Obwohl die Gerichtsverhandlung am 24. März unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, erklärte eine mit dem Verfahren vertraute Quelle, dass kein Urteil gefällt wurde und der Richter in Fragen der Terminplanung offenbar auf der Seite der Nachlassverwalter stand.
Andererseits behauptete eine Kanzlei, die Paris vertritt, sie habe einen bedeutenden juristischen Sieg errungen. Die Kanzlei behauptete, Paris habe die Nachlassverwaltung nach jahrelangen Verzögerungen dazu gezwungen, Finanzunterlagen für vier Jahre – von 2022 bis 2025 – offenzulegen, und das Gericht habe einen strengen Zeitplan für künftige Offenlegungen auferlegt.
Die Quelle erklärte weiter, Paris habe „nicht gewonnen“. Das Gericht habe lediglich den von der Nachlassverwaltung vorgeschlagenen Zeitplan genehmigt.
Mit der Angelegenheit vertraute Quellen geben an, dass Paris Anwalt Craig Peters sich möglicherweise in einem grösseren Machtkampf um den Nachlass positionieren wolle. Einige gehen noch weiter und vermuten, dass er ihre Schwachstellen ausnutze, um in einem Fall voranzukommen, bei dem es vordergründig um einen Bruchteil des Nachlasswerts gehe.
Wir erinnern an den Kern des Rechtsstreits: Im Mittelpunkt der Klage stehen Vorwürfe von Paris, wonach die langjährigen Verwalter des Nachlasses fragwürdige Ausgaben, darunter beträchtliche Bonuszahlungen und hochwertige Vergünstigungen, ohne ausreichende Begründung oder Klarheit genehmigt hätten.
Paris kritisiert die ihrer Meinung nach mangelnde Transparenz bei der Verwaltung der enormen Vermögenswerte des Nachlasses und äussert Bedenken hinsichtlich der Angemessenheit bestimmter Zahlungen. Ihre Einwände deuten auf eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Art und Weise hin, wie Entscheidungen hinter den Kulissen getroffen werden, insbesondere angesichts des enormen Wertes und der anhaltenden Rentabilität des Nachlasses.
Die Nachlassverwalter weisen ihre Behauptungen jedoch entschieden zurück. Sie behaupten, dass alle Ausgaben und Vergütungen ordnungsgemäss geprüft, offengelegt und auf rechtlichem Wege genehmigt worden seien, und betonen, dass der Nachlass unter ihrer Verwaltung erheblich gewachsen sei. Aus ihrer Sicht stellen die Anschuldigungen sowohl die Tatsachen als auch die Integrität ihrer Verwaltung falsch dar.
Quelle: jackson.ch; washingtoninformer.com; deadline.com