Cascio-Update, Part 2

7. März 2026

Der provisorische Entscheid ist nun definitiv: Das Verfahren zwischen Frank Cascio und dem MJ Estate wird privat verhandelt.

Derweil haben sich Grace Rwaramba und Anwalt Marty Singer zur neu eingereichten Klage der restlichen Cascio-Geschwister geäussert. Und wir zitieren aus einenm Statement Michael Jacksons im Jahr 2003.

Der Entscheid, dass die Streitigkeiten zwischen Frank Cascio und der Nachlassverwaltung definitiv unter Ausschluss der Öffentlichkeit als privates Schiedsverfahren beizulegen sind, fiel am 4. März 2026. Der kalifornische Richter Richter Michael E. Whitaker hatte 34 von 37 Argumenten Frank Cascios zurückgewiesen, der sich dagegen gewehrt hatte. So auch die Behauptung, er sei zur Vereinbarung im Jahr 2020 vom MJ Estate gezwungen worden. Stattdessen sei der immense Druck „von seiner eigenen Familie, nicht von den Antragstellern oder ihren Anwälten“ gekommen. „Das Gericht findet keine Grundlage um die Vereinbarung als ungültig zu erklären.“

Kurz vor diesem Entscheid haben die Geschwister von Frank Cascio ihrerseits die Nachlassverwaltung verklagt, wie wir letzte Woche berichtet haben.

Den Geschwistern wird es – unabhängig der eingangs erwähnten Entscheidung zugunsten der Nachlassverwalung – weiterhin möglich sein, an die Öffentlichkeit zu gehen und entsprechend Druck aufzubauen. (Ähnliches hatten wir bereits von Seiten Robson und Safechuck in den Jahren vor und nach dem Film „Leaving Neverland“ miterlebt… )

Der Estate-Anwalt Marty Singer sagte gegenüber TMZ zur neuen Klage:

„Diese Klage ist ein verzweifelter Versuch um Geld zu erpessen von weiteren Mitglieder der Familie Cascio, die sich ihrem Bruder Frank angeschlossen haben, gegen den bereits ein Schiedsverfahren wegen zivilrechtlicher Erpressung läuft.“

„Die Familie hat Michael Jackson mehr als 25 Jahre lang vehement verteidigt und seine Unschuld in Bezug auf unangemessenes Verhalten bekräftigt. Diese neue Klage ist eine durchsichtige Taktik, um sich den günstigsten Gerichtsstand auszusuchen, mit dem Ziel, Hunderte Millionen Dollar aus Michaels Nachlass und Unternehmen zu erpressen.“

„Aussagen der Cascios, darunter solche, die in Dutzenden von Passagen in Frank Cascios Buch aus dem Jahr 2011 sowie in Interviews mit Oprah Winfrey und anderen zu finden sind, widersprechen direkt den aktuellen Behauptungen. Die Cascios haben durchweg und wiederholt betont, dass Michael niemals einem von ihnen oder jemand anderem Schaden zugefügt hat.“

Auch Grace Rwaramba hat sich heute zu Wort gemeldet. Michael Jacksons frühere „MJJ Productions“-Angstellte und Nanny von Michaels Kinder (1997 bis 2009), schreibt auf ihrem Facebook-Profil:

„Man sagt, dass die tiefsten Wunden von denen stammen, die wir lieben.“

„Ich wohnte mit Michael und den Kindern in ihrem Haus. Ich habe ihre Verbundenheit über viele Jahre hinweg hautnah miterlebt. Die Cascios gehörten zu den ersten, an die er sich wandte, als über 70 Sheriffs Neverland stürmten und sein Leben durch dieselben verdorbenen und wiederholten Anschuldigungen zerstört wurde.“

„Vor zwei Monaten erschienen Schlagzeilen und Fotos von Michael neben den Epstein-Akten. Millionen von veröffentlichten Dokumenten zeigen nun, dass es keinerlei Verbindung gibt.“

„Die Cascios haben Michael über 20 Jahre lang gegen dieselben Anschuldigungen verteidigt. Jetzt verlangen sie von uns, die gesamten öffentlichen Aufzeichnungen zu ignorieren und uns stattdessen vorzustellen, dass Michael alle fünf Kinder derselben Familie jahrzehntelang ‚heimlich einer Gehirnwäsche unterzogen‘ habe.“

„Das ist ein schwerwiegender Verrat.“

Auch Brett Barnes hat auf X einen alten seiner Beiträge kommentiert mit den Worten, „mein Gewissen ist immer noch rein.“ Er hatte als Reaktion auf Wade Robsons plötzliche Kehrtwende am 8. Mai 2013 geschrieben: „Ich wünschte, die Menschen würden erkennen, dass in den letzten Augenblicken auf dieser Erde alles Geld der Welt keinen Trost mehr spendet. Mein reines Gewissen hingegen schon.“

Erneut fühlen wir uns in das Jahr 2003 zurückversetzt.

Damals hatte Michael Jacksons Pressesprecher Stuart Backerman die offiziellen Webseiten MJnews.us und MJnetworks.com aufgeschaltet, um direkte Statements seines Arbeitgebers veröffentlichen und gar üble Flaschmeldungen richtigstellen zu können. Im März 2004 ersetzten Michaels Bruder Randy Jackson, Raymone Bain und Michaels Visagistin Karen Faye die Seiten durch MJJSource.com und betreuten diese bis Ende 2005.

„Wie Sie wissen, sind die Vorwürfe, die kürzlich gegen mich erhoben wurden, äußerst schwerwiegend“, erklärte Michael Jackson in einer ausführlichen Stellungnahme im November 2003. „Sie basieren jedoch auf einer großen Lüge. Dies wird vor Gericht bewiesen werden, und wir werden diese schreckliche Zeit hinter uns lassen können.“

Seine Anwälte hätten ihm geraten, sich bis alles gerichtlich geklärt sei, zurückzuhalten. „Ohne Zweifel wird das für uns alle frustrierend sein.“

Michael bat uns Fans damals, skeptisch zu sein, wenn sich Leute als seine Freunde ausgeben oder behaupten, für ihn zu sprechen.

„Mit wenigen Ausnahmen füllen die meisten von ihnen lediglich eine verzweifelte Lücke in unserer Kultur, die Sichtbarkeit mit Einsicht gleichsetzt. Wir werden uns nicht auf Spekulationen einlassen. Wir werden nicht jede neue Entwicklung oder Anschuldigung des Tages kommentieren. Wir beabsichtigen, unseren Fall vor Gericht zu verhandeln, nicht in der Öffentlichkeit oder in den Medien.“

Im Sommer 2005 wurde Michael Jackson nach einem zermürbenden Prozess in allen Anklagepunkten freigesprochen.

Quelle: jackson.ch, Superior Court of California (Civil Division), medium.com/@RayStoryTells/, tmz.com, facebook.com/rwaramba, today.com