Lisa Marie und Michaels Beziehung

18. Januar 2023

Lisa Marie Presley sprach in vielen Interviews über ihre Ehe mit Michael Jackson. Wir haben ihre Aussagen zusammengetragen und berichten, wie sie sich im Jahr 1992 kennen lernten, sich bald darauf verliebten und erst viele Jahre nach ihrer Scheidung endgültig trennten.

„Er war ein fantastischer Mensch, und ich bin glücklich, dass ich ihm so nahe gekommen bin und die vielen Erfahrungen und Jahre, die wir zusammen hatten, machen konnte.“

Jetzt sprach auch der Regisseur vom You Are Not Alone Video mit dem People-Magazin über seinen Eindruck.

„Sie hatten [eine] unschuldige, spielerische Beziehung, die ich für eine echte Beziehung hielt“, sagt Regisseur Wayne Isham, der im Sommer 1995 das Video zu Michael Jacksons Hit-Single You Are Not Alone drehte. „Es war ein lustiger Dreh. Sie war mit Eifer bei der Sache, und die beiden hatten eine tolle Zeit dabei.“

„Es war dieser frischvermählte Spaß und Humor und das Lachen und Lächeln, das man sehen kann. Es war also alles sehr positiv“, so Wayne Isham. „Die Leute haben mich das schon öfter gefragt: ‚Gibt es eine Realität in ihrer Beziehung, und was war da los?‘ Es war alles sehr lustig. Sie hatten eine großartige Zeit und eine großartige Beziehung am Set, und das ist das Beste, was ich von ihnen berichten kann.“

Auch zwischen den eigentlichen Aufnahmen habe er die Kameras laufen lassen und so einige besonders natürliche Aufnahmen einfangen können.

Jacksons Inspiration für das Videoset stamme von einem Gemälde des Künstlers Maxfield Parrish namens „Daybreak“.

„Er wollte unbedingt ein Set haben, das die Unschuld, die Schönheit und die Dramatik, die theatralische Dramatik von Maxfield Parrish und seinen Bildern widerspiegelt“, sagt Isham. „Dann schlug er vor, dass Lisa Marie in diesen Teil der Dreharbeiten einbezogen wird.“

„Der Text des Liedes reflektiert ihn und sein Alleinsein, und das trifft auch auf ihre Beziehung zu. Also hatte in dieser Hinsicht alles auf die eine oder andere Weise eine gewisse Bedeutung.“

Wayne Isham, der bereits den Whatzupwitu Clip von Eddie Murphy mit Michael Jackson gedreht hatte, erinnert sich, dass Michael „verspielter“ war, wenn Presley in der Nähe war. „Der Sicherheitsbeamte sagte, dass sie noch nie einen Dreh gemacht haben, bei dem er nicht zwischen den einzelnen Aufnahmen den Schauplatz verlassen hat, also fühlten sie sich sehr wohl mit mir. Er hat einen Sinn für Humor, und ich glaube, das spiegelt sich in seiner Energie wider, mit der er die Dinge angeht“, sagt Isham.

Auch bei Presley habe er einen anderen Gesichtsausdruck wahrgenommen. „Man konnte sehen, dass sie sich in seiner Gegenwart definitiv wohl fühlte, was für mich sehr wichtig war. Fühlten sie sich auch außerhalb der Kamera wohl? Sie haben sich zusammen sehr wohl gefühlt. Vor der Kamera und hinter der Kamera waren sie genau gleich. Das konnte man sehen, als sie in diesem Interview über seine magnetische Persönlichkeit und sein Charisma sprach. Ich konnte definitiv sehen, dass wir beide daran glaubten.“


Die Beziehung zwischen Michael Jackson und Lisa Marie Presley

Lisa Marie Presley war 7 Jahre alt, als sie und Michael sich an einem Konzert ihres Vaters Elvis Presley in Las Vegas über den Weg liefen. Das Treffen dürfe im Jahr 1975 stattgefunden haben, als auch die Jackson 5 für eine Konzertserie in Las Vegas residierten.

Im November 1992 trafen sich die beiden erneut bei einem privaten Abendessen, zu dem ihr gemeinsamer Freund Brett-Livingstone Strong, eingeladen hatte. Sie verstanden sich auf Anhieb und pflegten seither einen freundschaftlichen Kontakt. Lisa Marie war damals noch mit Danny Keough verheiratet, dem Vater ihrer ersten beiden Kinder. Als sich Michael im August 1993 erstmals mit Kindsmissbrauchsvorwürfen konfrontiert sah, entwickelte sie bald stärkere Gefühle für ihn.

Am 26. Mai 1994 heirateten Lisa Marie und Michael Jackson heimlich in der Dominikanischen Republik. Nur einige Wochen nach ihrer Scheidung von Danny Keough. Zuvor waren sich Michael und Lisa in Donald Trumps Anwesen „Mar-a-Lago“ in Florida näher gekommen.

„Ich bin in dieses ganze ‚Du armer, süßer, missverstandener Mann, ich werde dich retten‘ hineingefallen“, sagte sie viele Jahre später – 2003 – in einem Interview mit Diane Sawyer von ABC News. „Wissen Sie, ich bin darauf reingefallen. Ich habe mich in ihn verliebt.“ Und gegenüber Oprah Winfrey erklärte sei im Jahr 2010: „Ich liebte es, mich um ihn zu kümmern … Es war der Höhepunkt in meinem Leben, als die Dinge wirklich gut liefen und er und ich vereint waren … Es war eine sehr tiefgreifende Zeit in meinem Leben.“

Vorerst blieb die Heirat geheim und auch in ihrem privaten Umfeld wussten nur wenige davon. Erst am 1. August 1994 bestätigte Lisa Marie Presley in einem Statement gegenüber The New York Times die Gerüchte:

„Mein Ehename ist Mrs. Lisa Marie Presley-Jackson. Meine Heirat mit Michael Jackson fand vor Wochen in einer privaten Zeremonie außerhalb der Vereinigten Staaten statt. Ich bin sehr verliebt in Michael. Ich widme mein Leben der Aufgabe, seine Frau zu sein. Ich verstehe und unterstütze ihn. Wir beide freuen uns darauf, eine Familie zu gründen und ein glückliches, gesundes Leben zusammen zu führen.“

Die ersten Fotos von Michael und Lisa Marie Presley als Paar tauchten Anfang August 1994 aus Budapest auf, wo MJ einen Werbeteaser für sein HIStory Album drehte und sie ein Kinderkrankenhaus besuchten.

(Lisa Marie Presley begleitete Michael Jackson zuvor bereits an einen andern offiziellen Anlass: Anfang Februar 1994 an die „The Jacksons Family Honors. “ Davon zeugen einige Fotos, die damals womöglich aber noch nicht im Umlauf waren.)

Im September 1994 zeigte sich das verheiratete Paar bei den MTV Video Music Awards Hand in Hand. Der Moderator kündigte sie euphorisch an: „Ladies and gentlemen, please welcome Mr. and Mrs. Michael Jackson!“ Mit den Worten „Niemand hätte gedacht, dass dies von Dauer sein würde“, küsste Michael Jackson seine Frau vor den Augen aller Zuschauer. Ihr habe dies nicht gefallen, gestand Lisa Marie im Interview mit Oprah Winfrey 2010: „Er wusste, dass ich das nicht mochte. Seine Hand war blau, als wir von der Bühne kamen. Ich hatte sie so fest zusammengedrückt. Aber als seine Frau musste ich solche Dinge tun.“

Ein Produzent von MTV, Salli Frattini, erinnerte sich gegenüber Entertainment Weekly im Jahr 2002, wie das Personal von MTV überrascht gewesen sei, dass Presley und Jackson die Idee guthiessen, zu einem Höhepunkt der Award-Show zu werden. „Wir sind mit dem ganzen Konzept [einschließlich des Kusses] zu ihnen gekommen, aber ich bin sicher, Michael hat improvisiert“, sagte der Produzent.

Es folgten weitere gemeinsame Auftritte, inklusive des Interviews im Juni 1995 mit Diane Sawyer und dem You Are Not Alone Clip, wodurch sich die Stimmen bestätigt sahen, die Ehe sei nur inszeniert. Doch Lisa Marie widersprach dem wiederholt. Sie hätten eine „normale Ehe“ geführt, sagte sie auch gegenüber Oprah:

„Als wir zusammen waren, waren wir wirklich verliebt. [Michael] war wie eine Droge für mich… ich habe mich noch nie in meinem Leben so high gefühlt Ich wollte einfach immer in seiner Nähe sein.“

Immer wieder musste sie sich seither erklären. Irgendwann war sie es leid, ständig mit indiskreten und oft respektlosen Fragen über ihre Ehe mit MJ konfrontiert zu werden, und so schwieg sie in manchen Interviews dazu.

Auch über ihr Sexleben wurde und wird bis heute spekuliert. Gemäss Biograf J. Randy Taraborrelli hätten die beiden ein aktives und „wildes“ Sexleben geführt. Er zitiert in seinem Buch „Michael Jackson: The Magic, The Madness, The Whole Story“ eine Vertraute von Lisa Marie Presley fast schon beschämend detailliert.

Als Michael Jackson im Dezember 1995 bei den Proben für sein HBO-Konzert „One Night Only“ zusammenbrach und auf der Intensivstation landete, stand ihre Ehe bereits unter keinem guten Stern mehr und sie soll sich noch an seinem Krankenbett von ihm getrennt haben. Im Januar 1996 gaben sie bekannt, dass sie sich aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen scheiden lassen werden. Sie würden im gegenseitigen Einvernehmen getrennte Wege gehen, aber gute Freunde bleiben.

Jahre später sprach Lisa Marie im Interview mit Oprah Winfrey über die Gründe, warum sie die Scheidung eingereicht hatte. Sie sagte, sie habe sich „ziemlich unter Druck gesetzt“ gefühlt, Kinder mit ihm zu bekommen. „Ich schaute in die Zukunft und dachte: ‚Ich will nie in einen Sorgerechtsstreit mit ihm geraten, ich will das nicht tun, ich will mich nicht mit ihm streiten‘.“

Denn sie hätten sich zuletzt öfters gestritten: „Wir stießen auf raue Gewässer, wir stritten, wir stritten, manchmal drei Tage lang, mit einer Pause zum Essen und Schlafen. […] Er war stur, ich war stur.“

Doch die Scheidung war nicht das Ende ihrer Beziehung. „Wir wollten wieder zusammenkommen“, erklärte sie Oprah. „Wir verbrachten vier weitere Jahre nach unserer Scheidung damit, wieder zusammenzukommen und Schluss zu machen, darüber zu sprechen, wieder zusammenzukommen und Schluss zu machen … Er und ich waren immer noch … Ich flog noch jahrelang mit ihm durch die Welt.“

(Davon tauchten mehrmals Fotos in den Medien auf, darunter aus London und aus Südafrika 1997. Im Frühjahr 1998 gingen ‚Skandal‘-Fotos durch die Medien: Ein Paparazzi konnte festhalten, wie Lisa Marie ihrem Ex-Mann nach einem Abendessen in Beverly Hills einen Kuss unter dessen Maske auf den Mund drückte. Offiziell war MJ damals mit Debbie Rowe verheiratet, einer Mitarbeiterin seines Dermatologen Arnold Klein und die Mutter von Prince und Paris Jackson, die am 3. April 1998 geboren wurde.)

Obwohl sie Michael Jackson nie Substanzen einnehmen habe sehen, sagte sie gegenüber Oprah Winfrey auch: „Ich musste die Entscheidung treffen, zu gehen, weil ich sah, dass die Drogen und die Ärzte kamen, und sie machten mir Angst, und das brachte mich zurück in das, was ich mit meinem Vater durchgemacht hatte, und das beendete es. Er musste eine Entscheidung treffen: Waren es die Drogen und die Vampire oder ich? Und er hat mich weggestoßen.“

Im Jahr 2000 hatten sie sich endgültig entfremdet.

Im August 2002 heiratete Lisa Marie Nicholas Cage. Nachdem sie sich nur wenige Monate später wieder scheiden liessen, habe sie Michael angerufen und seine Unterstützung angeboten, berichtete Lisa Marie im Interview mit Diane Sawyer.

Als im Frühjahr 2003 „Living with Michael Jackson“ von Martin Bashir ausgestrahlt wurde, sass auch Lisa Marie vor dem Fernseher. Sie war bestürzt, wie sie später berichtete: „In diesen Interviews habe ich ihn berauscht gesehen. In dem Interview mit Martin Bashir habe ich nicht den Michael gesehen, den ich kannte. Er war high wie ein Drache. Von dem, was ich gesehen habe und von dem, was ich wusste, war er entweder zu eilig oder er war sediert. Es war nicht der Michael, den ich kannte.“

Ein letzter Kontakt zwischen den beiden fand im Jahr 2005 statt. Im Interview mit Oprah Winfrey beschrieb Lisa Marie den langen Anruf Michael Jacksons wie folgt: „Er wollte mir sagen, dass ich mit vielen Leuten in seinem Umfeld Recht hatte, dass es sich genau so entwickelt hatte, wie er und ich es vor Jahren besprochen hatten. Er fragte mich, ob ich ihn immer noch liebe, und wir fingen an, darüber zu diskutieren, und ich sagte ihm, dass ich gleichgültig sei, und er mochte dieses Wort nicht und weinte.“

„Er versuchte herauszufinden, wo ich stehe und wie ich so distanziert werden konnte. Am Ende des Gesprächs erzählte er mir, dass er das Gefühl hatte, dass jemand versuchen würde, ihn zu töten, um an seinen Katalog und sein Vermögen zu kommen.“


Der YouTube Kanal The Detail hat in diesem Video einige der zitierten und weitere Aussagen von Lisa Marie Presley zusammen gefasst.


Als Juliens Auction im Jahr 2012 eine Notiz Michael Jacksons an Lisa Marie versteigern wollte, schritt Lisa Marie Presley ein und verhinderte die Auktion. Hier weitere Details.


Lisa Marie Presley wandte sich nach Michael Jacksons Tod mit folgenden Worten an die Öffentlichkeit. Auf MySpace schrieb sie am 26. Juni 2009:

He Knew

Years ago Michael and I were having a deep conversation about life in general.

I can’t recall the exact subject matter but he may have been questioning me about the circumstances of my Fathers Death.

At some point he paused, he stared at me very intensely and he stated with an almost calm certainty, „I am afraid that I am going to end up like him, the way he did.“

I promptly tried to deter him from the idea, at which point he just shrugged his shoulders and nodded almost matter of fact as if to let me know, he knew what he knew and that was kind of that.

14 years later I am sitting here watching on the news an ambulance leaves the driveway of his home, the big gates, the crowds outside the gates, the coverage, the crowds outside the hospital, the Cause of death and what may have led up to it and the memory of this conversation hit me, as did the unstoppable tears.

A predicted ending by him, by loved ones and by me, but what I didn’t predict was how much it was going to hurt when it finally happened.

The person I failed to help is being transferred right now to the L.A. County Coroners office for his Autopsy.

All of my indifference and detachment that I worked so hard to achieve over the years has just gone into the bowels of hell and right now I am gutted.

I am going to say now what I have never said before because I want the truth out there for once.

Our relationship was not „a sham“ as is being reported in the press. It was an unusual relationship yes, where two unusual people who did not live or know a „Normal life“ found a connection, perhaps with some suspect timing on his part. Nonetheless, I do believe he loved me as much as he could love anyone and I loved him very much.

I wanted to „save him“ I wanted to save him from the inevitable which is what has just happened. His family and his loved ones also wanted to save him from this as well but didn’t know how and this was 14 years ago. We all worried that this would be the outcome then.

At that time, In trying to save him, I almost lost myself.

He was an incredibly dynamic force and power that was not to be underestimated.

When he used it for something good, It was the best and when he used it for something bad, It was really, REALLY bad.

Mediocrity was not a concept that would even for a second enter Michael Jackson’s being or actions.

I became very ill and emotionally/ spiritually exhausted in my quest to save him from certain self-destructive behavior and from the awful vampires and leeches he would always manage to magnetize around him.

I was in over my head while trying.

I had my children to care for, I had to make a decision.

The hardest decision I have ever had to make, which was to walk away and let his fate have him, even though I desperately loved him and tried to stop or reverse it somehow.

After the Divorce, I spent a few years obsessing about him and what I could have done different, in regret.

Then I spent some angry years at the whole situation.

At some point, I truly became Indifferent, until now.

As I sit here overwhelmed with sadness, reflection and confusion at what was my biggest failure to date, watching on the news almost play by play The exact Scenario I saw happen on August 16th, 1977 happening again right now with Michael (A sight I never wanted to see again) just as he predicted, I am truly, truly gutted.

Any ill experience or words I have felt towards him in the past has just died inside of me along with him.

He was an amazing person and I am lucky to have gotten as close to him as I did and to have had the many experiences and years that we had together.

I desperately hope that he can be relieved from his pain, pressure and turmoil now.

He deserves to be free from all of that and I hope he is in a better place or will be.

I also hope that anyone else who feels they have failed to help him can be set free because he hopefully finally is.

The World is in shock but somehow he knew exactly how his fate would be played out some day more than anyone else knew, and he was right.

I really needed to say this right now, thanks for listening.

~LMP


Zum überraschenden Tod von Lisa Marie Presley am 12. Januar 2023, schrieben John Branca und John McClain im Namen vom Michael Jackson Estate:

„Wir sind traurig über den plötzlichen tragischen Verlust von Michaels früherer Frau Lisa Marie Presley. Michael schätzte die besondere Verbindung zwischen ihnen, wie sie im offiziellen Video zu ‚You Are Not Alone‘ zu sehen ist, und wurde durch Lisa Maries großzügige Liebe, Sorge und Fürsorge während ihrer gemeinsamen Zeit getröstet.“


Quelle: jackson.ch, people.com, eonline.com, washingtonpost.com, scmp.com, ew.com, oprah.com, Michael Jackson: The Magic, The Madness, The Whole Story (J. Randy Taraborrelli), Michael Jackson: A Visual Documentary (Adrian Grant), div.

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