Der vierfache Grammy-Gewinner D’Angelo ist im Alter von nur 51 Jahren verstorben. Sein Image als Sex-Symbol hatte ihm zugesetzt. Was passiert nun mit seinem bisher ungehörten Song mit Michael Jackson?
Dabei handelt es sich um ein Cover von „Hot Fun In Summertime“ mit Vocals von Michael Jackson. Gemäss Aussagen von Gitarrist Jesse Johnson wurde damit ein posthumes Duett mit Mary J. Blige und D’Angelo aufgenommen, das 2014 auf Xscape hätte erscheinen sollen. Doch obwohl die beteiligten Musiker, darunter auch Questlove von The Roots, davon schwärmten, wurde es zurückbehalten. Gemäss MJ-Insider Damien Shields wurden die Vocals von Michael in Marvin’s Room Studio gefunden und dürften aus der Zeit zwischen 1998 und 2003 stammen.
Ruhe in Frieden, D’Angelo
Gestern ist D’Angelo nach einer Bauchspeicheldrüsekrebs-Diagnose verstorben. Der begnadete Musiker und talentierte Neo-Soul Sänger hat ein turbulentes Leben hinter sich. Seinen Erfolg um die Jahrtausendwende und persönliche Schicksalschläge – unter anderem nahm sich sein bester Freund das Leben – haben ihm zugesetzt und er verfiel dem Alkohol und anderen Drogen. Obwohl er immer wieder an Musik arbeitete, erschien nur noch ein einziges Werk: „Black Messiah“ im Jahr 2014, das nach einer erfolgreichen Welttournee mit zwei Grammy Awards, darunter als bestes R&B Album, gekürt wurde.
Seine Tour führte ihn auch nach Zürich und ans weltbekannte Montreux Jazz Festival, wo er von einem euphorischen Quincy Jones angekündigt wurde. Und wo er nach einem Konzert von Mary J. Blige auftrat. Nach der „Queen of R&B“, mit der D’Angelo das anfangs genannte Michael Jackson Duett eingesungen hatte. Ob wir ihre Version je hören werden?
Seine Studio-Alben:

1995: Brown Sugar > hier bei Amazon.de oder CeDe.ch

2000: Voodoo > hier bei Amazon.de oder CeDe.ch
Im Videoclip zu „Untitled (How Does It Feel)“ ist ein muskulöser D’Angelo scheinbar nackt zu sehen. Der Mega-Erfolg des Clips bescherte ihm das Image als Sex-Symbol, was ihm jedoch gar nicht gefiel, denn viel lieber wäre ihm gewesen, die Musik stände im Vordergrund. Dass bei der Voodoo-Tour zahlreiche weibliche Fans vor der Bühne standen, die ihn auf sein Aussehen reduzierten, machte ihm zu Schaffen.

2014: Black Messiah > hier bei Amazon.de oder CeDe.ch
Ein SPIN-Artikel gibt Einblicke in die Höhen und Tiefen seiner Karriere:
D’Angelo: What the Hell Happened?
Quelle: jackson.ch, spin.com, okayplayer.com, div.
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