phillips berichtete, das Michael offen und bereit sowie motiviert war für diese Idee. In den Meetings, die Phillips mit Michael hatte, ging es jeweils nur um kreative Angelegenheiten (die monetäre Seite wurde separat verhandelt). Ende Oktober 2008 erzählte Michael Randy Phillips, dass sein Motiv für die Konzerte war, dass seine Kinder endlich sesshaft werden könnten. Bis anhin, so Michael, mussten sie wie Zigeuner leben. Es war sehr emotional und beiden, Michael und Randy Phillips kamen dabei die Tränen.

    Der Vertrag, der am 26. Januar 2009 abgeschlossen wurde, lautete auf 31 Konzerte, da Michael 10 Konzerte mehr als Prince in der O2 Arena geben wollte, um dessen Rekord klar zu brechen. Als Chernoff Phillips darauf ansprach, dass die erste Werbung nur für 10 Shows lautete (im Anschluss an die Pressekonferenz vom 5. März), erklärte Phillips, dass ein Verantstalter nie für alle Konzerte Werbung machen würde. Die Verkaufszahlen nach der Pressekonferenz waren „fabulous“; sie hatten noch nie so einen Ansturm auf Tickets erlebt. Da sie bei dem grossen Andrang keine Tickets mehr für die Öffentlichkeit gehabt hätten (alle waren schon durch Pre-Registration vergeben), rief Paul Gongaware (Co-CEO von AEG Live) Dr. Tohme an, ob sie mehr Konzerte machen könnten und wenig später rief Michael Jackson Randy Phillips zurück. Michael sagte zu, unter den folgenden Bedingungen: (1) nicht mehr als 50 Konzerte; (2) er wollte einen Landsitz ausserhalb Londons; (3) bei der 50. Show sollten Vertreter vom Guiness Book of World Records anwesend sein, weil Michael wusste, dass das kein anderer Künstler je übertreffen würde. Im März 2009 fanden verschieden Produktionsmeetings statt. U.a. schlug Michael dabei vor, dass Kenny Ortega Regie führen sollte. Im April wurden noch weitere Schlüsselpersonen eingestellt und die Auditions für die Tänzer gehalten.

    Ende Mai wurde Randy Phillips von Paul Gongaware darauf angesprochen, dass Michael seinen eigenen Leibarzt will, der ihn rund um die Uhr betreuen soll. Gongaware äusserte Bedenken, dass dies AEG sehr teuer komme und dass Randy Phillips Michael Jackson vorschlagen solle, dass Michael einen Arzt vor Ort in London zur Verfügung gestellt würde, der für ihn da wäre, wann immer Michael dies wünsche. Michael sagte jedoch, dass er schon einen Arzt gefunden habe und bestand darauf, dass ihn dieser nach London begleite und ihm 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen sollte. Paul Gongaware kümmerte sich in der Folge darum, den Vertrag auszuarbeiten (dieser, so wurde zuvor bekannt, war am Todestag von Michael lediglich von Conrad Murray unterzeichnet). Randy Phillips berichtete weiter, dass er Conrad Murray zum ersten Mal bei einem Meeting Anfang Juni in Michael Jacksons Haus getroffen habe. Dabei ging es um den allgemeinen Gesundheitszustand von Michael (dass er abgenommen hatte und nicht ass). Murray legte dabei auch seinen Gesundheitsplan für Michael vor und sicherte zu, dass Michael sich angemessen ernähre und alle wichtigen Nährstoffe erhalte. Als Randy Phillips Conrad Murray am Ende unter vier Augen fragte, wie Michaels Gesundheitszustand sei, sagte Murray „sehr gut.“ Randy Phillips fragte Conrad Murray dann noch, ob er Dr. Klein kenne. Bei einigen Produktionsmeetings zuvor hatte Phillips bemerkt, dass Michael nicht konzentriert war, wohingegen er sonst immer „laser-focused“ war und Michaels Personal Assistant sagte ihm dann, dass Michael gerade bei Dr. Klein war. Als Phillips Murray auf Dr. Klein ansprach, sagte dieser, dass er von ihm wisse oder sich darum kümmern wird (an den genauen Wortlaut mochte sich Phillips nicht mehr erinnern). Phillips bemerkte in dem Meeting von Anfang Juni ferner, dass Michael grosses Vertrauen zu Murray hatte und dass sie eine enge persönliche Beziehung hatten. In der ersten Juniwoche äusserte Kenny Ortega ernsthafte Bedenken, weil Michael verschiedentlich Proben verpasst hatte und Michaels Konzentration bei den Proben, bei denen er anwesend war, zum Teil nicht stimmte. Randy Phillips rief daraufhin Michael an, der sich gerade ausruhte und liess so bei Michael Amir Williams ausrichten, dass es wichtig sei, dass Michael an den Proben teilnehme.

    Betreffend die Email von Kenny Ortega an Conrad Murray, die Randy Phillips auch erhalten hatte, sagte Phillips, dass er nicht wisse was mit „tough love“ gemeint gewesen wäre und er stellte ferner klar, dass AEG nie daran gedacht habe, „to pull the plug“ (den Stecker rauszuziehen, was die Konzerte angelangt). Gestützt auf die E-Mail von Kenny Ortega, bat Frank Dileo Randy Phillips ein Meeting mit Michael und Murray zu organisieren. An diesem Meeting vom 20. Juni beteuerte Conrad Murray, dass er dafür sorgen werde, dass Michael fit sei. Michael wiederum meinte, dass er die Schritte kenne und so nicht an jeder Probe dabei sein müsse. Murray sagte Kenny Ortega auch, dass Kenny die Gesundheit von Michael ihm überlassen und er sich um die Show kümmern soll. Michael sagte dabei zu Kenny: „You build the house and I put the door on and paint it“, woraufhin Kenny meinte: „Super, das war alles, was ich hören wollte.“

    Im Kreuzverhör der Staatsanwaltschaft sagte Phillips, dass er nie das Gefühl hatte, dass Michael nicht für die Shows bereit gewesen sei. Gegenüber Chernoff klärte Phillips anschliessed, dass der Grund, dass die Konzerte eine Woche verschoben worden waren, nichts mit Michaels Gesundheit zu tun hatten. Phillips betonte gegenüber Staatsanwalt Walgren auch: „Michael war ein Genie“ und „Michael war ein fabelhafter Vater. Seine Kinder bedeuteten ihm alles.“ Phillips war bei den Proben am 23. und 24. Juni dabei, um zu sehen, wie es ging (gerade nach dem Meeting vom 20. Juni) und er hatte Gänsehaut, so toll war es. Als Phillps am 24. Juni nach den Proben Michael zum Wagen begleitete, sagte Michael zu ihm: „Du hast mich hierher gebracht. Ich bin bereit. Ab hier übernehme ich.“

    Versuche von Verteidiger Chernoff, Einzelheiten zum Vertrag zwischen AEG Live und Michael Jackson sowie zu Dr. Tohme als Manager von Michael Jackson zu adressieren, wurden untersagt und Richter Pastor forderte Chernoff nach mehreren Versuchen (und Einsprachen der Staatsanwaltschaft) auf, das Thema zu wechseln. Richter Pastor hatte bereits zuvor untersagt, dass Aspekte, die nicht direkt mit dem Tod von Michael Jackson in Verbindung stehen, zum Thema gemacht werden.
    Als nächsten Zeugen rief die Verteidigung Michael Henson, einen technischen Labormitarbeiter für Pacific Toxicology, in den Zeugenstand. Die Befragung wird heute fortgesetzt.

    Quellen: jackson.ch, tmz.com (ab Live Stream)

    25.10.2011: 17. Prozesstag – Zeugen der Verteidigung (1. Teil)

    Ed Chernoff setzte heute die Befragung der Krankenschwester Cherilyn Lee fort. Michael Jackson hatte ihr gegenüber Dipravan (Propofol) im Laufe des Tages vom 19. April 2009 erwähnt gehabt (als das einzige Medikament, das sein Schlafproblem lösen könne). Da sie bis dahin nie etwas von Dipravan gehört hatte, rief sie einen Arzt an und lernte dabei, dass es ein Narkosemittel sei, das bei Operationen und auf Intensivstationen verwendet wird. Sie verifizierte bei ihm, dass dieses Medikament also nie in einem privaten Setting verabreicht wird und der Arzt sagte: “Absolut nicht.” Sie teilte anschliessend Michael mit, was sie erfahren hatte und dieser sagte ihr, dass Ärzte ihm gesagt hatten, es sei sicher; er müsse während dem Schlafen lediglich überwacht werden. Ms. Lee sagte auch, dass Michael erwähnte, dass er Propofol bis zu diesem Zeitpunkt nur bei Operationen verabreicht erhalten hatte. Nachdem Michael in den frühen Morgenstunden des 20. April aufgewacht war, bat er Ms. Lee, jemanden zu holen, der ihm Propofol verabreichen könnte. Er war aufgebracht und sagte ihr, dass der kurze Schlaf nun seine ganze Performance an dem Tag vermasselt habe. Er umarmte sie dann und sie ging nach Hause. Michael rief sie darauf hin nicht mehr an und sie kehrte nicht mehr zu Michaels Haus zurück. Am 21. Juni 2009 rief Fahim Mohamed Ms. Lee im Auftrag von Michael Jackson an. Michael wollte sie sehen. Ms Lee konnte hören, wie Michael im Hintergrund zu Fahim sagte: “Sag ihr, dass eine Hälfte meines Körpers heiss ist und die andere Hälfte kalt.” Sie sagte Fahim, er solle Michael ins Krankenhaus bringen. Staatsanwalt Walgren klärte in seinem Kreuzverhör die Sachlage und den genauen Ablauf, die nicht in Widerspruch zu Chernoffs Fragen standen, nochmals klar und strukturiert auf. Unter anderem klärte er auch mit Ms. Lee, dass sie, nachdem sie mit dem Arzt über die Verwendung von Propofol gesprochen hatte und dies Michael mitgeteilt hatte, in ihr Büro ging und dort im Referenzbuch der Ärzte über die Eigenschaften und Nebenwirkungen von Propofol nachlas. Als Ms. Lee am Abend zu Michael Jackson zurück ging, zeigte sie ihm die verschiedenen Nebenwirkungen nochmals genau auf. Unter anderem sind dies: Frösteln, Zittern, Schwindelanfälle und Gedächtnisverlust. Sie fragte ihn: “Was, wenn sie ihre Songtexte vergessen”, woraufhin er antwortete, dass er seine Texte nie vergesse. Sie sagte ihm dann, dass sie verstehe, dass er die Nacht ruhig durchschlafen möchte, aber was, wenn er nicht mehr aufwache? “Ich werde aufwachen und mich wohl fühlen, solange mich ein Arzt überwacht während ich schlafe”, so Michael. Bei diesen Worten fing Ms. Lee im Zeugenstand an zu weinen. (Sie hatte Michaels genauen Worte übrigens damals in der Akte vermerkt.) Als Walgren Ms. Lee fragte, ob sie jemals in Betracht gezogen hätte, Michael Propfol zu verabreichen, sagte sie, dass sie das nie für ihn gemacht hätte, weil sie wusste, dass man es in einem Home-setting nicht machen sollte. Staatsanwalt Walgren strich auch heraus, dass Ms. Lee in ihrem Interview mit der LAPD im Juli 2009 erwähnt hatte, dass sie Michael gegenüber gesagt hatte: “Niemand, der sie gern hat, würde ihnen Propofol geben.” Die Zeugin war sichtlich mitgenommen. Als sie um 9 Uhr in den Zeugenstand trat, war ihr zuerst so schlecht, dass sie das Angebot von Richter Pastor annahm, sich kurz in einem ruhigen Raum etwas hinzulegen.

    Als nächstes trat Amir Ruben, Spitalmanager des UCLA im Juni 2009, in den Zeugenstand. Unter anderem befragte ihn Chernoff betreffend die Pressemitteilung am 25. Juni 2009, die von Jermaine Jackson verlesen wurde. Dabei bestätigte er, dass Conrad Murray den Entwurf des Presseteams von AEG insofern angepasst habe, dass die Todesursache Michaels nicht bekannt sei. Amir Ruben bestätigte auch, dass Conrad Murray aufgebracht schien. Staatsanwalt Walgren klärte dann mit dem Zeugen, dass es Dr. Cooper von der Notaufnahme war, die Michael Jacksons Mutter über den Tod ihres Sohnes in Kenntnis setzte. Amir Ruben stand ausserhalb des Raums, in den Dr. Cooper Katherine Jackson geführt hatte, aber er hörte dort die Schreie des qualvollen Schmerzes einer Mutter, die ihr Kind verloren hatte.

    Dritter Zeuge des heutigen Tages ist Brandon (Randy) Phillips, Präsident und CEO von AEG Live, einer Tochtergesellschaft von AEG (Anschutz Entertainment Group). Die Befragung durch Ed Chernoff liegt noch in ihren Anfängen und wird nach der Mittagspause um 22 Uhr Schweizer Zeit (13 Uhr Ortszeit) fortgesetzt.

    Quellen: jackson.ch, tmz.com (ab Live Stream)

    25.10.2011: The Life of an Icon – exklusive Kinovorführung in London und Zürich – die Gewinner

    Wir gratulieren Brigitte, die nächste Woche nach London reisen darf, um gemeinsam mit ihrer Begleitung, Katherine Jackson und weiteren VIP Gästen an der Weltpremiere von “Michael Jackson The Life of an Icon” teilzunehmen! (Neben ihr haben sich nur drei Bewerber die Mühe gemacht, einen Text zu verfassen, wieso gerade sie den Eintritt verdient haben).

    Am frühen Mittwoch Abend, 2. November, findet auch in Zürich eine Premiere vor geladenen Gästen und Journalisten statt. Unsere 25 Gewinner erhalten direkt von Universal eine E-Mail mit allen weiteren Informationen! Gemeinsam mit einer Begleitperson sind in Zürich dabei: Barbara, Nancy, Cornelio, Daniela, Olivia, Nicole, Martin, Patricia, Daniela, Florian, Chantal, Antonietta, Moira, Flavio, Chrstina, Nico, Marina, Marc, Antonio, Melinda, Roman, Dana, Susann, Claudio und Pascal.

    25.10.2011: Prozess: 16. Tag – die Staatsanwaltschaft ruht; Zeugen der Verteidigung

    Die neue Woche im Strafprozess gegen Conrad Murray begann mit dem letzten Teil des Kreuzverhörs von Dr. Shafer durch die Verteidigung. Dabei konzentrierte sich Chernoff nochmals auf den Infusionsschlauch, der bei der Haussuchung nicht gefunden wurde, und auf Dr. Shafers Erfahrung in Sachen Medikamentenabhängigkeit. Dr. Shafer sagte, dass er oft Patienten habe, die verschiedene Formen von Abhängigkeiten aufweisen, er jedoch kein Experte in dem Gebiet sei. Nach Dr. Shafer, ihrem 33. und letzten Zeugen, ruhte die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung rief ihre ersten Zeugen in den Zeugenstand. Die ersten Zeugenbefragungen waren kurz: Alexander Supall, ein LAPD Überwachungsspezialist, sagte aus, dass sie damals nur die Aufnahmen, als Michael Jackson am 25. Juni von den Proben nach Hause kam sowie Aufnahmen von der Ankunft von Dr. Murray, gesichert hatten. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf ein Kreuzverhör. Als nächstes wurde LAPD Detective Dan Myers dazu befragt, was Aberto Alvarez bei welchem Interview ausgesagt hatte und wann er die Zeichnungen des Infusionsbeutel gemacht hatte. Auch hier verzichtete Walgren auf das Kreuzverhör. Als drittes wurde Detective Orlando Martinez (der auch beim Murray Interview anwesend war) in den Zeugenstand gerufen. Auch er wurde zum Interview mit Alberto Alvarez befragt. Er bestätigte, dass Alvarez beim ersten Interview nicht erwähnt hatte, dass er Sachen für Conrad Murray aus dem Weg geräumt hatte. Martinez sagte auch, dass es sein Entscheid war, dass am 25. Juni nur die Aufnahmen von Michael Jacksons und Conrad Murrays Ankunft runtergeladen und gesichert wurden. Martinez wurde auch zum Meeting mit Alvarez und Walgren im Büro der Staatsanwaltschaft im April 2011 befragt, zu dem der Detective die Propofolflasche, den Infusionsbeutel und den Pulsoxymeter, die am Tatort gesichert worden waren, mitbrachte. Im Kreuzverhör der Staatsanwaltschaft bestätigte Martinez, dass Alvarez im April 2011 ausgesagt habe, dass er die Propofolflasche am 25. Juni 2009 im Infusionsbeutel drin gesehen habe.

    Anschliessend rief die Verteidigung Dr. Allan Metzger in den Zeugenstand. Dr. Metzger hatte Michael Jackson über 15 Jahre (sowie auch Michael Jacksons Kinder) immer wieder behandelt. Gründe waren allgemeine Gesundheitsprobleme, Schlafprobleme, Hautprobleme und Rückenschmerzen. Chernoff konzentrierte sich bei der Befragung auf das Osterwochenende von 2009. Am 18. April 2009 bat Michael Jackson Dr. Metzger zu sich. Michael berichtete vom Stress bei den Proben und dass er Angst habe, weil er eine gute Leistung abgeben wollte, er aber auch sehr aufgeregt war. Gemäss seinen medizinischen Unterlagen sprachen sie an dem Tag u.a. über das Problem der Dehydrierung vor und nach den Proben. Dr. Metzger, der Michael Jackson auch schon auf früheren Touren begleitet hatte, kannte Michaels Schlafprobleme, v.a. nach den Shows. Am 18. April fragte Michael Jackson Dr. Metzger zu intravenösen Schlafmitteln, wobei Metzger nicht wusste, was er damit genau meinte (der Name Propofol fiel nie; Michael sagte nur “juice”), weil orale Medikamente ihm nicht (mehr) halfen. Dr. Metzger hatte ihm jeweils verschiedene Schlafmittel verordnet gehabt, die gemäss Anweisung nicht miteinander verwendet werden durften. Dr. Metzger betonte, dass er in den 15 Jahre, in denen er Michael Jackson behandelt hatte, ihm nie intravenös Medikamente verabreicht hatte. Im Kreuzverhör durch Staatsanwalt Walgren stellte Dr. Metzger klar, dass er Michael Jackson gegenüber erklärt habe, dass die Verabreichung von intravenösen Schlaf-/Beruhigungsmitteln gefährlich sei und niemals ausserhalb eines Spitals erfolgen sollte. Insbesondere gab Dr. Metzger Michael Jackson nie Propofol und stellte klar, dass ihn kein noch so grosser Geldbetrag hätte überzeugen können, Michael Jackson in dessen Haus Propofol zu verabreichen. Die Aussagen von Dr. Metzger halfen der Staatsanwaltschaft mehr als der Verteidigung. Der Schuss ging definitiv nach hinten los.

    Als letzte Zeugin des Tages rief Ed Chernoff Cherilyn Lee in den Zeugenstand. Cherilyn Lee ist eine Krankenschwester, die sich auf die natürliche Behandlung von Patienten spezialisiert hat. Nachdem sie Michaels Kinder im Januar 2009 wegen Erkältung behandelt hatte, kam Michael Jackson auch auf sie zu, um ihm dabei zu helfen, fit zu sein für die bevorstehenden Proben. Nach einer gründlichen Untersuchung und der Feststellung, dass Michael Jackson ein “sehr gesunder Mann” sei, fing sie an, ihn mit verschiedenen Vitamin- und Aminosäurencocktails (als Getränk, Vitaminspritzen sowie Vitamin C / Magnesium / Calcium-Infusionen zum Einschlafen) zu behandeln, woraufhin er sich rasch fitter fühlte. Michael sagte ihr auch, dass er oft müde sei und Probleme habe einzuschlafen. Er sagte zu ihr: “Was immer sie möchten, dass ich ernährungsmässig machen kann, sagen sie’s mir, denn ich will mich energiegeladen fühlen und ich will gesund bleiben.” Als sie ihn das erste Mal sah, trank er ein Red Bull und sie sagte ihm, dass es wichtig sei, keine koffeinhaltigen Getränke zu sich zu nehmen. Sie zeigte ihm verschiedene Kräutertees, die ihm beim Einschlafen helfen können. Am 19. April, einen Tag nach Dr. Metzgers Besuch, sagte Michael ihr dann, dass diese natürlichen Schlafmittel nichts nützen. Sie schlug ihm dann vor, dass man bei ihm eine Schlafstudie machen könnte, seinen Testosteronspiegel messen und einen Aminosäurentest machen könnte, woraufhin Michael Jackson sagte, dass er dafür keine Zeit habe. Michael schlug vor, dass sie hier bei ihm bleiben und ihm dabei zuschauen könne, wie schlecht er schlafe. Nachdem sie ihm Tee gemacht und einige Vitaminpräparate verabreicht hatte (inkl. einer niedrig dosierten Vitamin C-Infusion) beobachtet sie ihn. Er schlief rasch ein, schlief ruhig, wachte aber nach fünf Stunden, um 3 Uhr morgens auf. Um 4:12 Uhr in jener Nacht erwähnte Michael ihr gegenüber ein Schlafmittel (vermutlich Propofol). Hier wurde die Befragung unterbrochen. Chernoff wird heute um 18 Uhr Schweizer Zeit (9 Uhr Ortszeit) mit seiner Befragung der Zeugin weiterfahren.

    Es sei hier noch kurz erwähnt, dass sowohl Dr. Metzger als auch Cherilyn Lee ihre medinzinischen Unterlagen (die detaillierte Krankengeschichte) von Michael Jackson dabei hatten und somit alle Daten, Behandlungen (inkl. Dosierung) nachschauen konnten. Es wurde ja von allen medizinischen Experten der Staatsanwaltschaft (inkl. den Notfallärzten) immer wieder aufs Schärfste kritisiert, dass Conrad Murray seiner Pflicht, (detaillierte) medical records betreffend seine Behandlung von Michael Jackson zu führen, nicht nachgekommen sei.

    Quellen: jackson.ch, cnn.com, abclocal.go.com (ab Live Stream)

    24.10.2011: Janet Jackson sagt Konzerte ab

    Janet Jackson sagte drei Shows, die diese Woche in Melbourne, Australien, hätten stattfinden sollen ab, um in den letzten Tagen der Prozesses gegen Conrad Murray bei ihrer Familie zu sein. Sie gab bekannt: „Nachdem ich letzte Nacht mit meiner Familie gesprochen hatte, entschied ich, dass wir jetzt zusammen sein müssen.“ Der Konzertveranstalter teilte den Fans mit, dass es wichtig sei, dass Janet in diesem wichtigen Zeitpunkt des Prozesses bei ihrer Familie ist.

    Quellen: jackson.ch, cnn.com

    23.10.2011: Saul Williams live in Zürich

    Am Donnerstag, 27. Oktober, gibt Saul Williams ein Konzert in der Roten Fabrik in Zürich. Er war einer der glücklichen Studenten, die via United Negro College Found ein von Michael Jackson finanziertes Stipendium erhielten. Als Saul Williams bereits vor drei Jahren die Schweiz besuchte, haben wir folgenden Artikel über ihn veröffentlicht: Poesie für eine bessere Welt. Sein neustes Album “Volcanic Sunlight” haben wir hier vorgestellt.

    22.10.2011: Soul Train Awards Nomination

    Der Song Hold My Hand vom Michael Album ist bei den Soul Train Awards, die am 27. November stattfinden, als “Record of the Year” nominiert. Hier die Nominationen: „Rolling in the Deep“ – Adele / „Far Away“ – Marsha Ambrosius / „Best Thing I Never Had“ – Beyoncé / „Good Man“ – Raphael Saddiq / „Hold My Hand“ (duet with Akon) – Michael Jackson

    Quelle: jackson.ch, mtv.com

    22.10.2011: Prozess 15. Tag – Zeugen der Anklage

    Im Kreuzverhör von Murray Verteidiger Ed Chernoff, versuchte dieser die Theorien von Propofol Experte Dr. Steven Shafer zu untergraben. Chernoff fragte Shafer, ob er den Unterschied einer Meinung und einer Tatsache kenne. Die Behauptung, dass sich Michael weder mit Lorazepam noch mit Propofol hätte selbst umbringen können, bezeichnete Chernoff als ein “gewagtes Statement, ist es das nicht?”. Shafer antwortete: “Ich denke das ist, was passiert ist.”
    Chernoff bezweifelte Shafers Simulierung, die ergab, dass Michael Jackson 10 Dosen Lorazepam intravenös verabreicht bekam. Gemäss Shafers Berechnung wurde die erste Dosierung etwa um Mitternacht des 24. Juni verabreicht. Chernoff machte darauf aufmerksam, dass Michael Jackson erst etwa um 1 a.m. von den Proben nach Hause kam. Chernoff kritisierte auch Dr. Shafers Demonstration, wie Murray seinem Patient das Propofol verabreicht haben könnte. Shafer habe dabei nicht die gleichen Gegenstände, die in Michael Jacksons Schlafzimmer gefunden wurden, verwendet. Und dass der gezeigte Infusionsschlauch nicht gefunden wurde. Shafer konterte, dass er die Grösse der Gegenstände nicht relevant fände, und dass Murray den Infusionsschlauch problemlos in seine Jackentasche hätte stecken können, bevor er das Schlafzimmer verliess. Chernoff fragte Shafer auch über seine Beziehung mit Dr. Paul White (der Propofol Experte der Verteidigung). Ob es wahr sei, dass er Dr. Paul White für einen Excellence In Research Award nominiert habe. Shafer bejahte.

    In einer Pause fragte Richter Michael Pastor den Propofol Experten der Verteidigung, Dr. Paul White, der auch im Gericht anwesend war, ob es wahr sei, dass er gegenüber einem Reporter von E! News während einer Gerichtspause am Donnerstag über Staatsanwalt David Walgren sagte: “Was für ein Mistkerl.” White bestritt dies, anerkannte aber andere Statements, die in dem online-Artikel vorkamen. “Ich war sein Lehrer als er ein Medizin-Student war. Die Wahrheit wird herauskommen. Wie immer”, sagte White dem Reporter. Richter Michael Pastor wies in der Folge erneut darauf hin, dass mit niemandem über den Fall gesprochen und keine Infos ins Internet gestellt werden dürfen. Da Dr. White dagegen verstossen hatte, muss er am 16. November vor Gericht erscheinen hinsichtlich einer möglichen Sanktion.
    Am Donnerstag kritisierte Dr. Steven Shafer vor Gericht einen Report von Dr. Paul White für die Verteidigung, in dem er schrieb, dass es möglich sei, dass Michael Jackson Propofol getrunken habe. Shafer sagte im Gerichtsaal, dass er über den Bericht seines langjährigen Freundes und Fachkollege enttäuscht sei, da bereits Medizinstudenten im ersten Jahr erste Prinzipien lernen, die folgern lassen, dass Propofol zu trinken keine Wirkung haben kann. Shafer erwähnte dazu Studien. Auch die Verteidigung prüfte die Theorie vom Propofol trinken und kam zum gleichen Resultat, worauf sie die Behauptung, Jackson habe Propofol getrunken, fallen liessen.

    Quelle: jackson.ch, usatoday.com, cnn.com, tmz.com

    22.10.2011: Paris Jackson – Fan von Chris Brown

    Michaels Tochter Paris Jackson besuchte am Donnerstag mit einigen Freunden das Los Angeles Konzert von Chris Brown`s F.A.M.E. Tour. Vor der Show durfte sie Chris Brown backstage treffen. (Fotos hier).

    Quelle: jackson.ch, tmz.com

    21.10.2011: Prozess: 14. Tag – Zeugen der Anklage

    Dr. Steven Shafer fuhr am Donnerstag damit fort, verschiedene mögliche und unmögliche Szenarien darzulegen. Dabei entkräftigte Shafer Behauptungen von Murrays Verteidigung und bezweifelte Aussagen, die Murray gegenüber der Polizei gemacht hatte. Gestützt auf den Autopsiebericht und die an den verschiedenen Körperstellen festgestellten Medikamenten-Mengen, rekonstruierte Dr. Steven Shafer mit Hilfe von Computertechniken und Diagrammen, folgendes Szenario: Michael Jackson starb, weil Dr. Murray nicht bemerkte, dass Michael aufhörte zu atmen, während er eine Propofol-Infusion im linken Bein hatte. Der Doktor hätte ungefähr um 11:45 a.m des 25. Juni bemerken müssen, dass Michael nicht mehr atmete.

    “Wenn du da bist, siehst du es, du weisst es”, sagt Shafer. Telefonaufzeichnungen und Zeugenaussagen zeigten, dass Murray zu der Zeit am Telefon war. Wäre er aber bei seinem Patient gewesen, hätte er die verlangsamte Atmung bemerkt und problemlos die Infusion zudrehen können, so Dr. Shafer. Murray hätte dann leicht Michaels Atemwege freilegen und seine Atmung wiederherstellen können, indem er das Kinn anhob. Dr. Shafer demonstrierte seine Theorie vor der Jury, in dem er eine Ampulle an einen IV-Ständer hängte und die Szene nachspielte. Conrad Murray, der sich bisher meist emotionslos zeigte, schien dies besonders aufzuwühlen. “Dies ist das einzige Szenario, das ich errechnen kann”, das die hohe Menge Propofol erzeugen kann, die während der Autopsie in Michaels Blut gefunden wurde, sagte Dr. Shafer. “Dies passt zu allen Messwerten in diesem Fall, und ich weiss von keinen Angaben, die mit dieser Erklärung nicht übereinstimmen.”

    Shafer erläuterte auch andere Szenarien und erklärte, wieso diese nicht möglich seien. Murray sagte gegenüber der Polizei, dass er in den vorigen Nächten eine Infusion zur Porpofol Verabreichung benutzt hatte, am 25. Juni jedoch Michael Jackson etwa um 10:40 a.m. mit einer einzigen Injektion in Schlaf versetze. Murrays Verteidigung mutmasst, dass Jackson danach aufgewacht sei und eine Spritze benutzte, um sich selbst Propofol zu injizieren. Dr. Steven Shafer sagt, dass diese Theorie keinen Sinn mache, da Leute nicht einfach aufwachen und sich fest entschlossen eine nächste Dosis mit einer Spritze verabreichen. Michael musste von den vielen zuvor verabreichten Medikamenten extrem angeschlagen gewesen sein, so Shafer. Er sagte auch, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass sich Michael Jackson selbst eine Spritze setzte, weil dessen Venen zu verdorben waren und die Prozedur extrem schmerzvoll gewesen wäre. Zeugen hatten ausgesagt, dass Michael wusste, dass Propofol mit Lidocaine intravenös verabreicht werden muss, um ein brennen in den Venen zu verhindern.
    Die Verteidigung behauptet auch, dass Michael acht Lorazepam Tabletten schluckte. Sie stützten sich dabei auf die nachgewiesenen Lorazepam Mengen im Magen. Dr. Shafer revidierte die Behauptung, ein neuer Test habe gezeigt, dass nur “1/43 einer Tablette” des Beruhigungsmittels im Magen war. Die Lorazepam Menge in Michaels Blut war weit höher, als man die erwarten würde, wenn man sich auf Murrays Aussagen gegenüber den Detektiven stützt, sagte Shafer. Murray sagte, er habe Michael total 4 Milligramm Lorazepam in zwei separaten Dosierungen verabreicht. Das erste mal 10 Stunden vor seinem Tod. Shafer sagt, dass die toxikologischen Resultate darauf hindeuten, dass Michael Jackson 40 Milligramm in 10 Dosierungen intravenös verabreicht wurden. Also zehn mal mehr als Murray behauptete.

    Shafer ging auch auf die Möglichkeit ein, dass Michael Jackson Propofol getrunken habe. Die Leber sei eine “gewaltige Einrichtung”, die das Popofol so gefiltert hätte, dass nur ein geringer Prozentanteil das Blut erreicht. Shafer zitierte verschiedene Studien an Ratten, Mäusen, Schweinen, Hünden, Affen und Menschen in Chile, die belegt hätten, dass Propofol trinken keine Wirkung hat.

    Am Freitag Nachmittag wird Dr. Steven Shafer von Murrays Verteidigung ins Kreuzverhör genommen. Wie diese ankündigte, wir das Kreuzverhör nicht wie bisher Michael Flanagan führen, der Erfahrenste von Murrays Anwälten in medizinischen Angelegenheiten. Das Kreuzverhör wird Murrays Haupt-Anwalt Ed Chernoff führen.

    Quelle: jackson.ch, cnn.com, washingtonpost.com

    20.10.2011: Prozess: 13. Tag – Zeugen der Anklage

    Am Mittwoch wurde die Befragung von Propofol-Experte Dr. Steven Shafer fortgesetzt. Er sagte aus, dass Conrad Murray 17 Unterlassungen begangen habe, von denen jede Michael Jacksons Leben einem Risiko ausgesetzt habe. Zuvor wurde der Jury die Wirkung von Popofol und die korrekte Anwendung detailliert erläutert. “Ich werde täglich im Operationsraum gefragt, ‚Wirst du mir das Medikament verabreichen, das Michael Jackson tötete?’”, sagte Shafer. “Das ist eine Angst, die die Patienten nicht haben müssen.”
    Shafer sagte, dass sich Murray mehr wir ein Angestellter als ein Arzt verhielt, der seinem Boss nicht nein sagt. “Ja zu sagen ist nicht, was Doktoren machen. Ein kompetenter Doktor würde wissen, dies nicht zu tun.” Murray habe seine eigenen Interessen stärker gewichtet als die des King of Pop. Dr. Steven Shafer, der die Gebrauchsanweisungen, die jeder Propofol-Ampulle beiliegen, mitgeschrieben hat, bezeichnete Murrays Aktionen wiederholt als skrupellos, unmoralisch und illegal. Dr. Shafer reist häufig, um die Wirkung von Propofol zu erforschen und erzählte von der Teilname an Anästhesie-Konferenzen in China, Forschung in Kanada, und von Hieroglyphen aus dem alten Ägypten, die zeigen wie Doktoren mit ihren Patienten interagieren. Murrays Fall jedoch sei anders, als alles, das er bisher gesehen habe, so Shafer.

    “Wir sind hier in einem pharmakologischen Niemandsland, etwas das Michael Jackson angetan wurde und niemandem sonst in der Geschichte meines Wissens nach”, sagt Dr. Steven Shafer. Das Fehlen von medizinischen Protokollen sei zudem eine Verletzung von Michael Jacksons Rechten. “Er hat ein Recht zu wissen, was mit ihm gemacht wurde. Ohne Behandlungsunterlagen wurde der Familie dieses Recht vorenthalten.” Am gestrigen Gerichtstag waren Katherine und Joseph Jackson anwesend, ebenso die Geschwister Rebbie und Randy Jackson.

    Heute wird Dr. Shafer von Murrays Verteidiger ins Kreuzverhör genommen. Dann wird die Verteidigung ihre Zeugen präsentieren. Darunter wird voraussichtlich auch Dr. David Adams sein. Im vor Gericht abgespielten LAPD Interview mit Murray vom 27. Juni 2009, sagte Conrad Murray, dass Adams Michael Jackson 4 mal während zahnärztlichen Behandlungen Propofol verabreicht hatte. Murray sagte ausserdem, dass Michael Jackson auch David Adams angefragt habe, sein Doktor während der This Is It Tour zu sein. Adams habe dafür zwischen US Dollar 1.2 und 1.3 Millionen verlangt.

    Quelle: jackson.ch, cbsnews.com, tmz.com

    18.10.2011: Prozess vertagt

    Der Prozess gegen Dr. Conrad Murray wird erst am Mittwoch weiter gehen. Nachdem wegen eines Todesfalls in der Familie von Zeuge Dr Steven Shafer, die Befragung am Montag abgesagt worden war, strich Richter Pastor nun auch die Anhörung am Dienstag. Grund: Damit die Verteidigung mehr Zeit hat, die neusten, von der Anklage dargelegten Untersuchungen in Zusammenhang mit der Menge des Beruhigungsmittels Lorazepam in Michaels Körper, zu analysieren. Murray`s Verteidiger haben darauf hingewiesen, dass die Auswirkung von Lorazapam bisher ignoriert wurde. Ihren Untersuchungen zufolge habe Michael acht Pillen vor seinem Tod genommen.

    Quelle: jackson.ch, jamaica-gleaner.com, AP

    18.10.2011: MJ Denkmal darf in Mistelbach stehen

    Der Gemeinderat im Österreichischen Mistelbach hat der privaten Initiative, ein Michael Jackson Denkmal zu erstellen, grünes Licht gegeben und drei Quadratmeter bei einem Park zur Verfügung gestellt. Der Beschluss wurde mit 31 Pro-Stimmen, fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung gefällt.

    Martina Kainz und Renate Kornfeind hoffen auf ihrer Webseite “Denkmal 4 Michael” weiterhin auf Spenden. Momentan seien 1100 Euro eingegangen. Benötigt werden 4500 bis 10 000 Euro. Herstellen soll die Statue schliesslich eine tschechische Bildhauerin.

    Quelle: jackson.ch, diepresse.com

    18.10.2011: Verlosung – Michael Jackson: The Life of an Icon

    Anfang November wird der Film Michael Jackson: The Life Of An Icon auf Blu-ray und DVD veröffentlicht. Die Dokumentation von David Gest gibt beeindruckend Einblick in Michael Jacksons Leben, von seinen frühen Jahre mit den Jackson 5, seinem weltweiten Aufstieg als Solo-Künstler bis zu den letzten Momenten seines plötzlichen Todes.

    Der Film feiert am Mittwoch, 2. November, am Londoner Empire Leicester Square Weltpremiere. Bei dem Event werden Michael Jacksons Mutter Katherine, Bruder Tito, Schwester Rebbie, David Gest und Andrew Eastel anwesend sein

    In Zusammenarbeit mit Universal Pictures verlosen wir 1 x 2 Tickets für die Weltpremiere in London und 25 x 2 Eintritte für die Premiere in Zürich, die ebenfalls am 2. November stattfindet.

    Mehr Infos zum Film und der Verlosung: Michael Jackson: The Life of an Icon

    Quelle: jackson.ch, Grayling Schweiz AG

    17.10.2011: Cirque du Soleil: Interview mit CH-Akrobaten

    Andreas Gasser ist einer von 7 Schweizern, der als Schaukelringer bei der Cirque du Soleil MJ The Immortal World Tour mit von der Partie ist. Für Jackson.ch erzählt Andreas exklusiv von der fantastischen Cirque du Soleil Immortal Show.

    Wie hat er den Sprung zu Cirque du Soleil geschafft? Was halten Michaels Brüder von der Show? Was können die Fans von MJ: The Immortal erwarten und kommt die Show auch in die Schweiz?
    Das Interview hier: Immortal Show – Interview mit Andreas Gasser

    17.10.2011: Videos vom Tribute Konzert

    Seit das Michael Jackson Tribute Konzert am 8. Oktober in Cardiff über die Bühne ging, sind einige Videos auf Youtube aufgetaucht. Hier ein paar Eindrücke von dem Abend, an dem alle Künstler Songs vom King of Pop interpretiert haben:

    Videos: Christina Aguilera – Smile / JLS + Jackson Brothers – Blame It On The Boogie / Cee Lo Green: I Can`t Help It

    Leona Lewis – Stranger In Moscow / Ne Yo – Billie Jean / Yolanda Adams – Earth Song / Diversity – Tanz Performance

    JLS – The Way You Make Me Feel / Michaels Kinder – Ansprache / Smokey Robinson – She`s out of my Life / Paris, Beyonce

    Quelle: jackson.ch, youtube.com