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  • The Jacksons vs. AEG Live — Zeugen von AEG, 2. Teil

    26. Juli 2013

    Seit Dienstag ist nun wie abgekündigt AEG Live an der Reihe, ihre Seite des Falles zu präsentieren und ihre Zeugen zu befragen. Nachdem am Dienstag erst noch der Jackson Experte Arthur Erk von AEG ins Kreuzverhör genommen wurde (siehe hier), wurde am Mittwoch John Meglin, ein Manager von AEG Live und der CEO von Concerts West, dem Bereich von AEG Live, der für Michaels Comeback Tour verantwortlich war, von AEG befragt. 

    Zur Erinnerung: genau genommen ist John Meglin nicht der erste Zeuge, der für AEG Live aussagt. Bereits am 13. Mai wurden die beiden Tänzer/Choreographen Stacy Walker und Travis Payne befragt (siehe hier). Deshalb auch „Zeugen von AEG — 2. Teil“ für die heutige Meldung.

    John Meglins Aussagen hatten insbesondere zum Zweck, die frühere Expertenaussage von Buchhalter Arthur Erk für die Jackson Seite anzugreifen bzw. zu schwächen (für Erks Aussage siehe hier). Meglin meinte u.a., dass Michael nie soviele Tickets verkauft hätte, wenn er noch leben würde, wie dies Erk prognostiert hatte. Erk hatte geschätzt, dass wenn Michael nicht gestorben wäre, er bis zu seinem 66. Geburtstag USD 1.5 Mia. hätte verdienen können. Meglin meinte, dass Erks Hochrechnungen ca. 30 Prozent zu hoch angesetzt seien und gewisse Annahmen, die Erks Hochrechnung zu Grunde lagen, nicht der Realität entsprechen würden. So ist Erk zum Beispiel von 90’000 verkauften Tickets pro Stadium Show ausgegangen. Meglin meinte jedoch, das nach seiner Erfahrung keine Stadien so viele Plätze für eine Show nach Michael Jacksons Stil fassen würden. Das Rose Bowl Stadium zum Beispiel (wo Michael den Super Bowl Auftritt 1993 hatte) fasst 60’000 Sitze. Und obwohl Billboard Magazine berichtet hatte, dass U2 im 2009 vor 97’000 Leuten performt hatte im Rose Bowl, sagte Meglin, dass er seinen Instinkten vertraue, dass diese Zahl aufgebläht worden war. „Ich weiss, dass solche Zahlen manipuliert werden können,“ so Meglin. Jackson Anwalt Brian Panish bemerkte, dass bei Michaels Super Bowl Show im Rose Bowl 1993 sogar 98’000 Plätze besetzt waren.

    Meglin bestritt zudem Erks Annahme, dass Michael seine Tour für mindestens drei Shows nach Indien gebracht hätte. „Niemand geht nach Indien“, meinte Meglin. Später räumte er jedoch ein, dass Michael Jackson während seiner HIStory Tour in Indien aufgetreten war. Obwohl die Bevölkerung bei 1.25 Mia. Menschen liegt, sei Indien kein sehr grosser Markt, so Meglin. Meglin war auch nicht mit einer Aussage von AEG Lives CEO Randy Phillips einverstanden, der in einer E-Mail geschrieben hatte, dass in England genug Nachfrage für 200 Shows von Michael bestand. „Er hat das geglaubt. Ich glaube das nicht“, so Meglin. Phillips hatte auch bemerkt, dass sämtliche 750’000 Tickets für 31 „This Is It Show“, im März 2009 in gerade mal 2 Stunden nachdem die Tickets zum Verkauf standen, weg waren. Und es hatten sich bereits genug Käufer registriert, um 100 weitere Shows auszuverkaufen, so Phillips in seiner E-Mail.

    Meglin war auch anderer Meinung als Randy Phillips, als dieser Michael Jackson als den grössten Entertainer aller Zeiten gepriesen hatte. „Ich persönlich glaube nicht, dass dies stimmt. Meiner Meinung nach ist Celine Dion genauso eine grosse Entertainerin wie Michael Jackson. Für mich ist sie sogar grösser als Michael Jackson“, sagte Meglin.

    Quellen: jackson.ch, cnn.com, nydailynews.com