• Teaser

  • The Jacksons vs. AEG Live – Zeugen der Jacksons, 6. Teil

    17. Mai 2013

    Nachdem am Mittwoch keine Zeugenbefragungen stattfanden, riefen gestern die Jackson Anwälte ihre nächste Zeugin in den Zeugenstand: Julie Hollander, (Finanz-)Controller bei AEG Live. Sie bestätigte, dass AEG im Jahre 2009 ein Budget über USD 300’000 für zwei Monate (Mai und Juni) Pflege von Michael Jackson durch Dr. Conrad Murray vorsah. Das Budget wurde von Paul Gongaware, co-CEO von AEG Live, bewilligt. 
    Julie Hollander war verantwortlich für die Rechnungsbücher und das allgemeine Konto für alle Transaktionen im Zusammenhang mit den „This Is It“ Shows. Jedoch, so Hollander, war Timm Woolley, ein AEG Executive, für das Budget selbst und die Sicherstellung, dass die Leute bezahlt wurden, zuständig. Hollander sagte aus, dass Woolley sie informiert hatte, dass Conrad Murray „auf Wunsch des Künstlers angestellt“ worden sei. Den Vertrag zwischen Conrad Murray und AEG bezeichnete die Zeugin als Entwurf, da nur Conrad Murray ihn Zeitpunkt unterzeichnet hatte und weder Michael Jackson noch AEG den Vertrag gegengezeichnet hatten. „Wenn Michael Jackson nicht gestorben wäre und AEG unterzeichnet hätte, würde AEG [Murray] das Geld schulden, richtig“, fragte Brian Panish, der Jackson Anwalt, die Zeugin. Ja, so Hollander, wenn alle Vertragsparteien unterzeichnet hätten, wäre es ein rechtsgültiger Vertrag gewesen, der die Rechtsgrundlage für die Lohnzahlungen gewesen wäre.
    Als nächstes wurde sie zu einem Dokument befragt, das am 16. Mai 2009 erstellt worden war und das Dutzende von Änderungen in Bezug auf das „This Is It“ Budget aufwies. Punkt Nr. 29 auf jener Liste war Conrad Murray. Kommentar zu diesem Punkt war: „MJ wünscht während der Zeit vor Tourbeginn einen permanenten Arzt zur Verfügung zu haben. Entsprechend wurden neu zwei Monate zu USD 150’000 budgetiert.“ Gestützt auf diese Änderung sprach Hollander mit Woolley und AEGs Unternehmsanwalt Shawn Trell betreffend die Bedingungen, unter denen der Arzt bezahlt werden sollte. Zwei Tage später, am 18. Mai 2009, schrieb Hollander eine E-Mail an verschiedene Direktoren von AEG, um Informationen zu erhalten, die Philip Anschutz, dem Eigentümer von AEG, dazu dienen sollten, sich ein Bild über die bevorstehenden Gewinne im Rahmen der „This Is It“ Shows zu machen. In der E-Mail heisst es: „Wir sind dabei, rasch eine dringende aktualisierte Vorhersage für Herrn Anschutz zusammen zu stellen und benötigen dafür ‚the latest and greatest‘ [das Neuste und Beste] von MJ. Ich mag mich erinnern, dass ihr an einem Update gearbeitet habt. Ist der schon parat? Ich brauche etwas spätestens bis morgen… Sobald ich die Zahlen habe, brauche ich eure Anweisung, wie diese zwischen England und USA aufgeteilt werden sollen.“ Gestützt darauf fragte Brian Panish Hollander: „Niemand fragte nach, wie die Proben verliefen, richtig?“ Nein, so Hollander. „Die wollten wissen, wieviel Geld sie für die USA und England verdienen würden, richtig?“ Ja, antwortete Hollander.
    Quellen: jackson.ch, latimes.com