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  • Michael Jackson im Tower Records

    14. April 2016

    Am Samstag wird mit dem jährlichen „Record Store Day“ das Comeback der Vinylplatte gefeiert. Michael Jackson war ein regelmässiger Kunde in den „Tower Records“-Musikgeschäften. Gründer Russ Solomon erinnert sich, wie Michael Jackson von seinen Mitarbeitern ein paar Mal im Hinterraum versteckt wurde, von wo aus „er hinausspähen und sehen konnte, was gewöhnliche Leute tun.“

    Als Michael Jackson während der „Mexico Deposition 1993“ stundenlang wegen angeblichem Plagiat verhört wurde, gestand er, dass er oft in Plattengeschäften Musik kaufe. Michael Jackson sagte, er liebe Tower Records. Offenbar war er ein Stammkunde in dessen Geschäften.

    Der Gründer von Tower Records, Russ Solomon, berichtete später darüber, als er zu bekannten Kunden ausgefragt wurde. Michael Jackson sei ein interessantes Beispiel, „da er dermassen bekannt war. Wir öffneten früh am Morgen für ihn, damit er einkaufen konnte – er liebte es einzukaufen – und er wollte unbedingt sehen, was in einem Plattenladen geschieht. Sie versteckten ihn jeweils im Hinterraum, damit er hinausspähen und sehen konnte, was gewöhnliche Leute tun.“

    Das komplette Interview vom Oktober 2015 hier: Sex, Drugs, and (Selling) Rock and Roll: Tower Records Founder Russ Solomon Has No Regrets.

    Bereits im März desselben Jahres sprach Russ Solomon über den King of Pop: „Michael Jackson ging häufig im Sunset [Boulevard] einkaufen. Sie öffneten früh [nur] für ihn.“ Russ Solomon hat nebst seinen „gewöhnlichen“ Kunden viele Stars mit Musik versorgt, und er kriegte mit, wie sich das Musikgenre und deren Tonträger wandelten. Das lesenswerte Interview gibt es hier: Tower Records Founder Russ Solomon’s Suprising Take on Vinyl, Why Labels Were Dumb to Kill 45s

    Im Jahr 2006 schloss das lettze Tower Recoreds-Geschäft. Russel Solomon hatte das bald weltberühmte Musikhandelunternehmen 1968 mit einem Laden in San Francisco gegründet. Als das Internet-Zeitalter anbrach, verkaufte Solomon. Tower Records hat derzeit keine Filialen mehr, existiert nur noch als online-Shop. Obwohl viele Musikgeschäfte in den vergangenen beiden Jahrzehnten schliessen mussten, erfreuen sich andere seit einigen Jahren wieder über zunehmende Verkaufszahlen.

    Jeweils am Record Store Day – dieses Jahr am Samstag, 16. April, strömen die Kunden weltweit wieder (fast) wie in den alten Zeiten in die Plattenläden. Denn dann werfen diverse Labels spezielle Releases auf den Markt, Picture Discs und weiteres, oft limitiertes Vinyl in spezieller Form oder gar mit brandneuen Songs.

    Ein jackson.ch-Mitarbeiter hat kürzlich einen Artikel über das die Geschichte der Vinylplatte verfasst und darüber, wieso wieder so viele Platten verkauft werden, wie zuletzt Anfang der 1990er-Jahre: „Das schwarze Gold glänzt wieder„.

    Viel Spass am Samstag im Plattenalden deiner Wahl. Besonders viele Plattenläden gibt es in Berlin, London und Zürich – wer nicht weiss, wo genau – Google hilft.

    Zu guter Letzt ein Video von Michael Jaksons Besuch 1996 in einer Tower Records Filiale in Tokyo:

     Quelle: jackson.ch, billboard.com, noisey.vice.com, Winterthurer Stadtanzeiger