• Teaser

  • The Jacksons vs. AEG Live – Was gab’s diese Woche sonst noch Interessantes?

    18. Mai 2013

    Am Donnerstag wurden nicht nur Zeugenbefragungen vorgenommen. Am Vormittag ging es unter anderem auch um die E-Mails von Michael Jacksons Manager Frank DiLeo. DiLeo war bekannterweise Michaels Manager in den 1980er Jahren bis ihn Michael 1989 entliess. Im Rahmen der „This Is It“ Shows tauchte DiLeo wieder als Michaels Manager auf. Die Jackson Seite argumentiert, dass DiLeo nicht Michael sondern AEG gegenüber verantworlich war und dass die E-Mails von DiLeo wichtig seien, dies zu beweisen. Mit anderen Worten, die Jackson Seite geht davon aus, dass AEG Michael Jackson dazu gezwungen hatte, DiLeo als seinen Manager anzustellen (da diese nicht mit Leonard Rowe zusammen arbeiten wollten, den Michael Ende März 2009 angestellt hatte, um Tohme Tohme zu ersetzen).

    Die ganze Angelegenheit um DiLeos E-Mails stellt sich beim näheren Hinschauen aber als noch weitaus brisanter und komplexer heraus. Nach Frank DiLeos Tod im August 2011 wurde dessen Witwe Linda von AEG Anwälten vertreten. Nachdem das Gericht in Ohio die Nachlassverwaltung von DiLeo beordert hatte, dessen Laptop und E-Mails an die Jackson Anwälte herauszugeben, sagten die AEG Anwälte in ihrer Funktion als Vertreter des DiLeo Nachlasses, dass sie weder den Computer noch die E-Mails finden könnten. Die Jackson Anwälte hatten jedoch erfahren, dass der Anwalt, der den Nachlass am Anfang, bevor die AEG Anwälte aufgetaucht waren, vertreten hatte, David Regoli, im Rahmen der Inventarisierung eine Kopie aller E-Mails von Franks Laptop gemacht hatte. Während der letzten paar Wochen hatten die AEG Anwälte argumentiert, dass David Regoli nicht berechtigt sei, diese E-Mails an die Jackson Anwälte herauszugeben, damit diese sie im Prozess gegen AEG verwenden könnten. Während eines Telefonats mit Richterin Palazuelos sagte Regoli, dass er DiLeos Witwe geraten habe, dass seiner Meinung nach ein Interessenskonflikt für die AEG Anwälte bestünde, Linda DiLeo in dieser Sache zu vertreten. „Sie sagte, sie habe nie etwas unterzeichnet, dass [die AEG Anwälte] bevollmächtigte, sie zu vertreten und dass diese Linda DiLeo von diesem Moment an nicht mehr repräsentieren“, so Regoli. Anschliessend stellte DiLeos Witwe Regoli wieder an, was ihn entsprechend dazu ermächtigen würde, die E-Mails den Jackson Anwälten zuzustellen. Regoni versicherte dem Gericht, dass er alle Dokumente durchsehen und selbstverständlich alle E-Mails, die für den Prozess relevant seien (dh. den gesamten E-Mailverkehr von Frank DiLeo mit AEG und sonstigen involvierten Parteien im Rahmen der „This Is It“ Shows) aushändigen würde. Dies soll voraussichtlich in ca. einer Woche erledigt sein. Jacksons: 2, AEG: 0.

    Quellen: jackson.ch, cnn.com, latimes.com