Cascios vs. MJ Estate: Anhörung

15. Januar 2026

Der zuständige Richter hat in einem noch nicht endgültigen Entscheid dem Antrag von Michaels Nachlassverwaltung stattgegeben, wonach das Verfahren hinter verschlossenen Türen zu führen sei.

Im vergangenen Jahr wandte sich die Nachlassverwaltung an ein amerikansiches Gericht und machte eine Erpressung geltend. Zuvor gab es offenbar eine Vereinbarung mit einer ungenannten Gruppe, die nach der Ausstrahlung von „Leaving Neverland“ ähnliche Vorwürfe erhob. Bald wurde bekannt, dass es sich um die Cascio-Familie handelt und bereits im Jahr 2020 viele Millionen geflossen sind. (Das Estate erklärte dies, dass sie sich damals auf keinen Fall einen weiteren Skandal leisten wollten. Dennoch sorgte deren Vorgehen für Stirnrunzeln.)

Diese Woche fand eine Anhörung statt. Im provisorischen Entscheid wies Richter Michael E. Whitaker die Behauptung von Frank Cascio zurück, er sei vom MJ Estate unter Druck gesetzt worden, die Vereinbarung zu unterzeichnen, und schrieb stattdessen: „Der immense Druck … kam von seiner eigenen Familie, nicht von den Antragstellern oder ihren Anwälten.“

Am Mittwoch erschienen die Cascios vor einem Gericht in Beverly Hills. Vertreten von den Anwälten Mark Geragos und Howard King. Die „scheinbare Einigung“ mit Jacksons Nachlass wollen sie für nichtig erklären lassen und bezeichnen diese als „rechtswidrige Vereinbarung zum Schweigenbringen von Opfern sexuellen Missbrauchs in der Kindheit.“

Einer der Anwälte von der Nachlassverwaltung, Marty Singer, sagte vor Gericht, dass die Mitglieder der Familie Cascio im Januar 2020 eine erste „Vereinbarung“ mit dem Nachlass getroffen habe, diese später jedoch neu verhandelt hätten, um „deutlich mehr Geld im Voraus“ zu erhalten, und nun eine öffentliche Klage einreichen wollten, die gegen die Schieds- und Vertraulichkeitsklauseln der ursprünglichen Vereinbarung verstoßen würde.

„Wir bestreiten diese Behauptungen kategorisch“, erklärte Singer vor Gericht und bezog sich dabei auf die Vorwürfe, Jackson habe alle fünf Cascio-Kinder sexuell missbraucht. „Der Grund, warum dieser Fall weiterverfolgt wird, ist, dass im letzten Sommer eine Erpressungsforderung in Höhe von 213 Millionen Dollar gestellt wurde.“

Bleibt der Richter bei seinem vorläufigen Entscheid, so wird es auf ein Schiedsverfahren hinauslaufen.

Unsere bisherige Berichterstattung: Alptraum-Senario für MJ Estate

Der Artikel von Rolling Stone hier: Siblings Who Say Michael Jackson Molested Them Appear in Court to Fight Arbitration. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälschten „Cascio-Songs“ vom posthumen „Michael“ Album (2010) werden interessanterweise mit keinem Wort erwähnt. Womöglich, da es nie einen finalen juristischen Entscheid hierzu gab. Immerhin sind die Songs in der Zwischenzeit von allen Streaming-Plattformen verschwunden und auch die physischen CDs werden nun ohne diese gepresst.

Quelle: jackson.ch, rollingstone.com, x.com/andjustice4some

2 Kommentare zu “Cascios vs. MJ Estate: Anhörung

  1. Dani

    Was Marie Nicole Cascio/Porte wurde auch sexuell missbraucht? Wow!

    Diese Vorwürfe werden immer lächerlicher.

  2. s

    big business
    Sie lernen von den Politikern.
    Alles Mafia!!!

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