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  • Paris Jackson im grossen Interview

    24. Januar 2017

    Paris Jackson hat gegenüber dem „Rolling Stone“ von ihrem turbulenten Leben und den Erinnerungen an ihren Vater berichtet. Darunter über die Zeiten auf Neverland. Derweil lebt die 18-Jährige in Michael Jacksons früheren Musikstudio in Encino. Paris sieht sich trotz ihrer Hautfarbe als Afroamerikanerin und glaubt, dass ihr Vater ermordet wurde.

    „Sie sagen immer, Zeit heilt Wunden,“ sagt Paris. „Aber das macht es nicht. Du gewöhnst dich einfach daran. Ich lebe mit der Mentalität ‚OK, ich habe die einzige Sache verloren, die mir je wichtig war‘. Also schaue ich nach vorne, alles schlechte, das passiert, kan nicht annähernd so schlimm sein, wie das, was zuvor passierte. Also kann ich damit umgehen.“ Ihr Vater besuche sie noch immer in ihren Träumen. „Ich fühle ihn ständig bei mir.“

    Paris trägt an ihrem rechten Handgelenk ein Armband aus Leinen und Jade, das Michael in Afrika gekauft hat. Er habe es getragen, als er gestorben sei, und ihr Kindermädchen habe es für sie aufgehoben. „Es riecht noch immer nach ihm“, so Paris. Da sie ihr Vater gerne „Tinker Bell“ genannt habe, liess sie sich die Worte „FAITH, TRUST AND PIXIE DUST“ tattowieren. Von ihren diversen Tattoos sind weitere ihrem Vater gewidmet. Eines zeigt ein Teil vom Dangerous-Cover, das Bad-Logo und die Worte „QUEEN OF MY HEART“ in der Handschrift ihres Vaters. (Von einem Brief entnommen, den er ihr geschrieben hatte.) „Er hat mir nichts anders als Glück gebracht,“ erklärt Paris ihre Tattoos. „Also wieso sollte ich nicht konstante Erinnerungen an Freude haben?“

    Kürzlich hat die 18-Jährige einen jugen Hund gerettet, einen hyperaktiven Pit-Bull-Mischling, „Koa“, der seither an der Seite von „Kenya“ lebt, dem Labrador, den Michael Jackson seinerzeit seinen Kindern geschenkt hatte. (siehe Video am Ende dieses Beitrages).

    In ihrem ersten ausführlichen Interview über ihr Leben und ihre Vergangenheit spricht Paris auch über den Juni 2013, als sie sich mit 15 Jahren fast umgebracht hätte. Sie berichtet über ihren Selbsthass und das fehlende Selbstwertgefühl, sowie von ihrem frühen Dorgenmissbrauch – wie alles um sie zu viel wurde.  Davon, wie sie sich an der Schule mit älteren Schülern umgab, die kein guter Umgang für sie waren. „Ich hatte versucht, zu schnell erwachsen zu werden.“ Mit 14 habe sie zudem ein einschneidendes Trauma erlebt.

    „Ich war verrückt. Ich ging durch eine Menge, wie Teenager-Ängste. Und ich setzte mich mit meinen Depressionen und Ängsten auseinander ohne jegliche Hilfe“, berichtet Paris. Ihr Vater habe auch mit Depressionen gekämpft und ihr seien die selben Antidepressiva verschrieben worden wie ihm einst. Doch sie nehme derzeit keine solche Medikamente mehr.

    Kurz nach ihrem 18. Geburtstag ist Paris aus Katherine Jacksons Haus ausgezogen. Sie lebt jetzt wieder im Familienhaus der Jacksons, in „Havenhurst“ in Encino, das derweil renoviert wird. Dort hat sie mit ihrem Freund das frühere Musikstudio Michael Jacksons bezogen, das weiterhin bewohnbar und mit Bad und Küche  ausgestattet ist. Ihr 26-jährige Freund, Michael Snoddy, spielt als Schlagzeuger im Percussion-Ensemble „Street Drum Corps“. „Ich habe noch niemals zuvor jemanden getroffen, der mir das Gefühl vermittelt, das mich Musik fühlen lässt,“, erklärt Paris ihre Liebe für ihn. Snoddy hat sein Schlagzeug im von Michael als Überraschung an seine Familie eingerichteten „Mini-Museum“ aufgestellt. (Dem Raum mit den vielen Fotos, die sogar die Decke beanspruchen und an die Erfolgsgeschichte der Jacksons erinnern.) MJ hatte dort früher an seinen Tanzschritten gefeilt.

    Seine Tochter fasst gerade Fuss als Modell und Schauspielerin. In ihrer Freizeit spielt sie einige Instrumente, schreibt und singt Songs, von denen sie einige vorspielt. Der „Rolling Stones“ Reporter Brian Hiatt meint, dass sie mehr nach Laura Marling klinge als nach MJ.

    Paris teile die „Heal The World“ Impluse von ihrem Vater und sei besorgt über den Zustand der Welt, so der Journalist. Ihre Berühmtheit wolle Paris nutzen, um Aufmerksamkeit auf gewisse Anliegen zu lenken. Ihr Vater habe zu ihr mit auf den Weg gegeben: „Falls du grösser als ich werden möchtest, so kannst du das. Falls du das alles nicht möchtest, kannst du auch das. Ich möchte einfach, dass du glücklich bist.“

    Die Kindheit auf Nevlerand

    „We couldn’t just go on the rides whenever we wanted to“, erinnert sich Paris. Ob sie das Filmtheater oder den Zoo auf Neverland besuchen durften, sei von ihrem Benehmen und ihren Leistungen in der Schule abhängig gewesen. „We actually had a pretty normal life. Like, we had school every single day, and we had to be good. And if we were good, every other weekend or so, we could choose whether we were gonna go to the movie theater or see the animals or whatever. But if you were on bad behavior, then you wouldn’t get to go do all those things.“

    Michael habe ihnen einst die Möglichkeit angeboten, auf eine gewöhnliche Schule zu gehen. Doch das hätten sie abgelehnt.  „When you’re at home“, sagt Paris, „your dad, who you love more than anything, will occasionally come in, in the middle of class, and it’s like, ‚Cool, no more class for the day. We’re gonna go hang out with Dad.‘ We were like, ‚We don’t need friends. We’ve got you and Disney Channel!'“ Paris gibt zu, dass sie ein ziemlich schräges Kind gewesen sei.

    Ihr Vater brachte ihr Kochen bei. Meistens „soul food“. „He was a kick-ass cook“, sagt Paris. „His fried chicken is the best in the world. He taught me how to make sweet potato pie.“

    Michael habe sie auch über jedes denkbare Musikgenre ins Bild gesetzt. „My dad worked with Van Halen, so I got into Van Halen. He worked with Slash, so I got into Guns N‘ Roses. He introduced me to Tchaikovsky and Debussy, Earth, Wind and Fire, the Temptations, Tupac, Run-DMC.“

    Ihr Vater hätte sie von früh auf Toleranz gelehrt. „My dad raised me in a very open-minded house“, berichtet Paris. „I was eight years old, in love with this female on the cover of a magazine. Instead of yelling at me, like most homophobic parents, he was making fun of me, like, ‚Oh, you got yourself a girlfriend.'“

    Auch habe er ihnen die Menschheitsgeschichte und die Welt nicht schöngeredet. „His number-one focus for us, besides loving us, was education. And he wasn’t like, ‚Oh, yeah, mighty Columbus came to this land!‘ He was like, ‚No. He fucking slaughtered the natives.'“ Ob er das wirklich auf diese Art ausgedruckt habe, wollte der Journalist von Paris wissen. „He did have kind of a potty mouth. He cussed like a sailor“, antwortet Paris.

    „Sei stolz auf deine Wurzeln“

    Paris ist im Gegnsatz zu ihrem Bruder fest überzeugt davon, dass Michael Jackson ihr biologische Vater ist. „He will always be my father. He never wasn’t, and he never will not be. People that knew him really well say they see him in me, that it’s almost scary.“ Paris fährt fort: „I consider myself black“, und fügt später hinzu, dass ihr Vater „would look me in the eyes and he’d point his finger at me and he’d be like, ‚You’re black. Be proud of your roots.‘ And I’d be like, ‚OK, he’s my dad, why would he lie to me?‘ So I just believe what he told me. ‚Cause, to my knowledge, he’s never lied to me.“

    „Most people that don’t know me call me white“, so Paris.  „I’ve got light skin and, especially since I’ve had my hair blond, I look like I was born in Finland or something.“ Es sei nicht ungewöhnlich, dass ein Mischling so weiss wie sie aussehe und vergleicht sich mit dem TV-Schauspieler Wentworth Miller, der einen schwarzen Vater und eine weisse Mutter hat.

    MJ habe sie auf die „verschissene Welt“ vorbereitet

    Paris Jackson war ungefähr neun Jahre alt, als sie realisierte, dass viele Menschen auf der Welt ihren Vater nicht so sehen wie sie das tat. „My dad would cry to me at night“, sagt sie zu, „Rolling Sotnes“ Reporter Brian Hiatt und bricht dabei selbst in Tränen aus. „Picture your parent crying to you about the world hating him for something he didn’t do. And for me, he was the only thing that mattered. To see my entire world in pain, I started to hate the world because of what they were doing to him. I’m like, ‚How can people be so mean?'“

    Paris und Prince haben keine Zweifel, dass die Kindsmissbrauch-Vorwürfe gegen ihren Vater völlig unwahr sind.

    „Nobody but my brothers and I experienced him reading A Light in the Attic to us at night before we went to bed“, sagt Paris.  „Nobody experienced him being a father to them. And if they did, the entire perception of him would be completely and forever changed.“

    Was ihnen ihr Vater in diesen Nächten gesagt habe, sei für eine neunjährige sicher hart gewesen, meint der Reporter. „He did not bullshit us“, antwortet Paris. „You try to give kids the best childhood possible. But you also have to prepare them for the shitty world.“

    Im Interview spricht Paris Jackson auch über AEG Live, den Konzertveranstalter der geplanten This Is It Konzerte, während deren Proben Michael Jackson unter der Obhut von Dr. Conrad Murray verstarb. „AEG Live does not treat their performers right. They drain them dry and work them to death.“

    „He would drop hints about people being out to get him“, sagt sie. „And at some point he was like, ‚They’re gonna kill me one day.'“ (Anmerkung vom Rolling Stone: „Lisa Marie Presley told Oprah Winfrey of a similar conversation with Michael, who expressed fears that unnamed parties were targeting him to get at his half of the Sony/ATV music-publishing catalog, worth hundreds of millions.“)

    „Alle echten Fans und jeder in der Familie wissen es“

    Paris ist überzeugt, dass ihr Vater irgendwie ermordet wurde. „Absolutely. Because it’s obvious. All arrows point to that. It sounds like a total conspiracy theory and it sounds like bullshit, but all real fans and everybody in the family knows it. It was a setup. It was bullshit.“

    Doch wer wollte den King of Pop tot sehen. Paris hält nach dieser Frage einige Sekunden inne. „A lot of people.“ Paris möchte eine gewisse Rache, wenigstens Gerechtigkeit „Of course. I definitely do, but it’s a chess game. And I am trying to play the chess game the right way. And that’s all I can say about that right now.“

    Den Artikel vom „Rolling Stone“ hier: Paris Jackson: Life After Neverland

    Zu guter Letzt ein Video von Weihnachten 2008, als MJ seinen Kindern den Labrador namens „Kenya“ schenkt:

    Quelle: jackson.ch, rollingstone.com

    Ein Kommentar zu “Paris Jackson im grossen Interview

    1. Doris Gräff

      Paris ist eine hübsche junge Frau sehr natürlich und wundervoll. Sie hatte den besten Vater den man sich wünschen kann und Michael hätte NIEMALS einem Kind etwas angetan. Er war die LIEBE selbst und er war EINMALIG in allem was er tat. Ich werde ihn immer lieben und vermissen. Das an seinem Tod etwas faul war glaube ich auch. Ich stelle mir oft vor was er noch so alles getan hätte wenn er noch hier wäre,aber leider ist er das nicht mehr. Michael kann sehr stolz auf seine Kinder sein, er hat auch bei ihnen alles RICHTIG gemacht. Sie werden alle ihren Weg gehen und dabei nicht beeinflussen lassen. <3 <3 <3

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