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  • The Jacksons vs. AEG Live – Tag 1

    3. April 2013

    Der Prozess von Katherine Jackson und Michaels Kindern gegen AEG Live hat nun gestern in Los Angeles unter dem Vorsitz von Richterin Yvette Palazuelos mit der Juryauswahl begonnen. Der Prozess kann zwei bis drei Monate dauern. Neben der Juryauswahl wurden gestern auch Anträge für bzw. gegen das Zulassen von Kameras im Gerichtssaal gestellt. Die richterliche Entscheidung diesbezüglich steht noch aus.

    Diesen Freitagabend wird in den USA die CNN-Dokumentation „Michael Jackson: The Final Days“ ausgestrahlt. Darin kommt unter andern auch Marvin Putnam, der Anwalt für AEG, zu Wort. Der Prozess wird nicht mit Handschuhen ausgetragen werden, das ist jetzt schon klar. Zum Vorgeschmack hier ein Zitat von Marvin Putnam: „Wir sprechen über Michael Jackson. Ein Mann, der im Pyjama auftauchte. Ein Mann, der den Verkehr anhielt, um aus dem Wagen auszusteigen und auf den Dach seines Autos zu tanzen. Ein Mann, der mit einem Affen namens Bubbles an öffentliche Veranstaltungen ging. Ein Mann, der angeblich in einem Sauerstofftank schlief.“ AEG Live geht davon aus, dass sie den Prozess nur verlieren können, wenn Emotionen den Fakten vorgezogen würden. Kern von AEG Lives Verteidigungsstrategie soll die Behauptung sein, dass Conrad Murray nie ein AEG Angestellter war, sondern über fast vier Jahre von Michael Jackson ausgesucht und bezahlt worden war, bis zu dessen frühzeitigem Tod.

    Doch wie wir wissen, ist der Fall nicht so einfach. Wir erinnern uns nur schon an die diversen E-Mails von AEG, die an die LA Times übergeben und publiziert wurden. Und wie Richterin Yvette Palazuelos zuvor geschrieben hatte: „Die Fakten betreffend die Voraussehbarkeit, dass ein Arzt unter hartem finanziellen Druck seinen ärztlichen Eid kompromittieren mag und für finanziellen Gewinn eine den AEG Managern bekannte, in der Unterhaltungsindustrie bedauerliche Praxis anwendet, sind prozessfähig.“

    Die Klageschrift der Jacksons fordert von AEG Live eine Entschädigung in der Höhe des Betrags, den Michael Jackson verdient hätte, wenn er nicht frühzeitig verstorben wäre, was sich auf mehrere Milliarden US Dollar belaufen kann. Zur Erinnerung: AEG Live, eine Tochtergesellschaft von AEG, wurde Ende letzten Jahres für USD 8 Mia. zum Verkauf angeboten.

    Quellen: jackson.ch, cnn.com

    3 Kommentare zu “The Jacksons vs. AEG Live – Tag 1

    1. Jutta Mueller

      Die Gerichtsverhandlungen Katherine Jackson et al gegen AEG Live haben begonnen. Welche Anwälte wurden von der Jackson-Familie aufgeboten? Mir ist bis jetzt Kevin Boyle bekannt. Ich glaube das ist ein guter Anwalt. Ein richtig guter. Boyle dementierte unterdessen (CNN), dass die Jackson-Familie $ 40 Milliarden als Entschädigung verlange.
      Es ist einfach so, dass es auf die Seriosität, den perfekten Überblick und die scharfen Schlussfolgerungen eines Anwaltes ankommt. Kevin Boyle kann sein Netz auslegen und abwarten. Was die Gegenseite so von sich gibt. Und das Netz langsam zuziehen. Aufgefallen ist mir Boyle wegen seinen knappen Statements. Im Vergleich zum Gegenanwalt Marvin Putman. Mit seinen abwertenden Urteilen über Michael Jackson. Das wird immer dann zelebriert, wenn man keine schlüssigen Argumente angeben kann. Sehr auffallend ist, dass Marvin Putman den Fokus auf Dr. Conrad Murray richtet. Wer hat ihn angeheuert? Und wer hat seine Dienste bezahlt? Die monatlichen $ 150‘000. Diverse Kommentatoren gehen davon aus, dass der Prozess, sobald darüber Klarheit herrscht zu Ende ist.
      Angeheuert hat Dr. Murray ziemlich eindeutig Michael Jackson höchstpersönlich. Bezahlt wurde er aber von der AEG Live. Die haben zu dieser Zeit alle Auslagen von Michael Jackson beglichen. Jackson wäre gar nicht in der Lage gewesen, monatlich einen solch hohen Betrag auszulegen. Oder zu versprechen. Er verfügte über zu wenig Barmittel. Also stand Conrad Murray im Dienst der AEG Live. Michael Jackson wurde, und das ist auch durch die bereits bekannten AEG E-Mails nochmals deutlich geworden, in seiner letzten Lebenszeit von AEG Live vollumfänglich kontrolliert, man kann auch sagen genötigt. Und der Arzt Murray musste spuren. Was er eben leider auch gemacht hat.
      Was Dr. Murray via Telefon so von sich gegeben hat fällt auch auf. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er sich Michael Jacksons Leben, seine Botschaften für eine bessere Welt angeeignet, einverleibt hat. Was sehr seltsam ist. Auf der anderen Seite beschuldigt er Michael Jackson. Er allein sei schuld. Murray fühlt sich unschuldig. Wie kann das sein? Nun, Dr. Murray hat sich nie um die Wahrheit bemüht. Seine Aussagen fallen jedes Mal anders aus. Auch jetzt wieder. Merkt er das nicht? Merkt er seine falschen Anschuldigungen nicht mehr? Nimmt er nicht mehr wahr, was er als Arzt angerichtet hat? Heute nun sassen sich bei Piers Morgan Valerie Wass, Conrad Murrays Anwältin, und Dr. Thomas Mesereau gegenüber. Deutlich wurde, dass Conrad Murray mit seinen falschen Wahrnehmungen von seiner Anwältin vollumfänglich unterstützt wird. Trotz des eindeutigen Prozessabschluss wird immer noch behauptet, Michael Jackson habe sich das Propofol selber zugefügt. Und so weiter. Weiter wird behauptet, dass Dr. Murray Michael Jackson vom Propofol entwöhnen wollte. Wie das denn? Es ist doch erwiesen, dass Dr. Murray sich mit diesem Mittel äusserst grosszügig eingedeckt hat. Sein Vorratslager für die London-Konzerte. Valerie Wass gibt an, dass Dr. Murray von AEG Live nie irgendeine Geldüberweisung erhalten habe. Aha! Und sonst? Wurde er anderweitig bedacht? Auf jeden Fall ist es so, dass Dr. Thomas Mesereau auf die Aussagen seiner Kollegin scharf reagiert hat. Und dann der Gesang von Conrad Murray. Schrecklich! Und beschämend peinlich.
      Schlussendlich muss das Gericht abwägen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass die Argumente, vor allem auch die Beweise dazu, von der anklagenden Partei überzeugender sind. Vor einiger Zeit habe ich die Verteidigungsschrift der AEG Live gelesen. Die haben sich was ausgedacht. Auf verschiedene Prozesse hingewiesen. U.a. wegen Kindsmissbrauch. U.a. in der amerikanischen katholischen Kirche. Dazwischen dann aufgepeppt mit Zitaten aus der Bibel. Sonst ist ihnen aber nicht viel eingefallen. AEG Live ist sich auch sicher, dass sie mit hunderten von Seiten die lange Medikamentenabhängigkeit von Michael Jackson beweisen können. Was soll damit bezweckt werden? Damit schiesst sich AEG Live ein Eigentor. So ist das nämlich.
      Jutta Müller

    2. Pingback: jackson.ch

    3. Molignon

      Danke, Jutta…..

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